Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 29 (1968)
- Issue
- 2275 (5.7.1968)
- Date
- 1968-07-05
- Page
- [Seite 2] (sequence 2)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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— Viernes, 5 de Jallo de 1968 JÜDISCHE WO CHENSCHAU Año XXIX. — 2275 Tauziehen in Mittelost (Schliss von Seite 1) Wechsel der Befehlshaber Tel Aviv. — Das militärische Hauptquartier kündigte mit sofortiger Wirkung Aenderungen der obersten Heeresleitung an. General Rechavam Zeewi wird das Zentralkommando von General Usi Narkis übernehmen, der im vergangenen Jahr den Feldzug gegen Transjordanien geleitet hat. Narkis wurde zun-, Generaldirektor der Alija-Abteilung der Jewish Agency ernannt. Jizchak Arad, der 1926 in Litauen geboren wurde und im Zweiten Weltkrieg im Widerstand kämpfte, später nach Israel kam und sich der Palmach anschloss, wurde zum Chef der militärischen Erziehung ernannt und tritt an die Stelle von Oberst Mordechai Bar On, der die Leitung der Jugend- und Chaluz-Ab teilung der Jewish Agency übernimmt (ITA) in denjenigen Ländern gestiegen ist, die sich bisher gegen die Kommunisten hermetisch verschlossen haben, wie etwa Transjordanien. Dagegen sind die roten Machthaber nicht damit einverstanden, dass die arabischen Regierungen auch weiterhin ihre kommunstischen Parteien unterdriik. ken und verbieten. Am besten bat es wohl Nasser verstanden, sich die Vorteile der russischen Freundschaft zu sichern, ohne Konzessionen zugunsten der ägyptischen KP zu machen, die weiterhin verfolgt ist. In ähnlicher Weise aber haben alle anderen Araber-Regierungen manövriert, da sie durch die Kommunisten eine „Unterwanderung“ ihrer eigenen „progressistischen* Systeme befürchten. Die letzten politischen Ak tionen der Moskauer Zentrale haben die Araber stutzig gemacht, nachdem der britische Aussenminister Michael Stewart im Mai ln Moskau war und eine Gleichschaltung der russischen und englischen Mittelost-Po. litik erstrebt hat. Obwohl die Meinungen darüber auseinandergehen, ob Stewart sein Ziel erreichen konnte ist doch nicht zu verkennen, dass die Russen darum bemüht sind, die Gesichtspunkte für die Haltung der grossen Mächte des AVestens mit den eigenen Zielsetzungen in einen Einklang zu bringen. Dies gilt vor allem für die grundsätzliche Frage, auf welchem Wege man zu einer Regelung der offenen Fragen gelangen solle Bisher neigten die Russen ohne Zweifel dazu, dass ei- Füllhalter REPARATUREN Spszialgeschaefi CORRIENTES 569 T. E. 49-5850 REAL PEN PUEYRREDON 2190 nach. 16—19 Uhr Tel. 80 6930 PR OPIEDADES WEINSTEIN Ciudad de la Paz 1960 (EX-PROPIEDADES FRANKENBERG SRL.) erwartet Sie in seinem neuen Büro zu einer unverbindlichen Aussprache, um Ihre Grundstück- und Wohnungsprobleme schnell und fachmännisch zu lösen. Montag bis Freitag 9—12 15—19 ne weitere kriegerische Runde ausgetragen werden solle. Damit kamen sie dem arabischen Standpunkt nahe, dass nur mit Gewalt zurüekerobert werden könne was mit Gewalt von ihnen fortgenommen wurde. Ob die arabischen Politiker tatsächlich dieses Ziel erstrebten, kann nicht letztlich entschieden werden. Sie haben in zahlreichen Reden diesen Standpunkt vertreten. Jedenfalls ist es zu einer Spannung zwischen dem Kreml und der syrischen Baath - Regierung gekommen, die am lautesten die Revanche verlangt und bisher jeden Versuch einer Verhandlungslösung abgelehnt hat. Dass der Kreml in letzter Zeit einer politischen Lösung den Vorzug gegenüber einer militärischen geben