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Jüdische Wochenschau · 1968-10-11 · 2289 (11.10.1968) · p. [Seite 4]

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
29 (1968)
Issue
2289 (11.10.1968)
Date
1968-10-11
Page
[Seite 4] (sequence 4)
Language
German, Spanish
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JÜDISCHE WOCHENSCHAU à — Viera«», Il de OctuBre de Um Alie XXIX. — N® 2280 Ereignisse der Woche Die Konferenz in Montevideo Die lateinamerikanische Executive des Jüdischen Weltkongresses wird gemeinsam mit den Instanzen der lewish Agency eine lateinamerikanische Konferenz in Montevideo durchführen, die am 24. Oktober mit Vorberatungen beginnen und sich über mehrere Tage hinziehen wird. Neben dem Generalsekretär des Jüdischen Weltkongresses, Dr. Gerhard Riegner, und anderen führenden Persönlichkeiten •us Israel und Europa, wird fiese Tagung ihre grosse Bedeutung durch die Teil- Dahme des Präsidenten des JWK, Herrn Dr. Nachum Coldmann, erhalten, der »jöglicherweise auch nach Argentinien kommen und •ndere südamerikanische Bänder besuchen wird, worüber spätere Bekanntmachungen unterrichten werfen. Delegationen aus vielen siidamerikanischen Staaten werden an den Beratungen teilnehmen, unter ihnen jugendliche Delegierte, die allmählich in die Arbeit unserer jüdischen Gemeinschaften hineinwachsen. Den Bemühungen des Weltkongresses ist es gelungen, vor allem Studenten und junge Akademiker für die zu erfüllenden Aufgaben zu interessieren, die durch ihre Vorbildung und Vorbereitung eine erfreuliche Kontinuität unseres Gemeindelebens versprechen. Sicherlich werden politische Probleme in den Vordergrund der Besprechungen und Debatten treten, die der Sicherung einer besseren jüdischen Zukunft dienen werden. Aber die Fragen der Erziehung, der Kultur, der Verbindungen mit Israel sind nicht weniger wichtig; sie mögen letztenendes sogar für die künftige Planung und die Existenz jüdischer Gemeinschaften ii’beralle und vor allem in Lateinamerika eine bevorzugte Stellung einnehmen, worüber kaum Zweifel vorhan. den sind. Das Interesse an der Behandlung dieser Themen ist erfreulich gross und zeugt für das Verantwortungsbewusstsein der heute führenden Menschen in Lateinamerika, wobei hervorgehoben werden kann, dass es bereits weitgehend gelungen ist, neben den erfahrenen Persönlichkeiten viele jugendliche Kräfte heranzuziehen. Mit grosser Spannung wird die Rede erwartet, die Dr. Goldmann über die Lage des jüdischen Volkes in der Welt halten soll. Kein anderer dürfte wie Dr. Nachum Goldmann berufen sein, dieses Thema zu behandeln. Ein langes, an Erfolgen und Enttäuschungen reiches Leben hat Dr. Goldmann zur zentralen Figur der Judenheit in den letzten Jahrzehnten gemacht. Es dürfte kaum ein Land geben, in welchem Juden leben, das Dr. Goldmann nicht besucht hat. Seine auf höchster Ebene geführten Verhandlungen mit den entscheidenden Staatsmännern des Westens und auch des Ostens haben ihn ebenso wie seine bewundernswerten Fähigkeiten zu dem grossen Staatsmann des jüdischen Volkes gemacht, als der er allgemein von Freunden und Gegnern anerkannt ist. Seit seiner frühesten Kindheit ist Go dmanns Leben der Vertretung jüdischer Interessen geweiht. Unermüdlich hat er sich in den vielen aufgeregten und aufregenden Jahrzehnten der Lösung der jüdischen Probleme gewidmet. Dr. Goldmann hat die Präsidentschaft des JWK seit dem Ableben von Rabbi Stephen Wise. dem unvergesslichen ersten Präsidenten des JWK, inne. Delegationen Neben den starken Delegationen aus anderen lateinamerikanischen Ländern wird die argentinische Judenheit unter Führung der DAIA mit einer zahlenmässig