Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 29 (1968)
- Issue
- 2279 (2.8.1968)
- Date
- 1968-08-02
- Page
- [Seite 5] (sequence 5)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
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Viente«, 2 <e A*o*4® de 196« SEMANA ISRAELITA A tú, XXIX. — N* 2279 — 5 ägen n>. — Auf dem Lateinamerikasigress des Jude tkongresses für de Sprache im Leben erklärte iw, Sekretär der kanischen Exedie Erhaltung en Sprache eine (gäbe der Ge- Südamerika bileine Mauer ge- ■ssimilation’ beie Gefahr ihres is bannen kann n aus Argenien, Uruguay ■ waren anweversehiedene nden in Bot- Anschluss an Kongresses (OJI) w* lieber 1,000 is aller Welt VI. WeHkonnxt&Ynlie bei, iaffen wurde, ihmen nattir. Die Polen t erschienen;n zumindest •che Absage, nen Spezialiirn, Rumänien eehei. Die Erhielt Nobel- Prof. Joschua TA) I 1 und Malka mensztain r Kinder E0 onnabend, oen munidad Israeli statt. DER) 8. A« 9, Aw 40 l7i aw 18. A* 19. AW 20. AW 21. AW 22. AW 23. AW 24- AW 25. AW 26. AW Vom Wesen des Der 27. Zionistenkongress in Jerusalem widmete eine Plenarsitzung den Vereinigten Kampagnen in der Welt. Dies war die einzige Arbeitssitzung, an welcher der Präsident Israels, Don Zaljnan Shazar, teilgenommen hat. Einleitend sprachen Finanzminister Pinchas Sapir und der Präsident des Keren Hajessod in Jerusalem, Dr. Israel Goldstein. Sodann war Dr. Hardi Swarsensky in seiner Eigenschaft als der Präsident der Dringlichkeitskampagne 1967 in Argentinien als Redner aufgestellt. Seine viel beachtete Rede drukken wir im folgenden in deutscher Uebersetzung ab: Welches sind unsere Erfahrungen der Einheitskampagne im vergangenen Jahr und in welcher Form können wir sie in der nächsten Zukunft verwerten? Der die Erinnerung an die verschiedenen Phasen seines langen Weges. Ohne an die Herzen unserer Brüder zu gelangen, werden wir keine Gelder aufbringen. Und nur der Keren Hajessod hat die magische Kraft, die zionistische Bewegung gesunden zu lassen und die Juden zu mobilisieren. Nur wenn die zionistischen Führer als erste mit Würde und Opfern zum Keren Hajessod beisteuern und die Tribünen in der Diaspora verlassen, um ihre Arbeit in Israel fortzusetzen, werden wir erneut die Kraft finden, um erhobenen Hauptes auf unserem Wege weiterzuschreiten, so wie unsere Brüder hier in Israel es in den Jahren 1948, 1956 und 1987 getan haben. Wir müssen den Mut haben, über unsere Irrtiimer zu sprechen, damit wir über die Erfolge der spontanen Solidarität Belgrad. — Das genaue Anfangsjahr der Ansiedlung von Juden in dem jugosla* Blick oui die geschmückte Kongress-Tribüne Sechstagekrieg hat Israels internationale Position und die Lage in allen Aspekten seines täglichen Lebens gewandelt; aber nicht allein das Leben Israels, sondern auch das des jüdischen Volkes in de» Diaspora. Wir konnten eine spontane und grundlegende Reaktion beobachten. Wir erlebten einen Ausbruch der jüdischen Solidarität als höchsten Ausdruck der zionistischen Gefühle, die durch tausende Jahre das jüdische Leben in den dunklen und schweren Tagen unserer Geschichte bewegt haben. Wie soll man die zionistischen Gefühle eines zionistischen Jischuw wachhalten nach einem Sieg ohnegleichen in der Geschichte der Völker? Man sollte endlich