Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 29 (1968)
- Issue
- 2291 (25.10.1968)
- Date
- 1968-10-25
- Page
- [Seite 3] (sequence 3)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
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Viernes, 25 de Octubre de 1968 SEMANA ISRAELITA A ñu XXIX, — N“ 2291 — 2 Arabische Schulbücher im „Stürmers-Typ: Erziehung zum Hass Im Jahre 1949 publizierte die UNESCO in Paris ein Handbuch für die Verbesserung von Unterrichtsmaterial als einem „Mittel internationaler Verständigung“. Der Leitfaden, den Mitgliederstaaten vorgelegt, enthielt Fragen wie etwa: „Sind Worte und Ausdrücke vermieden, die Vorurteile, Missverständnisse und Konflikte hervorruien können?“ — „Wird der gleiche Standara von Recht und Moral auf andere Völker angewendet wie auf das eigene?“ — „Werden Minderheiten, andere Rassen, Nationen und Nationalitäten fair und gerecht behandelt?“. Auf diese und ähnliche Fragen antworteten Aegypten, Syrien und Transjordanien, wie aus einem zehn Jahre später von UNESCO in Genf veröffentlichten Bericht hervorgeht: ihre Komitees, die zu diesem Zweck gebildet wurden, seien zu dem Ergebnis gekommen, dass ihre Schulbücher „keine schädlichen Darstellungen, besonders im Zusammenhang mit Religion“ entvon HERBERT FREE DEIS, Jerusalem CAJA POPULAR DEBELGRANO COOPERATIVA DE CREDITO LTDA DESDE 1932 MERECE SU CONFIANZA CASA CENTRAL AMENABAR.2968 AGENCIA N* i: CABILDO 3102 esq. IBERA AGENCIA N» 2: CORRIENTES 2294. P P esq. PASTEUR AGENCIA N* 3: CORRIENTES 5322 Morana: Chas hábiles de 10 a 17 hs Sábados de 10 a 12.30 hs. Inscripción en Limite en el Registro de Entidades Financieras no banco««* del Renco Central CAPITAL REALIZADO ACTUAL V RESERVAS $ 495.000.000,- halten, oder „irgend etwas, das die rassische, soziale oder religiöse Verständigung beeinträchtigen“ könne, oder „irgendwelche Passagen, die einer internationalen Zusammenarbeit abträglich“ sind. WIE IST DIE WIRKLICHKEIT? Soweit di~ Antworten der arabischen Staaten. Wie sehen ihre Schulbücher aus, die zwischen 1964 und 1967 gedruckt wurden? Phantastische Geschichten über jüdische „Verbrechen“ und über „dunkle“ Seiten der jüdischen Religion gehören zum täglichen Unterricht. „Das Palästinaproblem“ ist ein Buch von Dukan al Hindawi, einem ehemaligen arabischen Unterrichtsminister. In diesem Buch, nach dem in der obersten Klasse der höheren Schulen gelehrt wird, heisst es auf Seite 40: „Es ist so gut wie sicher, dass das Judentum die einzige Religion ist die aus der Spionage ein Dogma macht und dafür genaue Regeln ausgearbeitet nat. Der Zionismus nutzt die Hinweise auf Spionage in der Bibel aus, um Spionage in eine Art Gottesdienst umzuwandeln dem mit tiefer religiöser Inbrunst nachgegangen wird“. Auch der Herr Israels wird nicht verschont. „Wenn Ihr wisst, mR welchen Eigenschaften die Juden ihren Gott ausstatten werdet Ihr staunen“, lesen Jugendliche in der letzten Klasse der höheren Schulen auf Seite 67 der „,allgemeinen Geschichte — die Zivilisation des Altertums und Mittelalters“; „Er ist ein Gott, der bedauert, Adam geschaffen und Saul auf den Thron gesetzt zu haben; er ist blutdürstig, launisch, hart und gierig; er liebt zu schwindeln und zu täuschen; er ist redselig und hält lange Ansprachen“, Um Hass gegen die Juden zu schüren, greifen einige der Autoren zu religiösen Argumenten. — Islamische Schriften und Traditionen müssen dazu herhalten. Die Tecanik ist einfach: ein Autor zitiert aus der klassisenen islamischen Literatur und fügt aktuelle Erklärun¬ ALFREDO STERN MALERARBEITEN Büros, Departamentos, Häuser, Tapezieren Fachmännische Ausführung — Kostenlose Beratung VIDAL 1575 — FAST ECKE PINO Tal.: 76-9088 y 76.7281 Teppichhaus - M. Hochberg Unerreichte Auswahl an handgeknüpiten Tep. pichen in erstklassigen Qualitäten für jedes gemütliche Heim. EIGtNF FABRIKATION UNVERBINDLICHE VORFUEHRUNG AUF WUNSCH ZAHLUNGSERLEICHTERUNGEN Maschinenteppiche in allen Farben und Grössen Aus legen von Appartements mit rein wollenem Velour VERKAUF AN PRIVATE NUR SAMSTAG UND SONN TAG VON 9—19 UHR IM AUSSTELLUNGSRAUM CALLE ANDONAEGUI 2083 TEL.: 52-2993 ‘ 4 Quader von Station Urquizo gen hinzu, wie etwa io d®r „Kulturlehre", einem ägyptischen Schulbuch für das 1. Jahr der höheren Schulen, auf Seite 93 bis 94: „Die Juden unserer Tage sind Nachkommen jener Juden, die dem Propheten Mohamed Leid angetan haben. Sie haben ihn verraten, ihr Bündnis mit ihm gebrochen und gingen zu seinen Feinden Liber, um ihn zu bekämpfen“. In anderen Schulbüchern werden die Juden als „dunkle Existenzen“ beschrieben, als „Feiglinge“, die Menschen hassen, wenn sie in Frieden leben. Im