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Jüdische Wochenschau · 1968-11-29 · 2296 (29.11.1968) · p. [Seite 4]

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
29 (1968)
Issue
2296 (29.11.1968)
Date
1968-11-29
Page
[Seite 4] (sequence 4)
Language
German, Spanish
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4 — Vier»»««, 2g de Nfvlembre d« 196« SEMANA ISRAELITA Afie XXIX. — N* 2296 Ereignisse der Die Bedeutung der AMIA Welch’ grosse Bedeutung Öer AMIA, der Gemeinde IKehiJla) \on Buenos Aires für das jüdische Leben zudürfte keine andere Gruppe sc gut verstehen, Wie die der aus Zentraleuro, pa kommenden Juden, die auf eine sehr alte Gemeinde-Tradition zurückblicken können. Es wird gerade in unseren Kreisen sehr häuft? der Einwand erhoben, dass die bonaerenser Kehil- 1» nicht der Struktur unserer alten und neuen Gemeinden entsprechen würde, ein Hinweis.- der ohne Zweifel eine Berechtigung hat. Nachdem wir aber bereits 30 Jahre als geschlossene Einheit in Argentinien leben und uns im allgemeinen jüdischen Leben einigenmasst. eingeordnet haben. dürfte die Frage am Platze sein, von wem wir eine Aenderung der Struktur und auch des Aufgabenki ■eises der AMIA erwarten, wenn wir selbst hierzu nicht unseren entsprechenden Beitrag leisten. Wenn man überlegt, wie die Chew „ Kadischa. aus der die AMIA hervorgegangen ,st. ausgesehen hat. als wli ins Land kamen, und wie sich die Kehilla in den letzten beiden Jahrzehnten entwickelte, wird niemand den gewaltigen Umwandlungsprozess und den grossen Fortschritt verkennen der lurehgeführt und erreicht worden ist. Dabei ist, wenn wir uns selbst gegenüber ehrlich sind, unser Anteil zwar sichtbar, aber keinesfalls den Möglichkeiten entsprechend, die uns aufgrund der Erfahrungen, wir mitbrachten, gegeben gewesen sind. Es war nur ein kleiner und begrenzter Kreis von Menschen die sich der Arbeit der AMIA zur Verfügung gestellt haben und die von unseren Gemeinden und Organisationen für diese Tätigkeiten rreieegeben worden sind. Das Ist natürlich verständlich, wenn man die eigenen Aufgaben berücksichtigt, dis von unseren verschiedenen Gemeinschaften zu erfülle» waren. Die Jahre des Auibaus und des Ausbaus unserer zentraleuropäischen Institutionen erforderten alle unsere Kräfte, woDei wir uns dessen bewusst sind, dass wir auch für unsere eigenen Gemeinden und Organisationen viel zu wenig Mitarbeiter haben, die gewillt und geeignet sind, an diesen Arbeiten Anteil zu nehmen. Mittlerweile sollten wir die Möglichkeiten haben, einen Kreis von einigen Männern auch den über unse- ”en Sektor hinaus gehenden Verpflichtungen zur Verfügung zu stellen Man sollte sieh nicht mit Kritik allein begnügen, die auch positiv sein kann, sondern mit aktiver Arbeit an den vielfachen alten und neuen Arbeitszweiger, der Kehilla beteilige:., didurchaus bereit ist. Anregungen und Vorschlägen zu folgen wenn es gelingt, auch die erforderlichen Mitarbeiter zu stellen, di solche Initiativen realisieren. Woche 30 Jahre Bne Jisroel Bne Jisroel, die Gemeinde der zentraleuropäischen Juden in Santiago de Chile, kann auf ihr dreissägjähriges Bestehen zurückblicken. Vorstand, Rabbiner, Vorbeter Lehrer und die ganze Mitgliedschaft darf an diesem Tage mit grosser innerer Genugtuung auf das unter schweren Bedingungen Geleistete und auf die errungenen Erfolge zuriiekblicken. Bne Jisroel ist eine typische Einheitsgemeinde, wie wir sie aus Mitteleuropa kennen. Alle Richtungen und Schattierungen des re- I ligiösen Lebens finden dort die Möghcnkeit einer vollen Entfaltung unter einer einheitlichen Führung. Das eigene grosse Gemeindehaus mi. der würdigen und geräumigen Synagoge, die Schulsäle und die anderen Räumlichkeiten für gesellschaftliche Zusammenkünfte und Verwaltungsaufgaben bieten der Gemeinde adäquate Möglichkeiten eines regei gemeindlichen Lebens, an dem erfreulicherweise auch die nächste Generation teilnimmt. Erwähnung soll auch die Bibliothek