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Jüdische Wochenschau · 1968-11-29 · 2296 (29.11.1968) · p. [Seite 3]

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
29 (1968)
Issue
2296 (29.11.1968)
Date
1968-11-29
Page
[Seite 3] (sequence 3)
Language
German, Spanish
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Vier«««, 2d 4« N#»ieiMbre fc 19S8 SEMANA ISKAELITA A3« XXIX. _ lf» Z2% — * Juden in Mecklenburg Da» Gebiet der früherer» Grussheczogtiimer Mecklenburg-Schwerin und Meckie«burg-Strelk/. ist mit geringen Ausnahmen (Wismar gehörte zeitweilig zu Schweden) historisch eine Einheit, die den Wechsel der Zeit obere, aoert hat Auch das heute zur DOP gehörende Lano Mecklenburg ist mit gelingen Aenderungen identisch mit den früheren beiden Gros-sherzogtümern; nur ist im äussergten Westen ein winziges Gebiet Ratzeburg, das früher zu Mecktenburg- Strelitz gehol te zur Bundesrenublik gekommen, während der westliche Teil Vorpommerns. der nicht zu Pole« kam, i das Land Mecklenburg ein bezogen wurde. Es handelt sich dabei im wesentlichen um den früheren Regierungsbezirk Stralsund und die Kreise Anklam. Demmin und einige weitere klrine Gebiete westlich der Oder. MKCKLKNBURG- SCitWftRIN I« diesem Gebiet haben immer nur sehi wenig Jude« gewohnt. Es waren bei der Volkszählung 1925 in Mecklenburg-Schwerin 1225 Seelen. in Mecklenburg- Str elit* n«r lgg Seelen. Diese Jude« lebten organisato- VOO Rabbiner Dr. iS EU FELD CAIA POPULAR DE BEIGRANO COQPE**rtVA OE CñEOiTO LTQA. 8ES0E 1932 KtECE vt mmu cim cEnrm AMBVWKW m» AGEMGM «♦ 1 CMMLM 11« «4 IKM AGDtOM It* 2: wmmet zmr r. i* esq MSTCIW ftGENCW It* 3' 3322 Omino: Oías hékítec it 10 t 1/ te.. Saftados de 10 a 1230 te. liKcnpáé« M Mw«« M.«I itegittío M EnM»d<s FMMcwrts M ¡>mcwík 4et ivio, Ce»t'»l CAPITAL REALIZADO ACTUAL V RESERVAS $ 550.000.000.- risch unter wesentlich gün- ' stjgeren Bedingungen ais j in» alten Preussen, sie hatten nicht nur in Schwerin, i sondern auch in dem kleinen Strelitz eigene ^andesrabbiner mit umfassenden Voll-! machten und einen Obeirat; mit sechs Vertretern der I Gemeinden als ..Aelteste" 1 dem Lance^rabbiner und ei- I nem Regierungskommissar. I Im hohen Mittelalter wird! cchon von Juden aus Meck- | lenburg berichtet, und zwar ' aus den Ortschaften Wis— I mar. Parchim, Beizenburg, i Rostock, Kraki w. Malchin und Sternberg ln neuerer ] Zeit finden wir hier Juden! erst seit 1650. Der erste Jude. der nach Scnweden ging, Aron Isak, kam aus Treuen- , briefzen, hielt sich längere Zeit in Bützow in Mecklen- ( bürg auf und wanderte erst 1775 nach Schweden. Auf der Leipziger Messe ist im 18. Jahrhundert nur ein Jude aus Penztin gemeldet. Mehrere Juden sind aus Schwerin, wo schon seit 1850 eine Gemeinde besteht, registriert, doch dürfte es sich in diesem Falle um Schwerin in Posen bandeln. Die aus Strehlitz stammenden Juden durften schon wegen der Schreibweise nach Grosssteetalitz (Oberschlesien) zu rechnen sein. Vo« Bedeutung ist die Fülle der modernen Rabbiner, die als Landesrabbiner in Schwerin und zum Teil auch in dem kleinen Strelitz