Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 29 (1968)
- Issue
- 2268 (17.5.1968)
- Date
- 1968-05-17
- Page
- [Seite 4] (sequence 4)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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4 — Viernes, 17 de Mayo de 1968 SEMANA ISRAELITA Ano XXIX. — hir 216« Ereignisse der Woche Der Besuch Dass Frau Golda Meir. die mehrere Tage in Argentinien zu Besuch weilte, eine aussergewöhnliche Persönlichkeit ist, war bekannt Man hatte bereits in früheren Jahren die Gelegenheit sich anlässlich ihrer Besuche hiervon zu überzeugen. Frau Golda Meir hat eine erfolgreiche Laufbahn hinter sich und — wie alle hoffen — auch in Zukunft noch eine wichtige Rolle zu spielen. Mit welcher Leichtigkeit sie die Strapazen der Reise auf sich nimmt, am Tage ihrer Ankunft aus Nordamerika — immerhin nach einer Nacht im Flugzeuge — mehrere Pressekonferenzen gibt und dann noch nachts spricht das ist allein schon bewundernswert bei einer Dame, die immerhin die 70 schon überschritten hat. Die Form ihrer Rede, die lurückhaltende Bescheidenheit und ihr ebenso sicheres wie energisches Auftreten, stellt sofort eine Beziehung zwischen ihr und dem Publikum dar, das — soweit es sich um Journalisten handelte — durchaus komplizierte Fragen stellte, auf die Golda Meir mit der bei ihr gewohnten Klarheit und Geschicklichkeit antwortete. Wer Golda Meir heute sprechen hört, wird durchaus verstehen, aus welchen Gründen man gerade ihr die schwierige Aufgabe übertra gen hatte, als erster Botschafter Israels nach Moskau zu gehen, warum man gerade ihr das schwierige Golda Meirs Amt eines Arbeitsministers anvertraute, als der Aufbau oes jungen Staates unter dem Druck einer Massen einwanderung den Einsatz aller Kräfte erforderte, und warum man gerade ihr das Amt eines Aussenministers übertrug, als es galt, Israels Position in der Völkerfamilie zu festigen und Beziehungen zu anderen Ländern herzustellen. Nachdem sie dieses Amt eines Aussenministers ihrem engsten Mitarbeiter Abba Eban übertragen hatte, wurde sie von der Mapai, zu deren führenden Persönlichkeiten sie gehört, mit der Leitung der Histadruth betraut, der grossen Gewerkschaft, die für den sozialen und wirtschaftlichen Aufbau Israels von grösster Wichtigkeit ist. Die Vereinigung der drei Arbeiterparteien, Mapai, Achduth Awoda und Rafi, ist im wesentlichen das Werk Golda Meirs, die heute davon spricht, durch Einschluss der Mapam eine einzige geschlossene Arbeiterpartei in Israel zu schaffen, um durch die Vereinigung der Kräfte die vielfa chen Aufgaben zu lösen, die heute bewältigt werden müssen. Empfaenge Am Freitag Abend veranstaltete der hiesige Freundeskreis der Mapai einen kleinen Empfang für Golda Meir, an dem auch der is laelische Botschafter in Argentinien, M. Alon mit seiner Gattin, teilnahmen Nach begrüssenden Worten von Gregorio Feinguersch und Chaim Finkielsztajn dem Direktor der Scho’em Alechem Schule, ergriff Golda Meir das Wort zu einigen Bemerkungen über die Lage Israels und des jüdischen Volkes, die sich nach dem Sechstagekrieg entscheidend geändert habe. Das sei auch das Motiv gewesen, um die schon lange im Gang befindlichen Verhandlungen zur inneren Stärkung Israels durch Ueberwindung