Mannheim
Compact Memory

Jüdische Wochenschau · 1968-09-13 · 2285 (13.9.1968) · p. [Seite 9]

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
29 (1968)
Issue
2285 (13.9.1968)
Date
1968-09-13
Page
[Seite 9] (sequence 9)
Language
German, Spanish
Belongs to
journal issue
OCR quality
93% known words query
IRI
…/9616703-9616177-9616479--5364-9616488
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

11 entity mentions

SEMANA ISRAELITA Año XXIX — fr> 2285 — S ■I ucho tos ra?onn^Ue s que ¡T^m tía des deTlar<¡ °n dueña, e,n «uto unLdel m con s« toTg" menkles ñ,í a - rudas Íe las A Sri,"**« "«»te tí^ulgan rumori « Wga al nák l0W; no sonZ Apuestos « .•_ 'S ”°-íer ®» elkaz, «* nada más m la cascara de ieJme ser o ai “S o comp¡ por dentro ÿs »ictimas ¿g «(dieron |a mora! otas de W mnnd posibilid M Pnidi! snane mí por; la justi peren p< rruía ga ajano ¡ organismo interna, tal padeció durante te la falta de posibi• rechazar la criminal osa posición egipcia cual existe estado entre Intel y Egiptanmcián interna• /a función principor la paz entre no es capaz de que es improcetar por la guerra sus recintos, que oducente eligir en tes la destrucción sus miembros, la lusión posible es urgente restableicipioi y recordar de su mnstitufesional erciante i$ todavía eo nlribació11 ra í* fnflña efe rgencid Oí HAYE*» rffliento 2376 Viernes, 13 de Septiembre de 1988 Stimmen aus dem Libanon von SCHALOM BEN-CHORIN Wir sind an verständnisvollen, einigermassen um Objektivität bemühten Stimmen aus den arabischen Nachbarländern Israels nicht verwöhnt. Umsomehr ist es zu begrüssen, dass in Beirut, der Hauptstadt des Libanon, eine Serie von Schriften erscheint, in der arabische und ausländische Autoren zu aktuellen Problemen des Mittleren Ostens insbesondere zur Frage der Beziehungen zu Israel, Stellung nahmen, wobei ein unverkennbarer Zug zur Objektivität festzustellen ist. Herausgegeben wird diese Schriftenreihe vom University Christian Center Forum. Den Broschüren liegen Vorträge zugrunde, die wöchentlich während des Semesters gehalten werden, natürlich für Hörer aller Fakultäten der Amerikanischen Universität in Beirut, und unter dem Sammeltitel stehen; ,,Was macht und erhält das menschliche Leben menschlich?“ Die Reihe wurde eröffnet durch einen Vortrag des Professors für arabische Geschichte Dr. Nabih A. Faris über Krieg und Frieden im Mitlleren Osten, die gegenwärtige Situation und zukünftige Aspekte. Dr. Faris gibt rundheraus zu, dass der wahre Grund des Konfliktes Israel selbst ist und der rechtliche und moralische Anlass für die Errichtung des Staates Israel. Damit macht der Historiker klar, dass es sich nicht um die Räumung dieser oder jener Gebiete handelt, sondern um die Existenz des Staates selbst, eine logische Folge des Zionismus. Er unterscheidet dabei zwischen Zionismus und Judentum, bezeichnet das Judentum als Teil seines eigenen religiösen Erbes, den Zionismus aber als Negation des Judentums. Trotzdem muss der Historiker einräumen, dass die Wurzeln des Zionismus bis in das 5. Jahrhundert vor der gewöhnlichen Zeitrechnung zurückreichen und er führt dafür den 137. Psalm an; „An den Wassern Babels sassen wir und weinten“. Dieser Psalm aber wird Jeremia 29 gegenübergestellt, der Brief des Propheten an die gefangenen Juden zu Babel, in welchem sie aufgefordert werden, sich in Babel sesshaft zu machen und für das Wohl der Stadt