Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 29 (1968)
- Issue
- 2279 (2.8.1968)
- Date
- 1968-08-02
- Page
- [Seite 4] (sequence 4)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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4 — Viernes, 2 de Agosto de 196« SEMANA ISRAELITA Aft« MIX. — N" 2«fl Ereignisse der Woche Die Midrascha im Negew Die Erschliessung des alten Landes Israels ist ein einzigartiges Kapitel in der Geschichte der Menschheit. Es stellt nicht nur ein Ruhmesblatt in der modernen Entwicklung des jüdischen Volkes dar, das aus einem Volk der Händler und der Akademiker zu einem Volk der Bauern und Soldaten wurde, sondern bildet einen wesentlichen Bestandteil heim Versuch unserer Zeit, »us der Wüste wieder lebendiges und Leben spendendes Land zu machen für «ne Menschheit, die durch Ueberbevölkerung der Gefahr des Hungers und sogar des Verhungerns immer *tä rker ausgesetzt ist. Für Israel ist die Erschliessung der Wüsten eine Lebensfrage. Allein der Negew umfasst 60 Prozent von Israels gesamter Bodenfläche, aber er wird noch Immer von nur 7 Prozent der Bevölkerung Israels bewohnt. Zwei Millionen Menschen könnten im Negew leben. Hierfür aber wäre es erforderlich, dass der Negew durchdrungen, erforscht, studiert und entwickelt werden muss. Es ist nicht zu viel gesagt, dass der Negew eine gewaltige Herausforderung für Israel und die Diaspora, vor allem für die Jugend darstellt. Es ist Ben Gurions Verdienst, mit visionärem Blick die einzigartige Bedeutung des Negew für die Zukunft Israels erkannt zu haben. Und mit der ihm eigenen Charakterstärke schritt er sofort daran, seine Erkenntnisse und Forderungen, die er an andere stellt, selbst zu verwirklichen. Ben Gurion, Mitglied des im Herzen des Negew gelegenen Kibbuz Sde Boker, erblickt die Krönung seines Lebenswerkes darin, den Grundstein zur Erschliessung des Negew zu legen. Den Schlüssel hierzu soll die Midrascha von Sde Boker liefern, jene aus verschiedenen Schulen geformte Lehranstalt — vom Kindergarten zur Primarschule, vom Gymnasium zur Hochschule — die inmitten der Wüste errichtet, der Jugend den Weg in Kultur und Zivilisation, zum Fortschritt und zum Frieden, zur Eroberung der Wüste und damit des Lebens zeigen soll. Wo heute nur Sand und Stein den Blick des Menschen gefangen halten, soll wirkliches Leben, physisch und geistig, die Wüste, d. hden Tod, das Absterben der Natur, die Trostlosigkeit überwinden. So denkt, so plant, so hofft Ben Gurion. Ein Mann aus der Wüste Im Hotel Lion treffen wir den Mann aus der Wüste, von dem uns schon viel berichtet worden ist: Coronet Abraham Tvision. Bereits der erste Eindruck: ein Mensch, wie man ihm nicht täglich begegnet. Dieser israelische Oberst ist von Beruf Lehrer. Er lebte nach seiner Entlassung aus der Armee als Lehrer in Haifa, der schönen, sauberen, bequemen Hafenstadt Israels, an den Hängen des Karmel malerisch gelegen mit ei- CATECA S.A. Directorio 5555 Buenos Aires T. E. 68.1017/18 y 1264 SUAVANDAR ei calzado legitimo de espuma de goma nem angenehmen Klima, die sauberste Stadt des Orients, gepflegt mit seinen Gärten und Plätzen. Dort also lebte Abraham Tvision, bis eines Tages Ben Gurion ihn rief und Tvision nach Sde Boker übersiedelte, wo er bis heute arbeitet, im Banne des Negew, im Bann von Ben Gurion, begeisfert und begeisternd durch seine eigenen hervorragenden menschlichen und geistigen Qualitäten. Tvision lebt für die Midrascha im Negew, an der er baut, arbeitet und lehrt. Ben Gurion bei der Verwirklichung dieser ihm eigensten Vision zu helfen, betrachtet Tvision als seine eigene Aufgabe, für die sich jede Entbehrung und jeder Einsatz lohnt. Irgendetwas