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Jüdische Wochenschau · 1968-09-06 · 2284 (6.9.1968) · p. [Seite 2]

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
29 (1968)
Issue
2284 (6.9.1968)
Date
1968-09-06
Page
[Seite 2] (sequence 2)
Language
German, Spanish
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? — Vien»**, ( it Septiembre de 1968 JÜDISCHE WOCHENSCHAU Abo XXIX. — N» 2284 Die modernen Primitiven (Schliss von Seite 1) «che Bevölkerung, aber es gab auch deutsche, polnische und andere Minoritäten, wobei die Juden eine IZwischenstellung einnahmen. Unter der starken Führung Masaryks, der Celbst einen kulturellen Pluralismus repräsentierte, war die Einheit des Landes gesichert und wurde der Beweis dafür geliefert, dass auch verschiedene Nationalitäten im Rahmen des gleichen Staatsverbandes harmonisch und friedlich Zusammenleben können. Erst in den letzten Jahren vor dem Ueberfall der braunen Bataillone und der deutschen Reichswehr kam es zu schweren Konflikten mit der sudetendeutschen Bevölkerung, die von den Nazis im Reich dirigiert wurde und systematisch-die Fundamente des csl. Staates unterminierte. rv. Das während des Ersten Weltkrieges vom amerikanischen Präsidenten und Staatsrechtlej Woodrow Wilson verkündete, von Masalyk offensichtlich inspirierte Prinzip de? Selbstbestimmungsrechtes der Völker hat nach dem Sieg über das deutsche Kaiserreich und Uber die Oester reichisch- Ungarische Donaumonarchie, — die selbst ein Musterbeispiel für einen Nationalitätenstaat gewesen war, — zur Schaffung einer Reihe von neuen Staaten geführt, durch welche verschiedenen Völkern die nationale Freiheit gewährt worden ist. Hierzu gehören Ungarn, die CSR, Polen, Jugoslawien und einige andere. Die meisten dieser Länder wurden Dr. FREY ABOGADO PUEYRREDON 2190 1* izq nach. 16—19 Uhr Tel. 80 6930 im Zweiten Weltkrieg von den Deutschen besetzt und von -den Russen befreit, die aufgrund dieser Tatsache diese Gebiete als ihre Einfluss-Sphäre und diese Länder als ihre Satelliten betrachteten. Das Prinzip des Selbstbestimmungsrechtes der Völker hatte die grösseren, bis oahin existenten Staatsverbände zerschlagen und zur Bildung von kleineren Staaten oder Kleinstaaten geführt. die ohne Anlehnung an grössere Länder schwer bestehen konnten. Dabei stiessen zwei Tendenzen aufeinander: die Bildung der kleineren Nationalstaaten, die ängstlich über ihre soeben erkämpfte Souveränität wachten, und die Bemühung der Zusammenfassung grösserer Räume zu wirksamer politischer und wirtschaftlicher Aktion. Die vom Ersten Weltkrieg gege- 1 bene Antwort auf die Bej Strebungen der Schaffung „Paneuropas“, einer Idee, j die von starken humanistischen Gedanken getragen war, entsprach zwar den Wünschen der bis dahin unselbständiger Völker, stand aber mit notwendigen Zeitbestrebungen wie der Vereinigung des wirtschaftlichen Potentials zur Hebung des Lebensstandards und zur Ueberwindung nationaler Gegensätze im Widerspruch. Rückblickend auf die gemachten Erfahrungen darf man feststellen, dass die Wilsonsche These zwar dem freien Geist demokratischen Denkens auf dem Gebiet internationaler Politik gerecht geworden ist, als praktische Lösung aber nicht die beste war, die man hätte suchen sollen. Dass die Ueberwindüng selbst Jahrhunderte langer Gegensätze zwischen Völkern nicht ausgeschlossen ist, beweist die französisch-deutsche Freundschaft, die aus der Erkenntnis entsprang, dass die Lösung der Konflikte rieht durch Kriege erreicht werden kann, sondern durch Koordinielung der Interessen und die Sicherung eines Friedens unter den Völkern. Nicht unähnlichen Problemen begegnet man heute vor allem bei der Bildung REAL PEN Füllhalter REPARATUREN Spezialgeschaeft CORRIENTES 569 T. E. 49-5850 PROPIEDADES WEINSTEIN Ciudad de la Paz 1960 (EX-PROPIEDADES FRANKENBERG SRL.) erwartet Sie in seinem neuen Büro zu einer un verbindlichen Ausspra che, um Ihre Grundstück- und Wohnungsprobleme schnell und fachmännisch zu lösen. Montag bis Freitag 9—12 15—19 CARLOS W. HECHT Contabilidades Impuestos Asuntos Laborales ESTUDIO BERNARDO ZYLBERSZTEJN Contador Público Nacional Asesora miento integral de empresas. Auditorias CORRIENTES 3019 6? piso oí. 61 T. 