unnötiger Parteigegensätze zu realisieren und abzuschliessen. Auf einem Empfang in der AMIA, auf dem deren Vor sitzender Dr. Tobias Kamenszain den Ehrengast begrüsste, nahm Golda Meir Gelegenheit, ihre Gedanken vom Vorabend weiterzuführen. Sie unterstrich die Bedeutung, die dem engen Kontakt zwischen Israel und dem jüdischen Volk ausserhalb der Landesgrenzen zukommt. Alle übrigen Länder gehören zu irgendeiner Familie, sagte Frau Meir, sei es unter religiösen Gesichtspunkten betrachtet oder unter sprachlichen, geographischen usw. Israel als Land stehe allein. Es gibt kein zweites jüdisches Land, es gibt kein anderes Land, das Israels Sprache spreche usw. Hierduch gewinnt der Kontakt mit den Juden in der Welt eine ganz einzigartige Bedeutung. — Ein weiterer Empfang war für Frau Golda Meir in der Israel - Botschaft durchgeführt worden, wo sie vor einem geladenen Publikum über die gegenwärtige Situation und die Notwendigkeit sprach, die Beziehungen zwischen Israel und den Juden zu stärken. In ihrem kurzen Referat erwähnte die Rednerin, dass Nasser seine Politik nur betreiben könne, weil das ägyptische Volk unreif sei und noch niemals die Frage an ihn gerichtet habe, aus welchem Grunde Aegypten die modernsten Kampfflugzeuge und Tanks haben müsse .aber keine Krankenhäuser, keine Schulen, keine Wohnungen. C A TECA S. A. Directorio 5555 Buenos Aires T. E. 68.1017/18 y 1264 SUAVANDAR el calzado legítimo de espuma de goma i lili Mi i’U'Uci i I tí ¡I ESTUDIO PASTEUR 254 . 2* y 5» pisos m. 4S-716S.I37; « fUtNQi AIRES TA rottfy ms di t W economice*, ij ' contador»* públicos * nationales consultore* de Compres»* ESPECIALISTAS EN L SOCIEDADES A ANONIMAS Æ 71TI IA FORESTA Was denken Touristen über Israel? Was Besucher über Israel als Touristenland denken — Ob sie mit Hotelß, Restaurants, Preisen zufrieden sind — wurde im Auftrag des Ministeriums für Touristik von der Gesellschaft ,,Otot“ in einer umfassenden Befragung festgeßtellt. Nach Mei nung der Gesellschaft hat diese Aktion einen repräsentativen Querschnitt der Touristen erreicht, und Irrtümer dürften die Grenzen von einem Prozent nicht über schreiten. Danach waren 70 Prozent der Besucher mit ihrem Hotelzimmer zufrieden, 22 Prozent „einigermassen“ zufrieden, und nur 2 Prozent unzufrieden. 44 Prozent der Befragten betrachteten die Preise als angemeßsen, so gar niedrig, dagegen hielten 33 Prozent sie für hoch. Interessanterweise waren mehr Gäste mit den Hotels der Mittelklasse als mit den Luxushotels zufrieden — 81 Prozent bei B 1 - Hotels gegenüber 71 Prozent in der Luxuskategorie. 66 Prozent aller ausländischen Besucher wollen das gleiche Hotel wieder aufsuchen, soll ten sie noch einmal ins Land kommen, oder eß ihren Freunden empfehlen, 7 Hoehepunkt: Veranstaltung Lunapark Die argentinische Judenheit hat schon viele Beweise ihrer tiefen Verbundenheit mit Volk und Land Israe. gezeigt. Dennoch dürfte die letzte Veranstaltung im Lunaparka mit Golda Meir einen Höhepunkt darstellen Der Beginn war auf 9 Uhr 30 festgesetzt worden, die ausgegebenen Karten im Parkett waren nur bis 9 Uhr gültig. Als Frau Golda Meir in Begleitung des Botschafters um 9 Uhr 15 im Lunapark erschien, waren die imponierenden Anlagen dieser riesigen