Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 29 (1968)
- Issue
- 2276 (12.7.1968)
- Date
- 1968-07-12
- Page
- [Seite 1] (sequence 1)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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PUEYRREDON 2190 — 1* izq. Hz. JewLana JsA&elUa T. E. 83 - 26 1 3 Año XXIX BUENOS AIRES, VIERNES 12 DE JULIO DE 19C8 N* 2276 Neue Hoffnung auf Frieden In den letzten Monaten wurde wieder*»« takte" j^len6ziehen jüheien Jani bi&chen Po dischen und ar “erhändlern litikern und UJter es l'ef tali u«- BeauPtagsich hieioei “ Organi te der Agensation und der R r^sency «der «« ^¿Slsctaer, lauten der P»**®* lt haben. Judenheit geh ^.ner sonjetzt wurde Zeitschnft dernummer de ju deu der Staatsgrunfn" Israels gewidmet ist. düng Israels * blndungen mit Ernzen el' ftisett aus* die trotz der heft ge und ein ander »etzung Waffents is? i»«‘ b«*u"de” haben. Damals, so wird mitgeteilt, haben sich die offme Vertreter des junge Staates Israel und die des Königreiches Ae^yfPRbodos Hotel des R^es auf Rh^os getroffen, um den erieu ten Waffenstillstand in e „er .fröhlichen Feier zu würdigen. .Auserlesene Deiikatessen wurden von Grop- «i aus Kairo mit einem ägyptischen SonderRugzeug nach Rhodos befördert heisst es in diesem Berich^ „und die Repräsentanten Faruks hie.ten sich nich_ eenau an die Gebote des moslemischen Glaubens und scheuten den Alkohol nv ht Damals ahnte niemanddas> trotz dieses WaffenstilUta« des auch weiterhin unver sehnliche Feindschaft Aegyptens gegen Is.raeLfePp® digt werden würde. Der Pa ragraph 1 lautete. In der Absicht zur Wiederherstellunfg eines sh-ndigen Friedens in Palästina beizutragen und m der Kr kenntnis der Bedeutung ge eenseitiger Garantien beider Parteien bezüglich ihrer künftigen militärischen Ope rationen, werden die nachstehenden Prinzipien vereinbart. die beide Parteien während des Waffenstillstandes genauesten« zu befolgen haben...“ Faruk wurde gestürzt, General Naguib kam an die Macht und ihm folgte schliesslich Nasser, dessen unversöhnliche und aggressive Israel-Politik dem Mittleren Osten in den letzter, (beinahe) zwei Jahrzehnten den Stempel aufgedrückt hat. . Die Geschichte der arabr von JEHVDA GOTTHFAMER Aussage Kiesingers Der deutsche Bundeskanzler Kurt Georg Kie- Singer wurde in einem NS-Verbrecherprozess als Zeuge vernommen. Das Gericht hatte sich zu diesem Zweck nach Bonn begeben. Im Zuge seiner Aussage erklärte Dr. Kiesinger, dass bei den täglichen Besprechungen im früheren deutschen Reichsaussenministeriurr. nichts von der Deportation und der Endlösung der Judenfrage gesagt worden sei. Die Aussage hat allgemeines Aufsehen erregt und zu scharfen Kriti ken, besonders in den USA, Veranlassung gegeben. sehen Länder und ihrer Be Ziehungen zu Israel lässt sich nicht aus den allgemeiner. Ereignissen des Weltgeschehens herauslösen. Während dieser Zeit war sie aufs engste mit der internationalen Politik und den jeweiligen Bestrebungen, Zielen und Wünschen der entscheidenden Grossmächte sowie deren gegenseitigen Auseinandersetzungen, Spannungen und Diskussionen durch militärische Hilfe Sachverständige und sonstige Experten die Tür in den Mittelosten weit aufzustossen lind dafür... noch bezahlt zu bekommen. Es mag sein, dass die Rechnungen bisher nicht gezahlt wurden. Aber die Tatsache, dass sich die Russen auf diesem Wege, der noch nicht einmal ein Umweg ist, die arabischen Regierungen zu Schuldnern gemacht haben, ist bezeich¬ US A-Waffen für Israel Washington. — Das State Department kündigte an, dass ein neuer Vertrag über den Verkauf von Luftabwehrgeschossen Hawk an Israel vorliege Diese Ankündigung gab zu der Frage Anlass, ob dieser Verkauf möglicherweise die Lieferung von 50 Phantom-Bombern ersetzen soll, welche Israel zu kaufen wünscht. Es heisst in der erwähnten Ankündigung, dass „Israels Kauf von zusätzlichen Hawk'Geschossen seine Verteidigungskapazität gegen Luftangriff' erhöhen