Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 29 (1968)
- Issue
- 2292 (1.11.1968)
- Date
- 1968-11-01
- Page
- [Seite 2] (sequence 2)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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2 — Viernes, 1" de Noviembre <k» 1968 SEMANA ISRAELITA Año XXIX. — 2292 Die Levante in der Weltpoiitik (Schluss von Seite 1) bischen Vasallen bereits der Schuldige für die Liberalisierung fest: die Juden. Man hat sich auch diesmal nicht die Mühe gegeben, „Einzelfälle“ zu betrachten, sondern blieb bei der alten bewährten Formel: die Juden Als iie Daumensehraube wieder angesetzt wurde, die einige Zeit gelockert worden war, da erinnerten sich die luden in Polen daran, dass sie nicht nur Kommunisten, sondern auch Juden seien. Warum kommen diese Juden nur dann, wenn ein Zwu g vorliegt Ist dies in der menschlichen Reaktion auf die Ereignisse des Lebens begründet? Ist es politische Kurzsichtigkeit, als die sich solches Verhalten jedenfalls auswirkt. Wir begegnen derselben Erscheinung bei den Juden in der CSR, die heute auch in erster Linie für die „Liberalisierungstendenzen“ verantwortlich gemacht werden... Es ist für alle Beteiligten, für die Unterdrücker wie für die Unterdrückten völlig gleichgültig, wo die Wahrheit liegt: der .(ude wird gehenkt. Auch das ist ein altes, sich immer wiederholendes trauriges Lied, ein utiumstössliches Gesetz unserer Galutgeschichte. Die kommunistischen Länder sind dazu übergegangen anstelle ihrer ¿nten antisemitischen Terminologie ihre hasserfüllten Anklagen gegen die Zionisten und nicht etwa gegen die Juden zu richten. Es ist die gleiche Taktik die wir bei deutschen Recntsiadikalen etwa bei -der Deutschen Nationalzei- Dr. FREY ABOGADO PÜEYRREDON 2190 1® izq. nach. 16—19 Chr Tel. 86 691« REAL PEN Füllhalter REPARATUREN Spezkxlqeschaeft CORRIENTES 569 T. £ 49 5850 PROPIEDADES WEINSTEIN Ciudad de la Pa* 1960 T E. 781 - 2174 781 -2377 erwartet Sie in seinem neuen Büro zu einer un verbindlichen Ausspra ehe, um Ihre Grundstück- und Wohnungsprobleme schnell und fachmännisch zu lösen. tung finden. Ji« nach ihren eigenen Mitteilungen keineswegs antijüdisch, wohl aber sehr scharf antizionistisch sei. Dass dieser Gegensatz nicht besteht, dass es sich um eine ad hoc- Konstruktion handelt, ergibt sich allein schon daraus, dass es die Kommunisten sind, die sich dieser Diktion bedienen. Denn die Juden in Polen, soweit sie Kommunisten sind, waren immer Gegner des Zionismus. Sie als Zionisten zu bezeichnen, ist eine Ent Stellung der Tatsachen, die geraoe in diese* primitiven Form dem augenblicklichen kommunistischen Konzept entspricht. Man braucht sich nur an den Slansky-Prozess zu erinnern, w*o ein jüdischer Kommunist, der nur Kommunist und kein Jude sein wollte, dem stalinistischen Moloch geopfert wurde ein Unrecht, das man gerade wiedergutmacben wollte um wenigstens die Ehre dieses Mannes zu retten, der als Verräter hingerichtet worden war. Aber was Stalin begann. Kossygin wird es vollenden. Die schwachen ersten Anzeichen einer Lokkeru.'ig der Unterdrückungsmassnahmen genügten, um den Kreml auf den Pian zu rufen und zuerst die Tanks und wahrscheinlich etwas Späiei auch no'fc Köpfe rollen zu lassen. Die kommunistische Walze ist mit Konzessionen nicht aufzuhalten. Die Juden, die noch eine Ivföglichgeit haben, diese Länder zu verlassen, sollten nicht ein viertes, fünftes oder sechstes Mal warten, bis es wieder zu spät geworden ist. In diesen Wochen wurde über NS-Verbrechen verhandelt, die im KZ Gusen I begangen worden sind. Ueber ein Jahr hindurch hat ein Schwurgericht alle erreichbaren Einzelheiten untersucht, geprüft und abgewogen, die für die Beurteilung des Falles von Bedeutung sind. Ueber ein Jahr hindurch hat ein Gericht den Tatbestand festgestellt, um zu einem gerechten Urteil zu gelangen, soweit es für die in Gusen begangenen