Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 29 (1968)
- Issue
- 2295 (22.11.1968)
- Date
- 1968-11-22
- Page
- [Seite 2] (sequence 2)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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2 — Viernes, 22 de Noviembre de 1968 SEMANA ISRAELITA An« XXIX. — N* 2286 Traeume und Wirklichkeiten? (Schluss von Seite 1) *o hört er auf. ein Jude zu «ein, wenn man den Begriff „Jude“ nicht rassenmassig erfassen und interpretieren will, was das Judentum bisher ablehnt. Die polemische Behauptung, „die" Juden, also die Gesamtheit der Juden, seien Kommunisten, ist gewiss sachlich ebenso unhaltbar Wie sie inhaltlich falsch ist. Sie dient nur antijüdischen j Propagandazwecken. Dass es sowoh im Judentum wie im Urchristentum kommunistische Tendenzen und Sekten gab, ist eine historische Tatsache. Allerdings hat dieser Kommunismus nichts mit dem politischen Zerrbild des politischen Kommunismus zu tun, von dem heute die Menschheit terrorisiert wird, und unter dem keine andere Gruppe, Religion oder Volksgemeinschaft mehr leidet als die Juden. IV. Kardinal Bea Im Alter von 87 Jahren verstarb in Rom der deutsche Jesuitenpater Kardinal Bea, über dessen Bedeutung für die Kirche die allgemeine Tagespresse informierte. Bei den Nachrufen wurde au,t. die Bemühungen dieses gelehrten Kardinals zur Annäherung aller christlichen Glaubensgemeinschaften hingewiesen, die besonders beim Papst Johannes XXIII. volle Unterstützung gefunden haben. Dagegen wurde nicht erwähnt, dass sich dieser Kardinal während des langen L. Vatikanischen Konzils um eine Annäherung zwischen der Kirche und der jüdischen Glaubenswelt bemühte, indem er versuchte, CT i Dr. FREY A ß 0 G A D 0 PUEYRREDÖN 2190 i® ixq. nach. 16—19 übr Tel. 80 6930 REAL PEN Füllhalter REPARATUREN Spezialgeschaeft CORRIENTES 569 T. E. 49-5850 PR 0PIEDADES WEINSTEIN Ciudad de la Paz 1960 T. 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Im übrigen hat der Papst selbst kürzlich vor übereilten ökumenischen Praktiken, wie die Kommunionserteilung für Nicht-Katholiken in katholischen Kirchen oder gemeinsam zelebrierten Zeremonien zwischen verschiedenen christlichen Geistlichen gewarnt. Der Weg zur ökumenischen Einheit ist lang und beschwerlich, sagte der Papst. Von einer „christlich-jüdischen“ Verbrüderung zu sprechen, ist Dei Berücksichtigung dieser Tatsachen abwegig und selbst-täuschend. V. Verteidigungsrat Das halboffizielle Kairoer Blatt ,,A1 Ahram" teilte mit, Aegypten werde innerhalb weniger Tage einen Rat zur nationalen Verteidigung schaffen, um das Land für den Krieg vorzubereiten... Der- Rat wird unter der Leitung des Präsidenten Gamal Abde' Nasser stehen; ihm werden die höchsten Offiziere aller Waffengattungen sowie die wichtigsten Politiker angehören. Der Rat wird alle Fragen behandeln, die mit ,,der Vor- Ihr Friseur ERICH JACOBSOHN BEDIENT SIE IN IHREM HAUS T. E. 76.5842 bietet Ihnen sein modernes Stimmungsorchester zu allen Ihren Festlichkeiten an. Geht auch in die Provinz MEDRANO 852. VL B T. E. 86-5036 I. SCHREIBER JUDITH SCHENK0LEWSK! Schabbosdeeken - Tallisbeute] . Käppchen - Mazzot-Taschen Hand- und Maschinenstickerei von Bett und Tischwäsche Dr. P. L. RIVERA 2585 T. E. 73-9155 (fr. Bebedero) deneKrilg def UmdeS meifhang Zfä-Z Der Rat soll u.a. die Vorbereitung der Truppen, die Truppenstärke, Spionage! Abteilung und andere , tech- ÜilChS Fragen studieren, if,ner Al,f«abe diene«’ sollen, mi. anderen Worten rael ^ch®,ten KrieS mit ls- . in allen Aspekten präweXT" ™"atHch Z d'e Beratungen stattfinden, um die ägv°ti. sehe Armee instandzusetzen e,ne moderne Waffe einen „modernen“ Krieg führen zu können. 