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Jüdische Wochenschau · 1968-06-07 · 2271 (7.6.1968) · p. [Seite 4]

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
29 (1968)
Issue
2271 (7.6.1968)
Date
1968-06-07
Page
[Seite 4] (sequence 4)
Language
German, Spanish
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4 — Viernes, de Junio de 1968 SEMANA ISRAELITA A«o XXIX. — N"?171 Ereignisse der Woche Von der Arbeit der WIZO Es dürfte angezeigt sein, einmal etwas ausführlicher auch an dieser Stelle über die Arbeit der WIZO zu informieren, über die vor kurzem in einem verhältnismässig kleinen Kreis über Tatsachen berichtet wurde, die alle interessieren, und nicht jaur gerade diejenigen, die »u einem Vortrag gekommen waren Hier handelt es sieh um Aufgaben und Fragen, die auch nicht nur die grauen angehen, obwohl WIZO, wie der Namen sagt Vine Frauenbewegung ist. WIZO heisst: Women's International Zionist Organisation, also auf deutsch: Internationale zionistische Erauenorganisation. Sie wurde 1920 auf der berühmt getoordenen Londoner Zionistenkonferenz gegründet, die jm einer Reorganisation des Jüdischen Lebens nach dem Ersten Weltkrieg geführt hat *md auf der Weizmann zum Präsidenten der Zionistischen Weltorganisation bestimmt worden ist. Die WIZO zählt heute 85.000 Frauen in Israel und 250000 Frauen in den anderen Ländern zu ihren Mitgliedern. 1st also eine auch zahlenmässig beachtlich grosse Organisation Sie unterhält in Israel zwei Heime für Säuglinge und Kleinkinder, 90 Kleinkinder - Bewahranstalten und Kindergärten. 54 Jugendklubs, 13 Schulen, 137 Klubs und Unterhaltungs- Räume für arbeitende Frauen, veranstaltet Fortbil dungskur.se, verteilt Kleidungsstücke an Bedürftige, hat eine eigene Rechtsberatungsstelle und fahrende Bibliotheken eingerichtet Das ist ein kleiner Ausschnitt mit Zahlenangaben, die das allgemeine Interesse beanspruchen dürften und gleich- :eitig für sich selbst sprechen. Ueber die Rolle der Frau ,'m Prozess der jüdischen Wiedergeburt, beim Aufbau des chaluzischen Palästina rnd des Staates Israel ist viel geschrieben worden. Wir können an dieser Stelle nur die Bedeutung der jüdischen Frau für den Fortbestand des jüdischen Volkes in den Ländern der Zerstreuung unterstreichen, der von transzendentaler Bedeutung für die Erhaltung des Judentums ist. Die jüdische Frau und Mutter ist und hieibt, ihrer natürlichen Mission getreu, der Mittelpunkt jeder Familie. Ihr fällt zu einem grossen und wesentlichen Teil die Erziehung der Kinder und der Jugend zu, eine Aufgabe, die nur diejenige Frau erfüllen kann, die von jüdischen Gedanken und Empfindungen getragen ist und die etwas vom Judentum weiss. Deswegen sollte man nicht die kulturellen Aufgaben verkennen, die jede jüdische Frauenorganisation und die WIZO im besonderen zu erfüllen hat. In der aufgeregten Zeit, in der wir leben, könnte und muss das jüdische Haus wieder zum ruhenden und friedlichen Mittelpunkt jeder Familie und damit der ganzen Gemeinschaft werden Hierher müssen die von vie- 'en Zeiterscheinungen aufgewühlten und angesprochenen Jugendlichen zurückfinden, wenn sie ihre jüdische Orientierung behalten und wenn sie Juden bleiben sollen Die Eltern und vor allem die Mütter müssen durch ein jüdisch geführtes Haus und durch ihre