Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 29 (1968)
- Issue
- 2286 (20.9.1968)
- Date
- 1968-09-20
- Page
- [Seite 17] (sequence 17)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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I«* Fieme«, M d« Beyttembre 4« 1968 jDDIfiCHE WOCHENSCHAU Año XXIX. — N* 228« — 17 ^fegischi «Wild. Studien, ^r^iliaen5eStel,'!n' ÄSr-iÄ ten 8fn”Sni “"d seine i*SV*Sa**' % sondern :r mie« nderen tat •au<dl fdr «2^ dur<* besondere^ >n<® vertreten rraS|lien. c“ ^y.Perti ¿)l CoMenberf« säcbster Redner er' der Präsident der der politischen Remdes argentini- 'udentums, Dr. Jfe- »idenberg, das Wort, den Rahmen einer mgsansprache hin. d. wichtige grund- Erwägungen and u. a. ausfiihrte: ® als Menschen ■t nicht darüber erin, wenn wuunseten und unser Lenter von äusseren ren Faktoren geil, wobei er sich ere — und mit yolt — gegen diejenite, die sich der;n Disziplin un-1;it des Jischuw rordnen und eigeitionen schaffen, nur Verwirrung n. erg gab ein gut mg der Ereignisse f Seite 17) Enttaeuschende Rede Washington. — Präsident Lyndon B. Jonson erschien in der vergangenen Woche überraschend auf dem Bankett 4er Bne-Brit-Konventin, dem etwa 3.000 Personen beiwohnten. Man glaubte, er würde die Ankündigung machen, dass -die USA Israel zur Abschrekkung der Araber die erbetenen PhantorrrKampfflugzeuge liefern werden, nachdem zwei Tage zuvor die beiden Präsidentschaft« - Kandidaten, Hubert Humphrey und Richard Nixon vor der Kommission erklärt hatten, dass Israel -diese Flugzeuge zu seiner Verteidigung unbedingt erhalten müsse. Statt dessen mahnte der Präsident Israel zu bedenken, dass ,,d*e Grenzen nicht durch den siegreichen Ausgang des Krieger, belastet werden können und Israels Verlangen nach direkten Verhandlungen für den Beginn eines Dialogs, der schon durch viele Kanäle geführt werde, nicht ausschlaggebend sein dürfte.“ Hierauf fand der Präsident anerkennende Worte für die Juden als Volk und verurteilte den Antisemitismus in den kommuni stischen Ländern Osteuropas. Johnson bezog sich dann auf den Streit um Jerir salem und versicherte, niemand wünsche, die heilige Stadt wieder durch Stacheldraht geteilt zu sehen. Er berührte auch andere Aspekte des Konflikts und betonte, es sei zur Beilegung der strittigen Fragen vorerst notwendig, dass „die Araber Israel und die Welt davon überzeugen, dass sie von dem Vorhaben, Israel zu zerstören, Abstand genommen haben.“ Aber Israel, fügte er hinzu, müsse seine arabischen Nachbarn und die Welt überzeugen, dass os keine expansionistr sehen Absichten auf arabisches Territorium habe. Ueber den Fortgang des Rüstungswettlaufs im Mittelosten äusserte der Präsident ernste Besorgnis und gab der Hoffnung Ausdruck, dass auch andere Regierungen der von den USA gezeigten Miissigung folgen würden, ln diesem Zusammenhang wies er auf die dringende Notwendigkeit bin, zu eirem internationalen Uebereinkommen über die Beschränkung der Waffenlieferungen zu gelangen. Johnson gab zu, dass die Rückkehr zu der Situation, die vor dem 4. Juni 1967 herrschte, nicht zum Frieden führen könne. „Kein dauerhafter Frieden ist möglich“, setzte er hinzu, „solange der Suezkanal und die Enge von Tiran nicht den Schiffen aller Nationen offen stehen.