Sporthalle bereits überfüllt, sodass man für die Ehrengäste einen Weg durch die vergeblich auf Einlass harrende Menge bahnen musste. Verschiedene Eingänge waren schon vorher abgesperrt worden Nicht hunderte, sondern tausende Menschen konnten keinen Einlass finden, obwohl im Lunapark selbst ein unvorstellbares Gedränge herrschte. Vor Beginn der Veranstaltung entschuldigte sich der Sprecher im Namen der veranstaltenden Organisationen und des Festcomites dafür, dass so viele, die gekommen waren, um Golda Meir zu sehen und zu hören, draussen bleiben mussten . Aber es gibt keinen grösseren Raum als den Lunapark, in ganz Lateinamerika nicht. Uebrigens hat der Madison Square Garden ir New York auch ein erheblich kleineres Fassungsvermögen als der Lunapark. Durch diese Massenbeteiligung herrschte von Anfang an eine gehobene u ’d begeisterte St.mmung. Als dann etwa hundert blauweisse Fahnen Argentiniens und Israels, getr.-gen von J”gendlichen des Macabi. einmarschierten, setzte ein lauter Jubel ein. Den Fahnenträgern folgten 50 Mädchen, die Körbe mit blauweissen Blumen trugen, die dann auf der Tribüne niedergelegt wurden. Zuletzt betraten drei Läufer des Macabi die li’esenhalle, die eine Fackel in den Saal trugen, welche im historischen Modein entzündet worden war. Die mehr als 30 oder 35.000 Anwesenden erhoben sich von ihren Sitzen und jubelten diesem Flammenboten aus Israel zu. Ein Kinderchor der jüdiven Herbert Freeden Prozent waren unschlüssig, und 8 Prozent antworteten negativ. Weit über die Hälfte der Touristen — über 55 Prozent — meinten, dass das Essen in den israelischen Restaurants gut Bei, 35 Prozent dass es .einigermassen“ und 6 Prozent, dass es schlecht sei. Da wir schon vom Eseen sprechen — über 62 Prozent der Befragten legten keinen Wert auf Kaschrut, 14,5 Prozent zo gen koschere Kost vor, aber nur 7.6 Prozent bestanden darauf. Allerdings gab es auch solche, die koschere Beköstigung ablehnten, nämiich 14 Prozent. Unter den jüdischen Touristen sehen dieße Zahlen etwas anders aus — von ihnen zogen 12 Prozent Kaschrut vor, 14,5 Prozent bestanden darauf und 60,9 Prozent war diese Frage gleichgültig. Es scheint, dass jüdische Gäste hinsichtlich der Restaurants anßpruchsvoller als nichtjüdische sind, denn nur 52 Prozent von ihnen waren mit dem Eßsen zufrieden, während der Prozentsatz bei den Nichtjuden sehen Schulen unter der Leitung von Jascha Galperin sang dann, von allen begleitet, die beiden Nationalhymren, und anschliessend das neue Jerusalem-Lied, das heute auf keiner Veranstaltung fehlt. Unter den zur Verlesung gelangten Begrüssungen fiel e ne Depesche des Bürgermeisters der Stadt Buenos Aires durch den herzlichen Ton auf, in dem der Bürgermeister die argentinisch - israelische Freundschaft unterstrich und seine Wünsche zum 20. Tag der israelischen Unabhängigkeit ausdrückte. Die Redner Einleitend sprach im Namen der zentralen Organisationen und des Festcomites Ing. Nachman Radidzowski, dessen kluge und sachliche A usführungen einen tiefen Eindruck machten. Er zog eine Parallele zwischen dem (Fortsetzung der Ereignisse auf Seite 5) bei 62 liegt. Das wird z. T. damit erklärt, dass jüdische Touristen Im Durchßchnitt länger als nichtjüdische im Landes bleiben, und