Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 29 (1968)
- Issue
- 2298 (13.12.1968)
- Date
- 1968-12-13
- Page
- [Seite 4] (sequence 4)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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4 — Vímws. 13 6« Diciembre de 1968 SEMANA I £ b a e L I t a A Se XXIX. — N* »98 Die Taucher von Elat „Und suche Unö der Mensch verdie Götter nicht, begehre nimmer ■und nimmer zu schauen, Was sie gnädig bedecken mit Nacht und Grauen.“ Sc sang Friedrich Schiller In seiner Ballade „Der Taucher“, die von einem kühner Schwimmer handelt, der sich ohne jede zweckentsprechende Ausrüstung zweimal in die Tiefe des Meeres Ati -zt; ein Abenteuer, das 4 agisch e-iden musste. Die Taucher von Elat Steigen umsichtiger sogar bis zu 1.600 Meter in die Tiefe an den Korallenriffen von Elat in jene Bereiche hinab, welche noch, nach Schiller, mii Nacht und Grauen gnädig bedeckt sind. Der Mensch begehrt durchaus dieses Reich der Stille xu ergründen, das der Dichter m seiner Phantasie wohl Su negativ gesehen hat. von SGHALOM BENLCHORIN rium der versität kiiizüeh a Hebräischen Uni- Jerusalem, das Siidostende von Elat als einsames Haus eröffnet wurde, stehen schon die ersten Versuchsaquarien mit den Wundern der Tiefe bereit. Eine junge Dame aus Jerusalem. die sich hierher zurückgezogen hat, um die Verhaltung«weisen verschiedener Meeresalgen in luftgekühlte* Stille zu studieren, zeigt mir ein holdes Paar, von dem Schiller nichts ahnte: Amphiprion ind seine Rose: Es lebt de* Fisch Amphiprion Mit seiner Meeresrose Seit ungezählten Jahren schon In flotte - Symbiose. Schwarz wimmelten da, in grausamen Gemisch, Cu scheusslichen Klumpen geballt. Der stachliehte Roche, der Klippenfisch, Des Hammers greuliche Ungestalt; Und drä'.end wies mir die grimmigen Zähne Der entsetzliche Hai, des Meeres Hyäne Bezüglich des Hai, des Meeres Hyäne, sah Schiller absolut richtig. Die anderen Fische hingegen sind nicht durchwegs von der bizarren Scheusslichkeit. die hier menr vermutet als gesehen v irde, vielmehr leuchten Fisch und Meerespflanze in unvorstellbar prächtigen Farben. Im ozeanischen Laborato- Ja, die Symbiose... sie war mir bishc. immer nur soziologisch - politisch geläufig. Die deuttch-jüdische Symbiose zum Beispiel. Jetzt sehe ich die echte Symbiose unter Wasser. den Fisch Amphiprion in den ewig winkenden Armen seiner Meeresrose. Und worum geht’s bei diesem maritimen Idyll? Ums tägliche Unterwasserbro-. Manches sieht man hier anders, als mar. es gewohnt ist. Einen Riesenhummer zum Beispiel, nicht kulinarisch in Mayonnaise, sondern wissenschaftlich in Spiritus. (Kein Vergleich). Professor Heinz Steinitz, Leiter der Meeresforschungsstation una Dr. Francis D. Por, Vizedirektor des Unternehmens, führen uns durch die Räume des Hauses, Laboratorien und eine werdende Spezialbibliothek der Ozeanologie. Hier am Roten Meer, das so penetrant blau ist, hier am Schilfmeerwo kein Halm zu entdecken ist diese Namen sind eine Art Lohengrin - Geheimnis, — selbst Professor Steinitz schweigt sich aus, verweist höchstens auf Sondertheorien seines Kollegen Professor Asehbel. aber Name bleibt „Schall und Rauch“, wo, wie in Elat . des Meeres und der Liebe Wellen“ hoehgehe—> Hier also wird ie Schilfmeerforschiing blü- , . , „ hen. Sechs Beamte stehen | boden-echten, schon