Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 29 (1968)
- Issue
- 2277 (19.7.1968)
- Date
- 1968-07-19
- Page
- [Seite 4] (sequence 4)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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4 — View«, 19 de Julio de 1968 SEMANA ISRAELITA A fie XXIX. — N» 2377 Ereignisse der Woche Sitzung der CENTRA In der vergangenen Woehe fand in Buenos Aires eine Besprechung der Delegierten aller der CENTRA angeschlossenen Gemeinden »nd Organisationen statt, an der auch der Vize-Präsident der CENTRA. Herr Hans Leschnitzer (Montevideo), der gleichzeitig Generalsekretär der CENTRA ist. teilgenommen hat. Nach kurzen Bemerkungen des Vorsitzenden für Buenos Aires über den Besuch des Journalisten Rolf Vogel wurde dann zur Tagesordnung übergegangen. Herr Leschnitzer erstattete •inen Bericht über die CENl'RA-Arbeit in den letzten Monaten, vor allen Dingen ttber die erfolgreich durchgeführte Arbeit für unsere Jugend. Zurzeit befinden sich 24 Jugendliche aus CENTRA- Gemeinden, die aus verschiedenen Ländern Südamerikas kommen, zur Ausbildung in Israel. Die Berichte, die hier über die Tätigkeit dieser Jugendlichen eingehen, sind im wesentlichen ermutigend und erfreulich. Zurzeit finden vier territoriale Seminare für Jugendliche statt und zwar in Uruguay mit 49 Teilnehmern, In Rio de Janeiro, bei Santiago de Chile und in Buenos Aires. Diese Seminare sind ausschliesslich dem Lernen gewidmet. Ein Repräsentant der Jewish Agency, der sich auf einem Besuch in lateinamerikanischen Ländern aufhielt, besichtigte eines dieser Seminare, über dessen inhaltliche Gestaltung und Verlauf er sich ausserordentlich positiv geäussert hat. Die Jugendarbeit hat mit Schwierigkeiten zu kämpfen, da es an geeigneten Jugendführern, insbesondere aus Israel, fehlt und die israelischen Instanzen mit der Entsendung neuer Schiichim sehr zurückhaltend sind. Es besteht die Hoffnung, dass diese Schwierigkeiten überwunden werden können. | haben und heute noch aktiv im jüdischen Leben stehen, nämlich die Doctores Alfred Hirschberg (Sao Paulo) und Hardi Swarsensky. Ausser diesen Referaten und der sich daran anschliessenden Generaldebatten sind besondere Beratungen über Jugend- und organisatorische Fragen vorgesehen. Einzelheiten werden zur gegebenen Zeit mitgeteilt. Soldatenheime CENTRA-Kongress In diesem Jahr findet der II. CENTRA-Kongress statt, über dessen Vorbereitung Herr Leschnitzer berichtete und anschliessend diskutiert wurde. Der Kongress wird in den ersten Tagen des Monats November in Porto Alegre (Brasilien) stattfinden, wofür die Vorbereitungen im einzelnen bereits jetzt getroffen werden sollen. Die endgültige Festlegung des Termins wird demnächst erfolgen. Der Kongress soll anschliessend an die 30. Wiederkehr der Kristallnacht unter dem Motto: „1938— 1968“ stehen und somit zugleich Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft miteinander verbinden. Er soll noch einmal das Erbe des deutschen Judentums in die Erinnerung zurückrufen, aber auch den Weg in die Zukunft weisen. Als Referenten sind zwei Mitglieder der CENTRA vorgesehen, die bereits im Jahre 1938 