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Jüdische Wochenschau · 1968-07-12 · 2276 (12.7.1968) · p. [Seite 2]

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
29 (1968)
Issue
2276 (12.7.1968)
Date
1968-07-12
Page
[Seite 2] (sequence 2)
Language
German, Spanish
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2 — Viernes, 12 de JuH® de 1968 AB® XXIX. — N* 2275 JÜDISCHE WOCHENSCHAU Neue Hoffnung auf Frieden (Schliss von Seite 1) Gaeste aus Russland und von ihren festgelegter. Forderungen abgehen. Die Haltung der drei „unver söhnlichen“ arabische« Län der, Syrien, Aegypten und Jrak, versteift sich immer stärker, weil sie mit eine.' bedingungslosen russischen Hilfe rechnen können und davon überzeugt sind, das^> die Amerikaner vor klaren Entscheidungen zurück schrecken. Wenn es sich bewah’-hei ten sollte, dass Nasser be' seiner letzten Anwesenheit unter russischen Druck ge setzt worden ist. um auf dem Verhandlungswege zu einer Lösung der Mittelostfrage zu gelangen, dann er öffnen sich tatsächlich neue Perspektiven. Nach verschiedenen Meldungen sollen die Russen erklärt haben, keine weiteren Waffen, lieferungen an die arabischen Staaten vornehmer zu wollen, eine Nachricht, die gewiss mit grosser Skepsis aufgenommen werden muss, weil dies eine radikale Wendung der russischen Politik bedeuten würde. Die entsprechende Information soll den Regierungen des Irak und Aegyptens in Form eines Ultimatums zugegangen sein. Der Grund für ein solches . Ultimatum ist jedenfalls nicht klar ersichtlich. Denn in der Haltung dieser Länder hat sich — wenigstens nach aussen sichtbar — nichts geändert. Immerhin ist es eine Tatsache. dass der ägyptische Aussenmimster bei der Durchreise durch Kopenhagen erklärt hat, Israel sei eine Realität, und die arabi sehe Welt wünsche Frieden. Man wird zugeben müssen, Dr. FREY ABOGADO PUEYRREDON 2190 1® izq. nach. 16—19 Uhr Tel. 80 6930 REAL PEN Füllhaltet REPARATUREN Spezialgeschaeft CORRIENTES 569 T. 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Hier alle Vorstellungen Forderungen und Pläne auf einen Nenner zu bringen, setzt nicht nur auf allen Seiten guten Willen, sondern auch die Fähigkeit voraus, einen Ausgleich zwischen den sich vielfach widersprechenden Interessen zu finden. In dem Ultimatum, das die Russen den Aegyptern und Irakern geschickt haben sollen, sei auch geschrieben, diese Regierungen sollten „den Krieg vergessen“. Gemeint ist offensichtlich der Angriffskrieg, von dem Nasser ständig zu sprechen pflegt. Für Verteidigungszwecke würden die vorhandenen Waffen ausreichen. Solche Meldungen werden — jedenfalls von Israel — gern gehört. Ob sie auch zutreffen, muss die Zukunft erweisen. Man muss sich darüber Hir Friseur ERICH JACOBSOHN BEDIENT SIE IN IHREM HAUS T. E. 76-5842 JUDITH SCHENKOLEWSKI Schabbosdecken - Tallisbeutel - Käppchen - Mazzot-Taschen - Hand- und Maschinenstickerei von Bett, und Tischwäsche Dr. P. L. RIVERA 2585 (fr. Bebedero) T. E. 73-9155 im klaren sein, dass die neuen Vereinbarungen zwischen den Russen und den ■westlichen Hauptmächten möglicherweise nur einen taktischen Charakter tragen, um auf diese Weise Is' rael die Verantwortung für die künftige Entwicklung zuzuschieoen. Denn aller, dürfte bekannt sein, dass Israel keinesfalls bedingungslos und ohne die erforderlichen Garantien, dass es wirklieh zum Abschluss eines