tür biologische Forschung und ozeanologische physikalisch« und chemische Untersuchungen zur Verfügung. Ein Techniker wohnt im Hause selbst (nicht schlecht). C ATECA S.A. Directorio 5555 Buenos Aires T. E. 68.1017/18 y 1264 SUAVANDAR el calzado legítimo de espuma de goma Ein internationaler wissenschaftlicher Beirat, zehn ausländische und fünf israelische Fachleute geben der Station Anregungen. Es ist geplant, dass in Zukunft die Hälfte der wissenschaftlichen Arbeiter jeweils aus Europa und den USA, die andere Hälfte aus Israel selbst rekrutiert wird. Schon jetzt gibt es mehr Anmeldungen, als die Station zu fassen vermag. Schillers Ballade hat die Taucher im 20. Jahrhundert nicht abgeschreckt. Sie wollen alles wissen und erforschen, selbst „Fisches Nachtgesang“, den der Dichter Morgenstern nur in Strichlein darstellte. Er ahnte noch nicht, dass mit elektronischen Unterwassergeräten die Stimme der Fische auf Tonband aufgenommen werden kann, um schliesslich sogar für unser stumpfes Menschengehör über Tage vernehmbar zu werden. land neben israelischen Gelehrten eingefunden. Selbst der Laie versteht. «Jas'- hier viel zu erforschen ist. Frühe kannte man nur 500 Fischarten im Roten Meer; jetzt sind es bereit« 800. < Das w’ird eine Menukarte geben im Fisch-Spezialrestaurant der Zukunft von Elat!) Einen Vorgeschmack bekommt man schm im maritimen städtischen Museum, gegründet 1953 von Kapitän Jeiemia H. Iperin und bei der Rundfahrt auf uem Meer mit einer der berühmten Glas- Wenn der Blick hier in die Tiefe dringt, wo Wälder und Gebirge unter Wasser sichtbar werden und weit mehr Leben in- Meer lebt als auf den kahlen Bergen ringsum, klingt der Gesang des Psa:misten über dem Wasser an; Musik in Buenos Aires ZWEIMA* PftOKOFIEFF IM COLON 1. „Die Liebe Orangen“ tu den drei „Die mit Schiffen auf dem Meere fuhren... in grossen Wassern... erschauten des Herrn Werke und seine Wunder im Meer.“ (Ps. 107, 23—24) Die Station wird Raum für zwölf Forscher bieten, die ihre elektronischen Geräte zum Teil selbst mitbringen. Internationale Zentren der UNESCO in Paris und der Organisotion MAMBO in Monaco, die sich der Mittelmeerforschung widmen, haben Kontakt mit Elats äusserstem Hause aufgenommen. Schon zur Eröffnung hatten sich Forscher aus den USA. England und Professo H. Steinitz erzählt, dass bereits sein Vater im Jahre 1919 in einem Aufsatz d Erforschung der Meereswelt Israels angeregt hat. Tatsächlich finden sich auch im Roten Meer Tiere aus dem Mittelmeer. Siv. reisen durch den Suezkanal, selbst wenn er für die internationale Schiffahrt gesperrt ist. Diese Fische, Qualle und Algen sind die einzigen Israelis, die den Suezkanal stets passieren konnten. Die Muscheln fühlen sich hier besonders sicher denn sie sind nicht koscher, aber Prof. Steinitz meint, dass sie sich trotzdem oder gerade deshalb zum Export vorzüglich eignen. Ausserhalb Israels schätzt man Muscheltiere als Delikatesse. Die Eröffnung der Meeresstation w'ar ein kleines Fest, bei dem unter anderem auch Professor Wilhelm Rodhe von der Universität Uppsala, Präsident, des Internationalen Limnologen-Verbandes zur Erforschung der Ge- Das reizende Carlo Gozzi- Märchen wurde in der genialen Vertonung von Serge Prokofieff 1959 zum ersten Mal in unserem „Primer Coliseo“ aufgeführt. Das spritzige, einfallsreiche Werk eines der bedeutendsten zeitgenössischen russischen Komponisten (1953 gestorben) hat seit seiner 1921 in Chicago erfolgten Uraufführung nichts von seiner urwüchsigen, unmittelbaren r rische eingebüsst. Martin Eisler, welcher sich der reizvollen Ausstattung von José Varona bediente, gelang es, einen mit humorvollen Einfällen gespickte!