in der Reichsvertretung der Juden in Deutschland mitgearbeitet in Hod Hascharon CATECA S.A. Directorio 5555 Buenos Aires T. E. 68 -1017/18 j 1264 SUAVANDAR el calzado legítimo de espuma de goma Der Präsident des Verbandes der Verfolgten des Naziregimes, Herr Josef Moshkovitz, veranstalte: e eine Pressekonferenz anlässlich der Proklamation einer Aktion zur Schaffung von Heimen für israelische Soldaten und ihre Familien. Die israelischen Soldaten haben ihr Leben für den Staat Israel und das jüdische Volk eingesetzt und haben das Recht, die Mithilfe der Juden in der Welt in Anspruch zu nehmen. In anderen Ländern bestehen schon solche Gruppen, die Häuser für jüdische Soldaten bauen. Bis jetzt konnte in Argentinien eine solche Organisation noch nicht geschaffen werden, bis nunmehr der Verband der jüdischen Naziopfer, die Scherit Hapleta, diese Aufgabe übernommen hat. Es wurde bereits eine aktive Frauengruppe zusammengestellt, die für die Aktion zur Verfügung steht. Man hat die Genehmigung erhalten, auf allen Festen Bonds zu verkaufen. Jeder Jude soll nicht nur Bäume oder einen Wald in Israel pflanzen, sondern auch einen Soldaten oder ein Kind gefallener Israelis symbolisch adoptieren. Es leben in Argentinien fast eine halbe Million Juden, die auf Vatikan und Jerusalem Rom. — Der Vatikan tritt für die Internationalisierung Jerusalems ein und verlangt auch internationale Garantien für den Schutz der heiligen Stützen an anderen Orten in Israel, wie ein Sprecher mitteilte. Er fügte seiner Erklärung allerdings hinzu, dass dieses Problem kompliziert und seine Lösung langwierig sei. ESTUDIO Cf0f!Cf«S •conóm/ccrs contadores públicos nationales . consultores de ïemprmsmi SANTA FE 2224, 19 T. E.: 80-0149 1 ESPE Cl ALISTAS EN SOCIEDADES ANONIMAS Æ ir U t0ßfSTz 'yype -Simm . ÿS — 'DIAS Dt Die „Protokolle“ Jerusalem. — König Feisal von Saudi Arabien finanziert eine Neuausgabe der berüchtigten „Protokolle der Weisen von Zion“. Aus glaubwürdigen Quellen verlautete auch, dass 200.000 Exemplare in französischer Sprache gedruckt werden, die für das französich sprechende Afrika bestimmt sind. Die Verteilung der Broschüre durch die Büros der Arabischen Liga hat schon begonnen. Weitere 100.000 Exemplare auf Englisch, Spanisch, Italienisch und Arabisch, sind im Druck. Die „Protokolle“ wurde letzthin vom sogen. „Islamischen Forschungsinstitut“ mit Sitz in Beirut neu herausgegeben. (ITA) diese Art in einen innigeren Kontakt mit ihren Brüdern in Israel treten können. Die neue Organisation hat die Zustimmung aller zionistischen Organisationen gefunden, die spezielle Vertreter zur Pressekonferenz entsandt hatten, an der als Repräsentant der israelischen Botschaft der Militärattaché, Coronel Eliezer Lif, teilnahm, welcher im Namen der Botschaft die Gruppe „Vaad Lemaan Hechajal“ begrüsste und ihr Erfolg wünschte. Die Bauten in Had Ha* scharon sollen allen modernen Anforderungen ent sprechen; einige Zimmer sollen für argentinische Studenten reserviert sein. Die \orarbeiten sind in vollem Gang. Der Verband hofft, dass die argentinischen Juden gleich den Juden in anderen Ländern sich an diesem Werk