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Jüdische Wochenschau · 1968-07-05 · 2275 (5.7.1968) · p. [Seite 4]

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
29 (1968)
Issue
2275 (5.7.1968)
Date
1968-07-05
Page
[Seite 4] (sequence 4)
Language
German, Spanish
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4 — Viernes, 5 de Julio de 1ÎI68 SEMANA ISRAELITA Año XXIX. — N? 2275 Ereignisse der Woche Unerfreuliche Erscheinungen Blick in die Welt ven HAROLD SCHWARCZ DIE UNRUHEN in China haben an Umfang und Heftigkeit zugenommen. — SIRHAN B. SIRHAN, des Mordes an Robert Kennedy verdächtig, muss sich gegen die Beschuldigungen der Anklage verteidigen. — KONSTANTIN, der geflüchtete Griechen-König, wurde beschuldigt, an einem Komplott gegen die augenblickliche Regierung beteiligt zu sein. — DIE ENGLISCHEN Konservativen haben wieder einen Wahlsieg errungen. — DIE STREIKBEWEGUNG in Italien hat zugenommen. — DIE REGIERUNG in Paris behauptet, die Linke bereite einen Staatsstreich vor. — DEMONSTRATIONEN und Aunschreitungen sind in den brasilianischen Städten an der Tagesordnung. — NORDVIETNAM konnte von den Russen modernste Waffen „erwerben“. — DIE LIBERALE Partei des neuen politischen Stars Pierre Eiliot Trudeau konnte in den kanadischen Wahlen einen eindeutigen Sieg verbuchen. — IN BOLIVIEN wurde ein grosses Waffenlager der Kommunisten entdeckt. — AXEL SPRINGER, der neue deutsche Zeitungskönig, hat einen Teil der von ihm herausgegebenen Zeitschriften und Illustrierten verkauft. — WAHLEN fanden in Aegypten statt, die aber ruhig verliefen, da nur eine Partei kandidierte.... — DE GAULLE sah sich zum Verkauf erheblicher Dollarbestände veranlasst. — DER IN LONDON verhaftete James Ray leugnet, der Mörder des Dr. Martin Luther King zu sein. — DEAN RUSK, Staatssekretär der USA, besuchte Ponn, um den westdeutschen Standpunkt in der Berlin- Frage zu stützen. — DIE LAGE IN Uruguay wird täglich verworrener. — EIN KOMPLOTT gegen den Präsidenten der Dominikanischen Republik, Joaquin Balaguer, soll im letzten Moment entdeckt und verhindert worden sein. — F. BELAUNDE TERRY, Präsident Perus, richtete einen Appell an die Bevölkerung, die neuen Steuern zu zahlen. — RUSSLAND UND die USA werden sich über die ein schränkende Benutzung ferngelenkter Waffen verständigen, wie man hofft. — U THANT, der Generalsekretär der UN, lud erstmalig die roten Chinesen zur Teilnahme an einer Sitzung ein. — ABE FORTAS (ein Jude) wurde zum Nachfolger Earl Warrens als Präsident des Obersten Gerichtshofes der USA durch den Präsidenten Johnson bestimmt. _ uZ den Ve-brechen, die in einem besonderen Mass den Abscheu aller normal denkenden und empfindender. Menschen hervorrufen. gehören Friedhofs- und Grabsteinschändungen, Verbrechen, die in südamerikanischen Ländern relativ selten zu registrieren sind Umso grösser musste das Aufsehen sein, das Friedhofs- und Grabsteinschändungen verursachten, die vor kurzem hier zu verzeichnen waren. Wenn man auch gewiss nicht aus den Taten einzelner Extremisten oder eines fanatischen Einzelgängers Rückschlüsse ziehen soll, so muss doch ein solches Vorkommnis hinreichend Anlass sein, über die Frage nachzudenken, aus welchen Gründen ein derartiges Verbrechen