zu beten. Es ist ergreifend zu sehen, dass der arabische Professor in Beirut genau dieselben Argumente und Bibelstellen gebraucht, wie die assimilatorischen Protestrabbiner noch vor* wenigen Jahrzehnten. An den Vortrag schliessen sich Fragen und Antworten! Auch in der Schlussantwort bleibt Dr. Faris ganz auf dieser Linie. Befragt, ob man den Juden eine nationale Heimstätte gewähren könne, ohne die Araber oder andere Völker aus ihrem angestammten Ländern zu vertreiben, antwortet der arabische Historiker; „Nein, ich wünsche den Juden ebensowenig eine nationale Heimstätte zu geben, wie den Maroniten, den Katholiken oder den Mohammedanern. Judentum ist eine Religion, und ein Jude kann ein Araber sein, der seinem Gott auf seine Weise dient, oder ein amerikanischer Jude, ein britischer Jude usw. Ich glaube nicht, dass man Nationalität auf Religion basieren kann.“ Die ganze Tragik der Judenfrage wird gerade an diesen relativ kühlen Aeusserungen sichtbar. Der Zionismus ging davon aus, dass durch Betonen der nationalen Eigenart des Judentums die Judenfrage gelöst werden kann. Gemässigte Antisemiten stimmten zu und lobten gerade den Juden, der nicht den Anspruch erhob, z. B. ein Deutscher zu sein. Jetzt aber müssen wir uns von einem arabischen Professor in Beirut erklären lassen, dass Judentum nur eine Religion ist und die Juden daher keinen Anspruch auf ein eigenes Land haben können! Unmittelbar in die Frage der Methodik der Auseinandersetzung führt Prof. Dr. Elie A. Salem ein, der öffentliche Administration an der Universität in Beirut lehrt. Er will die Rolle der Universität und der Intellektuellen in der Mittelostkrise klären und tritt für die Errichtung von Forschungsinstituten ein, die die Fragen, um die es hier geht, „einer kühlen Generation“ verdeutlichen sollen. Er warnt vor einer impressionistischen Politik:. „Die arabischen Regierungen haben keine klaren Pläne für die Zukunft. Ich hage keine Idee, was die arabischen Pläne für 1980 oder 2000 sind. Bisher war die arabische Planung nur ad hoc .. Die offiziellen Erklärungen unserer Regierungen blieben in Kiichees befangen, ohne jeden Ausblick und von Bürokraten zusammengebraut, die noch nichts von der grossen „Explosion“ des modernen Denkens gehört haben.“ Mit der Hoffnung auf ein entzionisiertes Israel und ein entpolitisiertes jüdisches Volk schliesst Dr. Salem nun seine Vision, die zwar kühl, aber unrealistisch ist. Mit dem Flüchtlingsproblem beschäftigen sich Prof. Dr. Peter Dodd, ein Soziologe und Mr. John Reddaway, einer der führenden UNR- WA-Beamten in Beirut. Prof. Dodd gibt erschütternde Beispiele menschlicher Tragödien arabischer Flüchtlinge und kommt zu der Konklusion; „Der Westen verabsäumte es, den Juden ein Heim zu geben, und so verschuldete er die Errichtung Israels. In derselben Weise ist der Westen für die arabischen Flüchtlinge verantwortlich, die von Israelis vertrieben wurden, die selbst Flüchtlinge waren. Die Zeit ist gekommen, nicht nur für die physische Verbesserung der Bedingungen der arabischen Flüchtlinge zu arbeiten, son. dem für ihre Rechte und ihre Würde. Konkreter wird hier Mr. John Reddaway von der UNRWA, der feststellt, dass durch den Sechstage-Krieg im Juni 1967 weitere 350.000 Araber heimatlos geworden seien. Er schlägt vier Möglichkeiten der Lösung des Problems vor: 1. Repatriierung. 2. Emigration in nichtarabische Länder, 3. Massenwiederansiedlung. 