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Jüdische Wochenschau · 1968-10-11 · 2289 (11.10.1968) · p. [Seite 2]

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
29 (1968)
Issue
2289 (11.10.1968)
Date
1968-10-11
Page
[Seite 2] (sequence 2)
Language
German, Spanish
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Vier»*-», 11 de Octubre de 1968 SEMANA ISRAELITA Afie XXIX. — Nr 2281 t Nichts zu befürchten (Schiuss von Seite 1) den, der zwar kein Frieden, aber auch kein offener Krieg ist, wie dies zur Zeit der Judenverfolgungen im Dritten Reich der Fall war... — Die russische Drohung einer direkten Intervention gegen die Bundesrepublik aufgrund alter vertraglicher Vereinbarungen zwischen den einstigen Alliierten hat doch eine deutliche Wirkung gehabt. Die Annahme liegt nahe, dass sich manche zaghafte Wähler, die sich noch gut an die Zeiten nach dem deutschen Zusammenbruch erinnern und wissen, was russische Besatzung bedeutet, davon abhalten liessen, diesmal NPD zu wählen. Dass diese russischen Hinweise auf Yalta und Potsdam nicht ungehört blieben und durch das unerhörte Vorgehen gegen die CSR »och an Gewicht gewonnen haben, geht auch aus anderen Vorgängen hervor, in erster Linie aus der Begegnung zwischen de Gaulle und Kiesinger, dem der französische Generalpräsident Hilfe versprach, während er erstmalig und gleichzeitig das Vorgehen der Sowjets gegen die CSR tadelte. Ob die Erklärung des Berliner Oberbürgermeisters Klaus Schütz, er wolle im Lande Berlin die NPD verbieten, irgendeinen Einfluss auf das hannoversche Wahlresultat gehabt hat, kann dahingestellt bleiben. Dass Schütz unter dem Eindruck der russischen Drohung gehandelt hat, wird nicht bestritten werden, wenn man die besonders schwierige Lage der zweigeteilten Stadt berücksichtigt. — Eine weitere Erklärung, abgegeben von der bundes- Dr. FREY ABOGADO PUEYRREDON 2190 1® ixq. nach. 16—19 Pbr Tel. 80 6930 REAL PEN Füllhalter REPARATUREN Spezialgeschaeft CORRIENTES 569 T. E. 49-5850 PROPIEDADES WEINSTEIN Ciudad de la Paz 1960 (EX-PROPIEDADES FRANKENBERG SRL.) erwartet Sie in seinem neuen Büro zu einer unverbindlichen Aussprache, um Ihre Grundstück- und Wohnungsprobleme schnell und fachmännisch zu lösen. Montag bis Freitag 9—12 15—19 deutschen Regierung, verlangt eine gewisse Aufmerksamkeit, da sie auf den ersten Blick nicht verständlich sein dürfte. Ein Sprecher in Bonn teilte mit, „dass seine Regierung das Münchner Abkommen als unter Zwang zustandegekommen ansieht und als nicht mehr gültig betrachtet. Deswegen werden keine Ansprüche aus dem Münchner Abkommen hergeleitet, insbesondere keine territorialer Art gegenüber der CSR, deren Grenzen und Unabhängigkeit in jeder Weise respektiert werden.“ ___ Seit dem Zusammenbruch des Dritten Reiches sind mehr als 23 Jahre verstrichen. Nur als Abschrekkungsmittel und zum Beweis des braunen Terrors wird noch gelegentlich an das Münchener Abkommen gedacht. Heute kommt die deutsche Regierung und beteuert, dieses Abkommen werde als nicht gültig betrachtet. Inzwischen ist das von Klaus Schütz erwogene und schon lange von mehreren Seiten vorgeschlagene Verbot der NPD zum Gegenstand einer allgemeinen Diskussion geworden, in deren Rahmen sich verschiedene einflussreiche Persönlichkeiten zu Wort gemeldet haben. Der Präsident des Bundestages, Dr. Eugen Gerstenmeier, vertritt die Auffassung, dass es für ein Verbot keine verfassungsmässige Grundlage gibt, sodass man sich darauf einstellen müsse, mit der NPD im nächsten Wahlkampf zu rivalisieren. In einer Demokratie, erklärte Gerstenmeier, könne man nur mit legalen Mitteln getreu den Prinzipien vorgehen, die in der Verfassung niedergelegt sind. Zunächst müsste man, ohne den Grundsatz demokratischer Ordnung anzutasten, den Gerstenmeier unterstrichen hat, in eine Untersuchung darüber eintreten, aus welchen Gründen das gegen die NPD vorliegende Material nicht ausreichen würde, um ein Verbot zu rechtfertigen. Diese Prüfung ist bisher nicht erfolgt. Was reicht eigentlich hierzu aus? Das umfangreiche