Fähigkeit. auf die Fragen der Jugend zu antworten, das neue jüdische Geschlecht im Zeichen unserer historisch ge ■ wordenen Existenz und der neuen Aufgaben erziehen. Das ist nicht immer leicht, da die Jugend zu fragen versteht und nicht nur aus Opposition mitunter einen anderen als den jüdischen Weg einschlägt. Deswegen '.st dringend zu empfehlen, dass die WIZO auf diese Art kultureller und politischer Ausbildung ihrer Mitglieder in Zukunft einen noch grösseren Wert als bisher legt. Hier geht es nicht um ideologische Probleme, sondern um die Lösung praktischer Fragen, die sich im alltäglichen Leben jeder Familie stellen Es ist gut zu wissen, dass WIZO nicht eine Sammelorganisation mehr ist, so wichtig auch die Geldaufbringung zur Erhaltung der vielen Institutionen ist, die die WIZO in Israel unterhält Im Mittelpunkt aller zionistischen Arbeit und vor allem derjenigen die der WIZO ¿ufällt, steht der Mensch. Das zu erkennen, ist für die eigene Haltung und den Einsatz für die WIZO von eine7grundlegenden Bedeutung Generalversammlung Tn der vorigen Woche hielt die Theodor Herzl Gesellschaft. die zionistische Organisation des zentraleulopäischen Sektors, ihre Generalversammlung ab, auf der Bericht erstattet, die Bilanz angenommen und ein neuer Vorstand gewählt worden ist, in den einige neue, jüngere Kräfte eintraten Die anschliessende Aussprache, an der sich zahlreiche Mitglieder beteiligten, beschäftigte sich mit den J zionistischen Gegenwartsaufgaben, Fragen allgemei¬ CATECA S.A. Directorio 5555 Buenos Aires T. E. 68.1017/18 j 1264 SUAVANDAR el calzado legítimo de espuma de goma PASTEUR 254 » 3» y 5* piso* «h 46-mi 1371 fUENO* AIRE* W económicas. ' contadoras púbtftóa nocional«* consul foros c/o ’empresa*. LESPECIALISTAS EN SOCIEDADES Á ANONIMAS Æ ,A FORISTA Zeitschrift für die Geschichte der Juden Die soeben erschienene Doppelnummer der im fünften Jahrgang erscheinenden „Zeitschrift für die Geschichte der Juden“ bringt zwei Arbeiten, die dem 20jährigen Bestehen des Staates Israel gewidmet sind. „Gespräche, die zur Entscheidung beitrugen“ schildert J. E. Palmor,: es handelt sich um Kulissengespräche und Verhandlungen, die entscheidend die Gründung des Staates Israel beeinflusst haben. Zeev Barth stellt in seiner Arbeit „Zwischen Rhodos und Lausanne“ den heute besonders aktuellen Hintergrund der israelisch-arabischen Waffenstillstands Verhandlungen von 1949 und die vergeblichen Versuche dar, diese zu einem Frieden auszubauen. „Die Stellung der Juden in Oesterreich seit dem Staatsgrundgesetz von 1867“ ist Teil eines vielbeachteten Vortrages von Prof. Erika Weinzierl (Salzburg), den sie aus Anlass der österreichischen Wissenschaftswoche in Israel gehalten hatte. Aus seinem jüngster. Werk legt Max Brod einen Vorabdruck unter dem Titel „Eine Stimme zarten Schweigens“ vor, während Salcia Landmann sich in ihrem Essay „Ilja Ehrenburgs jüdisches Testament“ mit jüdischen Aspekten im Werke des sowjetischen Autors beschäftigt. J, Raphael berichtet über „Gustav Heine in Wien“, der Historiker Prof. Dr. Guido Kisch über „Die erste moderne Haggada-Iliustration“. Prof. Dr Israel Smotricz bietet einen Rückblick auf die ,,120 Jahre seit der Märzrevolution 1848 in Oesterreich‘5 während aus der Feder von Rabbiner Dr. S. Neufeld seine Geschichte