Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 29 (1968)
- Issue
- 2271 (7.6.1968)
- Date
- 1968-06-07
- Page
- [Seite 2] (sequence 2)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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I — Viernes, 7 de Juni« de «68 JÜDISCHE WO CHENSCHAU Vte** Afie XXIX, — *p 2171 Das war vor einem Jahr (Schluss von Seite 1) Geschichte eingegangen ist. Unsere Darstellung wäre Aber nicht vollständig — sie kann es im Rahmen eines Zeitungsartikels allerdings Hiemals sein —, wenn nicht auch auf die furchtbaren Droh- und Sc h mähreden Nässere hingewiesen werden Würde, die dem Krieg vor- JHKgingen, in denen er voraussagte, dass Israel vernichtet, zerstört, von der Landkarte gestrichen werden seile und alle seine Bewohner ausnahmslos und Ohne jede Schonung ins Meer geworfen oder auf andere Weise ermordet werden würden. Diese Ankündigung eines neuen Völkermordes blieb ohne jedes Echo. Weder die Amerikaner noch ein anderes Volk noch vor allem die Vereinten Nationen, die eine feierliche Deklaration gegen den Völkermord erlassen hatten, reagierten jnR einem einzigen Wort An irgendeine Form «des Eingreifens, eine Warnung oder auch nur eine Ermahnung Wurde nicht gedacht. Alle Welt wartete auf die Dinge die da kommen würden. Israel wurde als verloren be-' trachtet. In mir sechs Tagen zerschlug Israel den Ring, der sich um das Land gelegt batte. Während im Sinaifeldzug 1966 Transjordanien und Syrien nicht in die Kampfhandlungen eingriffen, konnte diesmal kein Zweifel daran bestehen, dass sie in die Kriegsvorbereitungegen gegen Israel miteinbezogen waren. König Hussein, der bis dahin eine eigene Position im Konflikt zwischen Israel und Aegypten bezogen und die ägyptische Waffenbrüderschaft gefürchtet hatte, schloss ein Militärbündnis mit seinem Feinde Nasser, um den Anschluss nicht zu verlieren. Dr. FREY ABOGADO PUEYRBEDON 2190 1? ixq. nach. 16—19 Uhr Tel. 80 6930 REAL PEN Füllkalter REPARATUREN Spesialgeachaeft CORRIENTES 569 T. E. 49-5850 PROPIEDADES FRANKENBERG S. R. L. berät Sie kostenlos und unverbindlich beim Kauf oder Verkauf von GESCHAEFTEN WOHNUNGEN HAEUSERN VIRREY DEL PINO 2262 T. E, 73-7887 Die israelische Luftwaffe vernichtete in einer einzigartigen militärischen Aktion den grössten Teil der modernen, mit den neuesten Flugzeugen ausgerüsteten ägyptischen Luftmacht, die zahlenmäseig der israelischen überlegen war. Die Sinaibalbinsel wurde trotz ihrer gewaltigen Befestigungen in wenigen Tagen besetzt Israelische Truppen standen wiederum am Suezkanal. Aegypten war geschlagen Transjordanien wurde besiegt. Jerusalem wurde befreit. Die transjordanischen Truppen wurden über den Jordan gedrängt. Die schwierigste Aktion dieses Krieges, die Eroberung der bis dahin in syri- £cher Hand befindlichen Golan-Höhen, wurde erfolgreich abgeschlossen Die Kriegsbeute war gross. David hatte erneut den Goliat geschlagen Der militärische Erfolg war einzigartig. Die Welt horchte auf. Israel hatte sich allein gegen eine Uebermacht behauptet und durchgesetzt. Es war allen klar, dass hier nicht nur die arabischen Armeen zertrümmert worden waren, sondern dass dieser Sieg zugleich ein unbeschreiblicher Erfolg über eine der grössten Mächte der Erde gewesen ist Sehr bald sollte es sich allerdings heraussteilen, dass es ein schwerer Fehler gewesen war, nicht in die Hauptstädte der drei gegen Israel kriegführenden Staaten einzumarschieren, obwohl es für Israel damals nur eine Frage von Stunden -war, Kairo, Amman und Damaskus zu besetzen. Nur dadurch wurde es den Russen ermöglicht, das zusammengefallene Kartenhaus der arabischen „Grossmacht“-Politik wieder aufzurichten, Nasser, der bereits zurückgetreten war, auf seinem Marionetten-Thron zu halten und die schnelle Wiederaufrüstung der arabischen Armeen durchzuführen Dass hierin vor allem auch ein Schachzug gegen die Westmächte zu sehen ist, wollten weder die Amerikaner noch ihre Verbündeter erkennen. Es folgten die Husarenritte des französischen Präsideten, dgr sich offensichtlich hiervon eine Koordinierung