Mannheim
Compact Memory

Jüdische Wochenschau · 1968-08-02 · 2279 (2.8.1968) · p. [Seite 3]

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
29 (1968)
Issue
2279 (2.8.1968)
Date
1968-08-02
Page
[Seite 3] (sequence 3)
Language
German, Spanish
Belongs to
journal issue
OCR quality
93% known words query
IRI
…/9616703-9616177-9616425--5304-9616428
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

Viernes, 2 de Agosto de 1968 SEMANA ISRAELITA A3» XXIX. — N? 2279 — 3 Amerikanisch-israelische „Konfrontation“ Der neue amerikanische UN - Chefdelegierte George Ball, der kürzlich in Begleitung von Vizestaatssekretär Joseph Sisco zu eingehenden Gesprächen mit dem Ministerpräsidenten, dem Aussenminister und dem Verteidigungsminister Israels im Lande weilte, wiederholte bei jeder Gelegenheit, dass er „hören und die Probleme lernen“ kam. In gewisser Hinsicht trifft diese Feststellung zwar zu, aber mittlerweile wurde bekannt, da$s die amerikanischen Diplomaten sich nicht auf das ESuhÖreP. allein beschränkten, sondern auch von sich aus manches zu sagen hatten. Die Pariser „Le Monde“ sprach im Zusammenhang mit diesem Besuch von einer „amerikanisch - israelischen Konfrontation“. Sollte damit ein Zusammenstoss gegensätzlicher Standpunkte und Ansichten gemeint gewesen sein, so traf diese Feststellung gewiss nicht zu. Aber eine Konfrontation war es trotzdem, nämlich die prinzipiell gleicher Standpunkte bei Meinungsverschiedenheiten in Detailfragen, in den Methoden und der Taktik. Sowohl in den Gesprä, Von ZEEV BARTH CAJA POPULAR DEBELGRANO COOPERATIVA . " DE CREDITO LTDA. DESDE 1932 ' MERECE SU CONFIANZA CASA CENTRAL: AMENABAR 2968 AGENCIA N* I: CABILDO 3102 esq. IBERA AGENCIA N« 2: * CORRIENTES 2294, P. Ü esq. PASTEUR AGENCIA Ni 3: CORRIENTES. 532Z Horario: Días hábiles de 10 a 17 hs. Sábados de 10 a 12.30 hs. Inscripción en trirrat« en el ' Registro de Entidades Financieras no bancarias del Banco Central CAPITAL REALIZADO ACTUAL Y RESERVAS $ 444.000.000.- chen, die Ball mit den israelischen Politikern führte, als auch aus seinen öffentlichen Erklärungen ging eindeutig hervor, dass die amerikanische Nahost-Politik in einem sehr wesentlichen Punkt auch im Juli 1968 identisch ist mit derjenigen vom Juni 1967: die USA wünschen ebenso wie Israel die Herstellung eines echten und stabilen Friedens, lehnen die Rückkehr zur Situation vom 4. Juni 1967 ebenso wie Israel ab. Ferner sind sie mit der israelischen Ansicht einverstanden, dass der israelische Sieg im Sechstagekrieg zu einer radikalen Veränderung der nahöstlichen Lage genützt werden muss, während die Fortsetzung der israelischarabischen Spannungen nur zur Vertiefung des sowjetischen Einflusses im Nahen Osten und über kurz oder lang zu einem neuen Waffengang führen müsse, der nicht nur für die nahöstlichen Völker gefährlich werden könnte, sondern für den Weltfrieden schlechthin. Aus diesem Grunde sind die USA nicht bereit, den Einflüsterungen mancher westlicher Freunde Gehör zu schenken, Israel zum Abzug aus den besetzten Gebieten zu zwingen, ohne vorher für Frieden und endgültige, anerkannte Grenzen zu sorgen. Schliesslich haben die Amerikaner gelernt zwischen den Zeilen gewagter arabischer Formulierungen zu lesen. Sie neigen zwar zur Ansicht, dass in der arabischen Haltung gegenüber Israel gewisse Fortschritte erzielt wurden, aber sie wissen genau, dass der Weg zum Frieden ein sehr langer und beschwerlicher sein dürfte. Soweit das israelisch-amerikanische Einverständnis, das