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Israelitisches Predigt-Magazin · 1877-01-01 · 1 (1877) · p. Seite 14

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Israelitisches Predigt-Magazin
Volume
3 (1877)
Issue
1 (1877)
Date
1877-01-01
Page
Seite 14 (sequence 14)
Language
German
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gen, deren wir selbst uns schuldig gemacht, nicht auch berechtigt sein zu denken an die erste Sünde, die überhaupt in der Welt ist begangen worden? So wollen wir denn wie in den Neujahrstagen, so auch heute zurückgreifen auf die Uranfänge der Menschheit und unseren Betrachtungen am Versöhnungstage mit Hinzuziehung der vorhergehenden Verse des Abschnittes denselben Text zu Grunde legen, den wir uns für das bereits abgelaufene Fest gewählt: וישמעו את קול ד׳ א׳ מתהלך בנץ לרוח היום ויתחבא האדם ואשתו מפני ה׳ א׳ בתך עצי ״ הנןSie hörten die Stimine Gottes des Ewigen wandeln im Garten in der Richtung des Tages, und es verbarg sich der Mensch und sein Weib vor Gott dem Ewigen unter den Bäumen des Gartens." Dieser Vers deutet auf die Sünde hin, deren Adam und Eva sich schuldig gemacht und berichtet, daß nach ihrer Versündigung die Gottesstimme sich an sie gewendet habe. Sollte es nun nicht die Aufgabe des heutigen Tages sein, uns zum Nachdenken darüber anzuregen, ob wir im Laufe des Jahres uns nicht in ähnlicher Art gegen Gott versündigt, wie das erste Menschenpaar, ob nicht auch im Laufe des Jahres nach unseren Uebertretungen sich an uns in ähnlicher Art eine Gottesstimme gewendet? Mögen solche Be- Pachtungen uns Abscheu einflößen vor jeglicher Missethat und unser Herz empfänglich machen für die heiligen Gottesgebote. Amen. I. Wie das erste Menschenpaar in den Garten Eden, so sind auch wir in den großen Weltengarten gesetzt לעבהה ״ ולשמרהihn zu bebauen und zu behüten". Genug giebt es da der Früchte, an denen wir uns laben und erquicken dürfen, genug der Freuden und Genüsse, durch die das Leben versüßt und verschönert werden kann. Aber der Garten hat auch Früchte aufzuweisen, von denen der göttliche Befehl uns fern hält. Doch deren Zahl ist eine so kleine, daß wir durch das Verbot uns gar nicht eingeengt und eingeschränkt zu sühlen brauchen. Es werden uns dadurch keineswegs Opfer und

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