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Jüdische Wochenschau · 1968-06-14 · 2272 (14.6.1968) · p. [Seite 2]

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
29 (1968)
Issue
2272 (14.6.1968)
Date
1968-06-14
Page
[Seite 2] (sequence 2)
Language
German, Spanish
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i 2 — Viernes, 14 de Junio de 1968 JÜDISCHE WOCHENSCHAU Año XXIX. — N? 2172 Debatte vor dem Kongress! (Schluss von Seite 1) die gleichermassen sentimentale wie politische Elemente enthält. Als der 1 Kongress im Basler Programm die Stärkung des jüdischen Selbstgefühls und Verantwortungsbewusstsein^ beschloss, werden manche auch angenommen haben, hier einer gutgemeinten Redensart ohne grösseren praktischen Wert gegenüberzustehen. Und doch war die se Forderung des Basler Pi’ogramms von einer dominierenden Wichtigkeit Ohne Selbstgefühl und Verantwortungsbewusstsein hätten weder Organisation noch Kongress zu den Trägern der grossen Aktion des jüdischen Willens für eine bessere Zukunft werden können. So ist auch die Forderung nach Einheit keine leere Phrase. Dass diese Einheit gerade nach Schaffung Israels gefährdet werden kann, haben wir selbst in den ersten Jahren nach der Proklamation des Staates gesehen. Natürlich gehorchen das jüdische Volk in der Welt und der jüdische Staat in Israel anderen historischen, politischen, gesellschaftlichen und auch kulturellen Gesetzen, die sich allein schon aus der Tatsache ergeben, dass sich die verschiedenen Judenheiten neben dem jüdischen in andere Kulturkreise verwurzelt finden. Dieselbe Feststellung ist auf allen anderen Lebensbezirken anzu treffen, die von der Tatsa che bestimmt werden, dass ein Jude innerhalb einer nichtjüdischen Umwelt lebt. Es mag auch noch andere Organisationen in der jüdischen Welt geben, die sich die gleiche oder ähnliche Aufgaben in dieser Hinsicht durch eine starke jüdische und hebräische Erziehung gestellt haben. Das ändert Dr. FREY ABOGADO PUEYRREDON 2190 1? izq. nach. 16—19 Uhr Tel. 80 6930 REAL PEN Füllhalter REPARATUREN Spezialgeschaeft CORRIENTES 569 T. E. 49-5850 PROPIEDADES FRANKENBERG S. R. L. berät Sie kostenlos und unverbindlich beim Kauf oder Verkauf von GESCHAEFTEN WOHNUNGEN HAEUSERN VIRREY DEL PINO 2262 T. E. 73-7887 nichts^daran, dass die Verantwortung für die Durchsetzung dieser Zielstellung und die Kontrolle in der H ind einer, eben der Z. O. zentralisiert sein muss. Dass auch die politische Aktion geleitet werden muss darf nicht bezweifelt werden. So weit die Vertretung der israelischen Interessea in Betracht kommt, liegt sie eindeutig und ausschliesslicn bei der israelischen Regierung und Ihren zuständigen Instanzen, beim Aussenministerium und seinen Diplomaten. Aber auch die Stimme der Judenheit eines Landes kann mitunter wichtig und erforderlich sein. Für die Juden aber spricht nicht der israelische Vertreter mit ihrer Landesregierung, sonoern die hierfür zuständige Instanz, die etwa die Z. O. oder eine zentrale Repräsentanz sein kann. Die Orientierung aber geht von der Z.O. aus, die allein die gegebene Verbindung zwischen den Jodenheiten in der Galu+ und der israelischen Regieiung bildet. Auch wegen dieser Aufgabe wird man nicht — jedenfalls für absehbare Zeit nicht — auf eine starke und lebensvolle Z. O. verzichten können. (Nur nebenbei erwähnt sei die Haltung der arabischen Staaten, die sich in der Arabischen Liga eine in den verschiedensten Ländern vyirkende Körperschaft geschaffen haben, die bewusst für sie die Rolle spielen soll, die der Z.O. für Israel obgelegen hat). Dass es bei der Parallelität dieser Aufgaben auch gelegentlich zu Meinungsverschiedenheiten zwischen der Regierung und der Z. O. kommen kann, ist möglich, aber nicht un bedingt notwendig. Israel braucht dringend mehr Menschen. Eine breite Alijah (Einwanderung) ist erforderlich, um den Bevölkerungsbestand des Landes zu erweitern. Bekanntlich ist der natürliche Bevölkerungszuwachs im arabischen Sektor Israels höher zls im