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Jüdische Wochenschau · 1968-12-06 · 2297 (6.12.1968) · p. [Seite 4]

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
29 (1968)
Issue
2297 (6.12.1968)
Date
1968-12-06
Page
[Seite 4] (sequence 4)
Language
German, Spanish
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4 — Vien»«*, « de Diciembre „de JH68 fi 1 K i N 1, ISRAELITA AR« «IX. m Ereignisse der Diskussionen in der C. U. Seit einigen Wochen ist ei- ®o gewisse Unruhe bei der C. U., der Vereinigten Israel - Dringlichkeitskampag- #e„ au beobachten, die ihre Vorgeschichte in der gro- **en Kampagne des vorigen Jahres bat. Al« durch den Sechetagekrieg die Gemüter aller Juden aufs äusser- »tc erregt waren, entschlos- **** sich sogar diejenigen Kreise au einem Einsatz •®d 2U einer finanziellen Leistung für Israel, die •onst nicht dabei waren, die den Ruf aller Kampagnen überhört hatten oder unter Irgend welchen Vorwänden Sich nicht immer der Verantwortung gewachsen gezeigt hatten, die jeder Jude trägt und auf die er nicht erst durch Dritte hingewiesen werden sollte. Nun also, als jüdisches Blut floss, erwachte auch das Gewissen der bis dahin Hartherzigen oder aus sonstigen Gründen Abseitsstehenden. Ein israelischer Minister richtete einen Ruf an die wohlhabenden Kreise, die bis dahin — von einigen rühmlichen Ausnahmen abgesehen — nicht oder nicht in der gehörigen Form beigesteuert hatten, und auf diese Weise wurde von einem Kreis, der sich um die Botschaft formierte, eine nicht unbeachtliche Summe aufgebracht, wenn diese auch weit geringer als das Aufbringen der ,,normalen“ Kampa gn gewesen ist. Alle Voraussetzungen waren geschaffen, dass der „Kreis um die Embajada“, wie er sich selbst, nannte, sich für das Jahr 1968 in die bestehende Kampagne-Organisation enordnei würde, zumal d< rer. technische Voraussetzungen durch viele Jahre erstklassig organisiert waren, was man von einer improvisierter Aktion an. türlich nicht sagen konnte. 1968 wurde wiederum als T inglichkeits - Kampagne proklamiert, da es von vorneherein feststand, dass die Notwendigkeiten für dieses Jahr aus vielen Gründen grösser als im Vorjahr sein werden. Alle waren sich darüber klar, dass trotz aller gemachten Anstrengungen währeno und nach dem Krieg die Geldaufbringungen zu spät kamen und für den Ausgang des Krieges selbst ohne Bedeutung sein mussten. Die Schäden des Krieges zu beseitigen Mittel lür die erhöhten Ausgaben der Besatzung, der Besiedlung und der Erziehung bereit zu stellen und die vielfachen anderen Notwendigkeiten zu decken, zwang alle beteiligten Instanzen, auch die Kampagne 1968 zu einer Dringlichkeits - Kampagne zu erklären. — Entgegen allen Erwartungen arbeitete diese Gruppe nicht mi und steuerte — von vereinzelten Massnahmen abgesehen —, auch in diesem Jahr nicht bei, obwohl sich der Präsident der Kampagne, Don Jizchak Lewin sehr darum bemühte. Besuch aus Israel Ein israelischer Minister, der in Buenos Aires zu Besuch weilte, interessierte CA TECA S.A. Directorio 5555 Buenos Aires T. E. 68-1017/18 j 1264 SUAVANDAR el calzado legítimo de espuma de goma Woche sich für das Problem und entsandte einen anderen israeliscnen Minister und den Schatzmeister