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Israelitisches Predigt-Magazin · 1877-01-01 · 3 (1877) · p. Seite 179

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Journal
Israelitisches Predigt-Magazin
Volume
3 (1877)
Issue
3 (1877)
Date
1877-01-01
Page
Seite 179 (sequence 15)
Language
German
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1) Der Gotteserkentniß und Belehrung, 2) dem Gottesdienste und 3) der Menschenliebe. Ein alter Rabbi sprach einst den Grundsatz aus: על ״ שלשה ונו׳Auf drei Dingen steht die Welt, und zwar: על ההורה auf der Lehre, ועל העבוהה auf dem Gottesdienste •ועל גמילות חסדים und auf Wohl- und Mildthätigkeit. M. a. Z.! die Wahrheit dieses Satzes im Allgemeinen wird sicherlich von Keinen von uns, zu welchem Glauben er sich immerhin bekennen mag/) aygezweifelt und bestritten werden. Wir alle, ohne Unterschied des Glaubensbekenntnisses, sind davon überzeugt, daß der Bestand der religiös-sittlichen Weltordnung erschüttert werde, daß der Riesendom der ganzen menschlichen Gesellschaft zusammenbrechen müßte, wenn die Säulen der Erkenntniß, der Gottesanbetung und Menschenliebe zusammenknicken sollten. Wird diese Wahrheit schon im Allgemeinen unangefochten anerkannt, so will ich heute im Besondern als nicht minder wahr Nachweisen, daß der Glaube Israels während seines fast viertausendjährigen Lebens seine Erhaltung nur einzig und allein dem lebendigen Geiste seiner Gotteslehre, dem ewigen frischen Quell seines Gottesdienstes und namentlich auch dem lebendigen Strome seiner Mildherzigkeit und werkthätigen Menschenliebe verdankt. Diesen Nachweis will ich zur Feier dieses Weihfestes führen, indem ich mit Rücksicht auf den Glaube!: Israels im Ganzen und Großen die Anwendung mache aus dieses Haus, das wir in dieser Stunde vor den Augen Gottes und dieser festlichen Versammlung weihen, und seiner dreifachen Bestimmung übergeben wollen. Das will ich nunmehr mit der Hoffnung auf Gottes Beistand thun, indem ich gleichzeitig an das Wort anknüpfe, mit dem wir unfern Weihgottesdienst eröffnet haben und das einst ein alter heidnischer Prophet, das Bileam einst wider seinen Willen, in unwillkürlicher, fast möchte ich sagen, 3) Unt.r den Zuhörern befanden sich auch Nichtjuoen, die Spitzen der Königlichen Militär- und Civilbehörden, die der städtischen Behörden der Geistlichkeit. —

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