jüdischen, jedenfalls in den letzten Jahren. Hier kann und muss durch die Einwanderung neuer, junger Elemente ein Ausgleich geschaffen werden. Es sind wenig mehr als 20 Jahre verstrichen, als das jüdische Volk um die Oeffnung der Tore Erez Jisraels kämpfte. Um die Einwanderung von 100.000 Juden zu erreichen, mussten verschiedene Untersuehungskommis- Ihr Friseur ERICH JACOBSOHN BEDIENT SIE IN IHREM HAUS T. E. 76.5842 JUDITH SCHENKOLEWSKI Schabbosdecken - Tallisbeutel. Käppchen - Mazzot-Taschen - Hand- und Maschinenstickerei von Bett, und Tischwäsche Dr. P. L. RIVERA 2585 (fr. Bebedero) T. E. 73-9155 Confitería NIZA Servicios de lunch de categoría SALON DE FIESTAS ECHEVERRIA 3296, esq. CONDE 76.0286 73-1049 sionen eingesetzt und um ihre Meinung konsultiert v. erden. Als der Staat erst kurze Zeit bestand, waren in wenigen Wochen diese 100.000 Flüchtlinge und in einigen Jahren weitere Hunderttausende eingewandert, die heute gut eingeordnet sind Jetzt, wo unserem Volk die Möglichkeit gegeben ist, frei nach Israel zu übersiedeln, ohne Zertifikate, Kommissionen und fremde Erlaubnisse, stockt die Einwanderung, weil äusserer Zwang fehlt. Das ist gewiss kein gutes Zeichen. Die Juden haben nichts oder wenig zugelernt. Sie wandern nur, wenn sie müssen, aber nicht, solange sie noch freiwillig ihren Weg selbst bestimmen können. Der Mangel an Alijah wird gern einem Versagen der Z O. zur Last gelegt, auch deswegen, weil die zionistischen Führer selbst nicht zur Alijah gehen; es würde schon genügen, so wird gesagt, wenn deren Kinder nach Israel kommen würden. Dieses Argument ist — von aussen betrachtet — richtig, aber in dieser Formulierung nicht ernst, weil mit der Alijah einiger führender Persönlichkeiten das Problem nicht gelöst ist und wahr scheinlich auch den Galut- Judenheiten kein Gefallen getan wird. Dass die Alijah schwach ist, kann nicht geleugnet werden. Dass sie aber ohne die Z.O. vollkommen aufhören würde, dürfte als sicher unterstellt werden. Jugenderziehung, Hebraisierung und Alijah sind Aufgaben, die von der Z.O. geleistet werden müssen, schwierige Aufgaben, deren Lösung nicht mit Proklamationen und Erklärungen über die Schuldigen herbeizuführen ist. Es ist eine allgemeine Erfahrung und keineswegs nur eine Ueberraschung im jü dischen Leben, dass Wanderungsbewegungen niemals dem freien Willen entspringen. Ein Mensch verlässt auch sein unwirtliches Heim nur, wenn ein Zwang hinter ihm steht, der auf religiösen, politischen oder gesellschaftlichen Benachteiligungen oder Verfolgungen beruht. An dieser Tatsache ändert man nichts durch Deklarationen, wohl aber durch eine systematische, beharrliche und geduldige Erziehung der Erwachsenen und der Jugend. Die mit dieser Frage verbundenen Probleme müssten in gemeinsamer Anstrengung von Israel und der Z.O. zu lösen versucht werden, aber nicht durch neue Programme, sondern durch konkrete und praktische Massnahmen. Ohne Zweifel muss die jü dische Solidarität mit Israel SABOTAGE Tel Aviv. — Ein nicht mehr benutztes Muniti »nslager am Strande südlich von Tel Aviv flog in die Luft, so dass die nahe gelegene Siedlung Ben Zakei evakuiert und an dere Sicherheitsmassnahmen getroffen werden mussten. Opfer waren nicht zu beklagen. In dem Lager befanden sich im Sechstagekrieg erbeutete Waffen, die von der Heeresleitung ausrangiert worden waren. Die Explosion wurde einem Brand zugeschrieben, der auf einem benachbarten Feld ausbrach und vom Winde ge nährt wurde. Eine später durchgeführte Untersuchung ergab Spuren von Sabotage. (ITA) 90jaeJirige$ Jubilaeum Sydney. — Am Dankgottesdienst anlässlich des 90 Jahrestages der Einweihung der grossen Synagoge von Sydney nahm auch der Ger.eralgouverneur von Australien, Lord Casey, teil. Die Synagoge von Sydney wird als Ausgangspunkt für die Entstehung des reichen jüdischen Gemeindelebens in Australien angesehen. In seiner Ansprache erklärte der Generalgouverneur u.a.: ■ Trotzdem die 3.000jährige Geschichte Ihres Volkes weitgehend durch grosse Verfolgungen beherrscht war, haben sie Ihre Identität, Ihren Mut und Ihren Geist stets bewahrt.