8 Mit dem schon bekannten ' ^.ynismus, der bereits in der I Bezeichnung „Verteidigungsat zur Vorbereitung des Krieges“ 2um Au&r£Z kommt tritt Nasser unter r e'hofnen Schutz der lussischen Kanonen an die Oeffenthchkeit, die auch Meldung mit der Cfih wohnten Gleichgültigkeit aufgenommen hat. Die Ver- ZtT N*tionen’ gerade jetzt wieder zu ihrer Vollversammlung zusammenge- _ e*fn. slnd und vom Frieden 0bne irgendeinen f Ken Schritt auf dieses Ziel hm zu unternehmen, haben auch auf diese erneu- . .Herausforderung Nasser nicht reagiert. Die israelische Regierung und alle Freunde des Friedens unter den Völkern sollten nicht müde werden, diese Haltung Nassers anzuprangern, die offensichtlich eine Antwort auf das Friedensangebot Israels dar- Ä ,das Ministerpräsident Eshkol erst kürzlich an die hat^^ NaSSerS gerichtet VI. Sapir gegen Dayan. c J?b es, ein glückliches Schauspiel ist, dass sich zw’ei israelische Minister Angehörige der gleichen Partei, m dieser Form gegenf^eten, mag dahfngesteln. bleiben. Verteidigungsminister Dayan hattl sich an die arabische Bevölkerung in den besetzten Gebie,te* gewandt und sie aufgefordert, die Schranken des Hasses einzureissen und gemeinsam mit allen andere- Bewohnern des Landes fur den friedlichen Aufbau für Entwicklung und den Fortschritt zu arbeiten Minister ohne Portefeuille und Sekretär der mächtigen JACOB LAPIDUS dipt, Möbel Viamonte 2037 4? B T. E. 46-1716 M0HEL N. PLAKSIN Superi 2719 NEUES TELEFON: 78.4784 Montag, Mittwoch, Freitag. - San Juan 30 - V. Ballester - T. E. 758-1523 in zwei Jahren London. — Israel wird in zwei Jahren in der Lage sein, auf so entfernte Ziele wie Kairo oder Damaskus ein Atomgeschuss abfeuern zu können. Wie verlautet arbeiten die Techniker in lUnona an einem solchen Geschosskopf, der durch eine französische Rakete von Spezialran.pen abgeschossen werden kann. Das Geschoss trägt die Modellnummer MD660 und heisst „Jericho“. Es wurde von der französischen Flugzeugfabrik Dassault entworfen, welche die Mirage-Flugzeuge baut. Seine Erzeugung erfolgt ausschliesslich in Israel. (JCNS) Arbeiterpartei Pinchas Sapir widersprach öffentlich auf Versammlungen und bei einem Radio-Interview den Konzepten Dayans, da Israel eine so grosse Zahl von Arabern, wb sie nach dem Sechstagekrieg unter israelische Herrschaft fielen, nicht einordnen und gebrauchen könne. Er berief sich (plötzlich) auf Aeusserungen Ben Gurions, um seinen Standpunkt zu untermauern. Es mag sein, dass Sapir mit seinen Argumenten nicht Unrecht hat. Die von ihm oftmals angewandte Methode, ohne Rücksichten auf die obwaltenden Umstände sein« Meinung auf jeden Fall durchzusetzen, müssifn wir als äusserst unglücklich bezeichnen. Man mag diesen öffentlich ausgetragenen Meinungsstreit zwischen Männern, denen hohe Verantwortungen übertragen wurden, als ein Zeichen demokratischer Stärke Israels interpretieren. Es muss dies nicht unbedingt sein. Mit grösserem Recht dürfte man erwarten, dass Meinungsverschiedenheiten von dieser Tragweite nicht in Volksversammlungen oder Interviews zum Ausdruck zu bringen sind, sondern vorerst in einer Kabinettssitzung geklärt werden sollten. Sicherlich leidet weder die Einheitlichkeit der israelischen Stellungnahme noch sein Verteidigungswillen unter Polemiken dieser Art. Der Sache nützlich sind sie auf keinen Fall. VII. Die Verjaehrung Die Frage der Verjährung von NS-Verbrechen ist auch Dr. Bernardo 5CHWARCZ ZAHNARZT ESTOMBA 2283 — 76-8216 RAYOS X PARADENTOSE TELE F. VORANMELDUNG Dienstag, Donnerstag, Sonnabend. - Peña 2585. 