Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 29 (1968)
- Issue
- 2286 (20.9.1968)
- Date
- 1968-09-20
- Page
- [Seite 16] (sequence 16)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 94% known words query
- IRI
…/9616703-9616177-9616492--5384-9616508- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
M — Tkram. S» 4» Septiembre «e IMS l»»lICH AB» XXIX. — fr M Ereignisse der Woche Israel - Ausstellung Ein lebhaftes Interesse hatte die Pressekonferenz ausgelöst, die vom Botschafter Israel in Argentinien, D. Moshe Alon, einberufen war den war, um über die E? Öffnung der Ausstellung JS RAEL 1968“ zu berichten. Die Ausstellung findet im nächsten Monat auf dem grossen Gelände Avenida L-bertador 1100 statt. Der Botschafter teilte unter anderen wesentlichen Punkten mit. dass diese Ausstellung die erste sei, die Israel allein für ein bestimmtes Land durchführt, während sieh Israel bisher nur an internationalen Ausstellungen beteiligt hat. Diese Ausstellung sei eigens für Argentinien zusammeugestellt worden, was nicht ausschliessen würde, dass sie später auch in anderen lateinamerikanischen Ländern gezeigt werden könnte, wenn sie hier Erfolg hat Inzwischen sind bereits einige Experten aus Israel eingetroffen, um die Ausstellung technisch vorzube reiten und alle sonstige« Vorbereitungen zu treffen. Die Ausstellung wird vielseitig sein, um ein klares Bild von der Entwicklung! und dem heutigen Stau! Israels auf allen Lebensgeaieten zu vermitteln. Imlu- | strie. Landwirtschaft. Han- I del, Verbindungswesen. Lij teratur, Publikationen, teea-! nische Errungenschaften, wissenschaftlicher Fortschritt werden auf dieser Ausstedung zu beobachten sein. Die Ausstellung dient verschiedenen Zwecken. Sie soll die freundschaftlichen Beziehungen zwischen unseren beiden Ländern fördern, si; soll aber auch praktisch? Resultate zeitigen. Bisher ¡.st zwar Israel ein nicht un- '•redeutender Käufer argentiian:n n m a n a * WUENSCHEN ALLEN FREUNDEN UND BEKANNTEN MAX WACHTEL UND FAMILIE Zapiola 1961 VI A Al’en unseren Freunden und Bekannten wünschen i: n : n n m rs m t? 5 Egon D. Brosto und Familie Arenales 1250 Vic. Lopez (FCNGBM) E 242 i n -n 5 n nma n 3 &? KOHL y ÜLLMANN S. R. L. ECHEVERRIA 3102—60 13 n 3 n n 31 d m œ 5 IMPRENTA POLIGLOTA Rivadavla 631 B 22g nischer Produkte, aber Argentinien ist noch kein Käufer israelischer Waren in einem nennenswerten Umfang. Die Ausstellung soll also dazu dienen, durch die gegenseitige Kenntnis der Handelsmöglichkeiten den Handel zu heben. Auf der Ausstellung wird u. a. die Nachbildung der i Arche Noa zur Unterhaltung , der Kinder beitragen, die 1 stauf ihre Kosten kommen werden. Ein Restaurant mit typischen Speisen | wird für die Bewirtung der; Besucher sorgen, künstleri- I sehe Darbietungen aller Art I werden vorbereitet, Filme, Kulturveranstaltungen usw.! ergänzen das Programm. Der Botschafter antworte- , te auf verschiedene Fragen,! aus denen das echte Interse sprach, das bereits die Ankündigung einer solchen; Israel-Ausstellung hervorge-; rufen hat. — Beim Weltkongress Die lateinamerikanische Exekutive des Jüdischen Weltkongresses hatte zu einem kleinen Empfang für zwei europäische Executiv- Mitglieder eingeladen, die zur Zeit für den 8. Kongress der argentinisch-jüdischen Gemeinden hier weilen: für Rabbiner Moshe Rozen und Dr. Sh Levenberg. Rabbiner Rozen ist Mitglied des rumänischen Parlaments. Oberrabbiner seines Landes und zugleich der Präsident der jüdischen Ge meinden in Rumänien, der für das westliche Judentum durchaus kein Unbekannter ist. — Dr. Levenberg ist eine der hervorragendsten Persönlichkeiten der jüdischen Welt, der in London sowohl für die Zionistische Weltorganisation wie für den Jüdischen Weltkongress leitende Funktionen ausübt. Levenberg ist auch im Leben der modernen sozialistischen Welt durchaus kein Unbekannter. Als einer der leitenden Köpfe der Mapai spielt er eine wichtige Rolle i.i der II. Internationale, auf deren Tagungen er für die jüdische Sache eintritt. Der Vorsitzende der lateinamerikanischen Executive Dr. Moisés Goldman begnisste die Gäste mit herzlichen Worten und berichtete