der Jewish Agency zur Lösung der Frage, auf welche Weise man alle Kreise der argentinischer. Judenheit zur Kampagne-Leistung heranziehen könne. Das überraschende Ergebnis der Weisheit dieser Herren war, diejenigen mit der Führung der nächstjährigen Kampagne zu bei uftragen, die bisher nichts gegeben batten, sozusagen als Prämie für nicht erfüllte Pflichten. Natürlich waren die vielen tausende Mitarbeiter der Kampagne nicht einverstanden die unter Einsatz ihrer Möglichkeiten und unter Zurückstellung ihrer persönlichen Interessen aufopfernd für die Kampagne arbeiteten. Die jetzige Leitung entschlosss sich, eine ausserordentliche Mitarbeiter * Versammlung einzuberufen, um über die Vorgänge zu informieren, die inzwischen Gegenstand unzutreffender Interpretationen geworden waren. Diese Versammlung fand unter starker Beteiligung der Delegierten der Stadt und des Landesinnern statt. Der bisherigen Leitung wurde das Vertrauen und der Dank der Anwesenden ausgesprochen, da sie in aufopfernder Tätigkeit ein erfreuliches Ergebnis zu erzielen imstande war, auch ohne diejenigen, die sich abseits stellten. Auf dm Versammlung wurde die Abhaltung des alljährigen Kinus verlangt, da nur dieseberechtigt sei, die Leitung zu bestimmen, ein Vorschlag, der von der überwiegenden Mehrheit angenommen worden ist. Man nimmt an, dass weitere Verhandlungen zu Resultaten führe“ können, die alle Beteiligten zufrieden stellen. Gegen Dr. Goldmann Die hiesige Zeitung der Cherut „posieiön“ richtete einen Angriff gegen Dr. Nachum Goldmann, dessen Ausführungen auf dem Kongress in Montevideo den Cherut-Leuten nicht gefal- (Fortsetzung der Ereignisse der Woche auf Seite 5) ClOnCIdi i ESTUDIO SANTA FE 2224, I? T. «0.0)49 económicos contadoros públicos nacional«* consultores deïempresei ESPECIALISTAS EN SOCIEDADES J| ANONIMAS Æ A FORESTA! Alter Mann von 1968 ZUM TODE ARNOLD ZWEIGS Wenige Tage nach seinem 81. Geburtstag starb Arnold Zweig und mit ihm wiener ein Stück unserer Juger.d und der sogenannten ,.Goldenen zwanziger Jahre“. Unserer Jugend — denn es ist zu bezweifeln, ob 2»weig trotz aller Ehrungen, die er nach seiner Rückkehr aus Israe (er ging schon 1933 nach Palästina) in der DDR erfuhr, für die Jugend dieser Zeit noch lebendig war. Gewiss nicht in der westlichen Welt, trotz mancher Alterserfolge wie zum Beispiel dem „Beil von Wanusbeck“, das sogar ins Hebräische übersetzt und verfilmt wurde, und trotz „Die Zeit ist reif“ (1958), das in seiner Altersweisheit von fern her an Fontane erinnert. Er bekam 1950 den DDR-Nationalpreis, war von 1950 bis 1953 Präsident der ostberline: Deutschen Akademie de- Künste, bekam 1958 den Lenin-Friedenspreis, er lebte sogar in einem richtigen Schloss — und dennoch wagt man die Frage: war er wirklich lebendig solange er lebte? Die vielen Ehrungen sagen Ja zu dieser Frage, eine Analyse seiner Persönlichkeit sagt Nein. Denn er war einer von denen, die das Unmögliche gewollt haben. Er war von Haus aus oppositionell, als Zionist unter assimilatorischer Mehrheit, als Sozialist unter Liberalen, als Pazifist unter Anbetern des Krieges als Stahlbad und menschlicher Notwendigkeit. Aus Opposition ging er nach Palästina, wo er sich aus Opposition