“ (ITA) BIBLIOTECA POPULAR JUDIA Publicaciones del Ejecutivo Sudamericano del Congreso Judío Mundial unter der Leítung yon MARK TURKOW Colección: GRANDES FIGURAS DEL JUDAISMO 9. León Dujovne: MOISES HESS 10. Jaime Baiylko: ISAIAS 11. Josef Fraenkel: NAHUM GOLDMANN 12. Heszel Klepfisz: BAAL SCHEM TOV 13. Mark Turkow: JANUSZ KORCZAK 14 Jaime Barylko: DAVID, Rey de Israel 15 Hardi Swarsensky: WALTHER RATHENAU 16 Heriberto Haber: JOÑAS 17 León Dujovne: HIIEL ZEITLIN 18: Jaime Barylko: JOSUE 19 Sofia Erlich-Dubnow: SIMON DUBNOW 20 Heriberto Haber: RUT 21 León Dujovne: HEINRICH GRAETZ 22 Jaime Barylco: RABI AK1VA 23 Luis Karduner: MENDELE MOIJER SFORIM 24. Jonás Turkow: MORDEJAY ANIELEVICH 25. Lázaro Sohallman; LEON HEBREO .26. Jaime Finkelstejn; BER BOROJOW 27. Heinrich Riegner: HERMANN COHEN Colección: HECHOS DE LA HISTORIA JUDIA 6 Chairo Weizmann: HISTORIA DE LA DECLA¬ RACION BAIFOUR 7 PAUL WARSZAWSKI: HISTORIA DE LA PAR TICION DE PALESTINA 8 Perla Haydée Bumaschny; LA HISTORIA DEL LADINO 9 Anatole Goltístein; LOS NAZIS EN ACCION 10 Jonás Turkow: EL LEVANTAMIENTO DEL GHETTO DE VARSOV1A 11 Jaime Barylco. LA HISTORIA DEL PESAJ 12 Vasili Grossman: EL INFIERNO DE TREBLINKA 13 León Dujovne: LA CONCEPCION DE DIOS EN LA BIBLIA 14. Miguel Smi g-Benario: LA LEYENDA DEL CRI¬ MEN RITUAL 15 Jaime Barylco: LA FIESTA DE SUCOT En Breve: HARDI SWARSENSKY: LA NOCHE DE CRISTAL Bestellungen an das Büro des CONGRESO JUDIO MUNDIAL Arda. CORRIENTES 1979 — BUENOS AIRES Ereignisse der Woche (Fortsetzung der Ereignisse von Seite 16) begründetes ideologisches ■Konzept, zitierte Buber und Heschel, wies auf die Bibel hin und appellierte an al,e Anwesenden, zum Erfolg der Tagung durch Einsicht und Einheit «inen entschei- •denden Beitrag zu leisten. — Dann kam Dr. Moises Goldman, der langjährige Präsident der Executive des Jüdischen Weltkongresses zum Wort, der einer der ersten Präsidenten der DA JA gewesen ist und auch die Präsidentschaft der AMIA innegehabt hat. Dr. Goldman hielt ein Referat und keine Begrüssungsrede. Was er sagte, verdient festgehalten zu werden. Goldman sprach nicht nur mit der ihn kennzeichnenden E.eganz und Rhetorik, sonden auch mit Mut nannte er die Dinge beim rechten Namen. Er richtete sich gegen die Judenfeinde und Nazis, wo sie auch immer auftreteu und von welchem Vo ke sie auch immer stammen. Em Nazi, sagte er u. a„ könne hundert Jahre in Argentinien leben, er werde niemals Argentinier sein, sondern immer Nazi bleiben, denn die hohen argentinischen Ideale von der Gleichheit aller Menschen und Rassen, dem Lebensrecht aller Völker und aller Religionen und der Freiheit dvr Menschheit lasen sich m.t Nazismus nicht in Einklang bringen. Goldmans Ausführungen fanden ebenfalls reichen Beifall. Die Ehrengaeste Als erster der Ehrengäste kam der israelische Kultusminister Dr. Zerach Warhaftig, zu Wort, ein älterer, kleiner, äusserst vitaler und geistreicher Mann, ein „alter zionistischer Kämpfer“, ein Mann, der seit der Staatsgründung Israels an leitender Stelle steht. Die Erschienenen jubelten ihm als dem würdigen Repräsentanten Israels zu der mit grosser Beredtsamkeit, mit Energie und auch mit Stolz die Sache Israels vertritt. Der grosse Beifall, mit dem der Minister empfangen wurde, sollte zugleich die innige Verbundenheit des Jischuw mit Israel ausdrükken, besonders angesichts der schwierigen Situation, in der sich das Land und Volk Israels zu dieser Stunde befinden. Die Rede Warhaftigs war eine offene, zumindest aber eine versteckte Mahnung an die argentinischen .Juden, die Proportion zwischen dem weltweften Geschehen in Israel und den Begebnissen in Argentinien zu wahren. Hatten doch die Veranstalter das 75jährige Jubiläum der jüdischen Kolonisation dem MOEBELHAUS