der Judengemeinde von Elbing fortgesetzt wird. Eine umfangreiche Literaturbeilage bringt Buchbesprechungen von Zeev Barth, Dr. Hugo Gold, Prof. Dr H Sternberg und Prof Dr H. Zohn. Die „Zeitschrift für die Geschichte der Juden“, die sich seit ihrem Bestehen, einen festen Platz in den bedeutendsten Bibliotheken und Forschungsstätten aller Kontinente erobert hatte und die von zahlreichen Universitäten und Privatgelehrten bezogen wird, verdient die Aufmerksamkeit eines jeden historisch interessierten Juden. ner jüdischer Problematik und der Themenstellung des bevorstehenden Zionistenkongresses in Jerusalem, an dem der Präsident der THG teilnehmen wird, der als einziger Zionist aus Lateinamerika eine besondere Einladung des Vorsitzenden der Zionistischen Exekutive in Jerusalem erhielt. Bankett des Weizmann-Instituts Die argentinischen Freunde des Weizmann-Instituts, die unter der Präsidentschaft des Escribano Abraham Maler eine rege Tätigkeit entfalten, veranstalteten ein Gala-Bankett im Plaza-Hotel, an dem zahlrei- TILO UND JOHN MONTES: Uraufführung vom „Concertino für 2 Klaviere und Orchester von Nikos Skalkottas Als sein einziges Konzert in dieser Saison leitete Vaclav SmetaCek das Philharmonische Orchester und vermittelte dabei zwei hochinteressante Erstaufführungen. Lubosch Fischer, ein 33- Rühriger Tscheche, errang vor drei Jahren beim „Prager Frühling“ mit seiner auf einer Grundzelle von 6 Noten fussenden „15 Eindrücke von Dürers Apokalypse“ einen Preis. Die originellen und erstaunlichen Modulationen der prägnanten Komposition schlugen auch hier an und wurden geradezu frenetisch applaudiert. Nikos Skalkottas, ein griechischer bisher nahezu unbekannter Komponist, der erst 20 Jahre nach seinem Tod langsam zur Geltung gelangt (1904—1949) empfing seine entscheidenden schöpferischen Impulse während seines berliner Aufenthaltes bei Arnold Schönberg (1927 bis 1933). Er fristete als gewöhnlicher Orchestergeiger in seiner Heimat bis zum Tode ein entbehrungsreiches I eben. Schönberg bezeichnet ihn in seinem Buch „Style and Idea“ als ausserordentlich gelehrigen und sein revolutionäres Zwölfton-, ystem richtig auswertenden und anwendenden Schüler Das 1939 entstandene dodekaphonische geisti eiche und kaum drei Minuten währende „Concertino für 2 Klaviere und mittleres Orchester“ erlebte bei brillantem Spiel von Tilf und John Montes unter mache Ehrengäste, unter ihnen hervorragende Gelehrte und andere Persönlichkeiten Argentiniens, teilnahmen. Ehrengäste waren die beiden Forscher Prof. Dr Chaim Rekeris (Mathematik) und Prof Dr. Isaac Berenblum. Krebsforscher und Chef der Abteilung für Experimental- Biologie, die auch beide in später Nachtstunde zu Worte kamen Nach einleitenden Worten des Escr. Maler wies Botschafter Älon auf die Bedeutung der Wissenschaften für den Aufbau Israels hin. Für die argentinischen Wissenschaftler sprach der Präsident der Akademie der Wissenschaften. Unter den Ehrengästen sah man die beiden frühesichtiger Mithilfe Smetaceks seine spontan akzeptierte Uraufführung. „LUISA MILLER“ VON VERDI IM COLON Wenn trotz verzweifelter Exhumationen erfolglose Opern immer wieder in der Versenkung verschwinden so kann dies zwei Gründe haben: In der Partitur oder im Libretto, Salvatore Cammarona machte aus Schillers rt’n