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Jüdische Wochenschau · 1968-04-19 · 2264 (19.4.1968) · p. [Seite 3]

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
29 (1968)
Issue
2264 (19.4.1968)
Date
1968-04-19
Page
[Seite 3] (sequence 3)
Language
German, Spanish
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If»r«tes, 19 de Abril de 1%* JÜDISCHE WOCHENSCHAU A3» XXIX. — If 2164 =±-\ Bita 11 v s i u BBistriki Seit seinem Sieg über die Araber im vergangenen Juni hat Israel bewusst die Politik verfolgt, sich nicht nä her über die Bedingungen zu äussern, die es den Ara bern am Verhandlungstisch für den Frieden anbieten würde. Premierminister Levi Eshkol und andere israelische Politiker haben aller dings wiederholt erklärt, dass die Araber, die sich mit den Israelis zu Friedensverhandlungen an einen Tisch isetzen werden, Israel grosszügiger finden würden, als sie es erwartet haben. Andererseits haben sie wiederholt, dass Israel nicht die Absicht hat, sich auf seine Grenzen vor dem Krieg im Juni zurückzuziehen, sondern dass es sichere Gren zen verlangt und von dieser Position keinen-Abstand neh men wird. Doch die Israelis diskutieren unter sich und häufig ziemlich hitzig über die Fra- , ge, wieviel von den eroberten Gebieten an die Araber bei einem Friedensvertrag zurückgegeben werden soll. Sie denken fast immer an den Westuferbezirk, der im Jahre 1948, als Israel für seine Unabhängigkeit kämpfte von der Arabischen Legion okkupiert wurde. Gleich nach dem Juni 1967 erwartete Israel, dass König Hussein geneigt sein würde über den Frieden zu spre chen. Die Gebiete am Westufer — doch nicht Jerusalem — wurden ursprünglich als ein Trumpf beim Feilschen betrachtet. Als jedoch die Hoffnungen auf einen schnellen Frieden mit Transjordanien schwanden, haben sich die Israelis auf ein lan ges Verbleiben am Westufer eingerichtet. Sie beschlossen, den Dingen ihren natürlichen Lauf zu lassen, was in diesem Fall heisst, CAM WWU« W IflGIANO« COOPERATIVA OE CREDITO LTOA. DESDE 1932 MERECE SU CONFIANZA CASA CENTRAL AMENABAR 2968 AGENCIA N° 1 CABILDO 3102 esq IBERA AGENCIA N° 2 CORRIENTES 2294 P P esq PASTEUR Horario de 12 a 16 HS. V ahora atendemos sábados de 10 a 12 30 Its. inscripción en trámite en el Registro de Entidades financiera Oanc*fias del Sanco REALIZADO von ELIAHU SALPETER die Wünsche der Bevölkerung nach Wohlstand und Fortschritt zu berücksichti gen. Anscheinend trägt diese Politik Früchte bei den Arabern in Cisjordanien, die sich niemals als Jordanier sondern vielmehr als Palästinenser gefühlt haben. Sie sind im allgemeinen auch gebildeter und in besseren wirtschaftlichen Verhältnissen als die Transjordanier und betrachten Hussein als einen Beduinen. Ausserdem entdeckten die cisjordanischen Araber bald, dass die israelischen Sieger keine „Teufel“ waren, wie man ihnen eingeredet hatte. Die Israelis gewährten ihnen eine viel grössere Wortfreiheit als ihnen von Amman jemals zugestanden wurde Einige nutzten dies aus, um Israel anzuklagen und ihre Treue zu Hussein zu bekun den. Aber sie sahen bald ein, dass weder Hussein noch Ein Appell der DAIA Alle Etappen, die der Hass erschöpft, sind bei dem abscheulichen Attentat durchlaufen worden, das dem Leben Martin Luther Kings ein Ende setzte. Es ist eine Ironie des Schicksals, dass der grosse Verteidiger der Menschenrechte