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Jüdische Wochenschau · 1968-05-17 · 2268 (17.5.1968) · p. [Seite 3]

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
29 (1968)
Issue
2268 (17.5.1968)
Date
1968-05-17
Page
[Seite 3] (sequence 3)
Language
German, Spanish
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Viernes, 17 de Mayo de J96H SEMANA ISRAELITA Año XXIX. — N® 216« — 3 Beobachter, die keiner will Der Sicherheitsrat musste sich letztens mit einem .lichtssagenden Resümee seiner Debatte über die israelischen und transjordanischen Beschwerden wegen der Kämpfe vom 29. März begnügen. Die Bemühungen des Generalsekretärs U Thant, die von den USA und anderen Westmächten unterstützt wurden, an der östlichen Demarkationslinie am Jordan ebenso UN-Beobachter zu postieren, wie dies entlang der nördlichen und südöstlichen — mit Syrien und Aegypten — geschah, sind an dem Widerstand Transjordaniens und der betonten Kühle, mit dei israelischerseits der Vorschlag behandelt wurde, gescheitert. Die Gründe für die Ablehnung von UN-Beobachtern durch Transjordanien und Israel sind sehr verschieden Für die Transjordanier liegt der Hauptgrund darin, dass UN-Beobachter am Jordan einer de facto-Anerkennung der israelischen Herrschaft im Westufer gleichkämen, wobei sie zu befürchten hätten, dass ein solches Provi- UUt MPUUI» IfIGKANO CAJA POPULAR DE BELGRANO COOPERATIVA OE CREDITO LTDA, DESDE 1932 MERECE SU CONFIANZA CASA CENTRAL: AMENABAR 2968 AGENCIA N° 1: CABILDO 3102 esq. IBERA AGENCIA N° 2: CORRIENTES 2294 P. V> esq. PASTEUR Horario: . Días Hábiles de 10 a 17 hs. Sábados de 10 a 12,30 hs. Inscripción en trámite en el Registro de Entidades Financieras| no trancarías del B.anco Central CAPITAL REALIZADO ^ACTUAL Y RESERVAS^ J 402.000.000 Yon ZEEV BARTH sorium sich ebenso in einen international anerkannten Dauerzustand verwandeln würde, wie das „Provisori um“ des Waffenstillstandes und der UN-Beobachter entlang der einstigen Waffenstillstandslinien, das immerhin fast 20 Jahre dauerte. Darüber hinaus ist aber die heutige israelisch-transjordanische Demarkationslinie eine Grenze ganz besonderer Art. Man wird kaum irgendwo eine Grenze zwischen verfeindeten und im Kriegszustand befindlichen Staaten finden, über die hinweg täglich Hunderte von Autos und Menschen in beide Richtungen fahren, Waren für Millionen hin- und herrollen. Man wird auch vergeblich eine Parallele zur Allenbybrücke suchen, die am Abend ein umkämpftes Kriegsgebiet darstellt, am darauffolgenden Tag aber eine ziemlich normale und legale Grenzübergangsstelle. An solchen Grenzen kann Transjordanien schon deshalb keine UN-Beobachter brauchen, weil es sie hartnäckig nicht als Grenzen anzuerkennen bereit ist. Hingegen ist es für die Transjordanier sowohl politisch als auch wirtschaftlich von eminenter Bedeutung, dass der bisherige Zustand der „offenen Brücken“ beibehalten bleibt. In anderen arabischen Staaten hat es bereits öfters Stimmen für eine hermetische Schliessung der Grenzen für Menschen und Waren gegeben, aber die Transjordanier aller Schattierungen lehnen solche Wünsche entschieden ab. Die Regierung von Amman will den lebendigen Kontakt mit 43 Prozent de. einstigen Bevölkerung des Haschemitischen Königreiches nicht verlieren, sie braucht den Waren- und Kapitaltransfer, sie benötigt das Obst und Gemüse aus dem Westufer ebenso wie die Westufer - Bevölkerung ihr traditionelles Absatzgebiet benötigt. Die Schliessung der Jordan - Brücken würde den Abbruch des Kontaktes mit der Bevölkerung des Westufers bedeuten, mit der Folge, dass die Palästinenser ohne Kontakt mit Amman leichter für die Idee ALFRED0 STERN MALERARBEITEN FÜCHMAENNISCHE AUSFUEHRUNG VIDAL 1575 — FAST ECKE PINO Tel.: 76 9088 Teppichhaus - M. Hochberg Unerreichte Auswahl an handgeknüpften Tep. pichen in erstklassigen Qualitäten für jedes gemütliche Heim. EIGENE FABRIKATION UNVERBINDLICHE VORFUEHRUNG AUF WUNSCH ZAHLUNGSERLEICHTERUNGEN Masrhinenteppiche in allen Farben und Grössen Auslegen von Appartements mit rein wollenem Velour VERKAUF AN PRIVATE NUR SAMSTAG TTND SONN¬ TAG VON 9—19 UHR IM AUSSTELLUNGSRAUM CALLE AND0NAEGUI2083 TEL.: 52-2993 4 Quader von Station Urquiza gewonnen werden könnten irgendein palästinensisches und von Transjordanien unabhängiges Staatsgebilde zu schaffen. Gäbe es aber UN-Beobachter mit irgendeinem vom