WATERMANN D»s Hans der 3 Geschäfte mit der grössten Auswahl SARMIENTO 1147 tim. 1633 CABILDO 2614 PAMPA 4979 fast Ecke ' TisurlnU Zanlungserle>cbter¿ngen Eigene Werkstätten Zuvorkommende taeboaftnnieebe Bedienung 20jährigen der Staatsgründung Israels gegenübergestellt. Mit Recht führte Warhaftig aus, dass heute nur in Israel jüdische Geschickte geschrieben wird, die für die Zukunft bedeutsam ist. Er unterstrich, was alles in den zwanzig Jahren staatlichen Eigenlebens in Israel geschaffen wurde, eigentlich auf allen Lebens- und Wissensgebieten, was die Bewunderung der freien Welt hervorgerufen hat. Die Ausführungen verdienten den grossen Beifall, ier sie begleitete. — Auch Dr. Levenberg verstand es, seine Zuhörer zu fesseln; immerhin war er der fünfte Redner des Abends. Israel kämpft ständig für den Frieden, sagte Levenberg, und das jüdische Volk in der Welt begleitet Israel in diesem Friedenskampf. Der Referent berichtete über die Arbeiten des englischen Judentums, die er mit den Anstrengungen in Argentinien verglich. Mit besonderem Nachdruck wandte sich Dr. Levenberg — wie bereits bei früheren Gelegenheiten — gegen den Antisemitismus in Russland und anderen Ländern Osteuropas. Es sei erstaunlich, dass das Phänomen Antisemitismus in Ländern beobachtet werden müsse, die sich als sozialistisch bezeichnen. — Als letzter Redner sprach Oberrabbiner Rozen aus Bukarest, dessen interessante Ausführungen an verschiedenen Stellen von einem Opponenten unterbrochen wurden, der mit der politischen Beurteilung der Lage der Juden in Rumänien durch Dr. Rozen nicht einverstanden war. Dieser Zwischenrufer hatte nicht das Recht, einen Kongressredner zu stören, sondern hätte dur?h- -aus die Möglichkeit gehabt, seine Diskonformität im Laufe der Debatte aus;udrücken. Immerhin beende dieser Vorfall und zeigte, dass wir das Recht der freien Meinungsäusserung haben und anwenden, wenn auch mitunter nicht am richtigen Platz .. Weitere Berichte Ueber den weiteren Kongressverlauf, die einzelnen Referate. Debatten und Beschlüsse werden wir oei nächster Gelegenheit bedeuten, da wir aus Raumgründen nicht alle Informationen in der gleichen Ausgabe geben können. — Monat des Buches Ein besonderer Erfolg ist die diesjährige Ausstellung des jüdischen Buches icn Rahmen des MONATS DES JUEDISCHEN BUCHES, die von der AMIA in ihrem Gebäude organisiert wurde und wie in jedem Jahr einen grossen Kreis von Interessierten anlockt. Bei der heutigen Ausstellung konnten (Fortsetzung der Ereignisse auf Seite 21) ALFREDO STERN MALERARBEITEN Büros, Departamentos, Häuser, Tapezieren Fachmännische Ausführung — Kostenlose Beratung VIDAL 1575 — FAST EGKE PINO Tel.: 76-9088 y 76-7281 Soeben erschienen HUGO GOLD: Geschichte der Juden in Wien Ein Gedenkbuch Das Standardwerk der jüdischen Geschichte Wiens. Vorn Beginn der Ansiedlung bis zur Vertreibung und Vernichtung (1-938—1945). Grossoktaviormat. Reich illustriert. Nummerierte und vom Herausgeber signierte Exemplare -(Luxusausgabe) $ 50.— Edition „0LAMENU“ Tel Aviv, P.O.B. 3002, Israel Estudio Jurídico Internacional Dr. Hardi Swarsensky ASUNTOS EUROPEOS EXCLUSIVAMENTE ALLE ENTS CHAEDIGU NGSFRAGEN BUEROSTUNDEN: von 15 — 19 Uhr NUR Dienstag und Mittwoch fleh bitte nicht vor 14 Uhr zu erscheinen) •der nach Vereinbarung T. E.: 83 - 2613 Dr. Günter Frey ASUNTOS ARGENTINOS Y SUDAMERICANOS ERBSCHAFTSSACHEN - VERTRAEGE - VERWALTUN¬ GEN - MIET5-, ZIVIL- UND HANDELSSACHEN T. E.: 8Q - 6930 PUEYRREDON 2L90 esq. Av. LAS HERAS I