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Erst die notwendige Ueberwindung nationalistischer und lokalpatriotischer Sentiments kann zu einer gelenkten Zusammenfassung grösserer Gebietseinheiten, zu besserer politischer Verwaltung und zu einer zweckmässigen wirtschaftlichen Planung hinüberleiten. V Die dreifache Spaltung der kommunistischen Front, die noch vor kurzen Jahren ein unzerstörbarer Monolith zu sein schien, wurde durch die Vorgänge in der CSR deutlich. Ob es sich bei dieser Auseinandersetzung um den Kampf zwischen „Ideologien“ oder verschiedenen, voneinander stark abweichenden Interpretationen des Begriffs Kommunismus handelt, ist mehr als zweifelhaft. Die von den führenden Kommunisten in den Vordergrund geschobenen Meinungsverschiedenheiten dienen ausschliesslich dem Ziel, die machtpolitischen Bestrebungen zu verschleiern. Mit einem geistigen Kampf um den „wahren“ Inhalt des Kommunismus haben diese Vorgänge nichts zu tun. Die russische Machtpolitik sieht sich von zwei Seiten bedroht: von den Chinesen, die einen radikaleren Kommunismus als Moskau predigen, jede Kooperation mit den nichtkommunistischen ländern ablehnen und als Verrat an der Idee bezeichnen. Ihre Ideologie dient dem Zweck, die russische Hegemonie ir. der kommunistischen Welt zu brechen. Auf der anderen Seite befinden sich Jugoslawien und Rumänien, deren Kommunismus sich von dem russischen nicht wesentlich unterscheidet, die aber als souveräne Staaten die sowjetische Vormundschaft abschütteln und für sich das Selbstbestimmungsrecht des Staates (und nicht des Volkes) in Anspruch nehmen. A bsch reckang der A raber .... Aviv- — Vizepremierminister Jigal Allon erklärte, dass Israel die nordamerikanischen Phantom- Kampfflugzeuge nicht als Angriffswaffen brauche, sondern um die arabische Kriegslust zu dämpfen. Er sprach auf einer Versammlung der liberalen Partei und wies darauf hin, dass Israels Verteidigungsbudget das grösste in der Welt pro Kopf seiner Bevölkerung sei. Doch, so fügte er hinzu, während Sow’jetrussland Syrien und Aegypten wiederbewaffnet und die USA und England die Arsenale Transjordaniens füllen, habe Israel keinen anderen Ausweg, als sich mit den modernsten Waffen zu rüsten. Allon unterstrich, dass die Stärkung der israelischen Luftwaffe mit Phantom-Jets n!cht nur Israels Kraft zur Selbstverteidigung erhöhen würde, sondern auch seine Feinde von der Entfesselung eines neuen Krieges abschrecken dürfte. „Wenn der Feind nicht mehr glaubt, uns vernichten zu können, wird er vielleicht unsere Existenz akzeptieren“, fügte er hinzu. (ITA) LA SEMANA ISRAELITA Da diese Tendenzen ohne Zw’eifel nicht nur in Jugoslawien und Rumänien, sondern auch in anderen Satellitenländern wachsen, bedeuteten die Vorgänge in der CSR ein Alarmzeichen für die Russen, die den Verlust ihrer Einfluss-Sphären fürchteten. Der Kreml hält (theoretisch) an seiner These der friedlichen Koexistenz der Völker fest Was er darunter versteht, demonstrierte er in Prag, Bratislawa und der übrigen CSR. VI. Manchen mag es sinnlos erscheinen, wenn in Anbetracht der Vorkommnisse in der Welt von Recht und von Moral gesprochen