zweiten Jahr der höheren Schulen lernen syrische Kinder: „Die Juden sind über die Enden der Welt verstreut, da sie ihrer Natur nach schlecht, gierig und Feinde der Menschheit sind“. Allerdings ist dieses „Erziehungs“-Materiai nicht auf Kinder beschränkt. Ein ägyptisches Lehrbuch für das 3. Jahr im Lehrerseminar („Arabisch-islamische Lehren“, S 47' doziert: „Die Juden können nur im Dunkeln existieren. Sie klügeln ihre Schandtaten heimlich aus. Sie kämpfen nur, wenn sie im Verborgenen ' sind, denn sie sind Feiglinge“. „ERKLAERUNG“ FUER JUDENVERFOLGUNGEN Ein transjordanischer Pädagoge sieht darin eine gerechte Erklärung für die Judenverfolgungen in Europa- „Die Juden in Europa wurden verfolgt und verachtet wegen ihrer Verderbtheit, Gemeinheit und Verräterei.“ („Moderne Weltgeschichte“, S. 150, 3. Jahr für höhere Schulen). In einem Kapitel des bereits erwähnten Buches „Palästinaproblem“ widmet Dukan al Hindawi einige Seiten Zi taten aus den „Protokollen der Weisen von Zion“, jener gerichtsnotorischen Fäl schung über eine jüdische Weltverschwörung. Aller dingb scheint ihm das nicht zu genügen, denn er fügt noch eigene Interpretationen hinzu, wie etwa auf Seite 42: „Nach den Instruktionen der .Protokolle der Weisen von Zion* und gemäss dem, was in der Bibel steht, sehen die Zionisten in der Ausbreitung von Korruption und Veikommenheit sowohl Mittel wie Zweck“. Eine der erstaunlichsten Informationen im gleichen „Lenrbuch“ für die oberste Klasse der höheren Schulen ist die „Enthüllung“ über Lawrenti Berja, dem ehemaligen Chef der sowjetischen Geheimpolizei, einen Nicatjuden und rabiaten Antisemiten, der Tausende von Juden zu Tode foltern liess; „Es ste.it sich heraus. dass die imperialistischen Geheimdienste sich ausschliesslich auf jüdische Elemente verlassen, von denen einige in den Ländern, wo sie Spionage trieben, es sogar zu hohen Parteistellen und Ministerposten gebracht haben. Der Fall von Berja, dem russischen Innenminister, der 1953 als der grösste Spion in Russland hingerichtet wurde, ist nur ein Beispiel. Berja arbeitete nicht für die USA und England, sondern für den Weltzionismus“ (Seite 41). UNESCO SCHWEIGT Diese- Hassausbrüche sind nur wenige Beispiele aus der grossen Menge von ähnlichen Entstellungen in den Schulbüchern von Aegypten, Syrien und Transjordanien, deren Einbände mit den offiziellen Staatswappen geschmückt sind- Die Frage erhebt sich — warum schweigt UNESCO? Schliesslich haben sich diese Länder ausdrücklich verpflichtet. alle Elemente im Eriziehungsmateria, auszuschalten, die die „internationale, rassische, soziale und religiöse Verständigung“ beeinträchtigen können. Unterricht im „Stürmer“ - Stil stellt ohne Zweifel einen Verstoss gegen dieses Prinzip dar. LA SEMANA ISRAELITA SEMANARIO INDEPENDIENTE Bs. As. - PUEYRREOON 2190, 1* izq. - 83-2613 25. Oktober 1968 3. Marcheschwan Preisgekroent Pontremoli. — „Die Familie Moskat“ von Isaac Baschevis Singer erhielt den diesjährigen Bancarella- Preis, der vom italienischen Verband der Buchhändler verliehen wird. iJCNS) Zusammenstoß Tel Aviv. — Ein Militärspreeber teiltemit, dass hei einem Zusammenstoss an der Grenze 7 Araber getötet wurden und ein israelischer Soldat verwundet worden ist. Der Zwischenfall ereignete sich, als eine israelische Patrouille sieben Meilen nördlich von Jericho arabische Infiltranten überraschte. Nach Aussage des Sprechers handelte es sich um den ersten Feuerwechsel seit Jom Kippur (JCNS) Keine neuen Steuern Tel Aviv. — Zeew Sharef, Israels Minister für Finanzen, Handel und Industrie, hat versproenen. dass dem israelischen Steuerzahler 'im nächsten Jahr keine neuen, direkten oder indirekten Steuern auferlegt werden, obwohl das Verteidigungsbudget im kommenden Finanzjahr erhöhr werden soll. Diese Erhöhung ist erforderlich, weil an den erweiterten Grenzen neue Befestigungen und strategische Strassen gebaut werden müssen und kostspielige Militärlager und Luftschutzkeller in Aussicht genommen sind. Zur Deckung der Ausgaben, welche durch die Vorbereitung von Wohnungen für die 1970 erwarteten Neueinwanderer enistehen werden, soll di" Diaspora zur Beisteuerung aufgerufen werden. (JCNS) MOEBELHAUS WATERMANN Das Haas der 3 Geschäfte mit der rrösvten AaswaJi) SARMIENT0 1147 I f 35 10Si CABILDO 2614 , PAMPA 4979 fast Ecke TiuuvtraU Zanlungseriechte.'i.ngeD Eigene W'irfcstäi teo Zuvorkommende fachmännische Bedienung CARLTON- KLEIDUNG ■ CARLTON-Kleidung is aussen und innen hoch ste Qualität Beim Srav king, beim Strassenan zug, beim Sportsakko ■ Ihr guter Freund an kalten Tagen, der CARLTON-Mautel. 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