Untaten überhaupt eine irdische Strafe geben kann. Dem offiziellen Bericht sei nur folgendes entnommen: Zwischen Frühjahr 1941 und Herbst 1942 worden im KZ Gusen I, einem Nebenlager des Konzentrationslagers Mauthausen, zahlrei- JUDITH SCHENKOLEWSK! Schabbosdecken - Tallisbeutel - Käppchen - Mazzot-Tascher. Hand- und Maschinenstickerei von Bett- und Tischwäsche Dr. P. L. RIVERA 2585 (fr Bebedero) T. E. 73-9155 che Kranke und invalide Häftlinge unter einer Duschanlage im Freien so lange mit eiskaltem Wasser abgeduscht. bis sie in dem in der Betonwanne aufgestauten Wasser ertranken oder wenig später starben. Hunderte von Häftlingen sind auf diese grausame Weise ums Leben gekommen, weil sie für die Lagerkommandantur als .unnütze Fresser“ galten . So starben nicht nur einige Hunderte, sondern Millionen eineu grausamen, sinnlosen Tod. weil sie Juden waren, weil sie erst kommen w'o’lten, als sie nicht mehr gehen konnten... Das ist eine Anklage gegen uns selbst. Wir werden die Gesetze unserer Galut- Existenz nicht ändern, wüe wir die Gesetze des Lebens nicht abzuwandeln vermögen. Ob ein Jude als „unnützer Fresser“ von bestialischen Nazis ermordet oder als Repräsentant von Liberalisierung^ Tendenzen hingerichtet wird, ist sinnloses Sterben als ein Opfer der Galut. An diese Tatsachen sollte man am Erinnerungstag für die Balfour-Dekiaration den-! ken und überlegen, ob wir nicht auch noch Entschei- I düngen zu treffen haben, die j für uns und darüber hinaus | für die Gesamtheit von Bedeutung sein w'erden. Wir kennen die Argumente, dass nicht jeder zum Wanderstab greifen könne, obw'ohl doch die Rückkehr in sein Land und damit zu sich selbst keine Wanderung bedeutet. Aber wir wissen ebenso gut, dass jeder einen wuchtigen Beitrag, und sei es nur durch Geld mit der Erfüllung seiner Verpflichtungen gegenüber der Vereinigten Kampagne, zu leisten imstande ist. Niemand solle glauben, er könne oder er werde seinem Schicksal ent- | gehen. Das w:ar noch niemals der Fall, und das wird niemals anders werden. Wenn aber antijüdische Strömungen zu beobachten sind wenn eine antisemitische Welle ansteigt, so geschieht dies nicht wiegen der breiten jüdischen Massen, die als Kleinkaufleute, Handwerker oder Arbeiter ihr Brot verdienen, sondern dann ist dies auf Hass und Eifersucht gegen diejenigen zurückzuführen, die zu den Wohlhabenden, den Besitzenden, den Reichen gehören. Gegen diese „Reichen“ oder vermeintlich Reichen richtet sich der Antisemitismus; ihretwegen leiden auch die armen Juden. Das ist eine andere Formel mnerjüdischer Soziologie. Es ist kein Geheimnis, dass es heute wie stets die Reichen sind und waren, — von einigen rühmlichen Ausnahmen abgesehen, auf die Ibr Friseur ERICH JAC0BS0H* BEDIENT SIE IN IHREM HAUS T. E. 76-5842 Confitería NIZA Servicios de lunch de categoría SALON DE FIESTAS ECHEVERRIA 3296, esq. CONDE 76.0888 73-1049 JACOB LAPIDUS dipl. Mohel Vi amonte 2037 4® ß T. E. 46-1716 M0HEL N. PLAKSiN Snperí 271° NEUES TELEFON: 78-4784 Innere Uneinigkeil in Syrien London. — Der Korrespondent des „Sunday Telegraph“ aus Beirut berichteie. dass Syrien, in dem von allen arabischen Ländern der sowjetische Einfluss sich am stärksten fühlbar macht, in eine innere Krise geraten ¡st. Die syrische Regierung scheine sich in einem Zustand der Auflösung zu befinden. Unter den Ministern herrschen Streitigkeiten, welche hauptsächlich auf die Beziehungen mit Russland und den vom Irak ausgeübten Druck Bezug haben. Das erste äussere Zeichen dieser Lage ist die plötzlich erfolgte Absage des Staatsbesuches, den der Präsident von Polen, Marschall Marian Spychalski. in Amman abstatten sollte, ohne dass ein Grund hierfür angegeben wurde. Der Berichterstatter glaubt dass eine nationalistische Gruppe sich gegen das syrische Linksregime auflehnt und den russischen Einfluss bekämpfen will. Die Opposition richtet sich im