Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 29 (1968)
- Issue
- 2288 (4.10.1968)
- Date
- 1968-10-04
- Page
- [Seite 5] (sequence 5)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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Vltriuw 4 de Oeiwbf« de 1968 SEMANA ISRAELITA Año XXIX. — N» 2288 — 5 «Welt **Mci 1 »* Erde?> *. 2Ur“% L^ndeldie fc«o% ^Seilschaft »isrnus. 1 v^nute¡i. 3US ^ropaj. ■H£?!?** l_Armee» hielten ei. nit König Hussein w 5.“***!lni 1» Ina« „ ina‘ zu ersetzen._ «tau einen Staatsbelmer wieder Konzes. imungen werden m «z gemeldet. _ ,r eil1« Intervention ite- Garantie -he Senator Jacob sowjetischen Vordes Mitteiost/rie- Dieser Vorschlag en Moskau jüngst 1 Bankett zu Ehoben Posten im York bekleidet. te-Garantie be- >wjetunion forteinem Ausmass Krieg im Juni t. während eine eich, es ablehnt, die es bezahlt eine traditioneli will und neue . ablehnt, und .hm so bitter be- Die vorgeschlazt Israel nichts, i verlässt, die es itig erobert hat.“; Javits hinzu, nicht vertrauen en anbietet, welreuten Kriegsausls ignorieren.“ - wi fr® Jede Verhandlung des aratüsch-israelischen Konfliktes vor dem Sicherheitsrat der Vereinten Nationen wird von der breiten Oeffentlich- Jteit in Israel mit einem gerüttelt Mass Misstrauen und Skeptizismus begleitet. Allzuviele Erfahrungen haben diese negative Haltung des Mannes auf der israelischen Strasse in den vergangenen Jahren nur bestärkt. Der Sicherheitsrat kann sich zu keiner logischen und wirklich unparteiischen Stellungnahme in diesem Konflikt entschliessen. Die zahllosen arabischen Terrorakte gegen Israel lassen den Sicherheitsrat stets kühl; dagegen zeigt er sich peinlich berührt, wenn ihn Israel in solchen Fällen anruft. Er sei kein Forum für kleine Grenzzwischenfälle, man möge nicht jeden Schusswechsel aufbauschen und solle jeden Konflikt in den Proportionen sehen, die ihm adäquat sind. So und ähnlich werden Israels Beschwerden abgetan. Wenn dagegen einmal in der Zeit Sicherheitsrat voreingenommen Israel mit einer grösseren militärischen Aktion zurückschlägt und die Terroristenorganisationen empfindlich trifft, dann allerdings hebt der Sicherheitsrat mahnend und drohend seinen Finger. Dann weiss er Stellung zu beziehen und steigt von seinem Olymp herab. Israel selbst wurde noch nie in den vergangenen zwei Jahrzehnten in den Sicherheitsrat gewählt und kommt hier nur zu Wort, weil es an einem Konflikt beteiligt ist, aber nie als mitstimmendes Mitglied. Die arabische Seite ist jedoch stets vertreten und kann mit einer wesentlichen Zahl Stimmen rechnen, die für sie blind Partei ergreifen werden. Abba Eban hat einmal in ironischer Form erklärt, die Araber könnten in den Vereinten Nationen, wenn sie im von unserem H. W.-Berichterstatter (Jerusalem) Zusammenhang mit ihrem Konflikt gegen Israel Vorschlägen sollten, dass die Erde nicht rund sondern flach sei, bei der entsprechenden Abstimmung von vornherein mit 30 Stimmen rechnen. Im Sicherheitsrat ist diese Situation womöglich noch klarer. Im vergangenen Jahr stimmten Russland, Ungarn, Algerien, Pakistan und Indien stets und völlig unkritisch mit den Arabern gegen Israel. Senegal und Abessinien versuchten eine neutralistische Haltung einzunehmen, was aber in den meisten Fällen letzten Endes auf eine den Arabern genehme Haltung hinauslief. National-China buhlt im Sicherheitsrat um die Gunst der Araber und hofft so die 13 arabischen Stimmen in der Vollversammlung für die alljährliche Abstimmung gegen die Aufnahme Pekings in die Vereinten Nationen zu gewinnen. Auch Frankreichs kühle Haltung zu Israel wird