-. oft atemberaubenden szenischen Ablauf der auf 2 Akt*- reduzierten italioniscl gesungenen Oper (eigentlich vier mit einem Prolog) zu erzielen und sah sich in der schmissigen, umsichtigen musikalischen Leitung Juan E. Martinis wirksa m unterstützt. Vom durchweg gut singenden Ensemble seien besonders erwähnt; Victor de Narké Kleeblattkönig ), Eduardo Sarramida (Prinz), Adriana Cantelli (Clarissa) uud Guerrino Boschetti (Bassrolle füi die böse Köchin). Es gab begeisterten Applaus. XXX 2. „Alexander Nevsky“, (Kantate opus 78) der Bundesrepublik Deutsch-] Wässer die Grüsse der wi-! ssenschatthchen Welt überciencias económicas £STUDIO contadores públicos national»* consultores de’empresoi SANTA FE 2224, Io T. E.î 80-0149 ESPECIALISTAS EN SOCIEDADES ANONIMAS rogf^ brachte. Auch der Bürgermeister, der nun schon dreizehntausend Seelen zählenden Stadt Elat Ascher Eser, begrijsste die Gäste aus nah und fern. Mir wurde erst später bewusst. dass sein Name wohl einen bewussten Anklang an den des Königs Asarja von Juda hat, von dem es im 2. Buch der Könige heisst; „Er baute Elat und brachte es w’ieder zu Juda“, allerdings nur bis Rezin, König von Syrien, es uns wieder abnahm und die Juden aus Elat vertrieb. (2. Koen. 16, 6) Ich war nun zum dritten Mal in Elat und daher tief beeindruckt von der Entwicklung dieser Stadt, die über dem Tempelplatz von Jerusalem zu schweben und das Heiligtum von oben zu sehen, ist ein Erlebnis, das man nicht vergisst: der Tempelplatz aus der Perspektive der Engel oder des Propheten Mohammed, gemäss der 17. Sure im Koran, der Nachtreise vom Flug nach Jerusalem, zum „fernen Heiligtum“. Dann liegt Ein Gedi unter unserem Blick und die Festung Massada mit ihren wieder ireigelegten herodianischen Bauten. Die Wadis wirken wie eingegrabene Rillen in der unendlichen Oede der Wüste des Negew und der Steppe der Arawa. Ein Rundflug über die Bucht von Elat gibt den Blick auf die neueste Attraktion frei, den Sonnensee, eine Art Fjord, bisher in keiner Karte verzeichnet; jetzt erst entdeckt, ein Binnengewässer ganz nahe der Küste; für Fachleute ein Naturlaboratorium.,. für mich eine Naturschönheit... eine von den vielen, die Elat zu bieten hat, vom roten Glühen der berge im Abendlicht bis zu den-Mini-Bikinis. Im Saisonschlusskonzert des Philharmonischen Orchesters wurde unter Leitung seines Titulardirigent«n PedT'o I. Calderön das selten gebotene Opus „Alexander Nevsky“ geboten, welches sein Schöpfer ursprünglic'- als Filmmusik komponierte und später aus ihr eine sechsteilige Kantate zur Verherrlichung des Befreiers Russlands aus dem mittelalterlichen mongolischen Joch zusammenstellte. Die packende Komposition wurde vom Dirigenten und seinen Untergebenerhythmisch betont und alle musikalischen Feinheiten intelligent ausschöpfend ausgezeichnet interpretiert; besonderes Lob gebührt dem von Roberto Ruiz perfekt einstudierten Universitätschor aus La Plata. Trotz der enormen Hitze gelang es Calderön in einer nahezu vollendeten