1. B T. E. 83-3437 - Höhe Pueyrredön 1800 (Cap.) von uns bereits mehrmals behandelt worden. Vor kurzem hat sich der Bundesjustizminister Dr. Dr. Heinemann eindeutig für die Aufhebung der Verjährungsfristen in einem Artikel ausgesprochei., der in der deutschen Tageszeitung ..Die Welt“ erschienen ist. (Heinemann wurde übrigens von der SPD als ihr Kandidat zu den kommenden Präsidentenwahlen aufgestellt). In dem Artikel heisst es u.a.: „Die Aufhebung der Verjährung für jeden Mord erscheint mir nicht nur geboten, sondern auch dringlich, weil die Aufklärung der unter dem NS-Regime begangenen Mordtaten unzureichend geblieben ist. Die Erwartungen des Bundestages, bis zum Ende des Jahres 1969 würden die Ermittlungen So weit durchgeführt sein, dass die Verjährung bei allen in Betracht kommenden Tätern unterbrochen werden könne, haben sich trotz redlicher Bemühungen aller Behörden nicht erflüllt“. Die Diskussion über diese Frage geht weiter. Eine Entscheidung ist noch nicht gefällt. Immerhin dürfte die Stellungnahme des Justizministers und Präsidentschaftskandidaten für die gesamte Oeffentlichkeit interessant sein. LA SEMANA ISRAELITA Semanario Aparece los Viernes Editado por Estrellas Editorial Ltaa. Director; Amoldo W. B. Swarsensky Pueyrredön 2190, l9 izq. T. E. 83-2613 Abono- Preise Argentinien; $ 1.200.— pro Jahr Ausl, t 1.800— jänrl. Luftpost-Abooo f. & Nachbar-Republiken 10 Dollar jährlich Daeniwbe Helden geehrt Jerusalem. — Ein Platz in dem jerusaiemer Vorort Bet Hakerem wurde „Dänemark Platz“ benannt, und eine Schule erhielt den Namen „Dänemark-Schule“ im Rahmen der während deh Dänemark-Woche stattfindenden Feierlichkeiten. Israel veranstaltete diese Woche zu Ehren des dänischen Volkes, das Juden im Zweiten Weltkrieg heldenmütig vor den Nazis rettete. (JCNS) Confitería NIZA Servicios 'de lunch de categoría SALON DE FIESTAS ECHEVERRIA 3296, eeq. CONDE BERNARDO STERN Ausführung saemtlicher MALERARBEITEN HELGÜERA 1915 — T. E. 58-4052 CENTRO PRIVADO DE ORTOPEDIA Y TRAUMATOLOGIA Prof. Dr. I .Blumenfeld (Director) Jefe del Servicio de Ortopedia y Traumatología del Hospital Israelita — Profesor de la Facultad de Ciencias Médicas de Buenos Aires UNICAMENTE ENFERMEDADES DE LOS HUESOS Y ARTICULACIONES J. E URIBURU 285 41-2331 — 2240 49-5855 Dr. BERNARDO GOLDSTEIN MEDICO ENFERMEDADES CARDIOVASCULARES APARATO CIRCULATORIO Médico del Hospital Fernández CUBA 2141 — T. E. 73.8782 u. 73 6817 Consultas: wochentags von 15—18 Uhr Donnerstag keine Sprechstunde Sonnabend: 14—16 Uhr Enfermedades Cardiovasculares Aparato Circulatorio Dr. SAUL UMANSKY MEDICO CIRUJANO M. P. »298 Sarmiento 3116 T. E. 87-1362 Dr. BENJAMIN LIPNIZKY ZAHNARZT ROENTGENSTRAHLEN — ZAHNZIEHEN — KIE¬ FERCHIRURGIE — REGELUNG DER ZAHN¬ STELLUNG — KIEFERORTHOP AEDIE Sprechstunden; Dienstag — Donnerstag — Sonnabend nach vorheriger Vereinbarung JOSE HERNANDEZ 2518. T.E. 76.8673 u. 73-0500 Dr. L. KLEIN - Médico MAGEN- und DARMKRANKHEITEN ROENTGEN UNTERSUCHUNGEN SPRECHSTUNDEN Montag. Dienstag, Mittwoch u Freitag von IS—18 du Es wird gebeten, Höh vorbei telefonisch anzumelden. SANTA FE 1391 T. £. 44-9493 u. 44-1542 Dr. PEDRO ALFREDO K0L0DZINSKI Zahnarzt