wird“. Die USA-Regierung stand unter starkem Druck seitens des Kongresses und der politischen Kandidaten, die auf diesen Verkauf drängten. Jerusalem. — Schweigen in offiziellen Kreisen und in der Presse war die israelische Reaktion auf die Ankündigung einer neuen Lieferung von Hawk* Geschossen durch die USA. Die Politiker sind der Ansicht, dass diese Massnahme darauf hinzielen könnte, Israel „zu kaufen“, das andere Waffen zu erwerben wünscht. Allerdings wurde zugegeben, dass in einem früheren Abkommen Geschosse zugesagt worden sind und der kürzlich unterschriebene Vertrag nichts als die Erfüllung dieses Abkommens darstellt, (ITA) eng verbunden. Das ist keine neue Erkenntnis, sondere eine Wahrheit, die man sich immer wieder ins Bewusstsein rufen muss. Während der Existenz des Staates Israel haben sich nicht allein die Träume unseres eigenen Volkes erfüllt, auch die alten russischen Pläne einer Einflussnahme auf den Mittleren Osten haben unerwartet Gestalt angenommen. Obwohl die Russen nach ihrer anfänglich wohlwollenden Haltung gegenüber der Schaffung Israels sehr bald sich distan zierten und ihre eigenen Chancen erkannten, die aus einer Gegnerschaft gegen Israel erwachsen könnten. — und tatsächlich auch erwachsen sind — dürfte man die Sowjets als diejenige Weltmacht ansehen, die allein durch das Bestehen Israels die grössten politischen Vorteile gezogen hat Man geht nicht zu weit, wenn man sagt, dass die Russen die wirklichen Nutzniesser der ständigen Spannungen und bitteren Auseinandersetzungen zwischer den Völkern des Mittelostens waren. Mit einer unbestre'tbaren diplomatisch - strategischen Meisterschaft, die an die Kunst der vielen glänzenden russischen Schachspieler erinnert, sind die Russen füi einen relativ geringen Preis in den Mittelosten eingezogen und haben beinahe alle Länder durchsetzt: Aegypten, Syrien, den Irak und jetzt auch Transjordanien. Mit der einfachen Formel, die den national-chauvinistischen Ideengängen und lauten Reden der führenden arabischen Staatsmänner entspricht, die „armen und unterdrückten“ arabischen Völker vom amerikanischen und sonstigen Imperialismus zu befreien, haben sie sich die Möglichkeit geschaffen, nend und wichtig genug, um unterstrichen zu werden. Obwohl die Kommunisten immer vorgeben, klaren Prinzipien zu folgen sowie von ihren theoretischen Er kenntnissen und Zielen nie mals abzuweichen, führen sie doch eine ausserordent. lieh elastische Politik, sehr wendig und stets den Notwendigkeiten des Augen blicks angepasst. Als Machthaber, die diktatorial regieren, sind sie weit unabhängiger als die demokrati sehen Regierungen, die sich gegenüber ihren Parlamenten zu verantworten haben und die doch wenigstens auf ihre Wählerschaften gewisse Rücksichten nehmen müssen. Die russische Hilfe für die arabischen Länder war stets unbegrenzt, jedenfalls nach den Berichten, die vor allem aus Moskau und aus Kairo kamen. Zu wiederholten Malen versuchten die Sowjels, diese Hilfe mit innenpolltischen Massnahmen zu verbinden, um die Araberstaaten nicht auf die kommunistische Linie festzulegen, sondern ihnen auch den Weg zu „wahren Volksrepubliken“ zu ebnen. Einen solchen Versuch, das herrschende Feudalsystem in Aegypten zu ändern, hat vor Jahren bereits Krutschew unternommen, als er während eines Besuches in Aegypten die bestehenden Zustände brandmarkte und grössere Hechte für das arbeitende Volk verlangt hat Es änderte sich jedoch nichts, da dem Kreml klar war, dass die Nordamerikaner sofort ohne jede Bedingung zur unbegrenzten Hilfeleistung bereit gewesen wären, wenn es zu einem echten oder tiefen Konflikt mit den Russen gekommen wäre. Dieses Tauziehen um die Einflüsse in Aegypten und anderer arabischer Staaten ist keineswegs eine neue Erscheinung dieser Nachkriegsepoche, sondern kann unschwer durch Jahrhunderte beobachtet werden, wenn auch dk um die Macht ringenden Mächte und Kräfte häufig gewechselt