würde, kann schon nicht mehr bezweifelt werden, nachdem „Iswestija“, das massgebende kommunistische Organ Moskaus, diese Forderung ausdrücklich vertreten hat. Syrien nahm zu dieser These keine Stellung. Die Regierung in Damaskus ging bis her auch nicht darauf ein, die syrische KP offiziell zu erlauben, obwohl der Baath selbst ein System repräsentiert, das dem Kommunismus sehr nahekommt. Sowohl der Baath in Syrien wie das Regime des Generals Arif im Irak, das ebenfalls einen „progressiven Sozialismus“ verfolgt, lehnen den Kommunismus als solchen ab, der von ihnen übereinstimmend als eine p-emde Ideologie bezeichnet wird. Der Kreml hat immer eine abwartende Haltung eingenommen und ist von der Ueberzeugung ausgegangen, die Kommunisten können ruhig zusehen, die Zeit würde für sie arbeiten und die entikommunistischen, insbesondere die anderen sozialistischen Systeme werden „abwirtschaften“. Dennoch ist es durchaus möglich, dass man sich in Moskau von der umfassenden Hilfe an die arabischen Staaten schnellere Ergebnisse versprochen hat, sodass die Vermutungen und Behauptungen über die Schatten, die sich über die russischarabische Freundschaft gelegt haben, durchaus begründet sind. — Wenn die Russen tatsächlich von ihrem ursprüngli- Ihr Friseur ERICH JACOBSOHN BEDIENT SIE IN IHREM HAUS T. E. 76.5842 JUDITH SCHENKOLEWSKI Schabbosdecken - Tallisbeutel. Käppchen - Mazzot-Taschen - Hand- und Maschinenstickerei von Bett, und Tischwäsche Dr. P. L. RIVERA 2585 (fr. Bebedero) T. E. 73-9155 chen Plan einer weiteren kriegerischen Auseinandersetzung zwischen Israel und den Arabern abgerückt sind, so muss man in der arabischen Terrorbewegung einen Versuch der Durchkreuzung dieser internationalen Pläne erblicken. Dass es sich hierbei keineswegs nur um Aktionen einer illegalen Untergrundbewegung handelt, sondern um militärische Unternehmungen, die von verschiedenen arabischen Staaten unterstützt, gefördert oder gelenkt werden, dürfte kaum zweifelhaft sein. Eine ernste Gefährdung der israelischen Sicherheit ist hierin gewiss nicht zu erblicken, wenn auch die Banditenstreiche Menschenleben erfordern, Sachschaden bervorrufen und die israelische Armes zu ständiger Wachsamkeit zwingen. Dayan hat mit Nachdruck erkort. dass Israel sieh nicht provozieren lassen werde. Die Reaktionen der Verteidigungsarmee sind wirkungsvoll, aber werden die Sabotageakte nicht völlig verhindern können, bis durch einen weiteren Angriff das militärische Potential der Araber erneut zerschlagen wird. In diesem Zusammenhang sind die letzten Erklärungen beachtlich, die vom Ministerpräsidenten Levi Eshkol und vom Verteidigungsminister Dayan abgegeben worden sind, die israelische Bevölkerung solle sich darauf vorbereiten, dass ein neuer Feldzug erforderlich werden könnte. Dass es sich hierbei um leere Drohungen handeln sollte, ist bei der von Israel geführten Sprache nicht anzunehmen. Dass sich die Terrorbanden des El Fatah hiervon beeinflussen lassen, kann man ebenso wenig vermuten. Hierdurch wird der Ernst der Lage gekennzeichnet die nicht nur voller Spannungen, sondern auch voller Widersprüche ist. Auf der einen Seite sind politische Entlastungen zu erwarten, auf der anderen aber verhindern die arabischen Länder jede Möglichkeit einer Verständigung, indem sie die Verhandlungen zum Frieden blockieren. Mit der Stabilisierung der israelischen Position an den neuen Grenzen geht zweifellos eine Abkühlung der internationalen Sympathien Hand in Hand, deren sich Israel im vergangenen Juni erfreuen