Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 29 (1968)
- Issue
- 2286 (20.9.1968)
- Date
- 1968-09-20
- Page
- [Seite 15] (sequence 15)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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-4 *a» VimriMs, M 4e gtptimhw 4c MM C E M i K « ISRAELITA AÄo XXIX — W» XW« —19 Besuch in den Kolonien (Schiuss von Seite 14) die seltenen Besuche )m Recht sind. Sie lesen Zeitungen, auch die jüdischen Zeitungen, die jiddischen Tageszeitungen und die JUEDISCHE WO¬ CHENSCHAU, die hier seit den ersten Tagen ihres Er" scheinens eine wichtige Mission erfüllt und das entscheidende Bindeglied zwischen den isolierten Gemeinschaften und dem Leben und der Entwicklung Israels und unseres Volkes ist. Die Veranstaltungen in den Kolonien, die abends nach des Tages Arbeit stattfanden, hatten eine lebhafte Resonanz. Mit ihren Pferdewagen oder modernen Autos, zu Euss oder zu Ross erschienen die Kolonisten, denn für sie war ein solcher Abend ein Ereignis, für sie, ihre Familien einschliesslich für die Kinder. Und es kamen nicht etwa nur Juden, auch nichtjüdische Bewohner der Kolonien waren erschienen, der interessierte Arzt, die Beamten der Korporative und andere. Die Landluft wehte mit ihrer Frische und Aufgeschlossenheit sozusagen im Versammlungsraum. Die meisten in „Scha-bbat“-Klei- Histadriit und ORIT Tel Aviv. — Ein Abkommen über gegenseitige Hilfe wurde zwischen der Histadrut und der ORIT abgeschlossen. Die ORIT ist eine Arbeiter-Föderation, welche etwa 20 Millionen Mitlionen Mitglieder von 50 lateinamerikanischen Syndikaten zählt. Das Abkommen sieht ein gemeinsames Programm vor, das die Ausbildung von Arbeiterführern, den Austausch von Lehrern und Experten, die Gründung von Kooperativen, sowie den Austausch von Informationen und regelmässige Zusammenkünfte beinhaltet. (ITA) Jüdische Aerzte Tel Aviv. — Israel ist seit kurzem bemüht, in England, Frankreich und Lateinamerika etwa 120 jüdische Aerzte werben, welche in den Hospitälern von Kolonien und Entwicklungsstädten dringend benötigt werden. Der Bedarf an Aerzten ist besonders gross in Obergaliläa und in den Einwandererorten im Negew. (ITA) düng, viele aber in ihren reichlich strapazierten Arbeitssachen. Perspektiven Ein kurzer Besuch kann einen Berichterstatter noch nicht zum Experten für die Probleme der jüdischen Landwirtschaft in Argentinien machen. Aber das. was man sah, vermag man zu vermitteln. Das Leben auf dem Land ist viel härter Im Vatikan Rom. — Israels Ministerpräsident Levi Eshkol entsandte einen seiner engsten Mitarbeiter, den Generaldirektor sei nes Büros Jaakow Herzog nach Rom, um den Vatikan von dem israelischen Standpunkt zu den jüngsten Ereignissen im Mittelosten zu unterrichten. Herzog wurde von Monsignor AgosHn Casaroli empfangen, der an der Spitze des vatikanischen Rates für öffentliche Angelegenheiten steht. Die israelische Botschaft in Rom erklärte hierzu, Israels Regierung hätte sich veranlasst ge fühlt, dem Vatikan seine Gesichtspunkte darzulegen, da ihr das persönliche Interesse des Papstes an der Lösung des arabisch israelischen Konfliktes bekannt sei. und unbequemer als in der Stadt, ob es schwerer oder leichter ist, mag dahingestellt bleiben. Nicht jeder, der in die Stadt kam, konnte sich hier besser einordnen, als er es dort gewesen ist. Viele sind fortgegangen, besonders aus Avigdor, was man immer wieder mit einer gewissen Wehmut erfährt. Manche, die weggegangen sind, haben ihr Kamp nicht an ihre jüdischen Nachbarn verkauft, sondern an Nichtjuden. Die einstige deutsch-jüdische Kolonie hat ihren „deutsch“ - jüdischen Charakter längst verloren,— die Vorträge wurden in der Landessprache gehalten, — aber sie ist auch dabei, allmählich ihren jüdischen Charakter zu verlieren. Ein Problem „jüdisch“ oder nicht, besteht dort nicht. Das was man Antisemitismus nennt, ist dort — jedenfalls nach den uns gegebenen Informationen — unbe kannt. m den Kolonien kann man ein