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Jüdische Wochenschau · 1968-05-31 · 2270 (31.5.1968) · p. [Seite 3]

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
29 (1968)
Issue
2270 (31.5.1968)
Date
1968-05-31
Page
[Seite 3] (sequence 3)
Language
German, Spanish
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Viernes, 31 de Mayo de 196X /43# XXIX, — N* 2170 — S SEMANA ISRAELITA Der General und die Studenten Er sieht selbst fast noch wie ein Student aus. Phantastisch jung — für sein Alter. er ist immerhin schon Grossvater und hat eine (seit Jahren) Romane schreibende Tochter. Die Studenten jubeln ihm zu, denn er ist sozusagen der Ausdruck ihres Leitbildes des Israelis: Rav-Aluf Mosche Dajan, Sicherheitsminister Israels. Die Araber werden keinen neuen Krieg beginnen, wenn ihnen nicht eine Grossmacht zu Hilfe eilt! erklärt Dajan in seiner ruhigen, klaren, zielbewussten Art. Drei Mal darf man raten, um welche Grossmacht es sich handeln könnte? Der Minister wird noch deutlicher: Die Sowjetunion hält den Schlüssel für Krieg und Frieden im Mittleren Osten in ihren Händen. Sie hat zwar kein formales Bündnis mit den Aegyptern, Syrern und Algeriern geschlossen, aber sie ist ihr Partner im Mittleren Osten. Aber andrerseits haben die USA ein gewichtiges Wort inbezug auf die politischen Lösungen mitzureden Das wird deutlich im Vergleich der Situation von heute mit der von 1956. Da- |UJAP<mt + | laMTR» *| lEl! CAIA POPULAR DE BELGRANO COOPERATIVA OE CREOITQ LTDA, DESDE 1932 MERECE SU CONFIANZA CASA CENTRAL: AMENABAR 2968 AGENCIA N9 1: CABILDO 3102 esq. IBERA AGENCIA N9 2: CORRIENTES 2294 P. I* esq. PAS.TEUR Horario; . Oías Hábiles de 10 a 17 hs. Sábados de 10 a 1.2,30 hs. inscripción en trámite en ei Registro de Entidades Financieras! no bancarias del B,anco Central CAPITAL REALIZADO ^ACTUAL Y RESERVAS^ J 402.000,000... ron SCHALOM BES CHORUS malts standen die USA nicht auf Seiten Israels und deshalb konnten die Russen politisch ganz anders Front machen — gegen England. Frankreich und... Israel Diesmal ist es ihnen nicht ge’ungen, denn die USA haben eben ein Wort mitzureden .. Die Studenten hängen am Munde des Ministers. Die Auslands-Studenten tragen Hörgeräte um der Simultanübersetzung in englischer und französischer Sprache zu folgen. Vor den Bauten der Nation stehen die Studenten die keinen Einlass mehr fanden. Sie haben keine Karten gekauft, denn die Karten waren teuer. Der Minister weiss das. Er sagte einleitend: „Ich hoffe dass der Reingewinn des Abends der Jerusalemer Studentenorganisation zugu te kommt“. Den jungen Organisator des Abends ärgert diese Bemerkung, denn er hat das ganze Risiko auf sich genommen. Den Riesensaal der Bauten der Na tion gemietet (3.500 IL) und die teueren Simultangeräte ausgeliehen — mit Garantie. Er hat das Risiko — und soll keinen Lohn davon haben0 Dajan, so meint er, hat die Bemerkung nur gemacht damit es klar wird, dass er, der Herr Minister, kein Honorar nimmt. Er spricht nicht, um Stargagen einzustreichen — sondern um Fühlung mit dem Volk, diesmal mit dem jungen Volk zu bekommen. Dajan wird deutlich: Wie soll man in einer Demokra tie Entscheidungen über Krieg und Frieden fällen, ohne zu wissen, was das Volk wirklich denkt? Man muss miteinander reden. Deshalb will der Min>_ter und Heerführer nicht nur eine Rede halten, sondern Fragen beantworten. Vorerst aber legt er seine Auffassung dar: Die Araber fühlen sich schwach: Sie haben zwar an den Grenzen 100.000 Mann und 1.000 Tanks sowie 250 Flugzeuge formiert, sind wieder so stark wie vor dem Juni, aber sie haben etwas gelernt. . nämlich, dass sie ohne fremde Hilfe nicht mit den Israelis fertig werden ALFRED0 STERN MALERARBEITEN FA CHMAENNISCHE AUSFUEHRUNG VIDAL 1575 — FAST ECKE PINO Tel.: 769088 Teppichhaus - M. Hochberg Unerreichte Auswahl an handgeknüpften Tep. pichen in erstklassigen Qualitäten für jedes gemütliche Heim. 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Sie können nicht ausrichten, was die arabischen Armeen verfehlt haben. Aber wir sollen wissen, dass diese El Fatach Leute keine Kriminellen sind. Zwei Drittel sind Palästinenser, vom Westufer und vom Gaza-Streifen. Junge Leute: Durch schnittsalter 26. Nur 6 Prozent sind Analphabeten — während 8 Prozent höhere Bildung genossen haben. 