durfte. Die Weltmeinung neigt immer oder häufig dem Schwächeren zu. Damals bestand die Gefahr dass Israel von der arabischen Uebermacht „ins Meer geworfen wird", was Nasser verkündet hatte. Dass es sich bei dem Sechs- JAC0B LAPIDUS dipl. Mthel Viamonte 2037 4® B T. E. 46-1716 M0HELN. PLAKSIN Saperi 2719 NEUES TELEFON: 78-4784 tagekrieg um eine Selbstverteidigung Israels gegen die arabischen Absichten eines neuen Völkermordes gehandelt hat, gerät allmählich in Vergessenheit. Die antiisraelische Propa ganda, die von vielen Seiten unmittelbar nach dem Sieg im Sechstagekrieg einsetzte und die unvermindert anhält, konnte nicht ohne Wirkung bleiben. Ob alles ge ■ schehen ist, um dieser Propaganda entgegenzutreten, muss dahingestellt bleiben Die Juden sollten eigentlich die Bedeutung und die negativen Folgen einer ständig wiederholten Lügenkampagne kennen, deren Wirkung schon einmal in unserem Leben zu traurigen Konsequenzen geführt hat In diesem Jahrhundert ist keine Behauptung absurd genug, um nicht doch irgendwie und irgendwo geglaubt zu werden... Es ist ein bedenkliches Symptom, wenn eine angesehene Zeitung wie die Frankfurter Allgemeine ein Jahr nach dem Sechstagekrieg eine Anzeige veröffentlicht, in der „ein Balfour zur Gründung einer na tionalen Heimstätte in Palästina für ein und eine halbe Million arabischer Flüchtlinge“ gesucht wird.. Die Einlösung des Versprechens, das der britische Aussenminister Balfour 1917 gegeben habe, führte, so heisst es in der Anzeige, 31 Jahre später zur „Schaffung Israels und der daraus folgenden Vertreibung von fast einer Million palästinensischer Araber“ ... Dass diese Anzeige einen unernsten Eindruck macht, dass die dort formulierten Behauptungen unrichtig sind das wissen wir. Nach dem alten Prinzip, dass „irgendetwas hängen bleibt“, sollte man den psychologischen Krieg mit grösserem Nachdruck aufnehmen und diese arabischen Propagandathesen widerlegen, zumal es nicht nur die Araber sind die einen Nervenkrieg gegen uns führen. Im Zusammenhang mit all diesen Ereignissen und Entwicklungen gewinnt die von Goldmann geäusserte Meinung an Gewicht. Wir Dr. Bernardo SCHWARCZ ZAHNARZT ESTOMBA 2283 — 76-8216 RAYOS X PARADENTOSE '1' 1? VORANMELDUNG haben in den letzten Jahren häufig einen grundlegenden Stellungswechsel in der Politik der Grossmächte beboachten können. Es dürfte durchaus nicht ausgeschlossen sein, dass jetzt eine Möglichkeit besteht, die bisher ablehnende Haltung des Kreml gegenüber Israel und den gerechten Forderungen des jüdischen Volkes zu mildern. Der Versuch hierzu, der sicherlich 'bereits des öfteren gemacht worden ist, sollte erneuert werden. Man darf im politischen Leben nicht müde werden, seine Sache mit Nachdruck zu vertreten. LA SEMANA ISRAELITA Semanario Aparece los Viernes Editado por Estrellas Editorial Ltaa. Director: Amoldo W. B. Swarsensky Pueyrredón 2190, 1* izq. T. E. 83-2613 Abono- Preise Argentinien: $ 11200.— pro Jahr Ausl. $ 1.800— jänrl. Lu ft post-Abono f. d Na chba r-Rep u bliken 10 Dollar jährlich Nicht in Israel Jerusalem. — Jefim Mazour, der mehrere Monate lang als Ansager in russischer Sprache bei Kol Israel angestellt war, hat seinen Posten gekündigt. Er tat d;es unter der Angabe, dass die sowjetischen Behörden seiner Familie gestattet haben, sich mit ihm wiederzuvereinigen, doch nicht in Israel, weshalb er nach Wien reisen müsse. (ITA) Confitería NIZA Servicios de lunch de categoría SALON DE FIESTAS ECHEVERRIA 3296, esq. 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