begangen worden ist. Es wäre falsch, schweigend zur Tagesordnung überzugehen. Dass solche Freveltaten geschehen, deutet auf eine gesellschaftliche Krankheitserscheinung hin, die nicht allein mit der allgemeinen Verrohung erklärt werden kann, die man insbesondere bei Jugendlichen beob achten muss. Die Ruhe der Toten zu stören, galt immer als ein Rohheitsdelikt, das aber auch in weitem Umfang jede Form von Erziehung und Pietät vermissen lässt. Umwerfen von Grabsteinen und deren Beschmieren mit Hakenkreuzen oder anderen politischen Parolen erfolgt in den meisten Fällen nicht auf die Initiative einzelner Uebeltäter, sondern nach bestimmten Richtlinien, die von einer „Zentrale“ ausgegeben werden. Solche „Zentralen“ bedienen sich bei dieser Art \on Straftaten gern „spielender Kinder“ oder ande. rer, nicht verantwortliche*- Elemente. In letzter Zeit musste man feststellen, dass die antisemitische Note bei den Auseinandersetzungen zwischen extremen Elementen wieder stärker in Erscheinung trat, als dies eine Zeit hindurch oer Fall war. Dass das antisemitische Gift sich vielerorts einschleicht, dass die antijüdische Polemik weitere Kreise erfasst hat. kann nicht geleugnet werden. Hierfür sind manche äussere Faktoren massgeblich, unter ihnen das Wiederaufleben antisemitischer Tendenzen in Deutschland im Zusammenhang mit den Wahierfolgen der NPD. die nazistische Wühlarbeit zur Verteidigung der Kriegsverbrecher und andere Umstände, die mit den überragenden militärischen Erfolgen des Staates Israel in Zusammenhang stehen. Hierbei spielen die Reaktivierung der Arabischen Liga und die kaum übersehbaren, meist nicht sehr verbreiteten, aber doch nicht unwirksamen Publikationen eine wichtige Rolle, die von den antijüdischen Gruppierungen und Kreisen tropfenweise in die Gesellschaft geschleust werden. Jedenfalls ist es dringend erforderlich, auf der Wacht zu sein und diese Erscheinungen wie Begebenheiten zu registrieren. Oskar Schwarz zum 80. Geburtstag Wenn ein Mann zeit seines Lebens mit dieser Hingabe, Ergebenheit und Treue einer grossen Sache dient, wie es Oskar Schwarz für sein zionistisches Ideal getan hat, dann sollte man solche Leistung und Arbeit nicht nur anerkennen, sondern in besonderer Form würdigen. In Posen, S'ettin und Buenos Aires hat Oskar Schwarz, immer verstand nisvoll von seiner Gattin Else Schwarz unterstützt nicht nur mit Worten, sondern durch seine Tat und jedes Zeitopfer, das erforderlich gewesen ist, seine hohen menschlichen Qualitäten, sein Können, seine klaren Gedanken und seine echten jüdischen Empfin düngen der Sache des Zionismus in verschiedenen Formen während der verschiedenen Etappen seines Lebens zur Verfügung gestellt. Mit inniger Herzlichkeit und Teilnahme spricht er von den zionistischen Arbei ten in Posen und Stettin, wo er als junger Mensch bereits führend mittätig war. In jenen Jahren des Frühzionismus war es freilich nicht immer leicht, mit Würde und Bekennermut für eine Sache einzutreten, deren Grösse und Zukunftsaufgabe Schwarz schon zu einer Zeit erkannte, als mancher noch abseits stand. Mit einer unverbrüchlichen Treue setzte sich Oskar Schwarz in seiner neuen Heimat für die zionistischen Aufgaben ein und steht seit den