4. individuelle Wiedergutmachung. Diese Vorschläge werden im einzelnen ausgeführt und sollten auch bei uns ernsthaft durchdacht werden. Ein Unikum in dieser Reihe von Vorträgen und Schriften stellt die Broschüre des Theologen Dr. William Holladay, Professor für Altes Testament an der Lniversität Beirut dar. Hier wird die Frage gestellt; „Ist das Alte Testament zionistisch?“ Zunächst enthüllt uns Bibelprofessor Holladay, dass das Alte Testament ein dikkes Buch ist, ungefähr dreieinhalbmal so dick wie das Neue Testament und viermal so dick wie der Koran. Dann aber teilt er uns mit, dass der Zionismus durch Missbrauch des Namens Israel daran schuld ist, dass das Alte Testament unter den Arabern heute verpönt ist, ja zu einem Tabu wurde. Die arabischen Christen wollen es nicht diskutieren, arabische Prediger wählen ihre Texte nicht mehr aus dem Alten Testament. Eine Generation ist herangewachsen, die keine Ahnung mehr vom Alten Testament hat, klagt der offenbar arbeitslos gewordene Beiruter Alttestamentler. Israel Ist ein zionistischer Staat, aber war (das alte) Israel zionistisch?, fragte der Theologe gereizt. Nun unterscheidet er sachgemäss zwischen historischen Partien in der Bibel, die von grausamen heiligen Kriegen unter Josua und zur Zeit Samuels berichten, und der Ueberwindung dieser stufe bei den Propheten. Der Zio- Ereignisse der Woche (Fortsetzung der Ereignisse der Woche von Seite 4) rer internationalen Juristen- Konferenz. Die südamerikanische Exekutive des JWK veranstaltete einen kleinen Empfang zu Ehren Dr. Lerners, auf dem er vom Vorsitzenden Dr. Moisés Goldman begrüsst wurde und über die wichtigsten Arbeiten sprach, die im Augenblick auf seinem Spezialgebiet in und von Israel geleistet werden. Macabi Tel Aviv Die Basketball-Mannschaft des Macabi Tel Aviv besuchte auf ihrer Südamerika- Tournée auch Argentinien, wo sie Gast der FAM, der Federación Argentina Macabi, gewesen ist. Der Besuch war sicherlich auch ein sportliches, vor allen Dingen aber ein gesellschaftliches* Ereignis. Die Spieler der Basketball-Mannschaft, die in letzter Zeit einige bemerkenswerte Siege über starke internationale Mannschaften davontragen konnte, sind Amateure und dienen ausnahmslos im israelischen Heer als Offiziere oder Soldaten. In Argentinien konnten sie verschiedene Erfolge verbuchen, mussten aber auch Niederlagen einstek ken, vor allen Dingen gegen die hervorragende Auswahl mannschaft von Entre Rios. die als Sieger bei einem Tournier zwischen vier Auswahlmannschaften, unter ihnen Macabi Tel Aviv, her. vorging, während Macabi Tel Aviv den dritten Platz belegen konnte. Jedenfalls waren an den beiden Abenden tausende Besucher im Lunapark zu Buenos Aires erschienen, die mit grossem Enthusiasmus die Macabi-Mannschaft begrüssten. Es sei bemerkt, dass die FAM unter der wirkungsvollen Leitung von David Fisch den Besuch des Macabi zu einem Ereignis werden liess, das nicht nur unserer Jugend hier, sondern auch den Mitgliedern Fábrica Ropa de Cuero Gamuzado Cabra y Napa Sacos 7/8 - Trajes K. Zimmerspitz JUNIN 322 T. E. 46-8762 Neu-Eroeffnet: VERKAUFSLOKAL FEINSTE HANDTASCHEN KOFFER BRIEFTASCHEN JUNIN BECERRO CABRA COCODRIL AVESTRUZ NONATO 312 der Mannschaft aus Israel in Erinnerung bleiben wird. Prof. Rotenstreich in Buenos Aires Prof. Nathan Rotenstreich, der nach Argentinien kam, um als Ehrengast am Kongress der Jüdischen