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Jüdische Wochenschau · 1968-12-13 · 2298 (13.12.1968) · p. [Seite 3]

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
29 (1968)
Issue
2298 (13.12.1968)
Date
1968-12-13
Page
[Seite 3] (sequence 3)
Language
German, Spanish
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Viernex, 13 d<* Diciembre de 1968 SEMANA ISRAELITA Año XXIX. — S* 2298 — Von der hebraeischen Schrift Das Problem ist gewiss nicut neu und im Laufe der Jahrtausende haben sich die hebräischen Schriftzeichen wiederholt wesentlich gewandelt. Auch andere Sprachen ändern, wie wir wissen von Zeit zu Zeit ihe Schriftzeichen, denn die Schuft muss nicht unbedingt f»r all- Zeiten unverändert bleiben. Selbst der Umstand, dass die Thora in gewissen Lettern geschrieben ist. braucht die zeitgenössischen Hebraisten nicht davon abzuhalten, etwa weil sie sich aus Treue zur Ueberlieferung an diese Schriftart klammern, zum Zweck der Erleichterung eine Aenderung einzuführen. Eis gab innerhalb unserer Renaissancebewegung schon wiederholt Vorschläge, die Schrift leichter lesbar zu machen. Ein solcher Vor- CAJA POPULAR DEBELGRANO COOPERATIVA OE CREDITO LTOA. DESDE 1932 MERECE SU CONFIANZA CASA CENTRAL’ AMENABAR 2963 AGENCIA N* Ir CABILDO 3102 MR. IBERA AGENCIA N* 2: CORRIENTES 2294, P. 1* esq. PASTEUR AGENCIA NA 3: CORRIENTES 5322 Horaria: Días hábiles de 10 a 17 h$.. . Sábados de 10 a 12.30 hs. traaipáb* t» trámite « el fototr« de EeMades FíeMcíeras M henearías del Banca Central CAPITAL REALIZADO ACTUAL Y RESERVAS $ 550.000.000.- von MEAR FAERBER schlag ging sogar So weit, die Transkription in lateinisch- Lettern zu beantragen, wie dies Attatürk mit dem Türkischer getan hat, als die Jungtürken den Anschluss, o 'er wenigstens eine Brücke zu Westeuropa 'uchte-v Es gab Vorschläge von itamar Ben Awi, dem Sohn des Erneuerers der hebräis hen Sprache Elieser Ben Jehuaa von Seew Jabotinsky und manchen anderen. Es wurde nicht viel a is diesen \ erschlagen, und im wesc'tlichen blieb die von den Voreltern übernommene Schrift beibehalten, obwohl sich die Mehrheit im Volk darüber klar ist, dass diese beinahe vokallose, fast nur aus Konsonanten bestehende Schrift den Hebräischlernenden grosse Leseschwierigkeiten bereitet und au eh gute Kenner der Sprache manche Worte nur in ihrem Zusammenhang richtig lesen können. Gewisse \ orte haben nämlich unterschiedliche Aussprache und Bedeutung, je nachdem wie sie punktiert werden. Um zur Erklärung des Problems nur drei Beispiele zu nennen; KPH (die Buchstaben Kof Pe Heh) kann als Kupah (Kasse) und als Kaffee gelesen werden. Die Buchstaben Ajin Bet Resch können wenn das Wort nicht vokalisiert ist, sowohl Awar (Vergangenheit) wie auch Ewer (jenseits) heissen. Das aus den Konsonanten Schin Mem Sch’n bestehende Wort kann sowohl Sehemesch (Sonne) wie auch Schamasch (Diener) bedeuten. Derartige Beispiele lassen sich fast zahllos anführen. Es geht also nicht um die Buchstabenform, um die Charaktere der hebräischen Schrift, sondern um die Einsetzung der Vokale zwischen die Konsonanten. Am 4. April 1968 hat die hebräische Sprachakademie, LEDERWAREN HANDTASCHEN HANDSCHUHE AKTENTASCHEN K. Zimmerspitz JUNIN 312—322 T. E. 46-8762 ALFREDO