Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 29 (1968)
- Issue
- 2289 (11.10.1968)
- Date
- 1968-10-11
- Page
- [Seite 3] (sequence 3)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
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Vient«», 11 de Octobre de 1068 SEMANA ISRAELITA Añ« XXIX. — N* 228» — * Es brodelt in Judaea und Samaria Unruhe beherrscht die ara- #;sche Strasse, in Ostjerusaiem, wie in Judäa und Satnaria. Die Landesverweisung der vier extremen Nationalisten und der prompte Zugriff der israelischen Sicherheitsorgane infolge des Sprengstoff - Anschlags im Zentralen Autobusbahnhof von Tel Aviv hat allseits Aufsehen erregt und die ohnehin bestehende Verlegenheit erhöht. Bisher erblickten die Extremisten in den periodischen Sprengstoffanfechlägeri auf israelischem Cfeblet einen Beweis dafür, ¡dass der Funken des „palästinensischen Widerstandes“ noch nicht erlöscht sei und benützten sie als Argument gegen die israelischerseits verbreitete Ansicht, dass es der Militärverwaltung gelungen sei, die Araber der hesetzten Gebiete zu „pazifizieren“. Die Gemässigten unter den Arabern beteuerten, die Unruhestifter und Terroristen kämen nicht aus Ostjerusalem, vermutlich sogar nicht aus Judäa und Samaria, sondern es handele sich um fremde Elemente, die kommen, um ihr böses Werk zu verrichten und wieder nach jenseits der Grenze verschwinden. Die Extremisten fürchten, Von ZEEV BARTH CAJA POPULAR DEBELGRANO COOPERATIVA DE CREDITO LTDA DESDE 1932 MERECE SU CONFIANZA CASA CENTRAt: AMENABAR 2968 AGENCIA Nf l: CABILDO 3102 esq IBERA AGENCIA Ni 2: CORRIENTES 2294, P. 1" esq. PASTEUR AGENCIA N* 3: CORRIENTES 5322 Hofario: Otas hábiles de 10 a 17 hs Sábados de 10 a 12.30 hs. Inscripción en trámite en. el Registro de Entidades Financieras no bancarias del Banco Central CAPITAL REALIZADO ACTUAL Y RESERVAS $ 495.000.000.- dass nach der Liquidierung der letzten Terroristengruppe der „Funke des Widerstandes“ nun wirklich erlöschen könnte, weil es angesichts der Erfolge des israelischen Sicherheitsdienstes immer schwerer wird, Kandidaten für Sabotageakte zu finden; die Gemässigten sehen sich durch den Umstand blamiert, dass die verhafteten Terroristen Söhne angesehener Familien aus Ostjerusalem oder Hebron sind. Doch nicht nur die Ereignisse an der Terrorfront und die Furcht vor Racheaktionen jüdischer Hitzköpfe sind Ursache der totalen Verwirrung auf der arabischen Strasse. Vielmehr auch die Tatsache, dass man die israelischen Absichten für die Zukunft immer weniger durchschauen zu können glaubt. So hat z.B. die israelische Militärverwaltung den ehemals transjordanischen und jetzt in israelischen Diensten stehenden Staatsbeamten die Annahme transjordanischer Gehaltszahlungen untersagt. Gleichzeitig hat die Regierung in Amman denselben Beamten die .Kollaboration“ mit der israelischen Militärverwaltung verboten. Praktisch haben aber weder die Israelis, noch die Transjordanier durchgreifende Massnahmen ergriffen und der grösste Teil der heutigen Beamten der Militärverwaltung, die schon im Dienste des transjordanischen Staates gestanden haben, bezieht nach wie vor zwei Gehälter. Unzufrieden mit der Pra-\ xis von Amman sind die grossen Herren, die einstigen Minister, Abgeordneten und sonstigen Honoratioren, der transjordanischen Aera. Denn eine Zeitlang pflegte die Regierung in Amman diesen Funktionären erhebliche Beträge zukommen zu lassen, einerseits um sie „bei der Stange zu halten“, andererseits um ihr Prestige zu heben, indem man sie in die Lage versetzte, Notdürftigen zu helfen und mit den Geldern eine Mauer zwischen der Bevölkerung und der israelischen Militärverwaltung zu errichten. Als Gegenleistung pflegten diese Herrschaften Petitionen und Memoranden zu verfassen und zu unterzeichnen, oder ir.- und ausländischen Jour- ALFREDO STERN MALERARBEITEN Büros, Departamentos, Häuser, Tapezieren Fachmännische Ausführung — Kostenlose Beratung VIDAL 1575 — FAST ECKE PINO Tel.: 76-9088 y 76.7281 Teppichhaus - M. Hochberg Unerreichte Auswahl an handgeknüpften Tep. pichen in erstklassigen Qualitäten für jedes gemütliche Heim. 