Gemeinden teilzunehmen, ist der erste Rektor der Hebräischen Universität, welcher seine Studien an dieser Hochschule absolviert hat. Er wurde vor 54 Jahren in dem ostpolnischen Städtchen Sambor geboren. Sein Vater, ein Gymnasialprofessor, der sich auch schriftstellerisch betätigte, nahm aktiven Anteil an jüdischen Leben und liess seinen Kindern, die er auf weltliche Schulen schickte, von einem Privatlehrer in die hebräische Sprache und den Talmud einführen. Der junge Nathan wanderte mit 18 Jahren nach Palästina, wurde Student der Hebräischen Universität, an der er 1938 den Titel eines Dr. phil. erwarb. Nach Beendigung meiner Studien in Jerusalem hörte er Vorlesungen an der Universität von Chikago. Prof. Rotenstreich geniesst Weltruf in akademischen Kreisen. Er hat zahlreiche Werke über verschiedene philosophische Themen veröffentlicht, für die er mehrfach Preise erhalten hat. So empfing er 1963 den Israel- Preis und einige Jahre zuvor zusammen mit Prof. Hugo Bergmann, dem ersten Rektor der H.U. und einem seiner Lehrer den Chernichowsky-Preis der Stadtverwaltung von Tel Aviv. Prof. Rotenstreich ist Mitglied des Internationalen Instituts für Philosophie und hat auf besondere Einladung des öfteren an Universitäten im Ausland Gastvorlesungen gehalten. Blick in die Welt von HAROLD SCHWARCZ DIE FRANZOSEN warnten die Schiffahrt davor, •sich der Atemzone in Polynesien (Pazifik) zu nähern.— ZU INTERNEN Konflikten zwischen dem Heer und Monarchisten kam es wegen der Basken-Frage in Spanien. — JUGOSLAWIEN versprach erneut, die „Liberalen in der CSR zu unterstützen. — ANTONIO ARGUEDAS, Ex-Innenminister von. Bolivien. wird sich wegen der heimlichen Uebergabe eines Manuskriptes des Tagebuches von „Che“ Guevara vor einem Militärgericht verantworten müssen. — DER PAPST wies einige Interpretationen, die von der Bisehofskonferenz in Essen gemacht worden sind, als irrtümlich zurück. — NEUE STUDENTENUNRUHEN wurden aus Uruguay gemeldet. — BEI DER EROEFFNUNG der interparlamentarischen Konferenz in Lima forderte der peruanische Präsident Beläunde die We tmächte auf, der Entwicklung Lateinamerikas besondere Aufmerksamkeit zu schenken. — SUEDVIETNAM wurde von schweren Sturmen heimgesucht. — , „ , . KONGO PRAESIDENT Alphonse Massemba-Debat wurde gestürzt. — .... DIE LATEINAMERIKANISCHE Bischofskonferenz versprach ein breites Sozial-Programm durchzuführen. DIE FOLGEN DER Erdbeben in Persien und der Türkei können noch nicht übersehen werden. — DER CHILENISCHE Präsident besuchte Brasilien. DIE TRUPPEN Nigériens melden neue Erfolge über Biafra. — ,, _ _ ERZBISCHOF MAKARJOS, der Präsident Cyperns, wurde vom Papst emfangen. — . ERSTMALIG fand im Sitz der UN eine Konferenz der Wohlfahrtsminister vieler Länder statt. — RUMAENIEN versucht, sowjetische Militärmanover auf seinem Territorium zu verhindern. — TUNIS IST aus der Arabischen Liga ausgetreten. DER NEUE Präsident Ekuadors, José M. Velasco Ibarra, hat seine fünfte Präsidentschaft angetreten. — DIE WAHL Humphreys hat in weiten Kreisen grosse Genugtuung hervorgerufen. — DAS VORGEHEN der Polizei in Brasilien wurde hart kritisiert. — MAO TSE TUNG hat eine neue „Reinigung der Presse, des Radios und der TV angeordnet. WEITERE ERDBEBEN wurden aus Armenien, Sizilien und Jugoslawien gemeldet. — nismus ist die Wiedergeburt des Ungeistes, gegen dem sich Amos und Jeremia und andere Propheten wandten. Und dies im Namen Gottes. Die Idee des heiligen Krieges wurde nie wohl realisiert, die völlige Ausrottung der Kanaaniter und Ama’ekiter fand nicht statt: „Wir haben heute die Zionisten zu fragen, was sie aus dem Gott Israels gemacht haben.