Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 29 (1968)
- Issue
- 2288 (4.10.1968)
- Date
- 1968-10-04
- Page
- [Seite 4] (sequence 4)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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4 — VtemM, l i* Het«fe«« «le IM JÜDISCHE W-O CHENS CHAO AB« XXIX. nTj^S BULLETIN des Leo Baeck-Instituts Die Ausgaben des Bulletins des Leo Baeck-Instituts Nummern 35, 36, 37 und 38/39 (9. Jahrgang 1966 und 30. Jahrgang 1967) enthalten eine Fülle interessanten Materials, das unsere Aufforderung an ein breites Publikum rechtfertigt, diese Zeitschrift zu abonnieren. die einen Einblick in das „Erbe des deutschen Judentums“ vermittelt. Es ist nicht möglich, alle ln diesen Heften erschienenen Aufsätze hier zu zitieren und einer Betrachtung jtu unterziehen. Aber einige sollen erwähnt sein, ohne hierdurch die anderen in Ihrer Bedeutung damit abwerten zu wollen. Sehr interessant und belehrend sind die Erinnerungen von Georg Herlitz, des inzwischen leider verstorbenen zionistischen „Musterbeamten“, an die Lehranstalt für die Wissenschaft des Judentums in Berlin (Heft 35), in denen er die kleinen Anfänge dieser bedeutenden Hochschule schildert. Ueber das slowakische Judentum unterrich- Rumaenien und Israel Tel Aviv. — Rumänien wird „seine guten Beziehungen mit Israel pflegen und sie sogar noch verbessern“. Diese Erklärung formulierte der rumänische Botschafter in Israel, Valeriu Georgescu, in einer Ansprache, welche er auf einer Veranstaltung der Liga für rumänisch-israelische Freundshaft an die Teilnehmer richtete. (ITA) Arabische Frauen erhalten Unterricht in Hygiene tet eine Abhandlung von Eran Laor (ebenfalls Heft 35). — Das Heft 36 bringt drei bemerkenswerte Arbeiten, die eine über das Leben und Werk des Malers Moritz Oppenheimer, die zweite über die Entstehung und Tätigkeit der „Vereinigung für das liberale Judentum“, Erinnerungen von Walter Breslauer, und die dritte von Alex Bein, dem bedeutenden Herzl - Biographen, über Lassalle. Ein sehr ausführlicher Aufsatz von Kurt Loewenstein behandelt die Stellung Thomas Manns zur jüdischen Frage (Heft 37), der sicherlich auch viele Freunde des deutschen Schriftstellers interessieren wird, dessen Stellungnahme zu den Juden aber nicht recht klar wird Ueber dieses Thema wurde in letzter Zeit auch an anderer Stelle Material CATECA S.A. Directorio 5555 Buenos Aire» T. E. 68.1017/18 y 1264 SUAVANDAR el calzado legítimo de espuma de goma „Lebenslaenglich” Nürnberg. — Zwei Angehörige der Waffen-SS, Paul Baron und Ernst Picha, wurden in Nürnberg zu lebenslänglichem Gefängnis verurteilt. Zwar seien die beiden nur kleine Räder in einer gewaltigen Organisation gewesen. „Aber“, so begründete das Gericht sein Urteil, „ohne solche willige Helfer wäre die nazistische ,Endlösung‘ nie möglich gewesen“. Baron und Picha hatten im Ghetto von Gorlice in Polen im Jahre 1942/43 zahlreiche Juden umgebracht. herausgegeben und geschrieben. In der Doppelnummer 38- 39 wird ein aussergewöhnlich interessanter Aufsatz von Jacob Tourv über „Die Anfänge des jüdischen Zeitungswesens in Deutschland“ veröffentlicht, der viele bisher nicht bekannte Einzelheiten bringt. Hirsch Benjamin Auerbach schreibt über