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Jüdische Wochenschau · 1968-11-15 · 2294 (15.11.1968) · p. [Seite 4]

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
29 (1968)
Issue
2294 (15.11.1968)
Date
1968-11-15
Page
[Seite 4] (sequence 4)
Language
German, Spanish
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' 4 — Vfewnee, 45 4 . -, ■: « ■ M .A K A Ereignisse der Woche Brief aus Colonia Amgdor Tn meiner Erinnerung stehe ich in Avigdor vor dem Auto das Sie, lieber Dr. Swarsensky gemeinsam mit Herrn Curt Hamburger bei Ihrem letzten Besuch in Avigdor nach Parana zuliicübringen soll. Ich beschwere mich, dass der Kontakt zwischen der jüdischen Umwelt und Avigdor in den letzten Jahren sehr vernachlässigt wurde. Kein Redner, keine Theatergruppe, sehr wenige Menschen linden noch den Weg zu unserer kleinen abgeschnittenen Kolonie im Herzen von Entre Rios. Es regnete leicht weiter, als ob selbst der Himmel mit dem wenigen Besuch, der zu uns kommt, nicht mehr einverstanden ist, noch ein herzlicher Händedruck und zwei neue Freunde verlassen unsere Kolonie, nach meinem Ermessen, um vielleicht niemals mehr etwas von sich hören zu lassen. Nach einigen Tagen lese ich in der Jüdischen Wochenschau Ihren überaus interessant geschriebenen Eindruck über Ihre Fahrt nach Entre Rios und in unsere Kolonie. Heute möchte ich noch auf unsere Synagoge. unseren Friedhof und unsere jüdische Schule hinweisen, die einer so kleinen Gemeinde wie der unsrigen alle Ehre machen. Wenige Tage später hörte ich. dass eine Gruppe von Beth Israel Avigdor besuchen will und jetzt merkte ich, dass unser Gespräch, das wir bei unserem Abschied führten, auf fruchtbaren Boden fiel, und dass die Lehren, die ich als junger Eursch in Deutschland noch von meinen Jugendführern bekam, nicht nur leeres Geschwätz waren, und ich war sehr stolz ouf diese Handlung. Zwei Wochen später. Freitag. den 1. November, kamen unsere Freunde aus Buenos Aires nach Avigdor und wurden gleich bei Kolonisten untergebracht. Der Freitag Nachmittag verlief ■wie alle diese Tage, um alles für den Schabbat herzurichten. Am Abend trafen wir uns in der Synagoge, wo wir einen herrlichen Erew Schabbat erlebten, der von Rüben de Levi und zwei anderen jungen Menschen geleitet wurde. Nach der Synagoge gingen wir in unseren Salon, wo für 160 Personen weiss gedeckte Tische und eine feierliche sabbatische Ruhe uns empfingen. Ich hatte die Ehre, im Namen unserer jüdischen Institutionen unsere Freunde zu begrüssen und erinnerte mich an die Worte, die ich zitiere: ,,Ich soll sie wiederfinden nach so langer Wanderschaft; ist es doch die alte Stätte, jene Hütte, die mich barg als die sturmerregte Welle mich an jene Düne warf.“ Die sturmerregte Welle mit all ihrer Kraft, mit all ihrer Tragödie, sie warf uns an jene Düne, an jene Stätte, an jene Hütte, die Avigdor hiess, und in diesem Au¬ CAT EC A S.A. Directorio 5555 Buenos Aires T. E. 68 -1017/18 y 1264 SUAVANDAR el calzado legítimo de espuma de goma genblick, bei dieser heiligen Sabbatstimmung, begnisste ich unsere lieben Ex-Schicksalsgenossen und Freunde aus Buenos Aires mit dem heissen Wunsche, dass von heute an unsere Beziehungen wieder aufgefrischt seien und unsere Häuser Eure seien, und es hoffentlich auch umgekehrt sein wird. Ich benutze die Gelegenheit, Ihnen, lieber Hardi, unseren herzlichsten, aufrichtigsten Dank für alle Ihre Bemühungen und alles Gute, das Sie bei diesem wunderbaren Werk für uns taten, zu danken. Ich glaube, dass es Werte und Werke gibt, die niemals mit Geld zu bezahlen