beteiligen werden. Ein jüdisches Volksstück Zelman Kolesnikow’, der mit Ruth Maimon als Gast im Teatro Mitre auftritt, hat ein Volksstück „Der süsse Traum“ geschrieben, mit viel Sentiments, starken dramatischen Effekten und vor allem einer Glanzrolle für sich. Er ist der alte fromme Jude, fremd in Amerika, der kein Glück mit seinen Kindern hat und deshalb zum Trinker wird. Kolesnikow gibt der Gestalt Leben. Er hat den Niggun und die Gebärde für seinen Sprechgesang und weiss seine Lieder ergreifend zu bringen. Man glaubt ihm das jüdische Herz. Gesanglich überragt Ruth Maimon alle mit ihrer grossen und gepflegten Stimme und der deutlichen Textaussprache. Flora Polus spielte angenehm den Enkel. Pinie Goldstein und Ana Rappel holten aus ihren Rollen die komischen Effekte heraus. Sofia Rafalovich agierte mit Charme. Die anderen, Fanny Bren.i, Guldin, Apel, Klatzkin, Minces und Zukier machten ihre Sache gut, was sich bei Simon Tenovsky, dem musikalischen Leiter von selbst versteht. Das Publikum fühlte, dass sein eigenes Geschehen dargestelit wurde, war ergriffen und beifallsfreudig, sodass viele Gesänge wiederholt werden mussten. Dr. Karl Kost I. SCHREIBER bietet Ihnen sein niodernes Stimmungsorchester zu allen Ihren Festlich keiten an. Geht auch in die Provinz MEDRANO 852, VI. B T. E. 86.5036 Blick in die Welt nn MAROLD SCHWARCZ PRAESIDENT PACHECO Areco (Uruguay) drohte, mit schärfsten Mitteln gegen Arbeiter und Studenten vorzugehen. — ES GIBT NUR EINEN Sozialismus, den sowjetischen, Hessen die Russen ihre früheren tschechischen Freunden wissen. — DIE SPANNUNGEN und Studentenunruhen in Brasilien halten an. — CHARLES DE GAULLE machte den bisherigen Finanzminister Maurice Couve de Murville zum französischen Ministerpräsidenten. — ZU EINEM GRENZkonflikt ist es zwischen Venezuela und Guayana gekommen. — DER IN DEN USA lebende marxistische Philosoph Marcuse muss sich vor den Drohungen der Klu Klux Klan verstecken. — DIE EUROPA-Union gab eine Solidaritätserklärung für Berlin ab. — NIGERIA UND BIAFRA führen nicht nur einen schonungslosen Krieg gegeneinander, sondern versuchen auch, sich gegenseitig auszuhungern... — UEBERSCHWEMMUNGEN in Pakistan forderten Todesopfer. — DER ATTENTATSversueh gegen den paraguayischen Präsidenten Strössner sei nicht ernstzunehmen, wurde offiziell erklärt. — UN-SEKRETAER U Thant wurde in Schottland anonym bedroht. — RUSSLAND HAT beschlossen, seine Truppen aus der CSR zurückzuziehen, wie Marschall Ivan Yakudowsky mitteilte. — VERTEIDIGUNGSminister der USA, Clark Clifford, reiste nach Vietnam. — BOLIVIENS Präsident René Barrientos erhielt hohe Orden in Lima. — DIE GRIECHISCHE Militärregierung plant die Einführung einer neuen Verfassung. — BLUTORGIEN sollen in Rotchina gefeiert werden, wo Gegner Maos dessen Anhänger in grosser Zahl liquidiert haben sollen. — ABDEL NASSER verhandelte mit Tito, den er auf der Rückreise von Moskau besucht hatte. — GIOVANNI LEONE, Italiens neuer Premier, gewann die ersten Abstimmungen im Parlament. — DIE DISKUSSIONEN über die Frage, ob das Tagebuch des Dr. „Che“ Guevara echt sei oder nicht, halten IN GRIECHENLAND wurden faschistische