die Geschichte der berühmten Hal'berstädter Gemeinde und Adler-Rudel veröffentlicht einen Briefwechsel mit Hans Schaffer, der die verzweifelten Versuche zur Rettung der Verfolgten zeigt. Beachtenswert sind die Ausführungen von Leo Baeck über „Vision und Geduld“, die sich mit der trostlosen Lage im Lager Theresienstadt beschäftigen und Stoff zum Nachdenken und zur Diskussion bieten. SANTA FE 2224, I? T. E.: 80-0149 económicas, contador** públicos nacional•* consultores de .’empresa* (SPECIALISTAS EN SOCIEDADES ANONIMAS DI Stipendien Tel Aviv. — Insgesamt 340 Stipendien wurden vom Mosche Sharett-Fonds an junge Künstler verteilt. Der 29jährige Schriftsteller Arnos Oz erhielt eine Beihilfe von 10.000 IL, um seine schöpferische Arbeit ohne Sorgen um seine Existenz fortset' zen zu können. Die feierliche Veranstaltung fand unter dem Protektorat der israelisch - amerikanischen Kulturstiftung statt. (ITA) Die Dringlichkeitskampagne 1968 teilt mit: HABEN SIE EINMAL UEBERLEGT wie gross und oft undankbar die Arbeit für den Keren Hajessod für unsere freiwilligen Mitarbeiter ist? Können Sie sich vorstellen, was sish die Askanim der grossen jüdischen Solidaritätsaktion, die der Keren Hajessod darstellt, alles sagen lassen müssen? Oft wünschten wir uns, dass einmal die Geschichte der Einheitskampagne seit dem Jahre 1948 geschrieben werden solle. Diese Geschichte könnte viele Beispiele wirklicher jüdischer Solidarität aufzeichnen, aber auch viele Fälle von Hartherzigkeit und Unverständnis für die grossen Aufgaben dieser Zeit. Gewiss haben unsere Menschen besonders im vergangenen Jahr während des Sechstagekrieges in ihrer grossen Mehrheit ihre Pflicht getan, aber wir können nicht verschweigen, dass viele in diesem Jahr nicht verstehen, dass nicht nur die Existenz Israels, sondern ies ganzen jüdischen Volkes auf dem Spiel steht. Sind nicht die Flammen, die am Abschluss unseres Rosch Haschana den nächtlichen Himmel von Buenos Aires erleuchteten, eine Warnung, aus der gefährlichen Lethargie der letzten Monate zu erwachen? Wir können es nicht hören, wenn man uns antwortet: „Ja, wenn es wieder zum Kriege kommt, werden wir unsere Beisteuerung erhöhen!“ Gibt es denn Frieden für Israel und mit ihm für das jüdische Volk? Fallen nicht Tag für Tag junge Israelis als Opfer feindlicher Aktionen, hören wir nicht Tag für Tag Drohungen sowjetischer oder arabischer Politiker? Wir leben im Frieden? Beantworten Sie sich diese Frage selbst! Ihre Antwort wird dann eine wirklich W U E R D I G E Selbstbesteuerung für die Dring ichkeitskampagne sein! Blick in die Welt VON HAROLD S6HWARCZ MARCELO CAETANO, Professor der Rechte, wurde definitiv zum Nachfolger des portugiesischen Premiers Antonio de Oliveira Salazar gewählt, der etwa 40 Jahre das Land regierte. — DAS RUSSISCHE „Raumschiff“ Zond-5 soll den Mond umflogen haben und wieder zur Erde zuruckeekehrt sein. — ° FUER EINEN weiteren Monat wurden die konstitutionellen Garantien in Peru aufgehoben. _ ENERGISCHE Schritte wollen die Nordamerikaner gegen die wachsende Luft-Piraterie unternehmen. _ DER PAPST erklärte, er bewundere die Rebellion der Jugend gegen die bestehende Gesellschaft, verurteilte jedoch gleichzeitig jeden Extremismus. — NEUE ERDBEBEN wurden aus Mitteleuropa gemeldet. — AUF DER TAGESORDNUNG der UN stehen über 90 Punkte zur Behandlung, allerdings nicht der Vietnam- Krieg nnd die Invasion der CSR. — SW ASILAND, bisher britisches Protektorat, wurde mit seinen etwa 400.000 Einwohnern der 125. Mitgliedstaat der UN. — INDIRA GANDHI, die indische Ministerpräsidentin, befindet sich auf einer Südamerika-Reise. — DIE CHEFS der amerikanischen Armeen hielten eine Konferenz in Rio de Janeiro a'b.