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Jüdische Wochenschau · 1968-11-01 · 2292 (1.11.1968) · p. [Seite 3]

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
29 (1968)
Issue
2292 (1.11.1968)
Date
1968-11-01
Page
[Seite 3] (sequence 3)
Language
German, Spanish
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Vien*«», 1" de Nwiembre de 1968 SEMAMA ISRAELITA A4o XXIK. — W* 229* — 3 V off den Juden in Imh -Die Lage der jiidisehen Gemeinschaft in Irak begann sich mit der Machtübernahme der Baat-Partei im Jahre 1963 zu verschlechtern. Vor dieser Zeit erfreuten sich die Juden unter Kassim, der das Land von 1959-1963 regierte, völliger Rechtsgleichheit mit allen anderen Bürgern. Im Mürz 1964 verfügte die Regierung, dass den Juden, welche ins Ausland reisen wollten, keine Passe mehr ausgestellt werden sollten. Wollte ein Jude einen Pass haben, so musste er glaubwürdig nachweisen, dass er sich im Ausland einer ärztlichen Behandlung unterziehen müsse, die er in Irak nicht haben konnte. Dieser Antrag musste von drei unabhängigen Aerztekommissionen befürwortet werden, und in den vier oder fünf Wochen, die dies in Anspruch nahm, starb in vielen Fällen der Patient. Mitte 1965 benachrichtigte die irakische Regierung alle Juden im In- oder Ausland. dass sie eine Frist von vier Wochen hätten, um ihre Eigenschaft als irakische Bürger zu beweisen und sich neu eintragen zu lassen. Damals gelang es vie- CAJA POPULAR DEBELGRANO COOPERATIVA OE CREO! TO L TOA 9ES9E 1932 MERECE SU CONFIANZA CASA CtNfRAL AMENA8AR 2966 AGENCIA N» 1: CABILDO 3102 esq IBERA AGENCIA N» 2: CORRIENTES 2294. P. i* esq. PASÍEUR AGENCIA N» 3: CORRIENTES 5322 Horari®: Dias hábiles de 10 a 1/ ns. Sábados de 10 a 12.30 hs. Inscripción efl trámite en el Registro ée Entidades financias no toncan** del Sanco Cent'dl CAPITAL REALIZADO ACTUAL Y RESERVAS $ 495.000.000.- len im Ausland lebenden Juden, eine Fristverlängerung von vier Monaten zu erwirken, denn sie hätten ihre Staatsangehörigkeit verloren, wenn sie dem Befehl nicht Folge leisteten. Die Mehrzahl zog es jedoch vor, nicht zuriickzukehren. Ihr Eigentum und Grundbesitz wurde beschlagnahmt, wie dies auch schon 1950- 1951 geschah, als ein grosser Teil der Juden aus Irak nach Israel wanderte. Nach Ablauf der vorerwähnten Fristen schätzte man, dass etwa 3.300 irakische Juden, darunter zahlreiche Frauen und Kinder, in Irak sowohl wie in anderen Ländern, ihre irakische Staatsbürgerschaft bewahren konnten. DISKRIMINIERUNG Seit 1964 war es den Juden in Irak verboten, neue Importlizenzen zu beantragen, Staatsbeamte oder Direktoren öffentlicher Gesellschaften zu sein. Die jüdischen Kinder in schulpflichtigem. Alter besuchen Volksschul und Gymnasialklassen in einer jüdischen Anstalt. Diese Schule bietet Raum für 400 bis 500 Schüler. Nach ihrer Absolvierung ist es jüdischen Schülern praktisch unmög- lieh in irgendeiner Hochschule Aufnahme zu finden.! Einige jüdische Studenten setzen ihre Ausbildung in 1 einer von der Gemeinde selbst erhaltenen Akademie fort, die auch von ca. 40 : Nichtjuden, Kindern begü- 1 terter arabischer Familien, besucht wird. Es gibt heute noch in I Bagdad fünf Synagogen, die jeduch in ihrer Mehrzahl nur zu den jüdischen Feier- ' *agen, selten am Schabbat, geöffnet sind. — Koscheres Fleisch ist erhältlich. Die meisten Juden in Irak gehören der Mittelklasse an, j doch 25 Prozent sind so | arm, dass sie ohne Unterstützung nicht leben könnten und von der Gemeinde Zuschüsse erhalten. Glücklicherweise dürfen die Juden sich immer noch als Aerzte, Chemiker und Anwälte betätigen, und es ist ihnen auch gestattet, arabische Klienten und Patienten zu haben. VERFOLGUNGEN Der Sechstagekrieg zwischen Israel und den ara- ALFREDO STERN MALERARBEITEN Büros, Deportaaaentos. Häusor, T operieren Fachmännisch« Ausführung — Kostenlos« Beratung VIDAL 1575 — FAST ECKE PI NO Tel.: 16-9058 y 76.7281 Teppichhaus - M. 