aufhören, von einer Krise der zionistischen Bewegung in der Welt zu sprechen. Eine Idee verliert nicht ihren Inneren Wert, wenn sie triumphiert. Eine Bewegungverliert nicht ihre Bedeutung, wenn sie Erfolg hat. Eine Organisation ist nicht überflüssig, wenn sie ihre Programme verwirklicht. Die Zionistische Organisation ist das Gewissen des jüdischen Volkes. Die zionistische Idee ist die dynamische Kraft, die unser Volk einer besseren Zukunft entgegenführt, und die zionistische Bewegung ist die Brücke, die Israel mit der Diaspora und die Diaspora mit Israel unauflöslich verbindet. All dies nahm im vergangenen Jahr erneut Gestalt an. Der Keren Hajessod ist nicht nur ein Instrument zur Aufbringung von Geldern. Seine Bedeutung (ebenso wie die des Keren Kajemet Leisrael) ist, Lenker und Lehrer des Volkes zu sein, das sich in Israel zusammenfindet. Der Keren Hajessod ist eine erzieherische Bewegung, die das jüdisch-zionistische Gewis sen und Wollen wachhält. Mit dem finanziellen Bemühen entzündet sie das heilige Feuer des tausendjährigen Volkes in jedem jüdischen Heim und weckt vom Juni 1967 hinausgelangen; wir müssen verstehen, dass die Ergebnisse von 1967 gleichzeitig ein trauriges Versagen der früheren Jahre aufzeigen. Nicht nur, wenn jüdisches Blut fliesst, muss sich die Brüderlichkeit kundtun. Wir müssen die Integrität unseres Jischuw beweisen, wenn wir auch in den Tagen, in denen der Traktor ausfährt, um die Felder zu pflügen, und die Kinder ohne Furcht vor einem Krieg in die Schule gehen, grosszügig und würdig unsere Beisteuerung zum Keren Hajessod leisten. Mit Deklarationen, Proklamationen lind Resolutionen baut man kein Land auf. Zionismus bedeutete und bedeutet Verwirklichung. Der Keren Hajessod ist einer der Arme unserer Bewegung, um dieses Ziel zu erreichen. Israel muss uns bei diesen Aufgaben unterstützen, es muss seine Position klären, präzise Anweisungen müssen von den Instanzen in Jerusalem an alle Mitarbeiter, an Botschafter und Emissäre erteilt werden, aus denen hervorgehen muss, dass der Keren Hajessod nicht durch Kapitalanlagen oder den Kauf von Obligationen ersetzt werden kann, weil der Keren Hajessod die Selbstbesteuerung des Volkes in der Diaspora für sein ewiges Mutterland ist. Wir haben eine neue Lektion gelernt: dass die Diaspora nicht nur der traditionelle Alliierte Israels ist, sondern die bewegende Kraft, die das Land mit Strömen von Menschen und mit einer ökonomischen Solidarität, die auf wahren Opfern beruht, ständig belebt. Dann erst werden wir ausrufen können; wir sind eine Seele in einem Körper. Wir bejahen das Leben. Wir wollen entschlossen und aus innerer Berufung die Fahne Herzls hochhalten! Erweisen wir, die Delegierten zu diesem 27. Zionistenkongress. uns als würdige Führer eines Volkes, das klare Worte erwartet. Dann wird Zionismus nicht, mehr ein leeres Wort sein und sich in Alija und Keren Hajessod ausdrücken. Jeschiwa in Italien Mailand. — Dank der Generosität der Familien Jarach und Schapira wird in Mailand eine Jeschiwa gegründet. Die letzten bekannten Berichte über Jeschiwot in Italien stammen aus der Lombardei, wo in Brescia eine solche Lehr- Ktätte bestand. Sie wurde während der Kriegsereignisse im 16. Jahrhundert serstört. Mord wegen Namensgleichheit