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Jüdische Wochenschau · 1968-06-14 · 2272 (14.6.1968) · p. [Seite 5]

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
29 (1968)
Issue
2272 (14.6.1968)
Date
1968-06-14
Page
[Seite 5] (sequence 5)
Language
German, Spanish
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Viernes, 14 de Junio de 1068 SEMANA ISRAELITA Año XXKX.. — N9 2172 — 5 Zionistenkonéress in der Ereigniss« “Seite 5) der) . 18. Siwan 19. Siwan Jerusalem. — Der 27. Zionistische Weltkongress wurde mit einer Ansprache seines Präsidenten, Dr. Naebum Goldmann, eröffnet, der erklärte: „Während in den frühen Tagen des Zionismus der humanitäre oder idealistische Charakter von denen hervorgehoben wurde, welche den Fortshritt die Demokratie und den Sozialismus im 19. Jahrhundert repräsentierten, muss dieser heute neue Formen des sozialen Fortschritts und di“ Ideale der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts berücksichtigen, um der jetzigen Generation verständlich zu sein.“ In seiner Rede betonte Goldmann, dass der Zionismus stets eine Bewegung gewesen sei, in der zwei Tendenzen nebeneinander bestanden haben, nämlich der Wunsch Herzls, für die Juden einen jüdischen Staat zu gründen, und das Ideal Achad Haams, für den der geistige Aspekt vorherrschend war und der „in Erez Israel vor allem ein geistiges Zentrum für das jüdi sehe Volk“ schaffen wollte. „Meiner Auffassung nach“, so führte der Redner aus, „liegt die Lösung einzig und allein in einer Synthese der beiden Tendenzen. In einer Zeit der souveränen Staatsgebilde müssen wir einen Staat haben, der wie jeder andere Staat ist, doch zu gleicher Zeit müssen wir darauf bedacht sein, dass er nicht nur wie jeder andere ist sondern die höchsten Ideale und besonderen Werte unserer jüdischen Geschichte und Zivilisation pflegt, um sich in das geistige Zentrum des jüdischen Volkes zu verwandeln. Nur ein solcher Staat wird eine grosse Zahl junger Juden und vor allem den besten Teil der idealistisch gesinnten Jugend der kommenden jüdischen Generation anziehen.“ Dr. Goldmann wies eingangs darauf hin, dass dieser Kongress unter dem Zeichen von drei bedeutenden Gedenktagen stattfindet: 70 Jahre seien seit dem 1. Zionistenkongress vergangen, 50 Jahre seit der Balfour- Deklaration und 20 Jahre seit der Gründung des Staates Israel. „Der Zionismus“, fuhr Dr. Goldmann fort,, „ist einzigartig, denn seine Ziele basieren nicht auf geographischen und demographischen Realitäten sondern er ist ein Traum und eine Vision Die grundlegende Bedingung für die Fähigkeit des ALIJA Tel Aviv. — 11 Delegierte der Mapai aus 7 freien Ländern kündigten am Vorabend des 27. Zionistenkongresses an, dass sie innerhalb eines Jahres persönlich in Israel einzuwandern gedenken. Die Ankündigung erfolgte auf Veranlassung von Marcus Wassermann aus Brasilien. Die übrigen Länder, die diese Gruppe vertrat, waren die USA. Kanada, Mexiko, Frankreich, Südafrika und Australien. (ITA) Staates, diese Ideale zu verwirklichen und unser ständiges Ueberleben zu sichern, ist noch nicht erfüllt. Es wird die grösste Aufgabe unserer Generation sein, den Weg und die Methode zu finden, von unsern Nachbarn akzeptiert und einer der integralen Teile dieser Welt im Mittelosten zu werden. Während dies in erster Reihe ein Problem des Staates ist, so liegt das zweite grosse Proolem dem Zionismus ob, der das jüdische Volk in Israel zu vereinigen berufen ist.. Mit der Entwicklung der Aiija wird die Bewegung stehen oder fallen, und das ist die grosse historische Prüfung, die der Zionismus für sein Ueberleben zu bestehen hat.“ Im weiteren hob Dr. Goldmann hervor, dass viele fortschrittliche Elemente der IJnken, um nicht von den Kommunisten zu sprechen, heute antizionistisch sind. Die jungen Juden und andere Jugendliche, die keine Treue ihren eigenen Ländern gegenüber empfinden, können nur schwer von den Problemen ihres Judeseins überzeugt werden. Der Zionismus müsse eine neue intellektuelle und geistige Sprache erlernen, wenn er auf die jugendlichen Geister ries 20. Jahrhunderts Anziehung ausüben wolle. Alle Diskussionen über die Frage, wer die Aiija oder Eingliederung handhaben solle würden nicht den wahren Kern dieses Problems anriihren, der im revolutionären Chara'. unserer Epoche begünöet ist. „Unser harren viele Aufgaben“, schloss