von arabischer Seite im Sicherheitsrat oft mit Erfolg gegen Israel ausgespielt. Englands Haltung ist wesentlich freundlicher, aber doch durch seine Aspirationen gehemmt, mit der arabischen Welt wieder ins Gespräch zu kommen. Verbleiben nur wenige gute Freunde; USA, Dänemark, Brasilien, Paraguay und Kanada. Diese Situation wird sich im kommenden Monat bei den Ergänzungswahlen für den Sicherheitsrat, die bald nach Beginn der neuen Session der Vollversammlung der Vereinten Nationen vor- Die Diaspora im Jahre 5729 Weniger als 2,5 Millionen von den nicht viel über 14 Millionen Juden der Welt leben in Israel. Die Frage, ob die hie und da auftretende Einwanderungs - Bereit schaft, die in der letzten Zeit zweifellos eine gewisse Stärkung erfahren hat, sich jn diesem Jahre bereits durch eine bedeutendere Alija wesentlich auswirken wird, lässt sich heute noch nicht beantworten. Klar aber ist, dass die Diaspora auf absehbare Zeit ihre grosse Rolle im jüdischen Volke behalten wird. In den USA leben über 5,7 Millionen Juden, davon ca. 2,6 Millionen in New York. Die immer wieder aufflammenden Rassenkonflikte zwischen Schwarzen und Weissen tragen auch zur Problematik der jüdischen Bevölkerung bei, die in sich zwar durch einige starke Organisationen gefestigt, aber von negativen Randerscheinungen nicht frei ist. Einerseits wirken sich Assimilationstendenzen in Kreisen ungenügenden Judentumsbewusstseins aus, und andererseits gibt es immer wieder Anzeichen eines latenten, mitunter auch in den Vordergrund drängenden An tisemitismus, auf die die Antidefamation League des Bne Brit Ordens hinweist. Den jüdischen Erziehungsinstitutionen gelang es auch im vergangenen Jahre nicht, die Jugendlichen aller Kreise zu erfassen. Der Ansporn durch den Sechstagkrig zur Solid arisierung des jüdischen Volkes mit Israel wirkt zwar nach, aber man merkt, dass er schon bedenklich nachlässt. Bne Brit leistet durch die Hillel Foundation unter Studenten und Jungakademikern gute Artton MEIR FAERBER beit, der grosse Bedeutung zukommt, weil ein sehr hoher Prozentsatz der jüdischen Nachwuchsgeneration Hochschulen besucht. Die Probleme bleiben weiterhin ungelöst. Eine Vergrösserung der Alija aus den USA hat zwar begonnen, aber all das bleibt vorläufig hinter den Erfordernissen und den geäusserten Hoffnungen weit zurück. In Russland mit seinen drei Millionen Juden verschlechtert sich die Lage noch weiter. Der Sechstagekrieg hatte negative Auswirkungen auf die Einstellung der Sowjetbehörden nicht nur gegenüber Israel (Abbruch der diplomatischen Beziehungen 1967), sondern auch der jüdischen Minorität in den Ländern der USSR gegenüber. Die Berichte über die Einstellung des Nachwuchses zum Judentum sind höchst widerspruchsvoll. Einerseits wirkt die Erklärung überzeugend, dass junge Menschen, die in einer religionsfeindlichen Gesellschaft aufwachsen und denen alle Möglichkeiten zu voller Assimilation an ihre Umwelt gegeben sind, diesen leichteren Weg wählen; andererseits aber erreichen uns auf Umwegen immer wieder Nachrichten, dass weite Kreise der jüdischen Jugendlichen, auch wenn sie nur sehr, sehr wenig von der jüdischen Kultur und Geschichte, Religion und Gedankenwelt wissen, trotzdem an ihrem Stamme festhalten und sich mit dem jüdischen Volk identifizieren, herzliche Gefühle für Israel hegen, an Feiertagen zur Fábrica Ropa de Cuero Gamuzado Cabra y Napa Sacos 7/8 - Trajes K. Zimmerspilz JUNIN 322 T. E. 46-8762 Neu-Eroeffnet: VERKAUFSLOKAL FEINSTE HANDTASCHEN KOFFER BRIEFTASCHEN JUNIN BECERRO CABRA COCODRIL AVESTRUZ NONATO 312 Synagoge kommen und von