STERN MALERARBEITEN Büros. Deportamentos, Häuser. Tapezieren Fachmännische Ausführung — Kostenlose Beratung VIDAL 1575 — FAST ECKE PINO Tel.: 76-9088 y 76.7281 Teppichhaus - M. Hochberg Unerreichte Auswahl an handgeknüpften Tep. pichen in erstklassigen Qualitäten für jedes gemütliche Heim. EIGEN! FABRIKATION UNVERBINDLICHE VORFUEHRUNG AUF WUNSCH ZAHLUNGSERLEICHTERUNGEN v Maschinenteppiche in allen Farben und Grössen Auslegen von Appartements mit rein wollenem Velour VERKAUF AN PRIVATE NUR SAMSTAG UND SONN¬ TAG VON 9—19 UHR IM AUSSTELLUNGSRAUM CALLE ANDONAEGUI2083 TEL.: 52-2993 4 Quader von Station Urguiza 1 derer* Vorsitzender Prof. Dr. N. H. Tur-Sinai (vor Hebraisierung seines Namens; Harry Torczyner) ist. nach zwanzigjährigen Studien ur 1 Beratungen den Beschluss gefasst dass in den unteren Volksschulklassen nur punktierter Text gelehrt werden solle, in den oberen Klassen Ktiv Male, dh. eine Schreibweise mit zwischen die Konsonanten gelegentlich, aber nur bei doppelsinnigen Worten, eingeschalteten Hilfsvokalen, wie sie auch die Zeitungen zur Erleichterung der Lesbarkeit verwenden und erst in oen obersten Klassen, in der Mittelschule Ktiv Chasser, das ist die klassische. grammatikalische Schreibweise ohne Hilfsvokalisierung. Nun hat sich in der letzten Zeit, im Oktober 1968, eine Geiseilschaft gebildet, die die Verbesserung der Schreibweise des Hebräischen anstrebt. Die Initiatoren diese* Gesellschaft betonen, dass es sich dabei nicht um eine wissenschaftlich-philologische oder linguistische Frage handle, sondern vielmehr um ein öffentlich gesellschaftliches Problem, in dem die He-' bräische Sprachakademie für sich kein alleiniges Entscheidungsrecht in Anspruch nehmen könne. Dadurch, dass sich aus Gründen der Einfachkeit des Drucke und des Schreibens die unpunktierte Schreibweise eingebürgert hat, werden manche Worte oft mit falschen Vokalen gelesen und ausgesprochen, und die Umgangssprache erleidet dadurch Entstellungen. So sagen sehr viele Israelis Gfän (Rad), wenn sie Öfen ,Art, Weise) meinen. Solche Fehler wären vermeidbar, meint die Sprachakademie, wenn man mehr Texte mit den vokalisierenden Punkten, A- und O-Zeichen drucken würde. Daher *ehnt sie jede Aenderung ab. In der Praxis aber ist das aus technischen und materiellen Gründen einfach undurchführbar, und der punktierte Satz ist viel teuerer als der unpunktierte. Die Schriftreformgesellschaft weist den Vorschlag, dass dreierlei Schreibweisen aufrechterhalten und sogar von der Akademie formell legalisiert werden, als unlogisch, unpraktisch und untragbar zurück. Die neue Gesellschaft verlangt von Regierung und Parlament zu besehliessen, dass von einem zu bestimmenden Termine an in allen offiziellen Dokumenten, im Geschäftsleben in Zeitungen, Schilderaufschriften, Büchern und vor allem im Schulunterricht und in der öffentlichen Verwaltung eine bestimmte Schreibweise zu verwenden ist, die in der Aussprache unmissverständlich, einheitlich und eindeutig sein solle. Wer weiterhin En Memoriam Carlton Ernst Koppel Maipú 982 31-7845 di: bisherige grammatikalische Schreibweise mit voller Punktierung verwenden will, wie sie jetzim Bibel- und Gebetbuchdruck und in der Lyrik usuell ist, kann dies nach Belieber