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Jüdische Mitglieder der bagdader gemischten Klubs wurden ausgestossen. ln de sechs Kriegstagen im Juni wagten die Juden kaum, sich auf der Strasse blicken zu lassen. Inzwischen wurde ihnen verboten, innerhalb des Landes von einer Stadt in die andere zu reisen. Sie wurden auch gezwungen, erhebliche Abgaben für die arabischen Flüchtlinge und andere arabische Belange zu leisten. Es wurde ferner berichtet, dass viele Juden während des arabisch israelischen Krieges überfallen und misshandelt worden sind und zahlreiche jüdische Geschäfte ausgeraubt wurden. Die irakische Regierung .'eistet dem Antisemitismus durch die Presse den Rundfunk und die Television Vorschub. Früher machte man einen Unterschied zwischen Z'onisten und Juden im allgemeinen, doch heute greift man alle Juden an, nur dass man die Zionisten ausserdem der Spionage und als Aufhetzer anklagt und sie gewissenlose Ausbeuter nennt. In jüdischen Unternehmen sind die Angestellten Juden und Christen. Es gibt im Irak etwa 300.000 Christen, darunter viele Assyrer und Armenier. Die Christen gemessen volle Bürgerrechte. Die einfachen Leute im Irak hegen keinen Groll gegen die Juden, noch legen sie den Vorgängen in Israel irgendwelche Bedeutung bei. Viele Juden haben auch heute noch gute mohammedanische Freunde, die ihnen nicht selten behilflich sind, die Härten der Diskrimination und antijüdischen Verordnungen für sie zu erleichtern. VIELE PROBLEME Ein grosser Teil der irakischen Juden hegt den Wunsch, das Land zu verlassen. Doch es ist ihnen unmöglich, Päse zu bekommen, und ihr Hab und Gut dürfen sie nicht verkaufen. Von denen, die im -Juni verhaftet wurden, erlangten viele ihre Freiheit zurück, nachdem sie für die arabische Sache enorme Summen spendeten, deren Höhe zumeist von den Behörden festgesetzt wurde. In Bagdad leben die Ju¬ CARLTON- KLEIDUNG ■ CA RLTON-Kleidung Ist aussen und innen höchste Qualität. Beim Smoking, beim Strassenan zug, beim Sportsakko ■ Ihr guter Freund an kalten Tagen, der CARLTON-Mantel. MASSKLEIDUNG « FERTIGKLEIDUNG # Carl ton Maipü 982 — 31-7845 den in bestimmten Vierteln der Innenstadt und Umgebung. Versammlungen jeder Art sind ihnen verboten, und sie dürfen nur Hochzeiten und Barmitzwot in der Synagoge oder im Gebäude der jüdischen Schule feiern. Ihre Korrespondenz mit dem Ausland wird streng überwacht, und viele von ihnen haben ganz offen ihre Verwandten und Freunde in anderen Ländern gebeten, ihnen nicht mehr zu schreiben, da dies ihnen schaden könne. Der Einfluss der Juden auf die Wirtschaft hat in den letzten Jahren sehr abgenommen. Die Banken erhielten Anweisung, ihren jüdischen Kunden jegliches Privileg zu entziehen, und die jüdischen Kaufleute, welche Waren aus dem Ausland beziehen, müssen eine lOprozentige Zusatzsteuer auf den Wert der Artikel zahlen. Die Regierung steht gänzlich unter der Kontrolle der Armee; jede Oppositionspartei ist verboten. Die Juden erkennt man im allgemeinen an ihren Namen und ihrem Aussehen, Nur sehr wenige htfben Namen oder Religion geändert. Mischehen sind in Irak äusserst selten und werden höchstens unter den armen Leuten geschlossen. LA SEMANA ISRAELITA SEMANARIO INDEPENDIENTE B*. As. - PUEYRREDON 2190, 1* ¡*4- - 83-2613 1. November 1968 1«. Marcheschwan Erinnerungs-Medaill« Düsseldorf. — Der in Deutschland geborene jüdische Schriftsteller Max Tau, der in Norwegen lebt, erhielt die „Max Lipmann und Walter Meckauer Erinnerung-Medaille“ der Gesellschaft für Kultur und Künste „Der Osten“, die von schlesischen Künstlern in Lindau am Bodensee gegründet worden ist. Dr Tau konnte die Medaille nicht persönlich in Empfang nehmen. (JCNS) Reguliere Lufthansa- Finage Tel Aviv. — Die Lufthansa hat einen Teil des Park Hotels in der Hajarkon Strasse von Tel Aviv gemietet. un ein zentrales Büro in Israel zu eröffnen. Die regulären Flüge der Lufthansa sind für Ende November vorgesehen und werden zweimal wöchentlich zwischen Lud und München und Lud und Frankfurt angekündigt. Die Angestellten der israelischen Büros werden in der Mehrzahl Israelis sein. (JCNS) Heiratserlaubnis Haifa. — Die israelischen Behörden haben den drusischen Gemeinden in Ikrael und den Golanhöhen offiziell erlaubt, Heiraten durctazuführen. Es fanden schon et. wa ein Dutzend solcher Trauungen statt, die v«*» nun ab vom Standesamt registriert werden. (JCNS) MOEBELHAOS WATERMANN Dm Haus der | OcMbätte mit der er bauten AeswaM SARMIENTO II«? * t » IMS CABILDO 2814 PAMPA 4979 fest Ecke rittu rira ta Zaniungserle’cbter^ngeo Eigen« WöMrstä'tea Zuvorkommende faobmänn Ische Bedienung Fiambres Finos u\ 'FRIG U INCIA ” MARCA QUE DISTINGUE LA CALIDAD FRIGUINCIA Estudio Jurídico Internacional Dr, Hardi Swarsensky ASUNTOS EUROPEOS EXCLUSIVAMENTE ALLE ENTSCHAEDIGUNGSFRA6EN BUEROSTUNDENi va# 15 — 19 Uhr NUR Dienstag und Mittwoch fleh bitte nicht vor 14 Uhr zu erscheine«^ •Aar nach Vereinbarung T. E.: 83 - 2613 Dr. Günter Frey ASUNTOS ARGENTINOS Y SUDAMERICANOS ERBSCHAFTSSACHEN - VERTRAEGE - VER WALTUN GEN - MIET5-, ZIVIL- UND HANDELSSACHEN T. E.: 80 - (930 PUEYRREDON 2190 esq. Av. LAS HERAS

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