45 Tote, 30 Verletzte haben die Terroristen zu verzeichnen und 1.000 Leute von ihnen wurden von den Israelis gefangen genommen. Das sind die Tatsachen. Der Terror hat auch uns in 120 Aktionen und 60 Feuerüberfällen 28 Todesopfer und 85 Verletzte (bisher) gekostet — das ist traurig genug, aber das wird die Probleme nicht lösen. Wir sind, sagt Dajan, in ein neues Stadium eingetreten: jetzt erst haben wir — für Generationen — die Landkarte Israels festzulegen. Wir müssen wissen, dass dieses Volk und dieses Land zusammengehören. Was gehört zu diesem Lande Israel? Was in der Bibel eteht! Dajan nennt: Hebron, Nablus (Schechem) ganz Jerusalem! Er erinnert mich an Cromwell: die Bibel in der Satteltasche! Das ist Israel lft)8. Die Bibel! Nicht den Talmud .. die Jeschiwa-Bachurim will Dajan offenbar lau fen lassen.- wer so fanatisch glaubt, sagt er, mit dem soll man nicht anbinden, obwohl es von der Armee her gesehen keine Unterschiede zwischen Gruppen der Bevölkerung gibt. Mit anderen Wor ten: vor den Arabern fürchtet sich Dajan nicht, aber vor den Jeschiwa-Bachurim ist ihm „miess“... man kann das verstehen. Ein amerikanisches Studenten - Pärchen vor mir nimmt den Minister mit Blitzlicht im Schnellverfahren auf! Das Bild ist sofort fertig und sieht aus wie eine Aufnahme von der* Kehrsei- CARLT0N- KLEIDUNG ■ CARLTON-Kleidung ist aussen und innen höchste Qualität. Beim Smoking, beim Strassenan zug, beim Sportsakko ■ Ihr guter Freund an kalten Tagen, der CARLTON-Mantel. MASSKLEIDUNG 0 FERTIGKLEIDUNG m Carlton Maipü 982 — 31-7845 te des Mondes. Macht nichts- Photographieren ist Selbstzweck. Der Minister endet mit Applaus... jetzt kommen die Fragen. Nur junge Männer wagen es. Die Frau schweige in der Gemeinde. Dajan lässt jeweils nur eine Frage zu. Ein Student fragt: „Warum haben Sie nicht schon vor dem 5. Juni losgeschlagen?“ Dajan gibt eine jüdische Antwort: Er antwortet mit einer Frage auf eine Frage: „Das fragen Sie mich?“ (Gelächter... Jeder hat die Antwort verstanden). Ein junger Mann gibt sich als Samaritaner zu erkennen! Unter den Transjordaniern waren die Samaritaner, die Ur-Israelis, wie er sagt, 128 Generationen im Lande, unterdrückt. Jetzt aber hat sich ihr Status nicht geändert. Warum eigentlich. Seit 1500 Jahren warten wir avf die israelische Herrschaft, sagt der Jung-Samaritaner aus Schomon, und jetzt sollen wir nicht gleich berechtigt sein? (Wie er zu dieser Zahl kommt, weiss ich nicht. Das Samaritaner- Heiligtum auf dem Garizim wurde bereits 128 v.d.g.Z durch die Hasmonäer zerstört. ..) Dajan sagt Ueberprüfung des Samaritaner-Status zu, will barmherzig zu den Sa- LA SEMANA ISRAELITA SEMANARIO INDEPEND'ENTE Bs Aires - PUEYRREDON 2190, 1* Izq. - 83-261$ 4. Siwan 5728 31. Mal 1968 maritanern sein und wird dafür zum Pessach-Opfer auf den heiligen Berg eingeladen! (Brausender Beifall) Eine Frage konnte nicht ausbleiben: die Frage nach der „Dakar“! Dajan hatte sie nicht erwähnt. Ein furchtbarer Verlust — gibt Dajan zu und erwähnt ferner die „Elat“, aber die Marine bleibt ein integraler Bestandteil unserer Verteidigungskräfte — zu Wasser, zu Land und in der Luft! Man hat den Eindruck von Stärke — nicht von Kraftmeierei, wenn man Dajan zuhört. Ein neuer Stil. So spricht kein anderer Minister. Keine Phrasen. Keine Längen. Keine Langeweile. Klar, einfach, deutlich — und (Gott sei Dank?) menschlich, sehr menschlich. Kein Hase gegen die Araber, keine Verachtung. Wir wollen mit denjenigen von ihnen Zusammenarbeiten, die mit uns zusammenzuarbeiten bereit sind, aber ’.vir müssen primär unsere Staats- und Volksinteresßen wahrnehmen, unsere Lebensrechte, denn es geht ums — Leben! Wir treten in die Nacht hinaus. Autos, Autos, Autos.,. warten vor den Baur ten der Nation. Die Autoemanzipation der Judeh ist hier Wirklichkeit geworde». Hat schon jeder Student sei« Auto? Nicht ganz. Es waren ja auch bemoostere Häupter, unter den Hörern, aber die Jugend allein hatte das Fra* ge-Wort — und ihr allein stand an diesem Abend Mo“ she Dajan Rede und Antwort. M0EBELHAUS WATERMANN Das Haus der \ Geschäfte mit der grössten Auswahl SARMIENTO 1147 T IT 35 - 7033 CABILDO 2614 PAMPA 4979 fast Ecke ’Timivtrat* ZaAlungserle'chterüngen Eigene W^rkstäi ten Zuvorkommende fachmännische Bedienung Fiambres Finos “FRIGUINCIA MARCA QUE DISTINGUE LA CALIDAD 99 Estudio Jurídico Internacional Dr. Hardi Swarsensky ASUNTOS EUROPEOS EXCLUSIVAMENTE ALLE ENTÍCHAEDIGUNGSFRAGEN BUEROSTUNDEN: von 15 — 19 Uhr NUR Dienstag und Mittwoch (Ich bitte nicht vor 14 Uhr zu erscheinen^ oder nach Vereinbarung I. E.: 13 - 2613 Dr. Günter Frey ASUNTOS ARGENTINOS Y SUDAMERICANOS PUEYRREDON 2190 esq. Av. LAS HERAS

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