sind. Heute benutze ich gleich die Gelegenheit. Ihnen aufs herzlichste zu Ihrem 60. Geburtstag zu gratulieren, mit den Desten Wünschen, dass Sie noch lange Ihre aktive Tätigkeit zum Wohle der gesamten Judenheit weiter ausführen, und dass wir noch viel Gelegenheit haben, zusammen für Israel alles zu tun, wozu wir verpflichtet sind- Hoffentlich bald, sehr bald wird Friede in Israel herrschen, das sind meine Geburtstagswünsche. — Im Namen von Beth Israel dankte der Gemeindepräsident Roberto Frank für den Empfang, den wir den Leuten aus Buenos Aires bereiteten; er sprach auch von Ihrer Initiative und Hilfe, um den Besuch nach Avigdor realisieren zu können. Nachher wurden die Geschenke ausgepackt; wir danken allen Institutionen für die schönen Bücher und Platten, die uns grosse Freude bereiteten. Auch wurde ein herrlicher Teppich von Frau Hochberg gestiftet, der seinen Ehrenplatz in der Synagoge erhalten wird. Naeh dem Essen sprach Rüben de Levie das Tischgebet. Noch einige nette Ansprachen der Herren Frank und Werner Rosenberg, einige Lieder gesungen von unseren Schulkindern und den Jungen und Mädchen von Beth Israel. Jeder hatte das Gefühl, es war ein sehr schöner Abend gewesen. Nächster Tag: Schabbos auf der ganzen Welt; wir josTumo SANTA FE 2224, I? T. E.: 80-0149 "U ro*tsr4, di r ciencias ^■1 económicas , l|j mtadores públicas nacionales consuitote» de "empresa* 7UI ESPECIALISTAS EN SOCIEDADES . ANONIMAS j LA FOREST A FORESTA I I I 1 I I I T i —'R* MM ... mm. ÄP mmmmp ÉS Mm Vor dem israelischen Stand der Flugzeug-Ausstellung, die z. Zt. auf dem Gelaende der Rural zu sehen ist. — Unser Bild zeigt von links nach rechts: Arie Zafrdn, Direktor für oeffentliche Beziehungen des Israel-Standes; Avnes Halivni, Direktor des Israel-Standes; Adi Gafni, Repraesentant der israelischen Flugzeugindustrie; Oberst Eliezer Lif, Militaer-Attache der israelischen Botschaft; der israelische Arbeitsminister Yosef Almogi und Moshe Yehuda,, Handels-Attache der israelischen Botschaft in Buenos Aires. haben einen wunderschönen Schabbesgottesdienst. Dann gingen wir mittagessen, später besuchten einige Gruppen Bekannte und Verwandte; alte Erinnerungen wurden ausgetauscht, die das Leben, das damalige so schwere, aber trotzdem glückliche Leben, in Erinnerung brachten. Abends trafen wir uns im Salon zur grossen Theater- Vorführung. Es fing mit dem Duo der Geschwister Schuster an, das sehr applaudiert wurde, zw'ei Kinder, die hier in Avigdor geboren wurden. Dann kam das Theaterstück ,,Zigi und Jabuba“, das auch grossen Erfolg erntete. Frau Hochberg und ihr Sohn sangen und eroberten die Herzen der Kolonie. Dann kam das Theaterstück von Herrn Rosenberg: „Es geschah am 5. Juni“, welches zu einem Bombenerfolg wurde. Wir danken allen Künstlern für ihr enormes Können. Herrn Rosenberg wünschen wir von ganzem Herzen, ein neues Theaterstück zu schreiben, welches, mit sehr baldigem Datum, heissen soll: „Friede in Israel“. Das ist nicht nur unser Wunsch, sondern der Wunsch von Millionen unserer Brüder, die mit ganzem Herzen diesem Tage entgegenschauen und die Hoffnung nicht aufgeben, dass dieses Wunder Gottes geschehe. Kurz vor der Abfahrt am nächsten Morgen gingen wir noch einmal auf den Guten Ort. der von unserem Präsidenten Charlinsky mit viel Mühe und Arbeit verwaltet wird, wo wir unseren Freunden die Schicksale unserer Verewigten erzählten, die dort in Frieden ruhen. Dann ging der Abschied vor sich. Wie alte Freunde, die sich nach langen Jahren wiederfanden, so war auch der Abschied bei uns, Händeschütteln, Küsse und