Dr. Go.dmann seine Ausführungen, „und sicherlich sind sie schwieriger als jene, die in den verflossenen 70 Jahren bewundernswürdig bewältigt wurden. Die Frage heisst ALFRED0 STERN MALERARBEITEN FACHMAENNISCHE AUSFUEHRUNG VIDAL 1575 — FAST ECKE PL , Tel.: 76-9088 27. SW® 28. S»* DieDrutsduni Ravnmrrspiele Intendant: REINHOLD K. OLSZEWSKI TEATRp MUNICIPAL GENERAL SAN MARTIN (Sala Martin Coronado) — Comentes 1530 18. JUNI, 21 UHR, PREMIERE MIRA-ND0LINA DIE WIRTIN VON FLORENZ Lustspiel von Carlo Goldoni, übersetzt von Lola Lormel Regie: INTENDANT KARL VIBACH Weitere Vorstellungen: 20., 21. und 23. Juni Kassenzeiten Ina Theater ab 17. Juni v. 11-14 u 17-19 Uhr nicht, ob der Zionismus bedeutsam oder notwendig ist, sondern vielmehr, ob wir unserer Aufgabe gewachsen sind.“ DER FRIEDEN IM MITTELOSTEN Ministerpräsident Levi Eshkol griff in seiner Rede auf der Plenarsitzung des Kongresses die sogen. Friedensverträge an, die ausserhalb der Region erstrebt werden Er nannte sie zeitweilige Palliativabkommen, die „uns nicht befriedigen und von denen wir schon genug haben.“ Er verwies darauf dass es eine besondere internationale Resolution übedie freie Schiffahrt durch den Suezkanal gibt, internationale Truppen aufgestellt wurden, um die freie Schifffahrt durch die Meergengen und freien Zugang zu den heiligen Stätten, sowie den freien Zugang zum Skopus- Berg zu sichern. „Es kamen verschiedene Abkommen unter den Auspizien der UN imstande“, führte er aus, „und sehen Sie sich an, wohin sie geführt haben! Die Zerstörung der Synagogen die Entweihung der Friedhöfe, überall Schutt und Schmutz, so dass es keine Worte gibt, um die Verwü stung zu beschreiben, die wir in der Altstadt von Jerusalem vorgefunden haben. Das geschieht mit den Ab kommen, wenn kein wahre*" Frieden da ist. Und der wahre Frieden wird ohne direkte Verhandlungen, ohne gegenseitige Anerkennung nicht kommen.“ Eshkol fügte hinzu, dass das ganze Gebiet den Frieden und Sicherheit ersehne, doch eine Grossmacht — zum Unglück aller seiner Bewohner und des Friedens — den Feind mit den besten Waffen ausstatte, die kleinen Gruppen von Saboteuten organisiere und unterstütze, sodass Israel sich verteidigen müsse. Diese Situation könne nicht zum Frieden führen. Einen Teil seiner Ansprache widmete der Ministerpräsident dem Schicksal der russischen Judenheit und verlieh der Hoffnung Ausdruck, dass endlich eine Auswanderung der Juden aus diesem Land einsetze" möge. Doch ihr Beginn hänge nicht vom jüdischen Volk und von Israel ab. Vom jüdischen Volk sei allein die Auswanderung aus der freien Welt abhängig. „Wir treten in eine neue Aera“. versicherte er. „Se bst heute ist die israelische Wirtschaft in der Lage, jeden Akademiker, der zu uns kommt, zu absorbieren. Einige Wirtschaftszweige sind sogar durch das Fehlen von Spezialisten und Fachleuten in ihrer Entwicklung gehemmt“, fügte er hinzu. WORTE DES STAATS¬ PRÄSIDENTEN Der Kongress begann seine praktische Arbeit am Tage nach der feierlichen Ein weihung. Staatspräsident Zalman Shazar richtete einen dringenden Appell an das jüdische Volk, die gleiche Bereitschaft zur Gewinnung des Friedens zu zeigen, die es im vergangenen Jahr bewiesen hat, als es den Krieg zu gewinnen ga t. „Die Israelis wollen nicht töten, aber sie wollen sich auch nicht erschlagen lassen“, rief er aus. Er wandte sich an die Nachbarn Israels und forderte sie auf, den Friedenswunsch des jüdischen Staates zu akzeptieren. Er betonte, dass Israel die Kampagnen zur Aufbringung von Fonds und ihre Resultate zu schätzen wisse doch er habe für die Juden in der Diaspora nur ein Wort, das heisse: „Kommt!“ Fortsetzung der Ereign;sse der Woche von Seite 4) an, aus dem besonders das mit warmer Sympathie be lohnte israelische Duo „Parvarim“ hervorgehoben zu werden verdient. Wirtschafts-Mission In der vorigen Woche traf aus Montevideo kommend eine Wirtschafts-Mission Is raels in Buenos Aires ein. Der Delegation, an deren Spitze der Generaldirektor des Handels- und Industrieministeriums, Herr David Golan, steht, gehören die Herren Josef Katz, Direktor für Aussenhandel dieses Ministeriums, und Mosche Yehuda, WirtschaftsAttaehé der hiesigen Israel - Botschaft, an. Die Delegation ist betraut, Verhandlungen mit hohen Beamten des argentinischen Wirtschaftsministeriums und dem Sekretariat für Aussenhandel zu