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Die von Zeit zu Zeit auftretende „Unbotmässigkeit“ der Stadtführung, der Notabein und der Bevölkerung von Nablus hat weniger den Zweck, „Widerstand“ zu leisten, als die transjordanische Regierung zur Verlängerung der Genehmigung zu veranlassen, Olivenöl, Seife und Oliven aus Nablus nach Transjordanien zu exportieren. Als zum Beispiel die Notabein von Bethlehem zu kooperationsfreudig mit den israelischen Behörden waren, hat der Wirtschaftsminister Chatam Suabi in Amman die Einfuhr von Plastikerzeugnissen aus Bethlehem nach Transjordanien untersagt. Daraufhin besuchte der Fabrikbesitzer Amman und das Verbot wurde schnell wieder aufgehoben. Allerdings hat seither die offen zu Tage getragene Kooperationsbereitschaft Bethlehems mit den israelischen Behörden nachgelassen. Auch die „schwarzen Listen“ der „Kollaborateure“, die in Amman angelegt v/urden, beunruhigen die meisten Bewohner von Ostjerusalem, Judäa und Samaria. Manche Araber aus diesen Gebieten, die Verwandte in Transjordanien besuchen oder Gelder aus ihren Bankkonten abziehen, haben am eigenen Leibe erfahren oder wurden Augenzeugen der Torturen, denen solche „Kollaborateure“ ausgesetzt werden. Unter solchen Umständen Grabschaender identifiziert Rom. — Die Polizei von Viareggio hat kürzlich die Täter der auf dem jüdischen Friedhof vorgenommenen Grabschändungen identifiziert. Es handelt sich um einen 20-Jährigen und zwei Jugendliche, die 13 Grabsteine umgeworfen und Hakenkreuze und antisemitische Schlagworte an die Wände geschmiert hatten; alle drei Jugendlichen stammen aus Viareggio. CARLTON- KLEIDUNG ■ CARLTON-Kleidung Ist aussen und innen höchste Qualität. Beim Smoking, beim Strassenan zug, beim Sportsakko ■ Ihr guter Freund an kalten Tagen, der CARLTON-Mantel. MASSKLEIDUNG # FERTIGKLEIDUNG # Carlton Maipu 982 — 31-7845 muss man jenen Arabern, die offen für eine Kooperation mit Israel eintreten, oder für e.a von Transjordanien unabhängiges Palästina, das mit Israel Frieden schiiessen müsse, ihren Mut hoch anrechnen. Gegen Vertreter entgegengesetzter Meinungen wird aber israelischerseits nichts unternommen, denn unsere Politik lautet, dass jeder seine Ansicht haben darf, sie auch frei äussem kann, solange er nicht gegen Israel hetzt oder Gesetze verletzt. So geschieht es dann, dass ein Araber, der im arabischen Mapam-Organ „Al Marsad“ für eine Loslösung von Amman und einen Separatfrieden mit Israel plädierte, es sicherheitshalber anonym tat, während ein ehemals transjordanischer Journalist und Nationalist unter der Nennung seines vollen Namens in demselben Blatt den anonymen Briefschreiber auffordern konnte, „den Mut aufzubringen, seine Identität zu verraten,“ Die Araber in den besetzten Gebieten und in Ostjerusalem haben sich ziemlich schnell an die in Israel übliche Pressefreiheit gewöhnt und fürchten nicht mehr, ihre Ansicht unter Nennung ihrer Namen zu äussern, auch wenn sie im Gegensatz zu den Wünschen und Vorstellungen Israels stehen. LA SEMANA ISRAELITA SEMANARIO INDEPENDIENTE Bs. As. - PUEYRREDON 2190, 1» izq. - 83-2613 11. Oktober 1968 19. Tischri 5729 Nachdem das arabische Mapamblatt einen Artikel des Rechtsanwalts Asis Schahade aus Ramie für eine palästinensische Sonderlösung, mit der Nachbemerkung versehen hatte, dass im Rahmen der „Freien Tribüne“ auch andere Ansichten veröffentlicht werden können, meldete sich der projordanische Journalist Muchamed Amira aus Nablus zu Wort, der die Redefreiheit zu einer Beleidigung des Hebroner Bürgermeisters Jabari nützte, der „drei Tage nach dem Kriege für einen Palästina - Staat plädierte, noch bevor die Toten des Krieges begraben waren.“ Auch in den Rubriken der Briefe an die Redaktion in den arabischen Wochenschriften melden sich die Araber freimütig zu Worte. In der (in Nablus gedruckten! ) arabischen Ausgabe von „Haolam Hase“ polemisierte der ehemalige Abgeordnete Hikmat el Masri gegen jede Lösung ohne Nasser. ' Ob die Herausgabe von weiteren arabischen Zeitungen, darunter auch einer rein arabischen Wochenschrift, zu einer besseren Klärung der Lage beitragen und die Verlegenheit in den Reihen der Araber zerstreuen wird, bleibt abzuwarten. Mit einer radikalen Wendung ist vermutlich erst im Winter zu rechnen, wenn sich die Jarring-Mission als erfolglos erweisen wird und die UN-Vollversammlung zu Ende geht, ohne irgendeine Lösung herbeigeführt zu haben. MOEBELHAUS WATERMANN Das Hans der % Geschäfte mit der «pössten Auswahl SARMIENT0 1147 T f »• T0S3 CABILDO 2614 PAMPA 4979 fast Ecke 'TimjTlrat® Zahlungserle'ehterd.ngen Eigene Werkstätten Zuvorkommende fachmännische Bedienung Fiambres Finos “FRIG UINCIA ” MARCA QUE DISTINGUE LA CALIDAD FRIGUINCIA Estudie Jurídico Internacional Dr. Hardi Swarsensky ASUNTOS EUROPEOS EXCLUSIVAMENTE ALLE ENTSCHAEDIGUNGSFRAGEN BUEROSTUNDENl von 15 — 19 Uhr NUR Dienstag und Mittwoch £Ich bitte, nicht vor 14 Uhr za erscheinen^, odor nach Vereinbarung T. 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