finden die im gleichen Haus untergebracht ist. Die Gemeinde - Rabbiner Egon Loewenstein und Manfred Lubliner haben es verstanden, die geistigen, religiösen und seelsorgerischen Aufgaben vorbildlich zu erfüllen und der Gemeinde Richtung und Inhalt zu geben, einer Gemeinde, die sich als festes Glied der religiösen wie nationalen Gemeinschaft unseres Volkes fühlt. Mit einem beispielhaften Eifer hat der langjährige Präsident Dr. Landau s. A. am Aufbau dieser Gemeinde gearbeitet, die das Glück hatte, in Di. Hans Reich seit mehreren Jahren und hoffentlich noch für lange Zeit einen Präsidenten zu besitzen, der durch seine Liebe zum Judentum und seinen Einsatz für die Bne Jisroel die gute Tradition des deutschen Judentums fortsetzt und gleichzeitig darum bemüht ist, die Gemeinde in die grössere Ge- CATECA S.A. Directorio 5555 Buenos Aires T. E. 68.1017/18 y 1264 SUAV ANDAR el calzado legítimo de espuma de goma ESTUDIO 'I . ~ ► _ SANTA FE 2224, I? T. E.: 80-0149 "w fOUtsr ^ntm oí l!¡!!Ü!ill!Í. r ciencias .económicos, i¡j contadores públicos national«* consultores de :empresas LESPECIALISTAS EN SOCIEDADES A ANONIMAS Æ LA FOREÍT, A FORESTA Literarische Notizen Gost&piel in Israel Das bekannte Düsseldorfer politisene Kabaret fer politische Kabaret „Kom- (m)ödchen“ v/i>ti durch die Unterstützung des Goethe- Instituts in München voraussichtlich in Israel gastieren. Stipendien 1.360 ausländische oder neuemgewandert« Studenten in Israel erhalten in verschiedenen Formen finanzielle Unterstützung seitens der Jewish Agency; die Unterstützung besteht in Stipendien, W«-hnungsbeibilmeinschaft des chilenischen wie des siidamerikanisehen Judentums einzugliedern. Unser Gruss gilt der Gemeinde Bne Jisroel, die gezeigt hat, wie man das Erbe des deutschen Judentums in die Zukunft hineinwirken lassen kann. AMJA-Wahlen In einigen Monaten werden die Neuwahlen zur AMIA stattfinden. Hierbei erhebt sich die Frage, ob unser Sektor wie bei früheren Gelegenheiten mit einer eigenen Wahlliste an den Wahle:- und damit an der Gestaltung der Zukunft des Gemeindelebens auftreten wird Die hierfür entscheidende Voraussetzung dürfte eine Antwort auf die Frage sein, ob wir ein eigenes Programm oder eine eigene Note zu vertreten haben, da es heute nicht mehr genügt, sich darauf zu berufen, dass wir einen eigenen Sektor darstellen oder vielleicht dargestellt haben. Trotz einer weitgehenden Eingliederung in das sieh immer stärker formierende argentinische Judentum haben wir unsere eigene Note gehabt und behalten, die aus verschiedenen historischen Tatsachen resultiert, wie eine gemeinsame zentraleuropäische Erziehung, eine besondere Auffassung von den zentralen Funktionen einer Gemeinde, von einigen sehr wientigen eigenen Auffassungen über die Formen des Lebens, des Betens. des Arbeitens, die aus der Tradition des deutschen Judentums stammen und von uns zu einem guten Teil auch der nächsten Generation übermittelt worden sind. Unverkennbar sind die Einflüsse, die in der Vergangenheit der letzten zwei Jahrzehnte von uns auf die Entwicklung der AMIA ausgeübt wurden. Eine Systematisierung in dieser Richtung kann in Zukunft für die Allgemeinheit von grossem Nutzen sein, zumal sich unsere eigenen Vorstellungen denen der anderen ebenso mit der Zeit nähern, wie die anderen unsere Gedanken aufnehmen. Hier liegt eine gesunde Wechselwirkung vor, aus der sich für die Zukunft gute Ergebnisse erwarten lassen. Aber von unserer Seite muss mehr geschehen, als nur zu sprechen oder zu verlangen. Deswegen ist eine eigene Liste dör früheren deutschen ©der zentraleuropäischen Juden auch heute noch angebracht. Selbstverständlich sollte man sich nur dann zur Wahl mit einer Liste steilen, wenn die Wahlen ernst genommen werden und die Organisationen wie Gemeinden alles tun, um unsere Mitglieder der AMIA auch am Wahltag zu den Wahlurnen zu bringen, damit die Stimmenzahl beweist, dass es sich nicht um Einzelgänger handelt, sondern um