deshalb mehr Erfahrungen sammeln. Im Jahre 1966 machten Christen 50 Prozent der Touristik aus und Juden 40 Prozent. Im vergangenen Jahr fiel der Anteil der christlichen Besucher auf 45 Prozent und der der jüdi sehen stieg auf 44 Prozent, wae darauf zurückzuführen ist, dass der erste grosse Touristenstrom nach dem Sechstagekrieg in der Mehrzahl aus Juden bestand. Die Zahl jüdischer Besucher aue den Vereinigten Staaten und Kanada ist zweimal so gross wie die der christlichen — in Europa liegt das Verhältnis gerade umgekehrt — von dort kommen doppelt so viel Nichtjuden wie Juden. 79 Prozent aller Touristen tätigen Einkäufe in Israel Allerdings gibt es hier beträchtliche Unterschiede zwischen jüdischen und nichtjüdischen Besuchern. Bei den jüdischen Gästen liegt die Zahl der Käufer bei 87 Prozent, bei den nichtjüdischen bei 74 Prozent. Noch unter schiedlicher ist die Höhe der Käufe. Der jüdische Be sucher kaufte im Durchschnitt für 42 Dollar, darunter Textilien und Modeartikel, der niehtjüdißche für etwa 9 Dollar, meistens nur Reiseandenken. Die Gesamtsumme, die von Touristen 1967 in Israel ausgegeben wurde, betrug 68,8 Millionen Dollar gegenüber 76,3 Mil lionen Dollar im Jahre 1966. 290.000 Touristen besuchten Israel im vergangenen Jahr, von denen 42 Prozent aus den Vereinigten Staaten kamen. 48 Prozent aller ausländißchen Gäste waren Angehörige freier Berufe, 32 Prozent Studenten, Pensionäre und Hausfrauen und nur 17 Prozent Kaufleute und Industrielle. Als äusserst zufriedenste! lendes Ergebnis wird ge wertet, dass 90 Prozent aller Tourißten erklärten, sie würden gern wieder nach Israel kommen, und 92 Prozent fügten hinzu, dass sie auch ihren Freunden und Bekannten zu einer solchen Reise raten würden. Für die vielen freundschaftlichen Wünsche und ausserordentlichen Ehrungen zu meinem 80. Geburtstag spreche ich auf diesem Wege meinen Freunden sowie den Repraesentanten der Gemeinden, Organisationen und Institutionen meinen aufrichtigen Dank aus. DAVID SPIEGEL Lag b'Omer 5728 LUACH—(KALENDER) Freitag, den 17. Mai 19. Ijar Sonnabend, den 18. Mai 20. Ijar Schabbat EMOR Haftara Jecheskel, Kap. 44 Sonntag, den 19. Mai 21. Ijar Montag, den 20. Mai 22. Ijar Dienstag, den 21. Mai 23. Ijar Mittwoch, den 22. Mai 24. Ijar Donnerstag, den 23. Mai 25. Ijar Freitag, den 24. Mai 26. Ijar Sonnabend, den 25. Mai 27. Ijar Schabbat B’HAR - B’CHUKOTAI Haftara Jeremias, Kap. 16 Freitag, den 17. Mai 19- Ija* Sonnabend, den 18 Mai 20 Ijar Schabbat EMOR Haftara: Ezequiel Cap. 44 Sonntag, den 19. Mai 21. Ijar Montag, den 20 Mai 22. Ijar Dienstag, den 21. Mai 23. Ijar Mittwoch, den 22. Mai 24. Ijar Donnerstag, den 23. Mai 25. Ijar Freitag, den 24. Mai 26- ^3ar fid**® ark umjubelt sst, nahm Frau t. Ihr Ausführui keine Rede senversammlui arauf ankomr Massen zu i Golda Meir m tiefen sitt grösster au Golda :h, dass Isr Friedens is in der er politischen ezwungen Kriege, d nen hat, Ai en die Mo Kriege zu hat diese Denn en Krieg u Jiege in d t geführt ükerung ■ dass irgi er Wett s n auch n est, erhol e Siege höchsten ein Volk her sem 'eu Israels und Mai «■sprechend sterben 'eben ui en Fortseh 'ft Israels einem Be ,ie Gesin die , Israel =hnet. Eij hat bei ius der Conste nu®stro fiel besamos Aeneia-