tun aber in der Schuie sol. diese Schriftart nur zur passiven Kenntnis gelehrl. werden. Regierung und Knesset sollen der Akademie auferlegen, birne’. einer gewissen Frnt eine Schreibweise vorzuschlagen, die eindeutig und ohne Irrtümer gelesen werden kann. Dazu soll die Akademie mit Faktoren und Fachleuten Zusammenarbeiten, die von ihr bisher nicht hierzu herangezogen wurden, wie Soziologen und Psychologen. Graphiker und Drucktechniker, Journalisten Schi uspieler und Verleget. Bringt die Akademie einen solchen Vorschlag nicht zustande, so soll die Regierung auftrags des Paria, nents einen Sonderausschuss damit betrauen. Der populäre Dichter Nathan Alterman erklärte in diesem Zusammenhang : „Eine eindeutige Schrift ist heute das dringlichste Erfordernis. Es ist eine vordringliche Forderung sowohl in der öffentlichen wie auch in der privaten Sphäre“. Besonders leiden unter den Leseschwierigkeiten durch das Fehlen der Vokalisierung die Neueinwanderer, die ein schwieriges Hindernisrennen mit schier unüberwindlichen Hürden LA SEMANA ISRAELITA SEMANARIO INDEPENDIENTE Bs. As. - PUEYRREOON 2190, 1* Izq. - 83-2613 13. Dezember 1968 22. Kislew 5728 Direktor des Jad Waschern Jerusalem. — Guideon Hausner, der im Eichmann- Prozess als Staatsanwalt fungierte und jetzt Deputierter der Unabhängigen Liberalen m der Knesset ist, wurde vom Kabinett zum Direktor des Jad Wasch em, der staatlichen Einrientung zur Pflege des Andenkens der Helden und Märtyrer, ernannt. Israels früherer Botschafter in Moskau, Katriel Katz, ist Vorsitzender des Exekutiv-Comites dieser Behörde. (JCNS) bestehen müssen, um die Sprache zu lernen während sie sich ihre Existenzbasis zu schaffen haben. „Diese Generation braucht eine hebräische Schrift, die lesbar und eindeutig ist. Aus kulturellen, öffentlichen, erzieherischen und sozialen Griind n hat die Regierung so bal’ wie möglich eine prinzipielle Entscheidung zu t.effen“ heisst es in der Resolution der Gründungsversammlunj, der Gesellschaft, die sich die unmissverständrehe Lesbarkeit der hebräischen Schrift zum Ziel gesetz1 hat. Mitglied der Akademie Paris. — Oberrabbiner Dr. Jacob Kaplan ist formeil in die Französisch® Akademie für Moral und Politische Wissenschaften aufgenommen worden. Unter den mehreren hundert Anwesenden bei der zum ersten Mal öffentlichen Aufnahmenzeremonie waren Baron Alain de Rothschild und Israel-Botschafter Walter Eytan zugegen. (JCNS) MOEBELHAUS WATERMANN Dm Hans der % Geschäfte mit der grössten Auswahl SARMIENTO 1147 T e 35 - TOSls CABILD0 2614 PAMPA 4979 fast Ecke ’•Tiuiuvtrat« Zahlungserle'chteringen Eigene Werkstätten Zuvorkommende fachmännische Bedienung Fiambres Finos “FRIG UINCIA ” MARCA QUE DISTINGUE LA CALIDAD FRIGUINCIA Estudio Jurídico Internacional Dr. Hardi Swarsensky ASUNTOS EUROPEOS EXCLUSIVAMENTE ALLE ENTSCHAEDIGUNGSFRAGEN Herr Rechtsanwalt Chodziesner affendierf ab Montag, den 16. Dezember, von 15-18 Uhr in unserem Büro Wir bitten, Stunde zu verlangen von 9—12 unter 83-2613 Dr. Günter Frey ASUNTOS ARGENTINOS Y SUDAMERICANOS ERBSCHAFTSSACHEN - YERTRAEGE - VERWALTUN¬ GEN - MIET5-, ZIVIL- UND HANDELSSACHEN ’ T. E.r 80 - 6930 PUEYRREDON 2190 esq. Av. LAS HERAS

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