brauchbaren und dau erhaften Friedens kommt. die von ihm im Sechstagekrieg besetzten Gebiete räumen kann und verlassen wird. Die bisherigen Erfah. rungen haben Israel gelehrt, nur auf seine eigene Kraft und nicht auf die Versprechungen der anderen zu bauen. Dass sich ein neuer Hoffnungsstreifen am sonst so düsteren Horizont zeigt, ist nicht zu bestreiten. Dass eine Hoffnung auf Frieden vorhanden ist, dürfte nicht nur den beteiligten Völkern, sondern allen Men sehen guten Willens die Kraft verleihen, die Arbeit zum Aufbau einer besseren und befriedeten Welt fortzusetzen. Brief aus Moskau London. — Die Behaup tung, dass viele Juden, die 1966 und 67 Russland verliessen, ihre Rückkehr dorthin beantragt hätten, ist in einem von der „Times“ publizierten Brief enthalten den ein gewisser Awtandil Piukadze, der eine moskauer Adresse angab, an die Zeitung geschrieben hat. Der Brief stellt den Versuch dar, die von Lionel Bloch, einem londoner Rechtsanwalt über die Lage der Juden in Russland gemachten Erklärungen zu widerlegen. Bloch gilt als Spezialist für diese Frage. (ITA) JACOB LAPIDUS dipl. MoheJ Viamonte 2037 4? B T. E. 46-1716 M0HELN. PLAKSIN Superi 2719 NEUES TELEFON: 78-4784 New York. — Rabbiner Jehuda Leib Lewin aus Moskau und Kantor David Stiskin aus Leningrad, die als C-äste des heftig antizioni stischen American Council lor Judaism in New York eintrafen, werden von einem unaufhörlichen Strom von Besuchern aufgesucht. Der Rabbiner, ein Mann von stil. lern und liebenswürdigen ■Vesen, bemüht sich, ein oder zwei Minuten und eini ge Worte auf Jiddisch für einen jeden zu finden Er erk'ärte den jüdischen Journalisten, er habe so viele Besuche empfangen, dass c-r die sowjetische Botschaft zu ersuchen beabsichtige sein Visum um weitere zehn Tage zu verlängern. Die meisten seiner Besucher scheuen sich, ihn nach dem Ergehen der Juden in Russland zu fragen. Die Journalisten hingegen haoen diese Hemmungen rrcht. Alle fragen ihn das gleiche: „Gibt es wirklich Antisemitismus in der Sowjetunion, und wie stark ist dieser?“ ,.Ich bin überrascht“, äusserte Rabbiner Lewin „dass das die wichtigste Frage ist die man mir stellt. Es gibt keinen Antisemitismus in Russland. Diese Anklage ist nichts als eine der vVaffen im Kalten Krieg.“ BEIFALL UND PROTEST Die unter der Oberfläche schwelenden Meinungsverschiedenheiten über den Besuch der zwei Gäste aus Russland wurden bei einer öffentlichen Veranstaltung offen ausgetragen, bei der sich viele erregte Teilneb mer über die Versicherungen, dass es in Russland keinen Antisemitismus gebe. lustig machten. Ein nervöses Publikum bereitete Rvbbiner Jehuda Leib Lewin aus Moskau im Hunter College einen Empfang, der aus Beifall und Pfiffen be itand- Mehr als einmal wur den seine Ausführungen durch Zwischenrufe wie „Lügen, Schwindel“ und dergleichen unterbrochen, während andere Zuhörer, die vielleicht die Mehrheit bildeten, die Unzufriedenen zum Schwaigen zu bringe» versuchten. Rabbiner Lewin warb für den Frieden zwischen West und Ost, er verteidigte die Behandlung der jüdischer Minorität durch die sowjeti sehen Behörden und gab ein Bild von Schichten der Ge Seilschaft in Russland, in denen die Juden Karriere ge macht haben EIN APPELL Dr. Nac-hum Goldmanr bedauerte in einem Inter- Dr. Bernardo 5CKWARCZ ZAHNARZT ESTOMBA 2283 — 76-8216 RAYOS X PARADENTOSE TELEF. VORANMELDUNG