mit Russland und eine Verbesserung seiner Position gegenüber den Nordamerikanern versprach Die Verworrenheit der internationa- Hir Friseur ERICH JACOBSOHN BEDIENT SIE IN IHREM HAUS T. E. 76.5842 JUDITH SCHENKOLEWSKI Schabbosdecken - Tallisbeutel - Käppchen - Mazzot-Taschen - Hand- und Maschinenstickerei von Bett- und Tischwäsche Dr. P. L. RIVERA 2585 (fr. Bebedero) T. E. 73-9155 Confitería NIZA Servicios de lunch de categoría SALON DE FIESTAS ECHEVERRIA 3296, esq. CONDE 76 0286 73-1049 ten Lage begünstigte die arabischen Staaten. Die arabischen Kriegstreiber und Revanchisten wechselten ihre Taktik und versuchter., die israelischen Stellungen durch einen Guerilla-Krieg und Terror zu erschüttern. Trotz des nicht verkennbaren Schadens, der durch diese Terroristen angericht«t wird, ist diese Taktik als gescheitet zu betrachten. Islael hat in den letzten Wochen den Beweis dafür gebracht, dass es Herr der Lage ist und mit den Terroristen fertig werden wird. Israels militärische Position ist besser, als sie jemals war. Aber Israels Ziel, den Frieden herzustellen, ist bisher nicht erreicht .worden Die Verantwortung hierfür fällt in erster Linie auf die UN und die Grossmächte, deren Politik von Eigeninteressen diktiert wird, deren vermeintliche Nutzniesser bisher Aegypten und andere Araberstaaten sind. Dass die politischen Bedingungen für Israel nich«. sonderlich günstig sind, kann nicht bestritten werden; sie waren es aber niemals. Die Verfilzung der Interessen aller Grossmächte mit den arabischen Ländern, die viel grösser und reicher als Israel sind, ist eindeutig. Man soll sich darüber klar sein dass Israel für Handel und Industrie niemals ein Aequivalent zu Aegypten, Syrien Irak, Saudi-Arabien und zu anderen Ländern bedeuten kann. Deswegen zögern die Amerikaner, die Engländer und andere westliche Demokratien, eine klare Haltung einzunehmen Ohne Zweifel hat die Bundesrepublik Deutschland, um ein weiteres Beispiel zu nennen, Sympathien für Israel bewiesen und sich nicht auf Worte beschränkt. Trotzdem ist auch Bonn darum bemüht, die unterbrochenen Beziehungen zu den Araberiändern so schnell wie möglich wiederherzustellen. Aus dieser Konstellation muss sich nicht unbedingt ein Nachteil für Israel ergeben Es würde genügen, wenn die Grossmächte für direkte Friedensverhandlun gen zwischen Israel und seinen Nachbarn eintreten und für das Gelingen dieser Anstrengungen sorgen würden Das bisher einseitige Verlangen, Israel solle sich auf seine einstigen Grenzen zuriiekziehen, ist weder politisch tragbar noch militärisch zumutbar. Genau das hat Israel bereits einmal getan, als es nach dem siegreichen Sinaifeldzug auf seine Ausgangsstellungen zurückging Die Folgen dieser gutgläubigen und auf die eingegangenen internationalen Verpflichtungen bauenden Aktion sind bekannt. Die JACOB LAPIDUS dipl. Mohel Viamonte 2037 4? ß T. E. 46-1716 MOHEL N.PLAKSIN Superi 2719 NEUES TELEFON: 78-4784 Auswanderung aus Marokko Paris. — Marokkanern ist es in der jetzigen Zeit der wirtschaftlichen Krise in Frankreich schwer, sich einzuordnen. Nach Israel wollen sie nicht fahren, trotzdem jetzt der Apparat der Einordnung besser funktioniert. Die Hias hat sich entschlossen, für ihre Weiterreise nach Kanada besorg'' zu sein. Die Reisekosten werden bezahlt, und den neuen Einwanderern wird ein guter Empfang und eine rasche Anpassung an die kanadischen Verhältnisse versprochen. Bisher sind die Formalitäten für 1.000 jüdische Familien erledigt. Es liegen sowohl die Zustimmungen der Regierung von Ottawa, sowie auch die Zusicherungen der jüdischen Organisationen, sich der neuen Ankömmlinge anzunehmen, vor. Die Reisen gehen gruppenweise vor sich. Am stärksten sind die Marokkaner vertreten, dann kommen die Tunesier und Aegypter; vor kurzem waren auch einige Libanesen dabei. Fortschritte in der Einwanderung nach Israel sind nur schwach zu verzeichnen. Es gehen zwar Delegationen nach Paris und Jerusalem: man hört aber nur von Debatten und Resolutionen, aber nicht von konkreten Massnahmen. arabischen Drohungen