Material des Innenministeriums ist offensichtlich nach offizieller Meinung zu schwach. Auf einem Europatreffen gegen den Neonazismus, das vor kurzem in München und Dachau stattgefunden hat, JUDITH SCHENKOLEWSKI Schabbosdecken - Tallisbeutel - Käppchen - Mazzot-Taschen - Hand- und Maschinenstickerei von Bett- und Tischwäsche Dr. P. L. RIVERA 2585 (fr. Bebedero) T. E. 73-9155 Ihr Friseur ERICH JAC0BS0HH BEDIENT SEE IN IHREM HAUS T. E. 76-5842 sagte ein bayerischer Landtagsabgeordneter, u. a„ die NPD verfechte eine dem Nationalsozialismus ähnliche Staatslehre. Ihr Chefideologe würde die Diktatur als vernünftige Staatsform bezeichnen. Der Redner sagte: „Wer heute noch daran zweifelt, dass die NDP rechtsradikal ist, der hat entweder nicht die geringste politische Bildung, oder aber er versucht, sich bereits mit dem Neofaschismus zu arrangieren.“ — Natürlich ist die NPD gegen die Weiterführung der Prozesse gegen die NS-Verbrecher. Mit Vehemenz wehrt sie sich — gemeinsam mit anderen, die nicht in ihren Reihen stehen, — gegen die Verlängreung oder Aufhebung der Verjährungsfristen. Die Frage ist von aktueller Bedeutung und grosser politischer Tragweite. Man behauptet, die Verlängerung der Verjährungsfristen würde gegen die Verfassung verstossen. Ein deutsches Schwurgericht hat in einem Fall das Ruhen des Verfahrens angeordnet, um eine Stellungnahme des Bundesverfassungsgerichtshofes zu der Frage herbeizuführen, ob die bereits einmal durch Gesetz beschlossene Verlängerung der Verjährungsfrist mit der Verfassung in Einklang zu bringen ist. — Ueber ein erneutes Versagen der deutschen Justiz ist seit Jahren viel geschrieben worden. Der Eindruck, dass die Richter wie einst in Weimar versuchen, jeden Schutz der demokratischen Ordnung abzuwehren, kann nicht verwischt werden, ln zahlreichen NS - Prozessen sind ausserordentlich milde Urteile ergangen. Schwere Verbrecher, die zu erheblichen Zuchthausstrafen verurteilt worden sind, wurden frühzeitig entlassen. Dass es auch zahlreiche Gerichte gibt, die sich um eine gerechte Entscheidung bemühen, muss anerkannt werden. Aber die Urteile, die darauf abzielen, die Nazis zu entlasten, wirken in politischer und psychologischer Hinsicht stärker, da — wie der frühere bundesdeutsche Justizminister Ewald Bucher (FDP) sagte — „das deutsche Volk für den Rechtsradikalismus leider anfällig ist.“ Auf der gleichen Linie muss die Arbeit der Polizei beboachtet werden, der die Aufklärung der Verbrechen obliegt. Vor kurzem wurden auf dem städtischen Friedhof in Lippstadt (Westfalen) dreissig jüdische Grabsteine umgeworfen und auf dem jüdischen Friedhof in Geilenkirchen sechs Grabsteine umgestürzt und drei weitere mit Hakenkreuzen JACOB LAPIDUS dipt. Möbel Viamonte 2037 4° B T. E. 46-1716 M0HEL N. PLAKS1N Superi 2719 NEUES TELEFON: 78-4784 Neuer Nachrichtendienst Beginnend mit dieser Nummer veröffentlicht die „Jüdische Wochenschau“ in dem Bestreben, ihren Lesern einen umfassenden Ueberblick über die Neuigkeiten in der jüdischen Welt zu verschaffen, Nachrichten, die ihr von dem „News and Feature Service“ des „Jewish Chronicle“ (London) auf dem Luftpostwege täglich zugeschickt werden. Nicht gegen Israel Montevideo. — Während ihres Besuches in Montevideo wurde die indische Minister - Präsidentin Indira Gandhi auf einer Pressekonferenz gefragt, warum Indien keine diplomatischen Beziehungen mit Israel aufgencmmen hat. Sie antwortete, es gäbe verschiedene Länder, mit denen Indien keine Beziehungen unterhält. „Wir sind nicht gegen Israel“, sagte sie, „aber wir müssen unsere Interessen wahren“, womit sie anscheinend meinte, dass sie Beziehungen mit den Arabern für wichtiger halte. (JCNS) Jiddische Sendungen Paris. — Auf Ersuchen der Gesellschaft osteuropäischer Juden in Frankreich haben die französischen Behörden beschlossen, die für Osteuropa bestimmte „Jiddische Stunde“ wieder auszustrahlen. Die Sendungen wurden vor einigen Jahren aus „budgetären Gründen“ unterbrochen. Jetzt sind sie, einschliesslich nach Sowjetrussland, wieder aufgenommen