Hamburg. — Vor einem Schwurgericht in Hamburg läuft der dritte Prozess wegen nationalsozialisti scher Gewalt-Verbrechen Angcklagt ist der 52 Jahre alte Wilhelm Rosenbaum, früher im Rang eines SS Untersturmführers Beamter der Sicherheitspolizei und leitender Angestellter eine>- SD-Schule in Bad Rabka (Polen). Die Anklage wirft Rosenbaum vor, in den Jah ren 1942 und 1943 jüdische ZiviV t n selbst erschossen oder eren Erschiessung anec rcinet zu haben. Bei der „Auswahl“ der Opfer sei er zuin Teil nach äusseren Merkmalen vorgegangen. Unter den mehr als 150 Toten soll auch eine Familie von vier Personen gewesen sein, die Rosenbaum ermordet habe, weil sie auch Rosenbaum hiess. —' wischen Ort Noxi Sad lässt sich mit Sicherheit nicht feststellen, jedoch kommen bei der Volkszählung von 1717 drei jüdische Familien vor. So wird dieses Jahr als Anfangsjahr der später sehr angesehenen und fortschrittlichen jüdischen Gemeinde angesehen. Zu einer forme len Anerkennung der jüdischen Gemeinschaft kam es wohl erst 1729. als die Chewra Kadischa in Novi Sad gegründet wurde. Diese war bis zur Gründung der eigentlichen Gemeinde im Jahre 1748 die einzige jüdische Vertretung. Eine Synagoge findet erst Anfang des 18. Jahrhunderts Erwähnung; die jetzige repräsentative Synagoge im Zentrum der Stadt wurde 1906 gebaut. An der Spitze des religiösen Lebens der Gemeinde standen in den vergangenen 250 Jahren abwechselnd neun hochgeschulte Rabbiner, und in der weltlichen Verwaltung bisher 29 Präsidenten, darunter auch solche, die diesen Ehrenposten durch 40 Jahre bekleideten. Die Gemeinde machte auf allen Gebieten anerkennenwerte Fortschritte: von 13 Mitgliedern im Jahre 1717 brachte sie es auf 4.500 im Jahre 1940. Molotow-Bomben Santiago de Chile. — Die Polizei untersucht das zweite Attentat gegen eine jüdische Institution innerhalb einer Woche. Zwei MolotowBomben wurden am Sonnabend in den Morgenstunden gegen die Bne Israel-Synagoge geschleudert und durchschlugen zwei Fensterscheiben. Niemand wurde verletzt. Der angerichtete Schaden war gering. Im Dr. Weizmann.Institut entstand ein Brand und mehrere Fensterscheiben wurderi zertrümmert, als eine Molotow-Bombe am Sonntag zuvor gegen die Front des Gebäudes geworfen wurde. (ITA) Geistige Führer Jerusalem. — Rabbiner Dr. Max Nussbaum, der auf seiner kürzlichen Reise durch den Fernen Osten viele entlegene jüdische Gemeinden besucht hat, erklärte, er habe überall die Bitte nach Entsendung von Lehrern und geistigen Führern vernommen. In allen diesen kleinen Gemeinde, so berichtete er, hegen die Juden den Wunsch, Hebräisch zu lernen und mehr über das Judentum zu erfahren. (OJI) Gefaengnis und Geldstrafen Das Balinger Schwurgericht hat kürzlich fünf junge Männer verurteilt, die einen jüdischen Kaufmann beschimpft und tätlich angegriffen hatten Die Angek’agten erhielten Geldstrafen, die beiden Haupttäter fünf Monate Gefängnis mit Bewährung bzw. empfindliche Geldstrafen und Bussen. Der dem Verfahren zugrunde liegende Zwischenfall hatte sich im vergangenen Jahr in einer Gastwirtschaft abgespielt. Die randalierenden Jugendlichen hatten den jüdischen Gast beschimpft und misshandelt. Der noch nicht 20 Jahre alte Hauptangeklagte Gerd K. zeigte auch vor Gericht keinerlei Einsicht Er