Anfangsjahren ihrer Tätigkeit an führender Stelle in der THG Sein durch Erfahrung gereifter, stets wichtiger und immer beachteter Raf machte ihn unentbehrlich. Sein ruhiges, ausgleichendes und doch bestimmtes Vorgehen stellten ihn in den Mit telpunkt eines Kreises von Mitarbeitern und Freunden, die nun dem Achtzigjährigen, innerlich so jung ge oliebenen Chawer, nicht nur Anerkennung für seine Arbeit, sondern auch den Dank für seine Freundschaft aus sprechen. Mögen ihm noch viele Jahre in dieser geistigen Regsamkeit mit seiner treuen Lebensgefährtin vergönnt sein. — (H. Sw.) Bustan verlaesst Argentinien Der langjährige Kulturattache der israelischen Botschaft und jetzige Botschaftsrat Arie Bustan ist von seinem jetzigen Posten von seiner Regierung zu neuen Aufgaben gerufen worden. Eine Reihe von Abschiedsveranstaltungen un terstrichen die Anerkennung und die Beliebtheit, deren sich Bustan in aller. Kreisen des jüdischen Lebens in Argentinien und darüber hinaus bei allen Argentiniern, mit denen er in Berührung kam, erfreute. Sein Wirken im Argentinisch-Israelischen Kulturinstitut war von besonderer Bedeutung und hat in einem nicht geringen Umfang zur Vertiefung der freundschaftlichen Beziehungen zwischen den beiden Ländern beiget’-agen. Bustan ist ein glänzender Redner, der es durch sein Wissen und die einfache Form seiner Darstellung immer verstand, sein Publikum zu fesseln. Sein Fortgehen wird allgemein be dauert. Lehrer Fein s, A. Mit dem Lehrer Hermann Fein, der vor einigen Wochen verstorben ist, ging ein Mensch dahin, der in sich eine ganze Zeit verkörperte: der jüdische Lehrer aus den deutschen Kleingemeinden, der einst Mittelpunkt des ganzen jüdischen Lebens seines Wohn- und Wirkungskreises war. Er w-ar Lehrer und Prediger Seelsorger und Berater, Erzieher der Jugend und der Erwachsenen, gebildet auf dem weiten Gebiet jüdischen und weltlichen Wissens, er war der Freund der Familien, der Väter, der Mütter, der Eltern und der Kinder, die ihn, soweit sie den Kontakt behalten konnten, als ihren Lehrer und Freund bis in das späte Alter betrachteten. Hermann Fein, der sieb curch menschliche Qualitäten ebenso wie durch sein hohes Verantwortungsgefühl und sein Wissen auszeichnete, stellte sich hier in der Emigration sofort der jüdischen Arbeit zui Verfügung. Was Männer wie er und der Lehrer Stern s. A. für den Wiederaufbau der Gemeinden und damit für die Kontinuität des jüdi. sehen Lebens geleistet haben, sollen wir niemals vergessen. Wir sind ihnen zu stetem Dank verpflichtet. Viele Jahre hindurch ar beitete Lehrer Fein für die Nueva Comunidad Israelita und für Lamrot Hakol, an deren Aufbau er stärksten Anteil genommen hat. Die innere Ausgeglichenheit und Vornehmheit seines Wesens verschafften ihm ebenso wie sein Wirken viele Freunde, die ihm nicht nur ein ehrendes Andenken wahren, sondern seinen Beitrag zu unserem jüdischen Leben im neuen Lande stets schätzen werden. Tagung der DAIA Dass der DAIA heute wie in früheren Jahren erhebliche Aufgaben im Interesse aller argentinischen Juden zufallen, ist ohne weiteres verständlich. Aus diesem Grunde gewinnt auch die I. SCHREIBER bietet Ihnen sein modernes Stimmungsorchester zu allen Ihren Festlich keiten an. Geht