mit einem neuen Völkermord, die Kriegsvorbereitungen und die Schliessung der Meerenge von Tiran sind nur einige der Konsequenzen des israelischen Vertrauens auf die internationalen Verträge. Israel wird nicht noch einmal und dazu freiwillig seine alte Hauptstadt der transjordanischen Soldateska überlassen. Israel wird die Höhen von Golan nicht wieder herausgeben, von denen Tag für Tag auf friedli che Bauern geschossen wurde Israel wird den Sinai nicht noch einmal einer arabischen Macht überlassen, die diese Wüste zum Aufmarschgebiet gegen Israel bereits mehrmals gemacht hatte. Israel wird nicht noch einmal seine Existenz von der militärischen Macht seiner Feinde abhängig werden lassen. Israel verlangt Frieden und Sicherheit für seine Bürger, für seinen Aufbau und seine Zukunft. Dass dieses Verlangen gerecht ist weiss Israel, es wissen aber auch alle anderen Völker, selbst unsere Gegner. Mit formellen Erklärungen kann man sich in dieser Welt der rauhen Tatsachen und nach all den gemachten Erfahrungen nicht über die tatsächlichen Gegebenheiten hinwegsetzen Die politische Entwicklung ist für Israel durchaus nicht ungünstig, wenn es auch noch zu weiteren Räumungs- und ähnlichen Beschlüssen der UN und ihres Sicherheitsrates kommen sollte. Von den permanenten arabischen Gipfelkonferenzen ist nichts mehr zu hören. Die einheitliche Front des Ostblocks gegen Israel ist zerbrochen, jedenfalls nicht mehr in ihrer anfänglichen Geschlossenheit vorhanden. Rumänien wird nicht das einzige Kommunistische Land bleiben, das sich der antiisraeli- ¿chen Politik des Kreml widersetzte Dem augenblicklichen Stärkeanfall de Gaulles wird ein neuer Schwächeanfall folgen, über den er schwer hinwegkommen wird Niemand weiss, was uns die Zukunft bringen wird. LA SEMANA ISRAELITA Semanario Aparece los Viernes Editado por Estrellas Editorial Ltda.' Director: Arnold« W. B. Swarsenskjr Pueyrredón 2190,1* izq. T. E. 83-2613 Abono-Preise Argentinien; $ 1.200.— pro Jahr Ausl. 6 1.800 — jänrl. Luftpost-Abono f. d Nachbar-Republiken. 10 Dollar jährlich Wenn aber Israel und mit ihm das jüdische Volk in der Welt weiter mit der gleichen Entschlossenheit und Unbedingtheit seinen Kampf für sein Recht führt, wird es auch den Frieden erringen, trotz aller Widerwärtigkeiten, denen die Welt gegenübersteht. Am endlichen Triumph des Rechtes und der Freiheit braucht niemand zu zweifeln. Wissen wir doch, dass unser Kampf nicht allein für uns, sondern für den Fortschritt der ganzen Menschheit aus getragen wird. CENTRO PRIVADO DE ORTOPEDIA Y TRAUMATOLOGIA Prof. Dr. I. BlumenfeM (Director) Jefe del Servicio de Ortopedia y Traumatología del Hospital Israelita — Profesor de la Facultad de Ciencia« Medicas de Buenos Aires. UNICAMENTE ENFERMEDADES DE LOS HUESOS Y ARTICULACIONES I. E. URIBURU 285 41 2331 — 2240 47-5875 Handelsvertrag; Tel Aviv. — Zu Verhandlungen über die Erneuerung des Handelsvertrages zwischen der Türkei und Israel weilte kürzlich eine türkische Handelsdelegation im Lande. Dr. Bernardo SCHWARCZ ZAHNARZT ESTOMBA 2283 — 76-8216 RAYOS X PARADENTOSE TELEF. VORANMELDUNG BERNARDO STERN Ausführung saemtlicher MALERARBEITEN HELGUERA 1915 — T. E. 58-4052 Dr. BERNARDO GOLDSTEIN MEDICO ENFERMEDADES CARDIOVASCULARES APARATO CIRCULATORIO Médico del Hospital Fernández CUBA 2141 — T. E. 73.8782 u. 73 6817 Consultas: wochentags von 15—18 Uhr Donnerstag keine Sprechstunde Sonnabend: 14—16 Uhr Enfermedades Cardiovasculares Aparato Circulatorio Dr. SAUL UMANSKY MEDICO CIRUJANO M. P. 9298 Sarmiento 3116 T. E. 87-1362 Dr. BENJAMIN LIPNIZKY ZAHNARZT ROENTGENSTR AHLEN — ZAHNZIEHEN — KIE¬ FERCHIRURGIE — REGELUNG DER ZAHN¬ STELLUNG — KIEFERORTHOPAEDIE Sprechstunden: Dienstag — Donnerstag — Sonnabend nach vorheriger Vereinbarung JOSE HERNANDEZ 2518, T.E. 76.8673 u. 73-0500 Dr. L. KLEIN - Médico MAGEN- und DARMKRANKHEITEN ROENTGEN UNTERSUCHUNGEN SPRECHSTUNDEN Montag. Dienstag, Mittwoch a Freitag von 15—19 Ofci Be wird gebeten, »cto vorbei teieioniscb iozumelden SANTA FE 1391 I. 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