starken und an wichtigen Persönlichkeiten reichen Delegation teimehmen. Die lateinamerikanische Executive des JWK unter Leitung ihres Präsidenten Dr. Moisés Goldman und ihres Generalsekretärs Mark Turkow hat gemeinsam mit den verantwortlichen Persönlichkeiten der DAIA und der Zionistischen Organisation Argentiniens die Vorbereitungen der Konferenz in zahlreichen Besprechungen durchgeführt, zu denen auch die Executiv-Mitglieder aus Montevideo hinzugezogen worden sind. Einen breiten Teil der Beratungen werden die antisemitischen Vorfälle einnehmen, die in manchen Ländern zu beobachten sind Ohne Zweifel erleben die meisten süd- und mittelamerikanischen Länder Zeiten grosser innerer Unsicherheit, die u. a. in Studenten- und anderen Unruhen ihren sichtbaren Ausdruck finden. Schwere soziale, wirtschaftliche und politische Probleme werfen ihre tiefen Schatten auf die jüdischen Gemeinschaften, die inmitten dieser um eine Lösung ihrer Probleme ringenden Völker leben. Diese Krise hat in manchen Staaten einen Höhepunkt erreicht, sodass es CATECA S.A. 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Repräsentanten der israelischen Botschaft in Argentinien und der verschiedenen Organisationen ergriffen das Wort, unter ihnen der Botschaftsrat Josef Gubrin und der AMIA-Präsident, Dr. Tobias Kamenszajn, um die Märtyrer der Verfolgung zu ehren, die ihres Glaubens willen sterben mussten, nur weil sie Juden waren. Ergreifend war die kurze Ansprache des Oberrabbiners der Kehilla, Dr. David Kahana, der selbst ein Opfer der Verfolgungen gewesen ist. Die Feier wurde von religiösen Gesängen abgeschlossen. — Ein Memorandum Der Verband der Ueberlebenden der Naziverfolgungen (Sherit Hapleita) beabsichtigt dem deutschen Aussenminister, Herrn Willy Brandt, bei seinem bevorstehenden Besuch in Buenos im Einvernehmen mit der DAIA ein Memorandum zu überreichen, in dem u.a. die Verlängerung der Verjährungsfristen für die Verfolgung von NS-Verbrechern und die energische Suche nach schweren NS-Verbrechern wie den Lagerarzt Mengele, der sich in Südamerika aufhäit, verlangt wird. Blick in die Welt rSi m HAROLD YGHWARCZ Eine Erklaerung Die Argentinisch - Israelische Handelskammer gab eine Erklärung heraus, die sich mit dem Brand der Ausstellung „Israel 1968“ beschäftigt. In dieser Erklärung wird ausgeführt, dass es das Ziel der Ausstellung gewesen sei, die Freundschaft zwischen den beiden Ländern zu vertiefen und zu einem regeren Handels. austausGi zu gelangen. Durch diesen Brand sei dem argentinischen Publikum die Möglichkeit genommen worden, die grossen Leistungen kennen zu lernen, die Israel in den 20 Jahren seiner Existenz hervorgebracht hat. Schliesslich bringt die Handelskammer ihre Absicht zum Ausdruck, in einer möglichst kurzen Zeit die Ausstellung trotz aller durch den Schaden entstandenen Schwierigkeiten zu eröffnen. Die DAIA-Versammlung Am vergangenen Sonntag versammelten sich die Leiter der bedeutendsten Insti- .utionen des bonaenenser Judentums auf der wichtigen Versammlung, zu der die Zentral-Instanz des argentinischen Jischuw auf Grund der letzten Vorfälle eingeladen hatte Zum gleichen Zeitpunkt fanden ähnliche Zusammenkünfte auch im Innern des Landes statt. Nach kurzen einleitenden Worten von Dr. Goldenberg, des verdienstvollen Präsidenten der DAIA, äusserten sich verschiedene Redner zu den Vorkommnissen, die eine starke Beunruhigung in der jüdischen Kollektivität Argentiniens hervorgerufen haben. Uebereinstimmend und einmütig unterstützte die Versammlung die bisherigen Schritte der DAIA gegen die antisemitische Het- (Fortsetzung der Ereignisse der Woche aui Seite 5) DIE VERTREIBUNG