antisemitischen Erscheinungen immer wieder in ihrem Judentum bestärkt werden. Solche Berichte helfen uns, daran zu glauben, dass die Judenheit der Sowjetunion für ihr Volk nicht verloren geht, sondern bei einer sich bietenden Gelegenheit zum alten Stamme zurückfinden wird. Wann sich eine solche Gelegenheit bieten wird, kann heute niemand Voraussagen. Frankreich, das durch den Zuzug jüdischer Einwanderer aus Nordafrika an die fünfte Stelle der jüdischen Gemeinschaften vorgedrungen ist und über 550.000 Juden hat, bemüht sich sehr, die Zugewanderten zu absorbieren, aber trotz der ausgezeichneten Arbeit, die die jüdischen Institutionen dort geleistet haben, ist das bei den letzten Einwandererwellen nicht mehr gelungen. Die Integrationskraft der Gemeinden war vorzeitig erschöpft. In Paris leben Zuwanderergruppen ohne wirtschaftliche Basis; in der mustergültiger. Gemeinde Strasbourg fanden die Neuankömmlinge des letzten Jahres nicht mehr die warme, brüderliche Atmosphäre vor, die früher gekommenen Juden aus Algerien und Marokko ihre Einordnung so erleichtert hat. In Marseille, wo sich die Judengemeinde sprunghaft vervielfältigt hat, leben viele unter problematischen Verhältnissen und auch in manchen anderen Orten Südfraukreichs konnten sich die Immigranten nicht einordnen und denken daran, weiterzuwandern. England mit seinen ca. 465 000 Juden bildet eine der konsolidiertesten jüdischen Gemeinschaften. Der Zuzug wie auch die Abwanderung sind geringfügig und die Probleme der Gemeinden liegen mehr in einer innerhalb der Städte vor sich gehenden Umsiedlung von einem Bezirk in den anderen, was auch in den amerikanischen Grosstädten eine Rolle spielt. Wie in New York immer mehr Juden aus den jüdischen Zentren Bronx und Brooklyn in modernere Wohnbezirke übersiedeln, so ziehen auch in London immer mehr Juden aus dem Osten der Stadt in den Nordwest’cn, wo die Wohn- und I.oi'ensbedingungen angenehmer sind. Diese Umsiedlungen zwingen die Gemeinden zu gewissen Umstellungen. Kanada, das eine Zeitlang ein typisches jüdisches Auswanderungsland war, wurde dadurch, dass es französischsprechende Städte hat, für die Juden Nordafrikas, die in Frankreich nicht die neue Heimat fanden, die sie dort erhofft hatten, wiederum zum Zielland. Es ist anzunehmen, dass sich die Zahl der Juden in Kanada, wo es auch viele Jordim gibt, der 300.000 nähert. Die Wirtschaftslage der Eingeordneten ist gut, aber es konnten sich eben doch nicht alle einordnen. Die Akklimatisierungs - Schwierigkeiten sind so gross, dass viele jüdische Familien Kanada wohl wieder verlassen werden. Manche Jordim sollen in diesem Jahre zur Rückkehr nach Israel bereit sein. Auch in Brasilien mit seinen ca. 160.000 Juden ist die Lage ähnlich. So reich die grossen Städte dieses reichsten Landes mit der ärmsten Bevölkerung zu sein scheinen, gibt es doch sehr viel Not in Brasilien. Den in Sao Paulo und Rio de Janeiro eingesessenen Familien geht es gut, aber viele Zuwanderer führen einen schweren Lebenskampf. Die Lage der in Aegypten, Libyen, Marokko und Syrien noch zurückgebliebenen Juden ist unhaltbar. Es ist dringend, einen Druck durch internationale Gremien auf die Regierungen der arabischen Länder auszuüben, damit sie den noch dort lebenden Juden ihre Vermögen und Bürgerrechte zurückgeben und die Auswanderung gestatten, wenn sie emigrieren wollen. Sechs Millionen Baeume Tel Aviv. — Sechs Millionen Bäume wurden im ver. gangenen Winter vom Keren Kajemet bei einem Einsatz von 1% Millionen Arbeitstagen gepflanzt. Dies gab der Leiter der Forstabteilung des KKL, Sharon Weitz bekannt. Originelles Angebot London. — Eine englische Versicherungsfirma hat sich erboten, bewaffnete Detektive für Flugzeuge zu liefern, um der Entführung von Apparaten vorzubeugen. Agenten der Firma „Securicor“ stehen zur Verfügung, welche in Zivilkleidung reisen sollen und „Waffen bei sich tragen, die nicht todbringend sind, um die Piraten unschädlich zu machen.