eine Gruppe, die auch zahlenmässig ernstgenommen werden muss. — Zu gegebener Zeit werden wir über die Vorbereitungen zur AMIA-Wahl weiter berichten. — fen und freier Zulassung zu Ulpanim und Voi bereit,ungskursen. Von den so unterstützten Studenten kommen 417 aus osteuropäischen Ländern, 199 aus Südafrika und die übrigen 86 aus verschiedenen europäischen und asiatischen Staaten. Denkmal Feierlich ist 'm Makkabia- Dorl in Ramat Chen das von Karl Duldig geschaffene Denkmal für die von den Nazis ermordeten jüdischen Sportler eingeweiht worden. Die Regierung war bei der Feier, die vom Brit. Hakoah 1909 und dem Makkabi- Weltverband veranstaltet wurde, durch Vize-Erziehungsminister Aharon Jadlin repräsentiert. Denkmal für 27 Lehrer Jerusalem. — Ein Denkmal zur Erinnerung an die 27 c,ehrer. die im Sechstagekrieg gefallen sind, wurde vom Keren Kajemet im Lehrerwald bei Kiriat Anawim enthüllt. Bei der Feierlichkeit waren die Familien der Gefallenen, Lehrer, Erzieher und Mitglieder des Lebrerrats füi den Keren Kajemet anwesend. Neues F orschungsinstiiut In Safed-Galüäa wurde die Edmond - de - Rothschild - Schule für besondere Gebiete der Protein-Forschung eröffnet. Zu dieser Feier fanden sich 90 Wissenschaftler aus 14 Ländern ein. Die Schule untersteht einem Arnuld Zweig gestorben] Wie aus Berlin gemeldet wird, verschied im Alter von '81 Jahren der Dichter Arnold Zweig, der in den letzten Jahrer Ehrenpräsident der Akademie der Kunst* in Ostberlin war. Die Werk« Zweigs, die vor dem Krieg erschienen sind, u. a. „Novellen um Claudia", „Der Streit um den Sergeanten Griseha“, „Erziehung 5 vor Verdun“, haben seinen % Namen in dei Welt berühmt? •'mac... v Arnold Zweig lebte wäh- ■- rend der Hitlerverfolgungen in Haifa, kehrte dann nach Deutschland zurück und entschloss sich, seinen Wohnsitz in Ostberlin aufzuschlagen. (In der nächsten Ausgabe der Jüdischen Wochenschau werden wir eine ausführliche Würdigung des Verstorbenen aus der Feder des Herrn Prof. Dr. Günther BaJin bringen). französisch-israelischen Comité unter Leitung von Prof. Bernard Pujlmann, Paris, einem namhaften Forscher auf Jen Gebieten der Quantenchemie und Quantenbiochemie. Ehrung eines Arztes Prof. Sussmann Muntner, Jerusalem, wuJde mit dem Preis für Geschichte der hebräischen Medizin von der französischen Akademie der Meaizin in Paris ausgezeichnet und zum Ehrenmitglied ernannt Dr. Muntner hat medizinische Handschriften grosser jüdischer Aerzte des Mittelalters berausgegeben. Für die uns anlässlich der BAR MIZWA unseres Sohnes ROBERTO s .¿Jülreich erwiesenen Aufmerksamkeiten danken wir allen Verwandten, Freunden und Bekannten recht herzlich. Helmut Hammerschlag und Frau Trude geh. Krieger Juana Azurduy 2666, 1 E. BEATRIZ RITA FLEISCHER ERNESTO JORGE GIESBERG zeigen ihre VERLOBUNG an. Empfang: Sonntag, d. 8. Dezember 1968 von 18 bis 20 Uhr Confitería "Niza" Echeverría 3296 (Esq. Conde) Picmncha 1425 1? 5 Sabores 2675, Florida Am Sonntag, den 1. Dezember, feiern s.G.w. Herr ERNST HOLZER und Frau SARA geb. PASCHKUS das Fest ihrer GOLDENEN HOCHZEIT. Zu Hause: Mendoza 2928 von 17—19 Uhr LUACH — (KALENDER) Freitag, den 29. November Sonnabend, den 30. November Schabbat: WAJEZE Haftara: Hosea, Kap. 12 Sonntag, den 1. Dezember Montag, den 2. Dezember Dienstag, den 3. Dezember Mittwoch, den 4. Dezember Donnerstag, den 5. Dezember Freitag, den 6. Dezember Sonnabend, den 7. Dezember Schabbat WAJISCHLACH Haftara: Obadja, Kap. 1 Sonntag, den 8. Dezember Montag, den 9. Dezember Dienstag, den 10. Dezember Mittwoch, den 11. Dezember Donnerstag, den 12. Dezember Freitag, den 13. Dezember 8. Kislew 9. Kislew 10. Kislew 11. Kislew 12. Kislew 13. Kislewl 14. Kislewl 15. Kislew^ 16. Kislew| 17. Kislew] 18. Kislewj 19. Kislew 20. Kislew] 21. Kislew An T/le1©tV ’dRtikCsîSu' 020001020101021005100302020100020000484809071008000200010000014848000102484800000000000100020001020102

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