hiben. Uebrigens haben verschiedene Weltmächte bei diesen permanenten Anstrengungen mehrfach cie Juden mit in die Wagschale werfen wollen, und dies zu einem Zeitpunkt, zu welchem es eine organisierte jüdische Kraft, die Zionistische Organisation und die konkrete Forderung der Errichtung eines jüdischen Staates oder einer Heimstätte noch garnicht gab. Im Bewusstsein der Welt blieb trotz der langen Zeit der Zerstreuung Israels unter die Völker die Verbindung mit seinem alten Lande als ein lebendiger Faktor erhalten. Als an dieser Stelle in der vergangenen Woche darauf hingewiesen wurde, dass verschiedene Anzeichen für Nuevo “Diálogo” en Rejówot Nueva York. — Eí sexto Diálogo Anual Norteamericano-Israelí se efectuará en el Instituto Científico Weizmann de Rejövot, Israel, del 29 de julio al 2 agosto, dice un comunicado del Congreso Judío Americano, Ja entidad que patrocina esos “diálogos“ o simposios. El primero de ellos tuvo lugar en 1962. Generalmente participan en sus debates personalidades de renombre de los dos países. Ahora ya se tiene la lista de los participantes norteamericanos, pero no de los israelíes. El tema del “diálogo” de 1968 será “El futuro de las relaciones entre los judíos norteamericanos y el pueblo de Israel“. Se indica que se destacará particularmente el aspecto religioso del judaismo. Los norteamericanos que participen en el “diálogo” este año serán: el professor de la Universidad de Cambridge George Steiner, escritor y crítico literario; el Rabí Rubinstein, de la Univer. sidad de Pitsburg, renombrado teólogo; el arquitecto y escritor Percival Goodman; el sociólogo de la Universidad de Harvard Seymour Martin Lipset: el profesor de filosofía de la Universidad del Estado de Ohio, Marvin Fox; el director de la revista “Judaism” Steven S Schwarzschild; y el Presidente del Congreso Judio Americano, Rabí Arthur J. Lelyveld. SHLOMO S. TANGER Neuer „Dialog“ in Rechowot New York. — Der 6. Jährliche Nordamerikanisoh- Israelische Dialog wird vom 29. Juli bis zum 2. Aiigu->t im Wissenschaftlichen Weizmann-Institut von Rechowot, Israel, stattfinden, so besagt ein Communiqu« des Amerikanischen Jüdischen Kongresses, der Körperschaft dia diese „Dia'oge“ oder Aussprachen patronisiert. Der erste dieser Dinge wurde im Jahre 1962 veranstaltet. Im allgemeinen nehmen an seinen Debatten namhafte Persönlichkeiten aus beider. Ländern teil. Man verfügt schon über die Liste der nordamerikanischen Teilnehmer, nicht jedoch der israelischen. Das Thema des „Dialogs” von 1968 wird „Die Zukunft der Beziehungen zwischen den nordamerikan'- schen Juden und dem Volk von Israel“ lauten. Es wird betont, dass im besonderen der religiöse Aspekt des Judentums behandelt werden soll. Die Nordamerikaner, die sich in diesem Jahr an dem „Dialog“ beteiligen, sind folgende: de»- Professor der Universität von Cambridge George Steiner, ein Schriftsteller und Literaturkritiker, Rabbi Richard Rubinstein von der Universität Pittsburgh, ein namhafter Theologe; der Architekt und Schriftsteller Percival Goodman; der Soziologe der Harvard-Universität Seymour Martin Lipset; der Philosophie-Professor der Staatsuniversität von Ohio, Marvin Fox; der Herausgeber der Zeitschrift „Judaism“ Steven S- Schwarzschild und der Präsident des Amerikanischen Jüdischen Kongresses, Rabbi Arthur J. Lelyveld. SHLOMO S. TANGER einen erneuten russischen Stellungswechsel vorhanden seien, wusste noch niemand, dass diese Stunde so nahe bevorsteht. Viele Beobachter waren über den Besuch Nassers in Moskau besorgt, durch den die „alte Freundschaft“ zwischen Russen und Arabern eine Verstärkung erhalten sollte. Der Empfang Nassers auf dem Flughafen durch die führenden sowjetischen Persönlichkeiten liess nicht erwarten, dass irgendein russischer Meinungsumschwung bevorstehen würde. Nach unserer Auffassung wäre es auch verfrüht, heute bereits hiervon zu sprechen. Abei dass verschiedene Veränderungen sich