eine ausreichende und für Israel sehr wichtige Basis für die Fortsetzung der Eintracht zwischen Washington und JeJrusalem darstellt. — Aber es fehlt auch nicht an Meinungsverschiedenheiten. In erster Reihe war Washington bisher nicht davon pu überzeugen, dass die israelische Forderung auf direkte israelisch-arabische Friedensverhandlungen vollauf berechtigt oder auch nur vernünftig ist. ALFRED0 STERN MALERARBEITEN FACHMAENNISCHE AUSFUEHRUNG VIDAL 1575 — FAST ECKE PINO Tel.: 76*9088 Teppichhaus - M. Hochberg Unerreichte Auswahl an handgeknüpften Tep. pichen in erstklassigen Qualitäten für jedes gemütliche Heim. EIGENE FABRIKATION UNVERBINDLICHE VORFUEHRUNG AUF WUNSCH ZAHLUNGSERLEICHTERUNGEN Masrhinenteppiche in allen Farben und Grössen Auslegen von Appartements mit rein wollenem Velour VERKAUF AN PRIVATE NUR SAMSTAG UND SONN TAG VON 9—19 UHR iM AUSSTELLUNGSRAUM CALLE ANDONAEGUI2083 TEL.: 52-2993 4 Quader von Station Urquiza Gewiss, auch die Amerikaner pflichten der Ansicht bei, dass direkte Gespräche der beste Weg vom Kriegszustand zum Frieden und zur Kooperation der Völker der nahöstlichen Region wären. Schliesslich haben Hanoi und Washington ja ebenfalls denselben Weg beschriften, als sie Friedensverhandlungen in Paris zustimmten. Die Amerikaner sind sogar bereit einzuräumen, dass eine totale Beseitigung aller Spannungen im israelisch - arabischen Verhältnis nicht ohne Verhandlungen erzielt werden könne. Hingegen sind sie davon überzeugt, dass die arabischen Führer im gegenwärtigen Moment tatsächlich nicht in der Lage sind, direkten Verhandlungen zuzustimmen und dass die Zeit solcher Verhandlungen erst gekommen sein wird, nachdem ein erhebliches Mass an Annäherung indirekt erzielt worden ist. Hinzu kommt Washingtons „transjordanischer Komplex“. Die USA sind an dem Fortbestand des Regimes von König Hussein lebhaft interessiert und demonstrierten dieses Interesse durch erhebliche wii'tschaftliche und militärische Hilfe an Amman. Angesichts dieses Interesses haben die Ame’ rikaner volles Verständnis für Husseins Argument, er könne keine Separatverhandlungen mit Israel führen, solange er Gefahr läuft, von Kairo als „Verräter“ hingestellt und von der eigenen Opposition vom Thron verjagt zu werden. Nur wenn es sich in indirekten Sondierungs-Gesprächen mit Israel heraussteilen sollte, dass Israel bereit sei, Transjordanien Friedensbedingungen zu bieten, die Hussein als einen Erfolg darstellen könnte und die ihm helfen würden, die Macht im Lande zu behalten, könnte er sich zu einem Separatgang an den Verhandlungstisch entschliessen. Daraus ergibt sich auch eine weitere Meinungsverschiedenheit, die von Ball und Sisco deutlich herausgestellt wurde: Israel weigert, sich dem UN-Emissär Dr. Gunnar Jarring auch nur andeutungsweise zu erklären, in welchen Punkten es zu Nachgiebigkeit bereit sei und in welchen Punkten es unnachgiebig bleibt, weil die israelischen Sicherheitsbedürfnisse oder historische Momente eine Unnachgiebigkeit erforderlich machen. Subvention Jerusalem. — Das nordamerikanische Landwirtschaftsministerium hat dem pharmakologischen Institut der Hebräischen Universität für spezielle Forschungszwecke einen zusätzlichen Beitrag von 831.304 IL zur Verfügung gestellt. CARLT0N- KLEIDUNG ■ CARLTON-Kleidung ist aussen und innen höchste Qualität. Beim Smoking, beim Strassenan zug, beim Sportsakko ■ Ihr guter Freund an kalten Tagen, der CARLTON-Mantel. MASSKLEIDUNG FERTIGKLEIDUNG « Carlton Mcripü 982 — 