wird. Die internationale Gesellschaft lebt immer noch nach den Gesetzen des Faustrechts, cas auf der Seite des Stärkeren steht. Die primitiven Völker verstanden die Rechte und Pflichten des Menschen nicht Die modernen Primitiven oder primitiven Modernen begehen ihre Verbrechen im Bewusstsein ihres Unrechts und wider besseres Wissen. Freiheit und Gerechtigkeit zu verkünden und diese Weisheiten als ihr eigenes Privileg zu bezeichnen, ist die konventionelle Lüge der Bolschewisten. Mit Moralpredigten wird man den Lauf der Ereignisse nicht ändern. Mit Ge- Semanario Aparece los Viernes Editado por Estrellas Editorial Ltda. Director: Amoldo W. B. Swarsensky Paeyrredón 21%, l9 izq. T. E. 83-2613 Abono-Preise Argentinien: 8 1.200.— pro Jahr Ausl. 8 1.800.— jänrl. Luftpost-Abono f. d Nachbar-Republiken 10 Dollar jährlich walt wird man auch nicht die Zukunft bewältigen. Es gibt Augenblicke in der Geschichte un<j zu jeder Zeit, wo das Gewissen einer saturierten oder abgestumpften Menschheit wachgerüttelt wird. Vielleicht erleben wir jetzt eine solche Stunde, in der die Menschen sich besinnen. Dann kann die der Wahrheit und dem Recht innewohnende Kraft über den grössten Machtkoloss triumphieren, der zusammensinken wird, wie so viele Weltreiche vor ihm verschwanden. HILFE FUER IRAN Jerusalem. — Aussenminister Abba Eban hat telegrafisch bei der persischen Regierung angefragt, auf welche Weise Israel helfen kann, um die Leiden der Bevölkerung in dem von den furchtbaren Erdbeben heimgesuchten Landstrichen zu mildern. Israel will, wie verlautete, ausser Medikamenten, Dekken und Zelten auch Aerzte entsenden. (ITA) Beduinen in Israel Tel Aviv. — Die in Sinai lebenden Beduinenstämme versprachen dem Staat Israel Treue, als sie in der Ortschaft Wadi Firan am Fuss des Sinaiberges kürzlich das Hafleh-Fest feier ten, an dem etwa 800 Häuptlinge und Gefolgsleute als Vertreter ihrer 10.000 Stam mesbrüder teilnahmen. Der Chef des grössten der 16 Be- . duinenstämme, Scheich Abu ' Abdulla, begriisste die an. ’ wesenden 200 israelischen Gäste und bat um bessere! Arbeitsmöglichkeiten und ei- I ne bessere sanitäre Betreu ung für sein Volk. (ITA) JACOB LAPIDUS dipt. Mohel Viamonte 2037 4® B T. E. 46-1716 73-1049 MOHEL N. PLAKSIN Superi 2719 NEUES TELEFON: 78-4784 Dr. Bernardo SCHWARCZ ZAHNARZT ESTOMBA 2283 — 76-8216 RAYOS X PARADENTOSE TELEF. VORANMELDUNG CENTRO PRIVADO DE ORTOPEDIA Y TRAUMATOLOGIA Prof. Dr. I .Blumenfeld (Director) Jefe del Servicio de Ortopedia y Traumatología del Hospital Israelita — Profesor de la Facultad de Ciencias Médicas de Buenos Aires UNICAMENTE ENFERMEDADES DE LOS HUESOS Y ARTICULACIONES J. E URIBURU 285 41-2331 49-5855 2240 Dr. BERNARDO GOLDSTEIN MEDICO ENFERMEDADES CARDIOVASCULARES APARATO CIRCULATORIO Médico del Hospital Fernández CUBA 2141 — T. E. 73-8782 u. 73 6817 Consultas: wochentags von 15—18 Uhr Donnerstag keine Sprechstunde Sonnabend: 14——16 Uhr Enfermedades Cardiovasculares Aparato Circulatorio Dr. SAUL UMANSKY MEDICO CIRUJANO M. P. 9298 Sarmiento 3116 T. E. 87-1362 BERNARDO STERN Ausführung saemtlicher MALERARBEITEN HELGUERA 1915 — T. E. 58-44)52 Dr. BENJAMIN LIPNIZKY ZAHNARZT ROENTGENSTRAHLEN — ZAHNZIEHEN — KIE¬ FERCHIRURGIE — REGELUNG DER ZAHN¬ STELLUNG — KIEFERORTHOP AEDIE Sprechstunden: Dienstag — Donnerstag — Sonnabend nach vorheriger Vereinbarung JOSE HERNANDEZ 2518. T.E. 76.8673 u. 73-0500 Dr. L. KLEIN - Médico MAGEN- und DARMKRANKHEITEN ROENTGEN UNTERSUCHUNGEN SPRECHSTUNDEN Montag. Dienstag, Mittwoch n Freitag roo IS—19 (Rn Be wird gebeten, meto vorher telefonisch inzumelden SANTA FE 1391 T. fi. 44-9493 u. 44-1542

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