Sicherheitsrat bestätigten offiziellen Status an dieser Grenze, so hiesse dies eine eindeutige Verschiebung der früheren „Waffenstillstandsgrenze“ ostwärts und in diesem Falle dürfte es den Für die russischen Juden New York. — Eine Kampagne für die Mobi lisierur.g aller Kräfte zur Erleichterung des Loses der Juden in Russland wurde in diesen Tagen von dem neuen Akademischen Comité für die sowjetische Judenheit proklamiert. Ein 17 Punkte umfassendes Programm, das von der nordamerikanischen akademischen Vereinigung gegen die sowjetischen Verfolgungen aufgestellt worden war, wurde bei Eröffnung der zweitägigen Konferenz angenommen, der 200 Delegierte in Vertretung von 86 akademischen Verbänden beiwohnten. (ITA) Transjordaniern kaum möglich sein, sich gegenüber den zahlreichen anderen arabischen Staaten mit dem Widerstand gegen die Schliessung der Jordanbrücken durchzusetzen. Israel hatte ganz andere Gründe für die negative Haltung zu der Initiative U Thants und der Amerikaner zugleich. Israel hat in den letzten zwanzig Jahren keine besonders guten Erfahrungen mit UN-Beobachtern gemacht, und auch heute sind die Beziehungen zwischen israelischen Militärstellen und dem Stab General Odd Bulls sowohl entlang des Suezkanals als auch in der Golan-Höhe keineswegs ideal. Da jedoch über den Kanal hinweg eine Terroristentätigkeit kaum in Frage kommt und auch an der Nordgrenze diesbezüglich relative Ruhe herrscht, ist gegen die Anwesenheit der UN-Beobachter, die über etwaige Verletzungen der Waffenruhe zu berichten haben, weniger einzuwenden, obwohl auch an diesen Grenzen die UN-Beobachter weder in der Lage sind, Verletzungen zu verhindern, noch Empfehlen "Sie ihrem Freunde CARLT0N- KLEIDUNG ■ CARLTON-Kleidung ist aussen und innen höchste Qualität. Beim Smoking, beim Strassenan zug, beim Sportsakko ■ Ihr guter Freund an kalten Tagen, der CARLTON-Mantel. MASSKLEIDUNG © FERTIGKLEIDUNG © ■ Auch Junioren kaufen gerne bei Carlton Maipü 982 — 31-7845 einen aursreichenden Ersatz für den direkten Kontakt zwischen den Militärkommandanten beider Seiten bieten, der gewiss vorzuziehen wäre. Entlang der transjordanischen Grenze könnte sich aber eine sehr gefährliche Situation entwickeln. Die UN-Beobachter wären gewiss nicht in der Lage, die Infiltranten von Fatach Terroristen und Saboteuren zu verhüten, dafür aber ihre Verfolgung zu behindern. Im Falle eines Minenanschlags würden die Beobachter den Tatsachenbestand zu Protokoll nehmen, dann aber könne es geschehen, dass die Spuren der Infiltranten zwei Meter vor dem Jordan verschwinden würden — im Wasser gibt es bekanntlich keine Spuren —, womit dann „nicht erwiesen“ wäre, dass die Saboteure aus transjordanischem Gebiet eingedrungen sind...“ Aehnliche Fälle hat es in den Jahren des unrühmlichen Waffenstillstandes reichlich gegeben. Darüber hinaus hat es Israel seit jeher vorgezogen mit der Gegenseite in direktem Kontakt zu sein und auf Vermittler und deren fragwürdige Dienste zu verzichten. Wenn die Transjordanier LA SEMANA ISRAELITA SEMANARIO INDEPENDANTE Bs Aires - PUEYRREDON 2190, 1* Izq. - 83-2619 J9. Ijar 5728 17. Mai 196« die Ruhe wünschen, müssen sie nur für Ruhe auf ihrer Seite sorgen, und dann wird es an der Grenze auch ohne UN-Beobachter ruhig sein. Wenn sie provozieren wollen, können sie es trotz der UN-Beobachter tun. Und wenn es um „Missverständnisse“ geht, können sie durch ein Arrangement über direkte Kontakte zwischen den Militärkommandanten auf beiden Seiten eher vermieden werden als durch UN-Beobachter. Heute hängt der Menschen- und Warenverkehr von einer direkten israelisch-transjordanischen Regelung ab, und er klappt ausgezeichnet. Im Augen- Friedhofsschaendung New York. — In Hartford. Conn. wurde der jüdische Teil des örtlichen Friedhofs (Zion Hill Cemetery) geschändet. Mehr als 130 Grabsteine wurden umgeworfen. Öer Polizeichef von Hartford, John Kerrigan, erklär te, dass dieser Akt das Gewissen aller Menschen guten Willens mit Abscheu erfüllt hätte. blick wo die UN-Beobachter die Hand im Spiel hätten, wären vermutlich Komplika tionen auf der Tagesordnung. Deshalb ist es zu begrüssen, dass der Sicherheitsrat nicht versucht hat beiden Teilen UN-Beobachter gegen ihren Willen aufzuzwingen. Er hat damit Israel Komplikationen und den UN völlig überflüssige Ausgaben erspart. 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