führen, um die Erweiterung der wirtschaftlichen Beziehungen zwischen beiden Ländern zu erreichen, wobei besonders eine Steigerung der Käufe von argentinischen Industrie- und Agrarprodukten und gleichzeitig eine Erhöhung der israelischen Exporte nach Argentinien in Frage stehen. Gemeinsame Erklaerung Der Präsident der israelischen Handels-Mission, Dr David Golan, und der Unterstaatssekretär des argentini sehen Handelsministeriums. Ing. Enrique Gastón Valente, unterfertigten als Ergebnis der von den israe. ischen Delegierten mit argentinischen Funktionären geführten Verhandlungen ein Dokument, in dem beide Regierungen ihre Bereitschaft zum Ausdruck bringen, die traditionellen freundschaftlichen Beziehungen zwischen ihren Ländern auf dem Gebiet des internationalen Handels zu konsolidieren. Degleichen wurde beschlossen, Arbeitsgruppen zu schaffen, die in Argentinien und in Israel die Grundelemente für eine Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Forschung und Entwicklung, sowie die Fortsetzung der Verhandlungen im Rahmen der Abkommen der GATT zur beiderseitigen Senkung der Zollgebühren und Einführung anderer Massnahmen zur wirtschaftlichen Kooperation prüfen sollen. „Es geschah an einem 5. Juni“ Dr. K. K.: — Bet Israel, THG, KKL und WIZO boten im überfüllten Saal von „Bet Israel“ eine ausgezeichnete künstlerische Veranstaltung, zionistisch in Geist und Gehalt, dabei interessant und unterhaltend. Die Jugendgruppen leiteten sie mit hebräischen Liedern und Tänzen ein. Ein KKL-Film über Jeruschaiajim schloss sie ab, der sehr schöne Bilder aus Israel darbot Herzstück des Abends war ein Hörspiel von Werner Rosenberg „Es geschah an einem 5. Juni“, das auf die Bühne übertragen wurde. Es gab fn schlichter und gerade deshalb wirkungsvolle*- Form einen Bericht über den Sechstagekrieg Israels. Es wird erzählt, was man von der Mauer aus sieht. Sogar das einzige dramatische Handlungsmoment, der Entschluss des links orientierten Sohnes, nach Israel zu gehen, wird hinter die Szene verlegt. Die moderne Form wird durch Ansager und Radio hergestellt. Das geschichtliche Geschehen wird historisch richtig und gut ausgewähit geboten. Für die theatralische Umkleidung hat Rosenberg geschickt ein Milieu gewählt das er genau kennt: die Belgrano-Juden. Er gestaltet es mit Lokalkolorit und einigen viel belachten ironischen Spitzen gegen übliche Bräuche und Unsitten. Die vier Menschen sind richtig gesenen und lebendig gezeichnet, wohlgemerkt als Typen und nicht als Charaktere. Besonders gefallen hat mir, dass Rosenberg bei einem Thema, das dazu verführen könnte, jegliches Pathos oder gar irgendeine Form von Patriotismus vermieden hat. Er wusste, dass sein Hörspiel nur für Juden und Zionisten geschrieben ist, die das Pathos unseres jüdischen Krieges und Sieges von selbst empfinden. Helmuth Kramer führte ausgezeichnet Regie. Er stellte das Hörspiel sichtbar auf die Bühne. Ausserdem sorgte er dafür, dass Nieht* ScTtauspieler sich natürlich bewegten und so sprachen, wie ihnen der Mund gewachsen ist. Und das ist schwierig und sehr viel. Schauspielerisch standen die beiden Damen oben an, Lotte Sichel bewegte sich natürlich und sprach aus jüdischem Herzen mit mütterlichem Gefühl. Vera Wassermann war das zionistische Mädel, die dem Bruder gern eins auswischte. Helmuth Kramer war köstlich als Gestalt: der reiche Jude aus dem vornehmen Norden, wie er leibt und lebt. Marcelo Loeb war der Sohn, der durch die Ereignisse zu seheinem schon verloren geglaubten Judentum zurückgeführt wird. Ruhende Levie sang sehr schön den Kiddusch. Die reizende Raquel Rabau war die Ansagerin Miguel Thanhauser als frecher Zeitungsjunge holte sich einen verdienten Sonderapplaus. Silvia Thanhauser, Claudia Wolff, Rüben Rosenberg und Sami Hochberg waren die Radiosprecher. Das Publikum ging begeistert mit und spendete vom Anfang bis zum Schluss reichen Beifall. Es war eine ausgeieichnete künstlerische und zionistische Veranstaltung. (Ex UNIVERSO) COOPERATIVA DE SEGUROS LlüiïAOA ASEGURA EN TODOS LOS RAMOS A 14.000 SOCIOS QUE OBTIENEN LOS BENEFICIOS DE SUS SERVICIOS INTEGRE UD. TAMBIEN EL UNIVERSO DE LA GRAN FAMILIA DE OLAM ETICA Y MORAL SOCIETARIA LIAMENOS PARA ASESORARLO CORRIENTES 2115 45-0668/0852/1085/9965 46-8803/9130 49-2723/2785/2879/3784

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