“ In San Francisco erwarb Prof. Holladay einen Hippie-Kopf mit der Antwort; „Gott wurde von israelischen Agenten entf-hrt.“ Mit bitterer Ironie meint Theologe Holladay, dass wir nun wissen, wo sich Gott befand, als ihn seine Kollegen für tot erklärten. Schliesslich warnt er seine Hörer davor, Gott und die Religion für politische Zwecke einzuspannen, weder für die Zionisten noch aber auch für die Araber. Den Abschluss bildet ein Artikel von Cecil Hourani aus dem Kreise der Auslands-Libanesen unter der neckischen Ueberschrift: „Torero oder Stier?“; „In diesem Augenblick, in dem sich das Schicksal der arabischen Nation entscheidet, ist es die Pflicht jedes arabischen Denkers, die Wahrheit zu sehen und zu bezeugen, ohne Furcht und ohne Entstellungen. Viel zu lange wurde das Gebiet öffentlicher Information professionellen Demagogen überlassen —, Erpressern und halbgebildeten Fanatikern. Un_ ser Schweigen einerseits und ihre Lautstärke andererseits führten die Araber nicht nur zu einer Katastrophe, sondern an den Rand der Auflösung.“ Das sind in der Tat klare Worte. Der Autor kommt zu der Erkenntnis, dass eine militärische Lösung des Problems nicht wünschenswert ist. Er strebt politische Lösungen an und die Gewinnung der öffentlichen Meinung in der Welt für die arabische Sache. Offenherzig bekennt er: „Wir haben riesige Territorien, ungeheure Naturschätze und lebenswichtige strategische Positionen. Was wir brauchen, ist eine Entwicklung dieser Gegebenheiten für heute und morgen. Länder, die heute reich sind, müssen das nicht immer sein; andere, welche heute arm sind, können eines Tages reich sein. Die gesamten Reserven an Menschen und Naturkräften der arabischen Welt müssen studiert und ausgebeutet werden gemäss einem Plan, gemäss einer Grundlage." Man muss hier zwischen den Zeilen lesen. Hourani will offenbar Konstruktion an die Stelle von Destruktion setzen, will seinen Landsleuten zu verstehen geben dass sie ihre Kräfte nich/i in blindem Hass gegen Is‘ rael erschöpfen sollen, son. dern dem israelischen Aufbauwerk ein arabisches Aufbauwerk an die Seite stellen sollten. Das ist eine Stimme, die gehört werden sollte. In der arabischen Welt* aber auch bei uns. Nicht nur die Stimmen Nassers und Husseins sinii arabische Stimmen. Wir sollten ernsthaft hinhöreu. wenn auch andere Stimmen etwas gemässigtere, in ara bischen Ländern laut wer den. Man darf sich da keiner Illusion hingeben. Liba. non gilt noch als relativ ge mässigt, aber auch dies« Stimmen klingen für um nicht gerade wohltönend Hinzu kommt, dass vieles hier von amerikanische» und europäischen Freunden der Araber gesagt wird. Trotzdem sollen wir Aeusserungen dieser Art zur Kenntnis nehmen, ja mehr als das, uns auf einen Dialog vorbereiten. Unsere offizielle Politik verlangt direkte Verhandlungen mit den Arabern Das bedeutet aber, dass wir ihre Ansichten und Argumentationen kennen lernen müssen. Der Dialog wird nicht nur auf offiziell-diplomatischer Ebene geführt werden, sondern muss auch auf Kreise übergreifen, wie sie etwa durch das Beiruter Universitätszentrum reprä sentiert werden.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.