auch in die Provinz MEDRANO 852. VI. B T. E. 86-5036 mehrtägige Tagung der DAIA vom 6. bis zum 9. Juli in Mar del Plata eine grosse Bedeutung. Die Tagung wird mit einem Bankett am Sonn, abend, den 6. Juli, eröffnet, das zu Ehren Argentiniens und aus ,-inlass des Nueve de Julio in Anwesenheit des Gouverneurs der Provinz Buenos Aires, General Francisco A. Imaz, des israelischen Botschafters in Ar gentinien, Don Moshe Alon und einer Reihe hochgestellter Persönlichkeiten dev öffentlichen Lebens durch geführt werden wird. Am Sonntag wird dann die Eröffnung der Tagung durch den amtsführenden Sekretär der DAIA, Dr. José Kestelman und durch Ansprachen des Präsidenten der DAIA-Filiale in Mar del Plata, Df- Abraham Rubinstein, des Präsidenten des Waad HakehiJlot Dr. Tobias Kamenszain und einen Re präsentanten der Israel-Botschaft erfolgen. Anschliessend referiert DAIA-Präsident Dr. I. Goldenberg über die aktuelle Situation in grundsätzlichen Ausführungen. Ueber dieses Referat wird eine „mesa redonda“ abgehalten, an der als Redner die Herren Dr. Cohen Imach, Ing. Shalom Rosenberg, Dr. Leon Perez, Dr Samuel Daien und Ernesto Grunblat teilnehmen werden, also Referenten mit einer hervorragenden Aktua- (Fortsetzung der Ereignisse auf Seite 5) C ATECA S.A. Directorio 5555 Buenos Aires T. E. 68.1017/18 y 1264 SUAVANDAR el calzado legítimo de espuma de goma SANTA FE 2224, I® T. E.: 80-0149 ciencias económicas contador»» públicos nocional»* consultores de ^empresa* ESPECIALISTAS EN SOCIEDADES j ANONIMAS \V Di Tochte glückliche Geburt zeigen hocherfreut an DAVID WAINTRAUB und Frau OLGA geb. MATZNER Acevedo 537 LÜACH —(KALENDER) Freitag, den 5. Juli 9- Tamus Sonnabend, den 6. Juli 10- Tamui Schabbat CHUKAT Haftara: Schoftim, Kap. 11 Sonntag, den 7. Juli '1- Tamus Montag, den 8. Juli -*2. Tamus Dienstag, den 9. Juli 13- Tamus Mittwoch, den 10. Juli 14- Tamus Donnerstag, den 11. Juli 15- Tamus Freitag, den 12. Juli 16- Tamus Sonnabend, den 13. Juli 17. Tamus Schabbat BALAK Haftara: Micha, Kap. 5 Sonntag, den 14. Juli 18. Tamus Fasttag (Erinnerung an die Zerstörung der ersten Mauern Jerusalems 586 v.d.g.Z.) Montag, den 15. Juli 19- Tamus Dienstag, den 16. Juli 20. Tamus Mittwoch, den 17. Juli 21- Tamus Donnerstag, den 18. Juli 22. Tamus Freitag, den 19. Juli 23. Tamus Sonnabend, den 20. Juli 24. Tamus Schabbat PINCHAS Haftara: Jeremias, Kap. 1 Sönntae, den 21. Juli 25. Tamus Bei»* fange ’Mal D die bevorstanden «ab es noch vie sten, die annah die Tage des R< zählt seien. Abe Krisen, die zugl punkte brauner I wesen sind, wi kottTag, der 1 brand, der Röhn: waren vom Dr überstanden wort Aus verschiede sehen Gründen braune Regierung Entsendung ein tion der Zionisti einigung in I (bekannt unter > mng ZVfD) zun nach Luzern ni wenden: sie erl gens auch noch (Fortsetzung der der Woche vor ta in unseren. Leben, Nach eine an anschliessend debatte wird ] sehafter über di Aufgaben und d keiten des jüdisi nach dem See sprechen. Wied eine .mesa redoi an der sich die Moses Goldman Kestelman, Ing. en. Dr. Isaac 1 und Jorge Bren werden. uach meinschaftsesse allgemeine De «as von Bots behandele The W* itt Jigltn h te <u ein ^3164557^314

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