durchaus nicht wohl fühlte und vieles ihm und er vielen missfiel; aus Opposition ging er nach Ostberlin, und wenn er dort auch keine aktive Opposition betreiben konnte, kann man füglich annehme- , dass auch dies nur eine „faute-de-mieux“- Lösung war. Es gab wohl für Arnold Zweig kein Land und keine Gesellschaft, in die er sich widerspruchslos t'ngefügt hätte. Wie das kam? Woher die ewige Opposition? Arnold Zweig war ein Kämpfer aus Utopie. S. kämpfte für Dinge, die sich nicht verwirklichen Hessen; er wollte Dinge zusammenbringen, die Literaturpreis für Elie Wiesel Paris. — Der jüdische : Schriftsteller Elie Wie- [ sei, der in Nordamerika ■ lebt und seine Bücher auf Französisch schreibt, wurde für sein Buch „Die Bettler von Jerusalem“ mit dem französischen „Medicis“-Literaturpreis ausgezeichnet. Wies l beschreibt in diesem Roman, der den Sechstagekrieg und die Eroberung von Jerusalem und der Westmauer zum Hintergrund hat, die Leiden und die Gemütsbewegung der „Bettler“ des jüdischen Volkes auf der Suche nach Israel. — (JCNS) unvereinbar waren. Er war Humanist, ein grosser Brude" der leidenden Menschheit (.wie der am gleichen Tage verstorbene Upton Sinclair i« seiner Jugend- und Reifezeii), er war zutiefst pazifistisch, er glaubte an die R volution ohne Gewalt, et war ein Vorkämpfer der Mens .-hheitsrevolte ohne Blutvergiessen. Muss man meh sagen, um seine Aktualität zu bezweifeln? Muss man mehr sagen, um seinen herrlichen Idealismus zu bewundern? Er war ein grosser Sc iftsteller. Wer sich die Mühe nähme, seine früheren und mittleren Werke aufzuschlagen; vielleicht nicht so sehr das so überaus erfolgreiche Buch „ Novellen um Claudia“ vom Jahre 1912, das nun doch wohl allzu sehr dem „L art pour l'art“- Prinzip angehört), etwa sein Buch „Frühe Fährten“ und dergleichen, der wird immer wiedevon Sprach- und Iceengewa t gepackt. In diesen Bachern steht Arnold Zweig an der Seite der Grössten seiner Zeit. Was jedoch von ihm bleiben wird als dichterische Aussage, ist d' langsam und zu verschiedenen Zeiten entstandene Folge von sechs Büchern über den ersten Weltkrieg unter dem Gesamttitel „Der grosse Krieg der weissen Männer“, von denen der „Streit um den Sergeanten Griseha“ wohl das bekannteste ist. Diese Chronik der Zeitgeschichte, so unendlich viel tiefer als die Bücher Remarques, so viel begründeter als die Chronik des Upton Sinclair, ist ein Denkmal für einen pazifistischen Humanisten der Gewaltlosigkeit, der noch dazu ein bewusster Jude war und grosse Teile seines umfangreichen Werr kes der Schilderung jüdi- «eher Menschen und Probleme widmete. Aus einem individualistischen Liberalen wird ein enragierter Zionist ein radikaler Sozialist, der nicht bereit ist, Humanismus und Gewaltlosigkeit aufzugeben — versteht man jetzt, warum er manchem ein Stein des Anstosses war und in Opposition lebte? Ich bezweifle, ob eine spätere Zeit ihn wieder „entdecken“ wird; ich wage es nicht, von „Unsterblichkeit" zu reden. Zu jäh war der Wechsel, zu hart der Umschwung. Arnold Zweig wird das Schicksal vieler teilen, die ins Exil gingen und geistig nicht mehr zurückkamen, das Schicksal der Broch und Musil, Stefan Zweig und Hermann Hesse, Alfred Neumann und Heinrich