Botschafter Argenti »iens in Israel, die Herrer Dr Gregorio Topoiewski unc Baltierrez, die besonders herzlich begrüsst w-urden 20 Jahre Israel Die letzte grosse Veran- *ung, die aus Anlass des 20 Jahrestages der Gründung des Staates Israel abgehalten wird, veranstaltet dei aktive Verband der Verfolg ten (Sherit Haplita) in der Räumen der Sociedad Rural Argentina. Das Bankett, zu dem alle Eintrittskarten bereits ausgegeben sind, findet unter Beteiligung der zentralen Organisationen statt Der israelische Botschafter wird zu den Versammelten neben einer Reihe anderer Redner sprechen Ein grosses künstlerisches Programm wird zur Abwicklung kommen, in dessen Rahmen u. a. das israelische Duett „Los Paravim“ und andere Künstler wie PeSsach und Mike Burstein sowie Lilian Lux auftreten werden Zwei Kapellen werden zum Tanz aufspielen. 35 Jahre Hilfsverein Wenn andere Organisationen, die weniger als de: Hi.ifsverein geleistet haben, ihr 35jähriges Jubiläum begehen, werden grosse Veranstaltungen und Ankündigungen gemacht. Obwohl nach unserer Meinung der Hilfsverein gut daran tat, an seinem 35jährigen Jubiläum keine laute Feiern durchzuführen, da er seine Hilfsarbeit sozusagen nicht im Stülen leistet, soll an dieser Stelle doch diö 35jährige Tä- (Fortsetzung der Ereignisse auf Seite 5) sozialkritiseher „Kabale und Liebe“ ein gähnend langweiliges Textbuch. Zwischen dem aufhorchen lassenden „Macbeth“ und dem unsterblich gewordenen ,,Rigoletto“ (beide Libretti stammen vom Buhnenkenner Piave) hatte auch Giuseppe Verdis Inspiration in „Luisa Miller“ einen Ruhepunkt. Vier schöne Arien, ein prachtvolles Quartett können nicht für einen ganzen Abend entschädigen. Freilich ergötzte sich nach den beiden introspektiven slawischen „Katjas“ das Colönpublikum ergiebig am strömenden Beicanto. — Erstklassiges Ensemble, blasse Dekors von Luciano Damiano, herkömmliche Regie Virginio Puechers, gute Choreinstudierung von Romano Gandolfi Bruno Bartoletti machte mit Bühne und Orchester das Beste, was hier herauszuholen war. Curt B. M. Weissstein i Für die mir alässlich meines 65. GEBURTSTAGES i von vielen Freunden und Bekannten zugegangenen 1 Glückwünsche sage ich auf diesem Wege allen meinen ( verbindlichsten Dank. MANFRED0 REHFELD I Casilla Correo 810 t Cordoba " ' ' LUACH — (KALENDER) Freitag, den 7. Juni 11. Siwan Sonnabend, den 8. Juni 12. Siwan Schabbat NASSO Haftara: Schoftim Cap. 13 Sonntag, den 9. Juni 13. Siwan Montag, den 10. Juni 14. Siwar Dienstag, den 11. Juni 15. Siwan Mittwoch, den 12. Juni 16. Siwan Donnerstag, den 13 Juni 17 Siwan Freitag, den 14. Juni 18. Siwan Sonnabend, den 15. Juni 19. Siwan Schabbat B’HAALOTCHA Haftara: Secharja Cap. 2 20. Siwan Sonntag, den 16. Juni Montag, den 17. Juni Dienstag, den 18. Juni 21. Siwan 22. Siwan Mittwoch, den 19. Juni 23. Siwan Donnerstag, den 20. Juni 24. Siwan Freitag, den 21. Juni 25. Siwan Sonnabend, den 22. Juni 26. Siwan Schabbat SCH’LACH L’CHA Haftara: Jehoschua Cap. 22 Musik in Buenos Aires Blick 19 DE GA notfalls dm Atam-U-B( „Madrid", hatte. — fa Perú ( AUCI »altmasi Tor — DIE DIE tichtig, Kingen der Nä Iibanc Priest sagte che an ohni Diel Intel teatro ( 12. PETE Eíd March 55999999999999999999999999999999999999999999999999999995851

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