klingt doch in diesem Gedanken der Wiederbelebung des „toten“ Negew, des abgestorbenen Landes, des Tales der Toten an die grosse Vision des Propheten Ezechiel, an, der vorausschaute, wie die Toten sich zu neuem Leben erheben. Hier aber soll sich nicht der einzelne Verstorbene erheben, sondern ein Landstrich, der Negew, soll zu neuem Leben erwachen und von den lebenden Menschen besiedelt und erschlossen werden. Diesen Prozess der Wiedergeburt vorzubereiten und die Menschen hierfür zu schulen, das ist der Sinn und die Aufgabe der Midrascha, der Lehrstätten in Sde Boker, inmitten der Wüste des Negew. Worte Ben Gurions „Was Israel braucht, ist nicht nur Wissenschaft und Technologie — die beide sehr wichtig sind — sondern Pionier geist. Wir werden diesen noch viele Jahre hindurch benötigen. Pioniergeist ist der moralische Schatz, der dem Glauben des Menschen an seine Fähigkeit, Hindernisse zu überwinden, entspringt — sogar Hindernisse, die auf den ersten Blick dem gewöhnlichen Sterblichen zu furchtbar erscheinen. Ohne diesen Geist ist es für den Menschen nicht leicht im Negew zu leben; jedoch schon die Landschaft des Negew erzeugt diesen Glau- CIMCfCI ESTUDIO •comunicas contad or ms públicos nationalms consul totes de ¿empresas SANTA FE 2224, I? T. E.: 80-0149 ESPECIALISTAS EN SOCIEDADES ANONIMAS % Die Midrascha von Sde Boker ben und diesen Geist. So wie der Negew verborgene Schätze enthält, so auch der Mensch. Im Negew aber kann der Mensch sich seiner verborgenen Kräfte bewusst werden, die ihn anregen, sie anzuzapfen und in schöpferischen Gebrauch zu nehmen, ich wünsche den Pioniergeist zu sehen, der die Bevölkerung Israels, ihre Wissenschaftler und Lehrer inspiriert; vor allem aber die Lehrer, sodass sie nicht einfach technische Uebermittler von Informationen sind, sondern Männer und Frauen mit Idealismus, welche die Jugend erziehen. Dieses, mit einem Wort, ist der Zweck der Midrascha von Sde Boker — ein Zentrum für wissenschaftliche Forschung und Studium zu schaffen, das auch eine Quelle bilden soll für moralische Inspiration, Pioniergeist, Idealismus, Glauben des Menschen an seine Fähigkeiten, und für die schöpferische Mission des Judentums.“ — Vom KKL Die Leitung des Keren Kayemet Leisrael hatte ihre freiwilligen Mitarbeiter zu einer Besprechung eingeladen, zu der auch Damen der Wizo erschienen waren. Der Vizepräsident de# Keren Kayemet Leisrael in Argentinien, Herr Rositschner, begrüsste die Anwesenden und unterstrich die Bedeutung der Arbeit, die sowohl vom Jüdischen National - Fonds wie der Wizo geleistet wird. Er wies auf die Notwendigkeit hin, das# diese Arbeit erheblich erweitert werden könne und müsse. Ein neues Arbeitsgebiet umfasst die Vorarbeiten für Baumpflanzungen für die Wälder „Befreites Jerusalem“ und „Wald des Friedens“. Herr Rositschner betonte, dass KKL und Wizo auch weiterhin eng Zusammenarbeiten müssen. Das gilt für alle Tätigkeitsgebiete des Keren Kayemet, auch für die Blaue Büchse, die das Symbol des KKL ist und in keinem jüdischen Hause fehlen sollte. Gerade hierbei hat die Wizo immer eine wichtige Rolle gespielt, deren Mitglieder sich freiwillig zur Leerung der Büchsen zur Verfügung gestellt haben und dies in Zukunft auch tun wollen. I. SCHREIBER bietet Ihnen sein irtodcrnes Stimmungsorchester za allen Ihren Festlich keiten an. Geht auch in die Provinz MEDRANO 852. VI. B T. E. 86-5036 menarbeit mit dem KKL zum Ausdruck gebracht wurde. Sie forderte insbesondere diejenigen jüdischen Frauen auf, die noch abseits stehen, bei diesem Werk mitzuhelfen. Anschliessend informierte Frau Ester Schapira, Mitglied der Wizo - Exekutive, darüber, dass ein Schulungskurs für