des peruanischen Präsidenten Arch. Fernando Belaunde Terry, hat Aufsehen und Eml pörung ausgelöst. — NICHT DIE Streitkräfte, eine Gruppe ehrgeiziger Mi. litärs haben mich abgesetzt, Sagte der Präsident Perus in Buenos Aires, wohin man ihn regelrecht verfrachtet hatte. — DIE REGIERUNG Boliviens ist zurückgetreten. _ DIE PETROLEUM-Abkommen und die damit herbeigeführte „Versklavung" an ausländische Interessen werden als der wahre Grund für die „Revolution“ in Perú angegeben. — DIE LAGE IN Brasilien ist äusserst gespannt, _ EINIGUNG ZWISCHEN USSR und CSR: Die russischen Truppen bleiben in Prag. . — BEI DER REDE des amerikanischen Aussenministers Dean Rusk vor den UN kam es zu unliebsamen 'Zwischenfällen. — WEGEN DER Militärrevolte in Perú musste Indira Gandhi länger in Chile bleiben. — DER ERSTE argentinische Botschafter in Malasien, Dr. Luis Francisco Castells, übergab dem König Yang Dl-Petuan Agong Ismail Nasiruddin im Königspalast sein Beglaubigungsschreiben. — MEHR ALS 50 Tote werden bei den Studentenunruhen in Mexiko gemeldet... — STARKE VERLUSTE sollen die Truppen Nordvietnams erlitten haben. — DIE USA haben zunächst die Beziehungen mit Perú suspendiert. — EXPRAESIDENT Dr. Illia besuchte seinen peruanischen Leidensgenossen... — TSCHU EN-LAI tritt für eine verschärfte Revolution in Lateinamerika ein... — DAS GRIECHISCHE Volk erklärte sich mit 92,2 Pro. zent der Stimmen für die von der Revolutionsregierung vorgeschlagene neue Verfassung. — FIDEL CASTRO warnte seine innenpolitischen Gegner. — BIAFRA SUCHT Hilfe in Rotchina. — ZWISCHEN DER Regierung und dem Klerus in Uruguay werden Spannungen gemeldet. — KLAUS SCHUETZ, Ministerpräsident des Landes Berlin, will für seinen Amtsbezirk die NPD für illegal erklären. — ARNULFO ARIAS hat die Präsidentschaft Panamas übernommen. — IN KOLUMBIEN soll ein Komplott gegen die Regierung aufgedeckt worden sein. — MIT EINER WEITEREN Verlegung der kommunistischen Weltkonferenz wird wegen der Tschechen-Krise gerechnet. — KARDINAL ANGELO Rossi, Erzbischof von San Paolo, hat eine Auszeichnung der Regierung zurückgewiesen, weil er mit der Ausweisung des französischen Arbeiterpriesters Pierre Vauthier nicht einverstanden ist. DE GAULLE versprach bei seinem letzten Besuch in Bonn den Deutschen jede Hilfe im Fall eines gegen sie gerichteten Angriffs. — Elsa Pordes de Goldschmidt Saul und Matilde WOLODARSKY geh. Kleiman geben die VERMAEHLUNG ihrer Kinder LILIANA und CARLOS bekannt Die Trauung findet im Tempel der Congregación Israelita am 19. Oktober um 8 Uhr 30 statt. Wir heiraten am 21. Oktober EVA HARF DANIEL EN OCH Kibbuz Na'an Israel L U A C H - ( K A L E N D E R ) Freitag, den 11. Oktober 19. Tischri 3. Tag Chol Hamoed Schabbat CHOL HOMOED SUKKKOT Haftara: Ezechiel 38 Sonnabend, den 12. Oktober 4. Tag Chol Hamoed Sonntag, den 13. Oktober Hoschana Rabba Montag, den 14. Oktober Schemini Azeret Dienstag, den 15. Oktober Simchat Tora Mittwoch, den 16. Oktober Isru Chag Tischri Tischri Tischri Tischri Tischri (Fortsetzung c der Woche \ ¡e, die sowoh wie links durc! Mit besonde äusserten siel über die gross antisemitische: die Schändunj hofs in Linier Verlauf der bekannt wu Friedhofs in das Attentat nistisches Zei rio und da sehe Attent Ausstellung Zum Abscl gen Veranst; die Anwesen dass die Is — noch um schöner als Durchfüteui (KH1 Bevorstel Das arge ministeriui der israeli sident Le tinien ein ten wird. Dezember eintreffen offizieller oischen fl de verweil Der Mir raels wird der Repub aant Juan sowie vom und ander< iiebkeiten f fangen wer Fabrici Cuero Cabra Sacos l JüNiNa Ne brie 98489^

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