blieb bei seiner Meinung, dass die Ausrottungspoiitik Hitlers gegen die luden richig gewesen sei. (AWZ) Die grosse Katastrophe unter dem Faschismus überlebten nur 1.300 Milglieder, und nach der grossen Alija in den ersten Nachkriegsjahren verblieben in Novi Sad lediglich 350 Juden. Wenn auch an Zahl reduziert, ist diese Gemeinde ihrer Tradition treu geblieben und entwickelt, gemessen an den allgemeinen Verhältnissen und objektiven Möglichkeiten, eine rege Tätigkeit, insbesondere auf ku turellem Gebiet, auf welchem die Frauen- und Jugendsektionen die aktivsten Mitarbeiter sind. Bau von Flugzeugon Jerusalem. — Der endgültige Vertrag für den Bau einer Fabrik, die in Israel Jet - Flugzeuge herstellen wird, wurde zwischen Josef Schidlowsky aus Frankreich und dem Minister für Handel und Industrie, Zeew Scharef, abgeschlossen. 49 Prozent des Kapitals der Gesejlschaft wird von der israelischen Regierung und 51 Prozent von dem französischen Unternehmen Turbomeca, dessen Eigentümer Schidlowsky ist, bereitgestellt. Die Fabrik, die Anfang 1969 mit der Produkiion von Flugzeugen beginnen wird, ist in Bet Schemesch gelegen. (ITA) Blick in die Welt von HAROLD SCHWABCZ ANTONIO ARGUEDAS, früherer bolivianischer Innenminister und möglicherweise Agent Fidel Castros, verliess Chile und reiste nach England weiter. — NORDKOREA verlangt vor Freigabe des von ihnen gekaperten USA-Schiffes. dass Washington sich für seine Verbrechen entschuldigen soll. — DER VATIKAN sprach sich gegen Geburtenkontrolle aus. — DER KONFLIKT zwischen Guayana und Venezuela konnte noch nicht beigelegt werden. — NASSER, der bisher nur immer finanzielle und militärische Hilfe in Russland suchte, will sich jetzt dort von einer Zuckerkrankheit heilen lassen. — BEINAHE ZWEI Stunden sprach Fidel Casto bei der Feier zur 15. Wiederkehr seiner Revolution. — WIR WISSEN, was wir wollen, erklärte Alexander Dubcek. der Sekretär der KP in der CSR. — INZWISCHEN JEDOCH verschärft sich die Spannung mit der Sowjetunion. — IN NEW YORK — wurden erneut terroriristische Attentate verübt. — REGIERUNG UND Parlament Englands versprachen den Tschechen Hilfe...., unwillkürlich denkt man an 1938/39 . . — IMMER NEUE Unruhen sind in Montevideo zu verzeichnen. — GENERALMAJOR ROBERT F. Worley, Vizekommandant einer amerikanischen Lufteinheit, wurde in Südvietnam abgeschossen. — SENATOR EDWARD Kenney will nicht Vizepräsident werden. — DIE LANDWIRTSCHAFTLICHE Produktion Rotchr nas ist erheblich zurückgegangen. — SENSATION MACHTE die Meldung, dass spanische Bischöfe die Forderungen der Svndikate unterstützen. — ERHOEHUNG DER Militärhilfe beschlossen die USA zugunsten des lateinamerikanischen Länder. — ANGEBLICH SOLL ein Attentat auf Nasser verhindert worden sein... — NEUE NEGER-UNRUHEN forderten zahlreiche Tote in den USA. — DER IRAK will die mit den USA unterbrochenen diplomatischen Beziehungen noch nicht wiederaufnehmen. DASS MOERDER Mengele verhaftet worden sei, stellte sich als erneute Falschmeldung und ein Ablenkungsmanöver heraus. — ZIM UNA SEMANA INOLVIDABLE V CON PROGRAMA PERMANENTE DE ENTRETENIMIENTOS M FIESTAS -, SHOWS - UUEGOSÿÇ financiación hasta 24 meses®, en cuotas desde $ 2,400 Consulte a su agente de viajes C» Organiza ZIM Compañía (sraeti tíe Navcgacióiu.