Interpretation der 3. Symphonie op. 90. f-dur, von Johannes Brahms, das Intere„oe des zahlreichen Audi- oriums wachzuhalten. Er, das gut klingende Orchester. Chor und die innerhalb von ihrr, wirkende Artistin Tota de Igarzäbal wurden lebhaft akklamiert. Curt B. M. Weissstein Akademische Heimkehrer Haifa. — Unter den neuen Dozenten am Teehnion in Haifa befinden sich 15 Israelis, die ihre Positionen an nor-iamerikanisohen oder europäischen Universitäten aufgegeben haben und nach Israel zurückgekehrt sind. Jeschiwa-Uni versität Die Jeschiwa-Universität von New York erhielt überraschend 500.000 Dollar aus dem Nachlass eines kinderlos im Alter von 92 Jahren verstorbenen Mannes, der aus Litauen stammte. Er hatte viele Jahre lang in unmittelbarer Nachbarschaft der Jeschiwa ge- W'ohnt. Vor kurzem hatte die Universität von einem ihrer christlichen Angestellten dessen gesamten Nachlass von ¿00.000 Dollar geerbt. n " 2 Die BAR-MlzWA unseres Sohnes ARMANDO MARCELO findet m-G.H. am Schabbos Waje’hew den 14. XII., um 9 Uhr 3o im Tempel, J. E. Uriburu 348, statt. ALBERT TORTEN und Frau SELMA geb. SPARER Empfang, Sonntag, den 15. XII. 1963 von 11—13 Uhr, Corrientes 2593, ill, 5° Dt im März 1949 zu Israel kam, als äusserste Grenzposition im Süden. Erst 1952 a'ber erfolgte die eigentliche Stadtgriindung. Ich war bereits im Juli 1951 in Elat. Damals bedeutete eine derartige Reise eine Expedition. Die Fanrt führte von Beer Schewa über Sdom nach Elat durch unerschlossene Wüstengebiete. Mein zweiter Besuch fand im November 1961 statt. Damals beging Egged das zehnjährige Bestehen der Linie nach Elat festlich. Jetzt steht den Autobussen eine neue Chaussee zur Verfügung, auf der man in fünf Stunden von Jerusalem nach Elat fährt. Ich aber flog in 55 Minuten mit Arkia vom jerusalemer Flugplatz (Atarot Kalandia) diesmal, 1968, nach Elat. Der Auftakt ist überwältigend; LUACH — (KALENDER) Freitag, den 13. Dezember Sonnabend, den 14. Dezember Sehabbat WA7ESCHEW Haftara: Arnos, Kap. 2 22. Kislew 23. Kislew Sonntag, den 15. Dez. Erew Chanuka Montag, den 16. Dez. 1. Tag Chanuka Dienstag, den 17. Dez. 2. Tag Chanuka Mittwoch, den 18. Dez 3 Tag Chanuka Donnerstag, den 19. Dez. 4. Tag Chanuka Freitag, den 20. Dez. 5. Tag Chanuka Sonnabend, den 21. Dezember Schabbat MIKBZ Haftara: Secharja, Kap. 2 Sonntag, den 22. Dez. 7. Tag Chanuka Montag, den 23. Dez. 8. Tag Chanuka Dienstag, den 24. Dezember Mittwoch, den 25. Dezember Donnerstag, den 26. Dezember Freitag, den 27, Dezember Sonnabend, den 28. Dezember Schabbat; WAJIGASCH Haftara; Jecheskel, Kap. 37 Sonntag, den 28. Dezember 24. Kislew 25. Kislew 26. Kislew 27. Kislew 28. Kislew 29. Kislew 30. Kislew 1. Tewet 2. Tewet 3. Tewet 4. Tewet 5. Tewet 6. Tewet 7. Tewet 8, Tewet SiKtlOt’ Midien»*« söfft ««■censiOTTföi»»*,- Morgens: 1 Üb Abends: 19 Stentai i. sk Morgens: i: Abends: IS Sr'iibboe 'A'A.L Freitagabend Chor - Ans /¡Miners. Samstagmorget Barmmab: Diege Kosmos Schrifterklärun Samstagnacbmi X 15. AiíSgao?" 20 Trauungen1 Jn unse er den am morgigen m 21 Vbr 30 d m Hem Heyn uni Frl Susi Li 22 Vbr 15 von k Fisdel und riaehetto. so»,* nerstag um 21 Ferro Eduardo tßd Fr!. Elena Socied Coopérât Crédito LUNES A DE 12-15 A R A 0 2 T, E, Tl Wir lade Freunde zu CH e®. die am 15 Uhr in un Cese Gliicl ÀB Asofiat 8W8ALL0 keh Wert Jü ** 4ie Pf) T