Militärs von anderen faschistischen Militärs verhaftet. — EXPRAESIDENT UND Diktator Marcos Pérez Jiménez soll in Freiheit gesetzt werden. — SUEDVIETNAM will direkt mit Nordvietnam verhandeln. — FRANKREICH stimmte erneut gegen Englands Eintritt in die EWG. — DER CHILENISCHE Innenminister Bernardo Leighton trat zurück. — DIE SCHLECHTE Rolle, die er in Mosau gespielt hatte, versuchte Nasser durch spätere Erklärungen zu vertuschen. — EISAKU SATO, der japanische Premierminister, errang bei den letzten Wahlen einen hohen Sieg mit seiner liberalen Partei. — SIR ALEXANDER Cadogan. der als Diplomat und Unterhändler vor allem im 2. Weltkrieg eine grosse Rolle gespielt hat, starb 83 Jahre alt. — DIE MITTELAMERIKANISCHE Präsidentenkonferenz, an der Johnson teilgenommen hat, soll ein grosser Erfolg gewesen sein. — DIE OEFFNUNG des Suezkanals auch für die israelische Schiffahrt soll Nasser angeblich in Aussicht gestellt haben. — IM PAZIFIK machten die Franzosen einen Atombomben-Versuch. — DIESE SCHALLPLATTE DARF IN KEINEM JUEDISCHEN HAUSE FEHLEN! Oberkantor Walter Bluhm singt mit grossem Chor und Orgel 10 der schönsten Gesänge unserer Lewandowski-G'ttesdienst-Liturgie auf RCA VIC- TOR'Longplay — Spieldauer 44 Minuten Bestellungen nur unter 76-6200 Ein Geschenk für jeden Anlass! Die Platten werden frei ins Haus geliefert. LUACH—(KALENDER) Freitag, den 19. Juli Sonnabend, den 20. Juli Schabbat PINCHAS Haftara: Jeremias, Kap. 1 Sonntag, den 21. Juli Montag, den 22. Juli Dienstag den 23. Juli Mittwoch, den 24. Juli Donnerstag, den 25. Juli Freitag, den 26. Juli Sonnabend, den 27. Juli Scha'bbat MATTOT-MASS’E Haftara: Jeremias, Kap. 2 Sonntag, den 28. Juli Montag, den 29. Juli Dienstag, den 30. Juli Mittwoch, den 31. Juli Donnerstag, den 1. Augui Freitag, den 2. August Sonnabend, den 3. August Schabbat D’WARIM — Schabbat CHASON Haftara: Jesaja, Kap. 1 23. Tamus 24. Tamus 25. Tamus 26. Tamus 27. Tamus 28. Tamus 29. Tamus 1. Aw 2. Aw 3. Aw 4. Aw 5. Aw 6. Aw 7. AW 8. Aw 9. Aw B s*,: des ZÏ- » D« Ba»n‘c“ es in f per Abla> befand si ÄjiSrM eher schwere HerzU Jr Debat < ,or all ik. fe Arbeit d< “i f Organisatl< jeben..^ der i '.wx'rf t^gen stand die tChllüah (Ei1"*' in den ersten J Bestehens des Staate-' grosse“ U«> gekommen jn den 1«W» J fehl der Einwand stark gesunkenmJ Bin waren noch 20-30.000 Juden n< gekommen, eine i allerdings nicht am die Plane d lang und des Auft Landes in ihrem v ¿en Notwendigkei sprechenden Umfai »führen. Während ¡n de Jahren jüdische M Ländern ihrer V auf ihre Auswandei teten und gerettet mussten, ist heute Wanderung aus d dern des kommui Machtbereichs S Bnd die Einwande den westlichen Läi lativ gering. Hatte bisher mit einer zv sen Auswanderung die durch die Not sehen Massen un Verfolgung in ihn ländern bedingt richtete sich der R nach neuen Mens westlichen Lände: sondere an eine Ji die ein Auswa iwang nicht vorhi Die besondere Au l 0 besteht also Juden und die jüi gend vorzubereite sie dem Ruf Israi gener Entschlies ohne äusseren Dr leisten. Das setzt Stärkung der erzie kulturellen und Schulung voraus, lein die Z.0. wir kann. 78736^00016665467457550063053^^806^