worden. (JCNS) beschmiert... In beiden Fällen konnten die Täter — wie üblich — nicht ermittelt werden... Selbst für ein Verbot der National - Zeitung konnte kein ausreichender Grund von den hiermit beschäftigten Gericht gefunden werden. Diese Beleidigungen gegen einzelne Personen und befreundete Staaten reichten nicht aus. Immer fand sich ein Richter, der formelle Gründe zur Verhinderung einer verurteilenden Entscheidung ausgetüftelt hat. Das ist die Methode, die man in der Weimarer Republik anwandte. Rechtsgründe und demokratische Prinzipien wurden mit einem unütoertreff baren Zynisi mus gegen di- Republik benutzt. Wird man auch jetzt wieder die schwachen Fundamente eines demokratischen Staates auf diesem Wege erschüttern oder zertrümmern? Die Gefahr ist nicht zu leugnen. Dr. Bernardo SCHWARCZ ZAHNARZT ESTOMBA 2283 — 76-8216 RAYOS X PARADENTOSE TELEF. VORANMELDUNG Strass« auf den Herinonberg Tel Aviv. — ln Kfar Giladi in Obergaliläa veranstalteten das Finanz- und das Arbeitscomite der Knesset ein Symposium über die Aufgaben des Keren Kajemet. Nach Abschluss des Treffens bereisten die Teilnehmer die Gebiete, die der Keren Kajemet im Golan für die Vorposten Nachal Seminr, En Siwan, El Al, Nachal Golan und Nachal Geschur urbar gemacht, und die Fahrstrassen, die er dort längs der Linie der Waffenruhe bahnt. Der Leiter der Urbarmachungsabteilung des KKL gab dabei bekannt, dass mit dem Bau einer 16 km langen und 6 m breiten Strasse begonnen worden sei, die vom Drusendorf Madjdai Schams zu der in israelischer Hand befindlichen Spitze des Hermonberges hinaufführen und für Fahrzeuge jeglicher Art befahrbar sein werde. Neues Hospital Haifa. — Der Bau des neuen Krankenhauses der Kupat Choiim im Ahuza- Viertel auf dem Karmel wurde jetzt in Angriff genommen. Das Hospital, das 300 Betten haben wird, soll acht Stockwerke hoch sein. Man rechnet mit einer Bauzeit von 4 Jahren. (JCNS) LA SEMANA ISRAELITA Semanario Aparece los Viera as Editado por Estrellas Editorial Ltóa. Director: Amoldo W. B. Swarsensky Pueyrredón 2190, l*1 izq. T. E. 83-2613 Abono-Preise Argentinien; $ 1.200.— pro Jahr Ausl. I 1.800 — jänrl. Luftpost-Abono f. d Nachbar-Republiken 10 Dollar jährlich Aus der Sowakei Prag. — Rabbi Elias Katz, der Oberrabbiner der Slowakei, hat sich studienhalber für mehrere Monate ins Ausland begeben. — ln Pressburg wurde das koschere Gemeinderestaurant, welches zwei Jahre ’•ang geschlossen war, vor den Hohen Feiertagen wieder geöffnet. — Das slowakische Nationaltheater führt ein Stück auf, dessen Verfasser der verstorbene jüdische Schriftsteller und Filmregisseur Leopold Lahola ist. (JCNS) Confitería NIZA Servicios 'de lunch de categoría SALON DE FIESTAS ECHEVERRIA 3296, esq. CONDE BERNARDO STERN Ausführung saemtlieher MALERARBEITEN HELGUERA 1915 — T. E. 58-44)52 CENTRO PRIVADO DE ORTOPEDIA Y TRAUMATOLOGIA Prof. Dr. I .Blumenfeld (Director) 1 Jefe del Servicio de Ortopedia y Traumatología del Hospital Israelita — Profesor de la Facultad de Ciencias Médicas de Buenos Aires UNICAMENTE ENFERMEDADES DE LOS HUESOS Y ARTICULACIONES J. E URIBURU 285 41-2331 — 2240 49-5855 Dr. BERNARDO GOLDSTEIN 1 MEDICO ENFERMEDADES CARDIOVASCULARES APARATO CIRCULATORIO Médico del Hospital Fernández CUBA 2141 — T. E. 73-8782 u. 73 6817 ' i Consultas: wochentags von 15—18 Uhr Donnerstag keine Sprechstunde | Sonnabend: 14—16 Uhx j - ■ ' 1 Enfermedades Cardiovasculares Aparato Circulatorio Dr. SAUL UMANSKY MEDICO CIRUJANO M. P. 9298! Sarmiento 3116 J. E. 87-1362 ¡ Dr. BENJAMIN LIPNIZKY ZAHNARZT ROENTGENSTRAHLEN — ZAHNZIEHEN — KIE- ■ FERCH1RURGIE — REGELUNG DER ZAHN- STELLUNG — KIEFERORTHOP AEDIE Sprechstunden: Dienstag — Donnerstag — Sonnabend j nach vorheriger Vereinbarung JOSE HERNANDEZ 2518. T.E. 76.8673 u. 73-0500 Dr. L. KLEIN - Médico MAGEN- und DARMKRANKHEITEN ROENTGEN UNTERSUCHUNGEN SPRECHSTUNDEN Montag Dienstag, Mittwoch a Freitag »oe I»—19 Uh* Es riro gebeten, neto vorbei »WonlMli ansumelden. SANTA FE 1391 T. E. 44-9493 «». 44-1541

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