freiwillige Mitarbeiter der Wizo vorbereitet worden ist und demnächst stattfinden wird. Man hofft, auf diesem Wege weitere Mitarbeiterinnen heranzuziehen. Abschied von einem Schaliach Nach zweijährigem Aufenthalt in Argentinien hat Herr David Aisenberg seine Tätigkeit als Schaliach des Keren Hajessod in Argentinien abgeschlossen, dessen Präsidium eine kleine Abschiedsfeier zu seinen Ehren durchführte. Aisenstein, der vor ungefähr 15 Jahren aus Argentinien nach Israel übersiedelte und dort in einem Kibbuz gelebt hat, wurde seinerzeit für die Arbeit der „Zweiten Generation“ und für die Jugend nach Argentinien geschickt. Er hat seine schwierige Aufgabe mit gorssem Erfolg durchführen können. Durch sein Wissen, seinen unermüdlichen Einsatz und seine grosse persönliche Bescheidenheit hat er sich hier viele Freunde erworben. Schutz gegen Assimilation Montevideo. — Auf dem Zweiten Lateinamerikanischen Kongress des Jüdischen Weltkongresses für die jiddische Sprache im jüdischen Leben erklärte Mark Turkow, Sekretär der Lateinamerikanischen Exekutive, dass die Erhaltung der jiddischen Sprache eine zentrale Aufgabe der Gemeinden in Südamerika bildet, weil sie eine Mauer gegen ihre Assimilation" bedeutet und die Gefahr ihres Verschwindens bannen kann Delegationen aus Argentinien, Brasilien, Uruguay und Paraguay waren anwesend, während verschiedene andere Gemeinden in Botschaften ihren Anschluss an die Ziele des Kongresses erklärt hatten. (OJI) Aerzte-Kongress Tel Aviv. — Ueber 1.000 Gynäkologen aus aller Welt wohnten dem VI. Weltkongress für Geburtshilfe bei. der hier abgehalten wurde. Die Russen nahmen natürlich nicht teil. Die Polen die auch nicht erschienen waren, sandten zumindest eine telegrafische Absage. Dagegen kamen Spezialisten aus Ungarn, Rumänien und der Tschechen Die Eröffnungsrede hielt Nobelpreisträger Prof. Joschua Lederberg. (ITA) STATT KARTEN \ Pablo und Edita Goldschmidt David und Malka Dymensztain zeigen die VERMAEHLUNG ihrer Kinder CARL0TA und LEO an. Die Trauung findet s.G.w. am Sonnabend, eien 10- August, im Tempel der ITueva Comunidad Israelita, Arcos 2319, um 20 Uhr 30 statt. Murguiondo 1855 Für die Wizo sprach zunächst Frau Rebeca Rubinstein, von der die Bereitschaft der Wizo zur Zusam- L 0 A C H - ( K Ä L E N D E R ) 8. Aw 9. Aw Freitag, den 2. August Sonnabend, den 3. August Schabbat D’WARIM — Schabbat CHASON Haftara: Jesaja, Kap- 1 TISCHA B’AW (Tempelzerstörung 586 v. u. 70 n.d g.Z. Sonntag, den 4. August 1®- Aw Montag, den 5. August Aw Dienstag, den 6. August 12. Aw Mittwoch, den 7. August 13' Aw Donnerstag, den 8. August 14. Aw Freitag, den 9. August 15. Aw Sonnabend, den 10. August 16' Aw Schabbat WAETCHANAN — Schabbat NACHAMU Haftara: Jesaja, Kap, 40 Sonntag, den 11. August Montag, den 12. August Dienstag, den 13. August Mittwoch, den 14. August Donnerstag, den 15. August iFreitag, den 16. August 'Sonnabend, den 17. August Schabbat EKEW Haftara: Jesaja, Kap. 49 Sonntag, den 18. August Montag, den 19. August Dienstag, den 20. August 17. Aw 18. Aw 19. Aw 20- Aw 21. Aw 22. Aw 23. Aw 24. Aw 25. AW 26. AW „ Zi»nl5 Der fl-, eine widmete^ le® Kamp: die ei»* S>rpS‘ ®ai-5end spri Eirund ^«ajessod » P® f). sodann ««‘f in sein« lenskv : 5« Seine viel jachsten Z der nac Sechstagekrieg le Position wüten seines tä( aber nicht alle dem auch das de. Diaspora. Wir konntet legende Reakt: ten einen Aus darität als hö stischen Gefül Jahre das jüd len und schw schichte bewe Wie soll n fühle eines zii halten nach ei der Geschieht endlich aufhö: Monistischen sprechen. Ein inneren Wert 48025323482348235353232353232353485348235348535300000100534853482353232302010000534823010200080101021002025301