view, das er jüdischen Jour nalisten gab, dass ein Teil des Publikums bei dem er sten öffentlichen Auftreten des moskauer Oberrabbiners in New York den Gas* ausgepfiffen und lächerlich gemacht habe. Der Präsident des Jüdischen Weltkongresses nannte ein soi ches Benehmen eine grobe Verletzung des menschlichen Anstands und der jüdischen Tradition, welche die Mensehen verpflichten keinen Mitmenschen zu rieb ten ohne sich vorher an sei. ne Stelle zu versetzen. Die Zwischenrufer, so äussert“ Goldmann, hätten der Posi tion des Rabbiners und den russischen Juden schweren Schaden zugefügt und nicht verstanden, dass sie gleichzeitig die jahrelangen Bemühungen, den Kontakt zwischen der russischen Ju. denheit und ihren Brüdern »m Ausland herzustellen gefährdeten. Er fügte hinzu, er hätte zwar gewünscht, dass der Besuch nicht auf Einladung einer verschwin uend kleinen anti-israeli sehen Gruppe in den USA erfolgt wäre, doch er stelle gleichwohl einen wichtigen Präzedenzfall dar, der „sich hoffentlich durch andere LA SEMANA ISRAELITA Semanario Aparece los Viernes Editado por Estrellas Editorial Ltda. Director: Amoldo W, B. Swarsensky Pueyrredón 2190, 1* izq. T. E. 83-2613 Abono-Preise Argentinien: I 1.200.— pro Jahr Ausl. $ 1.800.— jänrl. Luftpost-Abono f. d Nachbar-Republiken 10 Dollar jährlich Kontakte mit repräsentati veren Gruppen der Weltjudenheit wiederholen wird.“ ,Lamerjaw‘ bedauert eben, fall«! die Demonstration gegen Rabbiner Lewin, hebt jedoch hervor, dass der Oberrabbiner von Moskau nicht das sagen kann, -was er sagen möchte, und aus diesem Grunde nicht als Repräsentant der russischen Judenheit zu betrachten wäre sondern als „tragisches Instrument in den Händen der Antizionisten sowohl in der Sowjetunion wie in den bereinigten Staaten“. (ITA) Confitería NIZA Servicios de lunch de categoría SALON DE FIESTAS ECHEVERRIA 3296, esq. CONDE 73-1049 BERNARDO STERN Ausführung saemtlicher MALERARBEITEN HELGUERA 1915 — T. E. 58-44)52 CENTRO PRIVADO DE ORTOPEDIA Y TRAUMATOLOGIA Prof. Dr. I .Blumenfefd (Director) Jefe del Servicio de Ortopedia y Traumatología deí Hospital Israelita — Profesor de la Facultad de Ciencias Médicas de Buenos Aires UNICAMENTE ENFERMEDADES DE LOS HUESOS Y ARTICULACIONES J. E. 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E. 44-9493 o. 44-154* Ueberraschung bei den Arabern London. — Der „Daily Telegraph“ schrieb, die Araber hätten mit Ueberraschung und Besorgnis auf die Vorschläge des sowjetischen Premierministers Kosvgin reagiert, die Waffenlieferungen an den Mittelosten einschränken zu wollen. Die wichtigsten Abnehmer sowjetischer Waffen in dieser Region, Aegypten, Syrien und Irak, hätten, wie die londoner Zeitung berichtet, ihr Erstaunen bekundet. Man stelle sich die Frage, ob Russland jetzt für eine Regelung zwischen den Arabern und Israel auf der Grundlage der veen UN-Sicherheitsrat gefassten Resolution einzutrtter beabsichtigt. Die Lieferung von Waffen an den Mittelosten, so hebt „Daily Telegraph“ hervor, wäre ein wichtiger Faktor in diesem Zusammenhang. Das Blatt fügt hinzu, Aegypten habe sich wiederholt in Moskau beklagt, dass der Zufluss russischer Waffen praktisch aufgehört habe, dass die schon erhaltenen Waffen schlechter Qualität seien und Russland für Ersatzteile zu hohe Preise verlangen. (ITA)

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