Mann: grosse, wundervolle Schriftsteller, über die eine Zeit hinweggeht, weil sie zu sehr Exponenten ihrer eigenen Lpoche waren. Sie erfüllen ihre Zeit und sprengten sie nicht — und Erfahrungen lassen sich nicht vererben. Wir trauern um uns selbst, wenn wir um Arnold Zweig trauern. Trotz seiner Opposition war ei ein Teil von unserer Kraft, ein Mann jener gewaltsam zerbrochenen Epoche, der auch wir angehören; ir. ihm wurde Stimme, was uns höchstens stummer Gedanke war. Seine Bücht sind unsere Zeugen, wenr wir uns darstellen wollten vor dem Weltgericht. „Nennt man die besten Namen, so wird auch der seine genannt“. Günther Ballin Herstellung von Uranium Tel Aviv. — Uranium wird zu den Mineralien gehören, die die chemischen Werke in Arad herstellen werden, wie Prof. Arnos de Schabt, der Direktor des Wissenschaftlichen Weizmann-Instituts von Rechowot, kürzlich enthüllte. Er kündigte dies in einer Vorlesung über Atomreaktoren auf einer dreitägigen wissenschaftlichen Tagung an, an der 35 Knesset-Mitglieder, darunter ein Araber, teilnahmen. (JCNS) n" 2 Die BAR.-MIZWA unseres Sohnes ARMANDO MARCELO findet m.G.H. am SchabLos Wajechew, den 14. XII., um 9 Uhr 30 im Tempel, J. E. Uriburu 348, statt. ALBERT TORTEN und Frau SELMA geb. SPARER Empfang. Sonntag, den 15. XII. 1968 von 11—19 Uhr, Corrientes 2593, III, 69 Ellen Levin Federico und Berta Reich geh. Sommerfeld geb. Schmid beehren sich die VERMAEHLUNG ihrer Kinder S US ANA und RE YN ALDO bekanntzugeben, die s. G. w. am Sonnabend, dem 14. Dezember, um 21 Uhr in der Chaim Weizmann Synagoge, Arcos 2319 stattiindet. Buenos Aires, General Enrique Martinez 1979. LUACH — (KALENDER) Freitag, den 6. Dezember 15. Kislew Sonnabend, den 7. Dezember 16. Kislew Schabbat WAJISOHLACH Haftara: Obadja, Kap. 1 Sonntag, den 8. Dezember 17. Kislew Montag, den 9. Dezember 18. Kislew Dienstag, den 10. Dezember 19. Kislew Mittwoch, den ll. Dezember 20. Kislew Donnerstag, den 12. Dezember 21. Kislew Freitag, den 13. Dezember 22. Kislew Sonnabend, den 14. Dezember 23. Kislew Schabbat WAIESCHEW Haftara: Arnos, Kap. 2 Sonntag, den 15. Dez. Erew Chanuka 24. Kislew Montag, den 16. Dez. 1. Tag Chanuka 25. Kislew Dienstag, den 17. Dez. 2. Tag Chanuka 26. Kislew Mittwoch, den 18. Dez 3 Tag Chanuka 27. Kislew Donnerstag, den 19. Dez. 4. Tag Chanuka 28. Kislew Freitag, den 20. Dez. 5. Tag Chanuka 29. Kislew „ „wtzu»f de •?«* * krfl SH'1'1 je «n £sv«*eB , "been * ÄS.*"; „« «f A “ > nen ,ufba: weSvanm der i 1 i.» O? .1 religio' ™ jihpr d£n auca “ rp ST«: Ae ihm Si€“ e und dankbares bewahren Von lieber den le TBA-KongresS' Bovembei in I (Brasilien ® bat, berichteter Kongressteilneh ncr Veranstalt! den centra-Or in Buenos Mrei durchgeführt Trotz unerträj waren zahlrei eierte erschien) Herrn RobeP Vorsitzenuen v< begruss* worde Die Heren 1 pach. Präsiden Curt Wilk Ref Leo Baeck-In Leschnitzer au der Vizepräsid tra. und Manfi ben eine ansi lebhafte Sch: Ablaufs des K ner Referate, Auseinanderse bei die Haltur als besonde daigestelH un ben wurde. - wn zeigte v< nommene Bil anschauliche den Berichte wofür besoni sei. — Von der Al 4371100350577276974834370537^90^85^33773734148872620045392

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