- ABDEL NASSER traf erneut mit König Hussein zusammen. — EIN TRAURIGES Saldo an Toten und Verletzten hatten die Studentenkrawalle in Mexiko. — MEHR ALS 600.000 Menschen sind in Indien vom Hungertod bedroht. — WIEDERUM TAUCHT das alte Projekt auf, den Suezkanal durch einen anderen Kanal zu ersetzen. — SHA REZA Pahlevi stattete Moskau einen Staatsbesuch ab. — DIE CSR muss den Russen immer wieder Konzessionen machen. — UMFANGREICHE Ueberschwemmungen werden aus England, Frankreich und der Schweiz gemeldet. — CHINA WARNTE die Russen vor einer Intervention in Albanien. — Fragwürdige Viermaechte - Garantie New York. — Der republikanische Senator Jacob Javits erklärte, er könne einem sowjetischen Vorschlag einer Viermäehte-Garantie des Mittelostfriedens nur geringen Wert beimessen. Dieser Vorschlag figurierte in einem Friedensplan, den Moskau jüngst Washington vorlegte. Senator Javits sprach auf einem Bankett zu Ehren von Louis Levine, der einen hohen Posten im Arbeitsministerium des Staates New York bekleidet. „Welchen Wert kann eine Viermäehte-Garantie besitzen“, fragte Javits, „wenn die Sowjetunion fortfährt, ihre arabischen Abnehmer in einem Ausmass zu bewaffnen, welches das vor dem Krieg im Juni 1967 vorhandene Niveau weit übertrifft, während eine andere dieser Mächte, nämlich Frankreich, es ablehnt, Israel die Kampfflugzeuge zu liefern, die es bezahlt hat, und eine dritte Macht, England, seine traditionelle Rolle im Osten von Suez tbgeben will und neue Verantwortlichkeiten zu übernehmen ablehnt, und wenn die USA zögern. Israel die von ihm so bitter benötigten Phantom-Jets zu verkaufen? Die vorgeschlagene Garantie der vier Mächte nützt Israel nichts, wenn es einmal seine starke Position verlässt, die es sich im Sechstagekriege so heldenmütig erobert hat.“ „Moskau muss verstehen“, fügte Javits hinzu, „dass man seinen Friedensabsichten nicht vertrauen kann, wenn es einseitige Bedingungen anbietet, welche die Gründe der Gefahr eines erneuten Kriegsausbruches in diesem Raum grösstenteils ignorieren.“ — (ITA) Für die zahlreichen, uns zum Neuen Jahr übermihelten Glückwünsche danken wir aui diesem Wege allen unseren Freunden und Bekannten herzlich. Dr. HARDI SWARSENSKY und Frau Buenos Aires, im Tischri 5729. LUACH — (KALENDER) Freitag, den 4. Oktober 12. Tischri Schabbat HAASINU Haftara: 2. Buch Samuel, Kap. 22 Sonnabend, den 5. Oktober 13. Tischri Sonntag, den 6. Oktober 14. Tischri Erew SUKKOT Montag, den 7. Oktober 15. Tischri 1. Tag SUKKOT Dienstag, den 8. Oktober 16. Tischri 2. Tag SUKKOT Mittwoch, den 9. Oktober 17. Tischri 1. Tag Chol Hamoed Donnerstag, den 10. Oktober 18. Tischri 2. Tag Chol Hamoed Freitag, den 11. Oktober 19- Tischri 3. Tag Chol Hamoed Schabbat CHOL HOMOED SUKKKOT Haftara: Ezechiel 38