freies jüdisches Leben führen. Aber fuhrt ma ^Scherzhaft gesagt. ^ber ernst gemeint. jüngst ein Journalist, Hitlei habe die deutschen Juden aufs argentinische Kamp getrieben und Adenauer habe sie zurückgeholt. Mit » ten lässt es sich ohne Zwei fei in der Stadt besser leben als auf dem Kamp. Ob diese Verlagerung auf aß Sicht richtig und sSig war, das wird die Zeit entscheiden. Was wird aus Kindern, /ragte rn.ch^em Kolonist m Avlß ' überdie gleiche Frage wird »her “SS meinschaftshaus inf einen relativ guten Em druck macht, kann man das bei aller Freundschaft von Alcaraz nicht sagen. Ungepflegt und stark beschädigt, muff man den Eindruck gewinnen, dass man dieses Haus vernachlässig ' welchem auch ein Zun me untergebracht ist, das «ch .jüdische Schule nenn Der Eindruck auf mich war deprimierend. Ich kann es nicht verschweigen und h»- le es auch den Kolonisten gesagt- Es gibt zwar eine füdische Lehrerin, diesich grosse Mühe gibt, aber die äusseren Bedingungen für die Schule kann sie natur licht nicht ändern. Es durfte keinen Platz in Israe S ben, nicht die letzte, ]ung- «te und an der Kussersten Grenze gelegene Siedlung, in der nicht die Hauptsorge der Schule und den Kindern gilt. Der Kontrast ist zu stark. Dass es solc^e. bedingungen und „Schulen im reichen argentinisch-)« dischen Jischuw noch oder schon wieder gibt, ist bedauerlich. Aber diese Tugend die so aufwachst, kann keine Zukunft auf dem Lande haben, sie muss m die Stadt gehen. Und wo die Jugend weggeht, werden die Eltern nachgezogen. Wenn nichts Entscheidendes geschieht, wird die jüdische Kolonisation in Argentinien eines Tages aufhören. Bleiben werden einige jüdische Bauern, Landwirte, Kolonisten und Guts- Pedro Pechersky S. A. I. C. F, ARTISEDA FABRICA DE KUDOS DE RAYON F0RRERIAS PARA U CONFECCION DE PRENDAS DE VESTIR Av. DEL CAMPO 1570 BUENOS AIRES ADMINISTRACION .. .. .. .. s T, E. 52 8866 CONTADURIA ..... : T. E. 52-7425 VENTAS y EXPOSICION.: T. E. 51 8454 B 1»1 mm JAPANISCHE GELEHRTE Institut in besuchen das Weizmann- Rechowoth besitzer. aber die Masse, die hier einmal aufs Land zog und sich niederliess, wandert in die Stadt ab, wie es zu einem erheblichen Teil bereit der Fall ist. Hieran tragen die dafür geschaffenen Instanzen, vor allem die ICA, die Verantwortung, wenn auch nicht die alleinige. Aber das ist ein Kapitel für sich, über das es viel zu sagen und zu schreiben gibt. Der grosse Versuch des „Barons“, Juden ausserhalb Israels anzusiedeln, war eine Uefoergangslösung, ist aber nicht geglückt, auch wenn der augenblickliche Status gehalten werden würde. Man kann es umschreiben oder garnicht aussprechen, wenn man sich davor scheut, den Dingen ins Angesicht zu schauen: Juden können nur in einem Lande kolonisieren und trotz bäuerlicher Isolierung, die in gewissem Umfang unumgänglich ist, als Juden leben; in Israel. —! Wartckaimr „Folksstimme“ London. — Die polnischen Behörden haben die direkte Kontrolle der in Warschau erscheinenden jiddischen Zeitung .Folksstimme' übernommen, nachdem deren Chefredakteur, Herz Smolar, vor zwei Monalen seines Postens enthoben wur, de. Diese Massnahme wurde auf höheren Befehl vom Jüdischen Sozial- und Kulturverband verfügt ohne dass der Verband bisher einen Chefredakteur finden konnte. Zwei Mitglieder des Redaktionsstabes, denen das Amt angetragen wurde, haben es abgelehnt. Die Zeitung wird seither von eiDem „Kollektiv“ herausgegeben, und ihre Spalten sind mit Nachrichten der offiziellen Agentur PAP gefüllt, die ins Jiddische übersetzt werden. Das Blatt bringt keine Leitartikel mehr, und sein Niveau ist merklich gesunken. (ITA) HAGA COLA COIS... REFRESCOLA Y VERA QUE RESULTA MAS... E 17« HCLVETIA ARGENTINA SOC *t 0*0 ANONMM Df SEGuAOS ■- «ZURICH» COMPAftlA DE SEGUROS ZURICH SUIZA A .G ENTES GENERALES para la REPUBLICA A‘R G E*N TINA RECONQUISTA 359 - BUENOS AIRES TEL «6-0776 08S5 - 1037 - 1115 2366 TELBRIN S.A. Industrial y Comercial TRAJES HOMERO 153-159 T.E. 69-3560 TI, 0570