Umarmungen. Jeder ging mit dem Gefühl, für beide Gemeinschaften sehr viel getan zu haben. Nochmals allen, die dazu beigetragen haben, diese zwei herrlichen Tage zu verwirklichen, meinen herzlichsten Dank. Joachim Pollak Presseausstellung eroeffnet Wie bereits mitgeteilt, hat das Jüdische Museum eine Presseausstellung vorbereitet, die in dieser Woche mit einer Ansprache des Präsidenten der Congregación Israelita, Herrn Jacobo Feuerman, eröffnet wurde. Der Direktor des Museums und sein Gründer, Dr. Salvador Kibrik. unterstrich die Bedeutung der jüdischen Presse in einem gründlichen Referat. Anschliessend sprachen die bekannten Journalisten José Horn und Leon Kibrik, die die Mission der jüdischen Presse hervorhoben. Die Ausstellung ist vielseitig, wenn auch natürlich nicht vollständig. Immerhin ist dies ein erster und interessanter Schritt zur Sammlung historisch wertvollen Materials. WIZO-Bazar In dieser Woche wurde der Wizo-Bazar, der schon zu einer ständigen, man kann sagen traditionellen Einrirhtung geworden ist, und der von allen Wizo-Gruppen des zentraleuropäischen Sektors veranstaltet wird, in den Räumen der ACIBA eröffnet. Der Andrang war wie immer gross. Ein kauflustiges Publikum hatte sich eingefunden, das zugleich den Bazar zu einer gesellschaftlichen Veranstaltung unseres Sektors gemacht hat. Die Bedeutung der Arbeit, 50. Jahrestag London. — Die englisch Misrachi - Hapoei Hapoe Hamisrachi-Föderation win im Dezember ihivn 50. Jab restag begehen. Bei diese; Gelegenheit wird der Vd schlag gemacht werden, eine Vereinigte Zionistisch« Organisation für England zu gründen. (JCNS) Auszeichnung New York. — Ben Shahn einer der führenden Male; in den USA, ist mit den Kulturpreis der Bne Brit- Liga gegen Diffamieruni ausgezeichnet worden. Die ser Preis wurde ihm für seine Rolle „bei der Förderung des Verständnisses de: jüdischen Kultur in dei amerikanischen Gesellschaft“ verliehen. (JCNS) die von der Wizo in unseren» Sektor durchgeführt wird, fand in dem Interesse dei Allgemeinheit ihren berecb tigten Widerhall. Für die überaus zahlreichen Schreiben, Gratulationen, Glückwünsche und Aufmerksamkeiten, die mir von allen Seiten, von Freunden und Bekannten, Gemeinden, Institutionen, Organisationen und Comites anlässlich meines 60. Geburtstages zugegangen sind, danke ich auf diesem Wege sehr herzlich, zumal es mir unmöglich ist, jedem gesondert zu schreiben. Dr. Hardi Swarsensky Buenos Aires (28), Sucre 3063 LUACH-(KÄLEMDER) Freitag, den 15. November 24. Marcheschwan Sonnabend, den 16. November 25. Marcheschwan Schabbat CHAJE SARA Haftara: 1. Buch Könige, Kap. 1 Sonntag, den 17 November 26. Marcheschwan Montag, den IS. November 26. Marcheschwan Dienstag, den 19. November 26. Marcheschwan Mittwoch, den 20. November 29. Marcheschwan Erew Rosch Chodesch Donnerstag, den 21. November 29. Marcheschwan 1. Tag Rosch Chodesch Freitag, den 22. November 30. Marcheschwan 2. Tag Rosch Chodesch Sonnabend, den 23. November 1. Kislew Schabbat TOLDOT Haftara: Maleachi, Kap. 1 Sonntag, den 24. November 3. Kislew Montag, den 25. November 3. Kislew Dienstag, den 26. November 5. Kislew Mittwoch, den 27. November 6 Kislew Donnerstag, den 28. November 7. Kislew Freitag, den 29. November 8. Kislew Sonnabend, den 30. November 9 Kislew Schabbat; WAJEZE Haftara: Hosea, Kap. 12 Sonntag, den 1. Dezember 10. Kislew Montag, den 2. Dezember 11. Kislew Dienstag, den 3. Dezember 12. Kislew Mittwoch, den 4. Dezember 13. Kislew Donnerstag, den 5. Dezember 14. Kislew

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