besonderen gegen das sowjetische Verlangen nach weiteren Erleichterungen im Hafen von Latakia, die den Bedürfnissen der schnell anwachsenden sowjetischen Flotte im Mittelmeer entgegen kommen sollen. < ITA) das Volk stolz sein kann, — die sich ausserhalb ihrer Verpflichtungen stellen. Sie haben zur Zeit Balfours nicht das Geld gegeben, um die Massen zu mobilisieren, um das Land zu kaufen und zu oesiedeln, das dann nicht mehr mit Geld, sondern mit dem Blut jüd:scher Väter und Söhne zu neuem Leben erweckt werden musste. Die Balfour - Deklaration vor 51 Jahren war der erste grosse Erfolg zionistisch“ r Politik auf dem Wege der Verwirklichung zur Gründung des Staates Israel. Wie an jedem Festtage der Mensen zur Besinnung auf sich selbst und auf die Notwendigkeiten seiner Gemeinschaft berufen ist, von der er abhängt, — ob er dies will oder nicht, — so auch am Tage des grossen politischen Erfolges, den die junge Zionistische Bewegung damals errungen hat. Mit Mut, Energie und Opferbereitschaft müssen wir auf diesem Wege weiterschreiten, um das Erreichte zu sichern, die Zukunft unserer Kinder zu garantieren und an einer Welt des Friedens für alle Völker mitzuarbeiten. Niemand hat ein Recht darauf, sich diesen Verpflichtungen zu entziehen. Wessen Gewissen schläft, der muss wach gerüttelt werden, damit sieh nicht an ihm und an uns wieder einmal die alte grausame Melodie des Galut— Schicksals erfüllt. Hundertjahrfeier Bombay. — Dr Zakir Hussain, der Präsident Indiens. und hohe Staatsbeamte werden der Hundertjahrfeier des Jüdischen Sassoon- Hospitals in Poona im kommenden Dezember beiwohnen. Das Festprogramm sieht die Abha’tung eines Gedenkgottesdienstes in der Ohel-David-Synagoge der Stadt und die Niederlegung einer Blumenspende auf dem Grabe David Sassoons vor. (JCNS) Dr. Bernardo SCHWARCZ ZAHNARZT ESTOMBA 2283 — 76-821« RAYOS X PARADENTOSE T 77* T rs* VORANMELDUNG BERNARDO STERN Ausführung saemtiieber MALERARBEITEN HELGDERA 1915 - T. E. 58-4052 Vergreessertes Angebet London. — ln den letzten Monaten ist in englischen Läden mehr israelisches Obst und Gemüse als je zuvor angeboten worden, wie das Anglo-Israelische Handelsblatt berichtet. In dieser Saison gelangten auch neue Produkte aus Israel, wie Knoblauch, Eier und Honig zum Verkauf. (JCNS) LA SEMANA ISRAELITA Semanario Aparece los Viernes Editad« por Estrellas Editorial Ltoa. Director: Amoldo W. B. Swarsensky Pueyrredbn 21%, 1« izq. T. E. 83-2613 Atx-no- Preise Argentinien: $ 1.200,— pro Jahr Ausl, S 1.800 — jänrl. Luftpost-Aben© f. d Nachbar- Republiken 10 Dollar jährlich Tenmtenstadt Haifa. — Eine Gruppe von Einwandern aus den USA und anderen Ländern des Westens wollen am Fuss des Hermon-Berges eine Stadt für Touristen erbauen. Ein ähnlicher Plan für et ne Touristenstadt an der nordöstlichen Küste des Tiberiassees wird von der Siedlungsabteikmg der Jewish Agency ausgearbeitet. JCNS) CENTRO PRIVADO DE ORTOPEDIA Y TRAUMATOLOGIA Prof. Dr. I .Blumenfeld (Director) Jefe del Servicio de Ortopedia y Traumatología del Hospital Israelita — Profesor de la Facultad de Ciencias Médicas de Buenos Aires UNICAMENTE ENFERMEDADES DE LOS HUESOS Y ARTICULACIONES J. E URIBURU 285 41-2331 — 2240 49-5855 Dr. BERNARDO GOLDSTEIN MEDICO ENFERMEDADES CARDIOVASCULARES APARATO CfRC ULAT ORIO Médico del Hospital Fernández CUBA 2141 — T. E. 73-8782 m, 73 6817 Consultas: wochentags von 15—18 Uhr Donnerstag keine Sprechstunde Sonnabend: 14—16 Uhr Enfermedades Cardiovasculares Aparato Circulatorio Dr. SAUL UMANSKY MEDICO CIRUJANO M_ F. KM Sarmiente 3HS T. E. 87 1382 Dr. BENJAMIN LIPNIZKY ZAHNARZT ROENTGENSTRAHLEN — ZAHNZIEHEN — KIE¬ FERCHIRURGIE — REGELUNG DER ZAHN¬ STELLUNG — KIEFERORTHOP AEDIE Sprechstunden: Dienstag — Donnerstag — Sonnabenc nach vorheriger Vereinbarung JOSE HERNANDEZ 2518. T.E. 76.8673 u. 73-0500 Dr. L. 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