wirkten. Zunächst sind Vertreter der krassesten Reform hier. Dr. Samuel Holdheim, der kurze Zeit in Frankfurt an der Oder war, und dann vor- 1840 bis 1847 in Schwerin wirkte. Hier, wie in. Frankfurt, konnte er sich aber mit seinen radikalen Ideen nicht durchsetzen und ging zur eben begründeten Berliner Reformgemeinde. Auch nach ihm kam ein radikaler Reformer Dr. David Einhorn. Er war vorher in dem kleinen Landrabbinat Hoppstetten gewesen und ging nach ganz kurzer Zeit nach Budapest, später nach Amerika. Da die an sich recht gleichgültigen Mecklenburger Juden von den radikalen Reform versuchen genug hatten, verfielen sie nun ins Gegenteil und wählten 1853 einen Vertreter der Orthodoxie Dr. Baruch Isak Lüpj schietz, der aus Landsberg kan» und 1855 ein kurzlebiges ..Synagogenblatt“ herausgab. Es wird behauptet, das; der .dentisch sei mit Gedaija Oskai Lüpschütz. dem Sohn des Talmuderk ärers Israel Ben Gedaija Lüpschütz, des „Tifereth J Israel“ der später in der kleinen Gemeinde Lipman Tauss in der Gollnowstrasse in Berlin mehr als vier Jahrzehnte bis an sein Lebensende tätig war. Dies scheint nicht zu stimmen, r-hon wegen der unterschiedlichen Vornamen. Nach Lüpschütz war in Mecklenburg gleichfalls ein Vertreter der Orthodoxie, Dr. Saiomon Kohn, der aus Mastricht kam. fast zwanzig Jahre in Mecklenburg blieb und dann in die kleine Synagoge an der Potsdamer Brücke in Berlin ging. Erst nach ihm trat eine gewisse Ruhe und Stabi.ität ein. Die Gemeinde wählte 1876 einen Vertreter der gemässigten Konservativen in Dr. Gabrie. Fabian Feilchenfeld, der aus Culm kam und bis zu seinem Tode 1910 blieb. Dei letzt« Landesrabbiner war Dr. Siegfried Silberstein aus Elbing, er blieb bis zu seinem Tode 1936, jedoch wurde 1925 der Amtssitz in die grösser gewordene Gemeinde der Universitätsstadt Rostock verlegt. Unabhängig vom Landesrabbinat waren kurze Zeit Rabbiner in der kleinen Gemeinde Güstrow, Dr. M Rot.» (1865—1870), später in Könitz, und Dr.Leopold Donath (1870—1876), der eine Geschichte der Juden in Mecklenburg verfasst bat. MECKLENBURG- STRELITZ Auch das winzige Grossherzogtum Mecklenburg- Streiitz hatte einen eigenen Landesrabbiner; Zunächst nur für eineinhalb Jahre ^844-45 Dr. Saul Isak Kaempf, der schnell nach ALFREDO STERN MALERARBEITEN Büros. Departomentos, Häuser, Tapezieren Fachmännische Ausführung — Kostenlose Beratung VIDAL 1575 — FAST ECKE PINO Tel.: 76-9088 y 76-7281 Teppichhaus - M. Hochberg Unerreichte Auswahl an handgeknüpften Tep. pichen in erstklassigen Qualitäten für jedes gemütliche Heim. 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Beim Smoking, beim Strassenao zug, beim Sportsakko ■ Ihr guter Freund an kalten Tagen, der CARLTON-Mantel. MASSKLEIDUNG « FERTIGKLEIDUNG # Carlton Maipü 992 — 31-7845 Prag ging, dann Dr. Jakob Hamburger, der vorher zwei Jahre in Neustadt bei Pinne gewesen war und dann vor» 1859 bis zu seinem Tode 1911 in Strelitz blieb. In Wirklichkeit aber bot dieses winzige Gebiet mit durchschnittlich zweihundert Seelen aufgeteilt in die fünf kleinen Gemeinden