31-7845 Die USA hegen aber den Verdacht, dass Israel nicht in der Lage war, daheim eine diesbezügliche Einigung herbeizuführen, ohne den Fortbestand der grossen Regierungskoalition zu gefährden. Weil Israel aber von den Amerikanern erwartet, dass sie auch künftighin seine politischen Interessen wahren, glauben die Amerikaner von Israel erwarten zu dürfen, dass es wenigstens ihnen, den zuverlässigsten lind intimsten Freunden, reinen Wein über seine Absichten einschenkt. Washington ist noch lange nicht bereit, Israels Standpunkt in der Frage von Jerusalem zu akzeptieren, weil es befürchtet, Hussein könnte unter keinen Umständen auf Ostjerusalem gänzlich verzichten, ohne den Thron zu verlieren. Aus diesen Gründen reagieren die USA ungehalten auf jede israelische Massnahme, die in Jerusalem faits accomplis schafft und versuchten kürzlich durch die Entsendung eines Sonderemissärs zum liberianischen Staatspräsidenten Tubman, diesen davon abzubringen, die Botschaft Liberias aus Ramat-Gan nach Jerusalem zu überführen (— allerdings vergeblich). Was George Ball und Joseph Sisco in Jerusalem zu erfahren versuchten, war aber auch die tatsächliche LA SEMANA ISRAELITA SEMANARIO INDEPENDIENTE Bs Aires - PUEYRREDON 2190, 1» Izq - 83-2618 8. Aw 5728 2. August 1968 Haltung Israels zur Resolution des Sicherheitsrates vom 22. November 1967. In Washington herrscht nämlich die Ansicht, dass Israel zwar nach aussenhin tut, als ob es die Resolution akzeptiert hätte, im Grunde aber zahlreiche Vorbehalte gegen den Beschluss hat. Sowohl die USA als auch Israel wünschen die Fortsetzung der Mission Jarrings, möchten eine neue Nahost-Debatte im Sicherheitsrat vermeiden, sollte aber eine solche nach Beginn der UN-Vollversammlung im Herbst unvermeidlich werden, muss es eine gemeinsame amerikanisch-israelische diplomatische Strategie geben. Die USA meinen, eine solche wäre unerreichbar, ohne die Gewissheit zu besitzen, dass Israel zu der Resolution des Sicherheitsrates steht. Es gibt noch manche anderen Punkte, in denen die Ansichten und Absichten Israels und der USA identisch sind und solche, über die man verschiedener Meinung ist; sei es bezüglich des Rüstungs-Gleichgewichts, des Ausmasses der sowjetischen Waffenlieferungen an die arabischen Staaten oder der Notwendigkeit der Lieferung von „Phantom“-Flugzeugen an Israel. Aber bei allen Differenzen gewann man in den Gesprächen mit den amerikanischen Diplomaten den Eindruck, dass trotz mancher Differenzen eine ausreichende Basis für eine enge politische Kooperation in Zukunft vorhanden ist und Israel in der nächsten Zeit nicht mit dem Schreckgespenst amerikanischer Pressionen zu leben hat. M0EBELHAUS WATERMANN Das Hans der % Geschälte mit der grössten Auswahl SARMIENT0 1147 1 F 35.7033 GABILD0 2614 PAMPA 4979 fast Ecke ' riuiivirat* Zahlungsorte'«* tertngen Eigene W^rkstä' ten Zuvorkommende fachmännische Bedienung Fiambres Finos “FRIG UINCIA MARCA QUE DISTINGUE LA CALIDAD UINCIA Estudio Jurídico Internacional IMMMMMOHMOOOMOMMO—MMOMOMMHMM—OOMM Dr. Hardi Swarsensky ASUNTOS EUROPEOS EXCLUSIVAMENTE " ALLE ENTSCHAEDIGUN6SFRAGEN tUEROSTUNDENr von 15 — 19 Uhr NUR Dienstag und Mittwoch (Ich bitte, nicht vor 14 Uhr zu erscheinen) oder naeh Vereinbarung T. E.: 83 - 2613 Dr. Günter Frey ASUNTOS ARGENTINOS Y SUDAMERICANOS «BSCHAFTSSAÍHEN - VERTRAEGE - VERWALTUN¬ GEN - MIEIS-, ZIVIL- UND HANDELSSACHEN T. E.: 80 - (930 PUEYRREDON 2190 esq. Av. LAS HERAS

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.