“ (ITA) genommen werden dürften, noch verschlechtern. Bei diesen Wahlen werden die Vertreter Abessiniens, Dänemarks, Kanadas, Brasiliens und Indiens ausscheiden und durch Vertreter Zambias, Finnlands, Kolumbiens, Spaniens und Nepals ersetzt werden. Zambia und Spanien nehmen im arabisch-israelischen Konflikt eindeutig für die Araber Stellung. Nepal wird versuchen eine neutralistische Haltung einzunehmen, aber freundlicher zu Israel sein als Indier,, während Finnland und Kolumbien sich bei Entscheidungen der Gruppe unserer Freunde anschliessen dürften. Israel muss also damit rechnen, dass sich auch die Sicherheitsrats-,.Front“ erhärten dürfte, aber es kämpft hier ohnehin ohne allzu grosse Illusionen oder Hoffnungen. Ohne die Bedeutung dieses trotz allem wichtigen internationalen Forums bagatellisieren zu wollen, wird sich darum Israel wie bisher auf seine eigene Kraft, Besonnenheit und Einsatzfähigkeit verlassen müssen. A la Colectividad Judia Conscientes de nuestra irrenunciable responsabilidad de dirigentes de las Instituciones representativas de la Comunidad Judía y sensibles a elementales imperativos de solidaridad humana proclamamos nuestra firme determinación en el sentido de no ahorrar esfuerzos ni sacrificios, para responder con altivez y dignidad a las exigencias de esta hora excepcional en la vida 'udía. Refirmamos nuestra inquebrantable solidaridad con el Estado de Israel en respuesta a las graves y crecientes amenazas contra su seguridad y existencia. Lamentamos que los insistentes clamores por la paz del Gobierno y pueblo efe Israel, reciban como respuesta la agresión incontrolada y el sabotaje indiscriminado, cor. el alto precio de inocentes víctimas en sus ciudades y poblados. En estas circunstancias de verdadera emergencia para Israel —y por consiguiente de compartida preocupación por la totalidad del pueblo judío—, reiteramos nuestra firme decisión de ubicarnos a la altura de las responsabilidades de esta hora incierta. Comprometemos nuestro apoyo total a las elevadas finalidades del Keren Hayesod —Campaña Unida— en medida acorde con las actuales exigencias y del cometido histórico de nuestra generación. Cumpliremos con nuestro deber asegurando el apoyo total de las Instituciones que representamos, de sus miembros y asociados, como cabal y consciente respuesta a este desafío del destino. Demostramos con la elocuencia de los hechos que la Comunidad JucKa del país, a través de todos sus componentes, cumple con los deberes que le dicta su conciencia sin claudicación ni renunciamientos en jornadas decisivas. Reemplazaremos las salutaciones grandilocuentes, por gestos eficaces y concretos. Y no cesaremos en nuestros ruegos por una paz constructiva y creadora que sea realidad en nuestros días entre el Estado de Israel y lo6 países vecinos. Exhortamos firmemente al cumplimiento del deber. CONSEJO INSTITUCIONAL DE LA COLECTIVIDAD ISRAELITA AMIA (COMUNIDAD ISRAELITA) ASOC. ARGENTINA TECNION RENE BERIT CLUB NAUTICO H.*Coaj COMITE SEFARADI ARGENTINO COMUNIDAD BET - EíL CONGREGACION ISRAELITA GRAN TEMPLO PASO HEBRAICA INST. CIENTIFICO WEITZMAN ORG. HEBREA MACABI ORG. SIONISTA ARGENTINA O S F A UNIVERS. HEBREA DE JERUSALEM VAAD HAKEHILOT VAAD HAJINUJ REREN HAIESOF