“ An der Feier nahmen auch Vertreter der Gerichtsbehörden, des Parlaments und der anderen Synagogen sowie der israelische Botschafter teil. auch in finanzieller Weise ihren Niederschlag finden. Auch mit diesem umfangreichen Problemkreis sollte sich der Kongress beschäftigen, da diese Frage immer aktuell ist. Von den vielen einzelnen Kampagnen für KKL, Hebräische Universität, Technikum, Weizmann Institut, für Schulen, Blindenanstalten, religiöse In stitutionen usw. können wir einmal absehen, obwohl auch die Vereinheitlichung dieser vielen kleinen Aktionen ratsam sein dürfte. Hier steht aber nur der Keren Hajes* sod, der Grundfonds, zur Diskussion, der die Idee der ..freiwilligen Steuer“ in die Tat umzusetzen hat, eine Idee, die einen Widerspruch in sich selbst darzustellen scheint, aber als Idee ein Zeugnis für die Grösse des Zionismus und das hohe Niveau des jüdischen Verantwortungsbewusstseins ablegt. Es hat sich nicht nur in der Theorie, sondern in der JACOB LAPIDUS dipl. Möbel Viamonte 2037 4° 6 T. E. 46-1716 MOHELN. PLAKSIN Superi 2719 NEUES TELEFON: 78-4784 Einkaeufe Eine zehnköpfige Einkaufsdelegation des Warenhauskonzerns ,.Kaufhof“ aus Westdeutschland kam kürzlich für eine Woche ins Land, um verschiedene Waren für „Israel-Wochen“ in den Kaufhäusern des Unternehmens in Köln, Frankfurt und Hamburg einzukaufen. Praxis der alltäglfeben Arbeit erwiesein, dass die Selbstbesteuerung mit der Stärkung des jüdischen Bewusstseins wächst, die von der Z.O. ausgegangen ist und die nicht nur ein leerer Programmpunkt aus Basel geblieben ist. Ohne den zionistischen Impuls, ohne die zionistische Bewegung und ihre Organisation wird es keine befriedigenden Ergebnisse für die Kampagne geben, mag man sie nun Ein- LA SEMANA ISRAELITA Semanario Aparece los Viernes Editado por Estrellas Editorial Ltda. Director: Amoldo W. B. Swarsensky Pueyrredón 2190, P izq. T. E. 83-2613 Abono- Preise Argentinien: $ 1.200.— pro Jahr Ausl. $ 1.800.— jänrl. Luftpost-Abono f. d. Nachbar-Republiken 10 Dollar jährlich heitsaktion, Dringlichkeitskampagne oder Keren Ha jessod nennen. Dasselbe gilt übrigens auch für die Alijah, sodass festzustellen ist: Ohne eine starke zionistische Bewegung wird es weder Keren Hajessod noch Alijah in nenneswertem Umfang geben. Aus all diesen Gründen und den hiermit verbundenen vitalen Lebensinteressen Israels hat der gegenwärtige 27. Zionistenkongress in Jerusalem nur eine Aufgabe: die Z. O. zu stärken und für ihre aktuellen Aufgaben aktionsfähig zu machen. Die Administration der Jüdischen Wochenschau bittet Herrn Maxitno Jaeobowifz früher Zapiola 1786 und Herrn Ludovico Stern früher Arcos 2836 um Aufgabe ihrer neuen Adresse zwecks weiterer Zustellung der Zeitung unter T. E. 83-2613. Dr. Bernardo SCHWARCZ ZAHNARZT ESTOMBA 2283 — 76-8216 RAYOS X PARADENTOSE TELEF. VORANMELDUNG BERNARDO STERN Ausführung saemtlicher MALERARBEITEN HELGUERÀ 1915 — T. E. 58-4052 CENTRO PRIVADO DE ORTOPEDIA Y TRAUMATOLOGIA Prof. Dr. I. BlumenfeW (Director) Jefe del Servido de Ortopedia y Traumatología de) Hospital israelita — Profesor de la Facultad de Ciencia« Médicas de Bueno® Aires. UNICAMENTE ENFERMEDADES DE LOS HUESOS Y ARTICULACIONES 41 2331 — 2240 47-5875 I. E. URIBURU 285 Dr. BERNARDO GOLDSTEIN MEDICO ENFERMEDADES CARDIOVASCULARES APARATO CIRCULATORIO Médico del Hospital Fernández CUBA 2141 — T. E. 73.8782 u. 73 6817 Consultas: wochentags von 15—18 Uhr Donnerstag keine Sprechstunde Sonnabend: 14—16 Uhr Enfermedades Cardiovasculares Aparato Circulatorio Dr. SAUL UMANSKY MEDICO CIRUJANO ML P. 9298 Sarmiento 3116 T, E. 87-1362 Dr. BENJAMIN LIPNIZKY ZAHNARZT ROENTGENSTRAHLEN — ZAHNZIEHEN — KIE¬ FERCHIRURGIE — REGELUNG DER ZAHN¬ STELLUNG — KIEFERORTHOP AEDIE Sprechstunden: Dienstag — Donnerstag — Sonnabend nach vorheriger Vereinbarung JOSE HERN ANDEZ 2518. T.E. 76.8673 u. 73-0500 Dr. L. 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