Alt- Str?litz, Neu-Strelitz, Neu- Brandenburg, Mirow und Fiiistenberg, kaum ein befriedigendes Arbeitsfeld für einen Raboiner und so benutzte Hamburger die ihm reichlich zur Verfügung stehende Freizeit zur Schaffung einer umfangreichen Enzyklopädie: Real-Enzyklopädie für Bibel und Talmud“, die freilich als Werk eines einzelnen nicht das bieten konnte, was spätere Lexika durch Zusammenarbeit von Hunderten von Gelehrten leisteten. Nur fünf Jahre bestand in Arendsee ein koscher geführtes Erholungsheim für jüdische Akademiker, eine Stiftung von Justizrat Haussmann aus Berlin, unter der Verwaltung der Hochschule für di« Wissenschaft des Judentums. Hier war ein willkommener Treffpunkt für jüdische interessierte Intellektuelle, in den wohl die vielen Gespräche über jüdische und andere Fragen auch zur Erholung beitrugen. Das Heim wurde durch die Nazis schon 1935 geschlossen. LA SEMANA ISRAELITA SEMANARIO INDEPENDIENTE Bs. As. * PUEYRREDON 2190. 1* i**. - 83-2613 8. Kislew 5728 29. November 1968 Di« Krankheit Nassers New York. — Nasser leidet an der Biirgerschen Krankheit, wie aus gutinformierten Quellen verlautet. Diese Krankheit, die selten tödlich ist, tritt nicht sehr häufig auf, doch sie fordert manchmal die Amputation von Zehen oder Fingern. Die meisten Opfer dieses Leidens sind starke Raucher wie dies bei Nasser der Fall ist. Der ägyptische Präs.dent hat vor kurzem einige Wochen in der Sowjetunion verbracht, um sich einer ärztlichen Behandlung zu unterziehen. (JCNS) Entschuldigung Düsseldorf. — Richter Alfred Ha-ile bat in einem Prozess ln Tübingen für einen der Geschworenen am Entschuldigung, der die Bemerkung ..Hier geht es ja wie in einer Judenscbuie zu“ falten Hess, um das ungebührliche Benehmen einiger verhafteter Studenten und ihrer Freunde im Sitzungssaal zu rügen. Der Riebter -versicherte, dasdiese Bemerkung keinem rassistischen oder politischen Gr'«»d entsprang sondern darauf zuriickzufiihreu sei, dass der betreffende Geschworene in der judenfeindlichen Atmosphäre des Naziregimes aufgewachse« sei. Er fügte hinzu, die Familie dieses Mannes hätte •ogar eine jüdische Familie im Weltkrieg gerettet. Ein Student, der empört „Letten wir denn wieder t** einem Nazistaat?“ protestiert hatte, wurde mit Bewährungsfrist zu zwei Tage« Haft verurteilt. (JCNS) MOEBELHAUS WATERMANN Dm Hau« der t Geaehafte mit der «räuMa Aua wähl SARMIENTO II47 f f H m* CABILDO 2614 PAMPA 4979 rad e«ke »rlavüral« Zahlungsorte'Güte."..ngeo Eigene W’irrsWL te® Zuvorkommende (aeöm&nateehe Bedienung Fiambres Finos “FRIG UINCIA ’ MARCA QUE DISTINGUE LA CALIDAD FRIGUINCIA Estudio Jurídico Internacional Dr, Hardi Swarsensky ASUNTOS EUROPEOS EXCLUSIVAMENTE ALIE ENTSCHAEDIGUNGSFRAGEN BUEROSTUNDEN: von 15 — 19 Uhr NUR Dienstag und Mittwoch fleh bitte, nicht vor 14 Uhr zu erscheinen J tder nach Vereinbarung T. E.: 83 - 2613 Dr, Günter Frey ASUNTOS ARGENTINOS Y SUDAMERICANOS ERBSCHAFTSSACHEN - VERTRAEGE - VERWALTUN¬ GEN - MIETS-, ZIVIL- UND HANDELSSACHEN \ T. E.: 80 - 6930 PUEYRREDON 2190 asq. Av. LAS HER AS

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