andeuten, ist nicht mehr zu leugnen. Ob es sich dabei um eine Wen düng zugunsten Israels handelt. ist unklar und abzuwarten. Zweifellos zieht eine Ge- Nassers Besuch in Moskau London. — Nasser hielt sich mehrere Tage in Moskau zu Verhandlungen mit den russischen Führern auf. Inzwischen hatte der ägyptische Aussenminister Riad eine Erklärung abgegeben, dass Aegypten die Realitäten akzeptiert, von denen Israel eine sei, und dass Aegypten Frieden wolle. Diese Erklärung ist später Gegenstand verschiedener Interpretationen gewesen. Die Presse in Kairo hat die Friedensabsichten bestritten. Es ist jedoch bekannt geworden, dass die Russen gemeinsam mit den Engländern sich uir die Befriedung des Mittleren Ostens be mühen würden, um die Mission des UN- Vermittlers Dr. Jarring zu fördern Diplomatische Beobachter sind der Ansicht, dass die Versuche der Russen. Nasser zu einer gemässigteren Politik zu bewegen, gescheitert sind, und er sich weiter gegen die Anerkennung Israel» und die Aufnahme direkter Verhandlungen sträubt. Die Meldungen über Nassers Haltung sind widersprechend. Einige Korrespondenten berichten, Nasser sei geneigt, als Gegenleistung für den Rückzug der israelischen Truppen aus Sinai israeli sehen Schiffen die Durchfahrt durch den Suezkanal zu gestatten. Andere Informationen behaupten, dass Nasser zu keinerlei Konzessionen bereit sei. FRIEDENS-OFFENSIVE UN-Schlichter Dr. Jarring setzt in zwischen seine Bemühungen um den Frieden fort. Er konferierte mit dem Aussenminister Transjordaniens Rifai. mit Israels Aussenminister Abba Eban und dem englischen Ausseminister Mi chaei Stewart. Ueber das Resultat dieser Gespräche bewahrte Jarring wie ge wohnlich Schweigen. Wie verlautet beabsichtigte er auch, mit dem russischen Premierminister Kosygin in Stockholm zusammenzutreffen, der in diesen Tagen Schweden einen offiziellen Besuch abstattet. Auf seinem Wege nach Stockholm wollte Dr. Jarring auch in Genf Station machen, um dort mit dem UN- Genera ¡Sekretär U Thant zu sprechen, welcher sich gegenwärtig dort aufhiilt. Das Mittelostproblem dürfte auch Ge genstand von Besprechungen zwischen Michael Stewart und dem Repräsentanten der USA vor den UN, George Ball, sein, der zu einer für den 11. und 12 Juli angesagten Konferenz beider Länder in London erwartet wird. fahr auf, die ihre Rückwir. kungen auf alle mittelöstlichen Völker haben kann. Denn es hat den Anschein, als würden die „Grossen“, die Russen auf der einer, und die AngiO-Amerikaner auf der anderen Seite vor dem Abschluss eines „Geschäftes“ stehen, durch welches eine Lösung versehie* dener offener Konflikte — wahrscheinlich auf Kosten aller betroffenen Völker — angestrebt wird. Den Anfang zu diesem General-Arrangement oildeteu. die Nachrichten, Amerikaner und Russen hätten sich über den Einsatz gewisser Waffen verständigt und befürworteten gemeinsam eine Abrüstung oder erhebliche Einschränkungen auf bestimmten Gebieten des Waffenhandels und der Produktion nuklearer Waffen. Dass soiche Massnahmen, im allgemeinen Interesse der ganzen Menschheit liegen, ist angesichts der Zerstörungskraft der H- und anderer Bomben, ohne weiteres ersichtlich. Diese ungeheure Gefahr einer totalen Vernichtung ist aber seit langem bekannt, ohne dass die jahrelangen Diskussionen der Abrüstungskonferenz in Genf bisher ein greifbares Ergebnis gehabt hätten. Die Verhandlungen über einen Frieden in Vietnam, die in Paris geführt wer. den, führten bis heute zu keinem Ergebnis. Gelegentlich werden Meldungen über weitere Besprechungen lanziert, die allerdings nur in generellen Worten gehalten sind und keine konkreten Angaben bringen. Unabhängig hiervon bemüht sich seit langen Monaten der Sonderdelegiertc der UN, Gunnar Jarring zu einer friedlichen Regelung im Miteiosten zu gelangen, ohne auch nur erreichen zu können, dass die unmittelbar Beteiligten an einer gemeinsamen Aussprache teilnehmen würden (Schluss auf Seite 2)