von Erinnerungen über Begegnungen mit beiden in früherer Zeit. Mark Turkow stellte die Ehrengäste den Erschienenen in der ihm eigenen geistreichen und charmanten Art vor und unterstrich vor allem die grosse Bedeutung der Persönlichkeit Dr. Rozens für die Líneas Aéreas Suizas Adhiere a los festejos y comparte el júbilo de la colectividad al iniciarse el año 5729 Modell des Oekumenischen Instituts für Fortgeschrittene Theologische Studien, das jetzt in der Umgebung Jerusalems erbaut wird. Entwicklung der Beziehungen zwischen den Judenheiten in West- und den Ostländern. Schliesslich ergriffen auch die Ehrengäste das Wort, wobei der Rabbiner frühere Berichte wiederholte, während Dr. Levenberg in seinen ausgezeichneten Ausführungen auf die Frühzelt der jüdischen Kolonisation einging und die bedeutsame Rolle des englischen Offiziers Goldsmith hervorhob, der als Sohn eines bekannten Berufsmilitärs und Diplomaten in Indien geboren erst als erwachsener Mensch von seiner jüdischen Abstammung erfuhr, Jude und Zionist wurde, einer der frühen Führer des britischen Zionismus war, der dann nach Argentinien für den Baron Hirsch kam, um die ICA'Siedlungen zu besuchen, zu kontrollieren und mit Anregungen zu versorgen. Die von Sachkunde getragenen Ausführungen fanden den vollen Beifall der Anwesenden. — Die 8. Konferenz Ohne Zweifel ist die 8. Konferenz der argentinisch-jüdidschen Gemeinden ein besonderes Ereignis, das durch seine hervorragende Vorbereitung und Durchführung ein voller Erfolg war Im wunderbaren, neuen Theatersaal der Hebraica wurde vor einem zahlreichen Publikum, — viel? Personen konnten nicht mehr Einlass finden, die j Versammlung eröffnet, zu der mehr als 500 Delegierte und Gäste erschienen waren Der Chor der AMI A und ein Orchester unter Leitung von Jascha Galperin spielten die Nationalhymnen und das neue Jerusalem-Lied unter dem Beifall der Anwesenden. Sodann erriff Dr. Tobias Kamenszain, Präsident der AMIA und der Föderation der Gemeinden das Wort, begrüsste zunächst die Eh rengäste, den israelischen Minister für Kultus Dr. Warhaftig, den Israel-Botschafter Moshe Alon, den Vertreter des argentinischen Aussenministers, Herrn Dr. Bravo, den rumänischen Oberrabbiner Dr. Rozen und Dr. Levenberg (London) und sprach anschliessend in einer kurzen und überzeugenden Form über AMIA, die Gemeinde - Föderation und die Bedeutung des 8. Kongresses, die den Beifall der Erschienenen rechtfertigte. Dr. Kamenszain zeigte den Weg von der einstigen Chewra Kadischa zur AMIA, zur Kehilla, auf, er sprach von den Anfängen der jüdischen Siedlung in Argentinien, von den Notwendigkeiten und Bedürfnissen der kleineren Gemeinden, von den grossen und kleineren Aufgaben, die es zu erfüllen gilt. In seinen weiteren Ausführungen stellte er die engen Beziehungen dar, di? zwischen den Juden Argentiniens und Israel bestehen, das für alle Juden die Quelle des Glaubens und der Inspiration ist. — Der Kongress und seine Arbeiten sind nicht nur für die Juden in Argentinien wichtig, sondern auch für die anderen lateinamerikanischen Länder, von denen einige durch besondere Delegationen vertreten waren wie Brasilien, Uruguay, Chi le, Paraguay, Peru und Venezuela. Rede Goldenbergs Als nächster Redner ergriff der Präsident der DAIA, der politischen Repräsentanz des argentinischen Judentums, Dr. Jizchak Goldenberg, das Wort, der über den Rahmen einer Begrüssungsansprache hinausgehend, wichtige grundsätzliche Erwägungen anstelite und u. a. ausführte: Wir dürfen als Menschen r-ieser Zeit nicht darüber erstaunt sein, wenn wir unsere Arbeiten und unser Leben mitunter von äusseren und inneren Faktoren gestört sehen, wobei er sich insbesondere — und mit vollem Recht — gegen diejenigen wandte, die sich der allgemeinen Disziplin uni der Einheit des Jischuw nicht unterordnen und eige ne Institutionen schaffen, um damit nur Verwirrung anzurichten. Goldenberg gab ein gut (Fortsetzung der Ereignisse auf Seite 17) ot 0^!ll I Üi'iiilHi r ciencias - * ll económicas x contadores publicos nacional»* consultores de 'empresas ESPECIALISTAS EN SOCIEDADES „ ANONIMAS A L. -J.'iU i LA FOREST A FORESTA