in dem den Menschenrechten gewidmeten Jahr ermordet wurde, und dies allein zeigt den Rückschritt, in dem sich die Welt auf ihrem Weg zur Eintracht und Solidarität befindet. Die Regierung der Vereinigten Staaten hat, als sie in einer noch nie dagewesenen Ehrung den Tag der Nationaltrauer verkündete, die Notwendigkeit proklamiert, dass die Menschen guten Willens in der ganzen Welt vereint der Gewalt Widerstand leisten müssen. Die DAIA bringt im Namen der jüdischen Kollektivität den tiefen Schmerz um den Tod von Marti? Luther King zum Ausdruck und vereint hiermit ihre Stimme mit der Stimme aller, die vor diesem Verbrechen Abscheu empfinden, doch auch verstehen, dass es dringend ist, die notwendigen Bedingungen zu schaffen, damit Ereignisse dieser Art sich nicht wiederholen können. Jeder Mensch muss die Fahne aufheben, die den Händen des Friedensapostels entfallen ist und sie in seinem Herzen aufrichten und mit seine« Taten in Verteidigung der menschlichen Persönlichkeit stützen, dort wo diese gering geschätzt wird. Aus Aegypten ausgewiesen Rabbi Joachim Nefoussi, der Oberrabbiner von Alexandrien, ist kürzlich in Rom eingetroffen, um in Ostia auf ein Visum in die Vereinigten Staaten zu warten. Er wird vom United Hias Service betreut. Er war im Gefängnis von Abu Saabal misshandelt worden, und auch seine Frau war inhaftiert. Man beschuldigte sie, sich über den Sieg Israels gefreut zu haben. Der Pass enthält den Stempel J und die Aufschrift „keine Rückkehr“. Der „Corriere della Sera“ die angesehene Zeitung Mailands, brachte einen ausführlichen Bericht über die Lage der Juden in Aegypten. Das Blatt beklagt besonders den Misserfolg der italienischen Proteste über die Behandlung der italienischen Juden, deren Vermügen konfisziert worden sei und deren Pässe J-Stempel nach nazistischem Stil erhalten haben. Die Lager seien eine groteske Nachahmung von Buchenwald. Seit Juni haben nur 15 ägyptische und 150 ausländische Juden Aegypten verlassen können, nachdem ihr gan zes Vermögen ohne Hoffnung auf eine Entschädigung konfisziert worden sei. Teppichhaus - M. Hochberg Unerreichte Auswahl an handgeknüpften Tep. pichen in erstklassigen Qualitäten für jedes gemütliche Heim. 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Der spanische und der französische Botschafter intervenierten, um Freilassungen zu erwirken. Der spanische Botschafter reklamierte die Sefarden als spanische Bürger seit der Inquisition her, womit er in einigen Fällen Erfolg hatteer besorgte ihnen spanische Pässe zum Verlassen de Landes. Empfehlen Sie ihrem Freunde CARLT0N- KLEIDUNG H CARLTON-Kleidung ist aussen und innen höchste Qualität. Beim Smoking, beim Strassenan zug, beim Sportsakko ■ Ihr guter Freund an kalten Tagen, der CARLTON-Mantel. MASSKLEIDUNG © FERTIGKLEIDUNG « ■ Auch Junioren kaufen gerne bei Carlton Maipü 982 — 31-7845 Nasser ihre Aufrufe zum Widerstand zu unterstützen in der Lage waren, und da wurden neue Stimmen laut, welche eine „palästinensische“ statt einer „haschemitischen“ Lösung verlangten, also eine Abtrennung Cisjordaniens von Transjordanien. Bei der Ueberpriifung ihrer Lage unter haschemitischer Herrschaft legten sie sich von vielen Dingen Rechenschaft ab. König Hussein hatte mit voller Absicht den Hauptteil der von den USA und anderen Ländern geleisteten Entwicklungshilfe für zahlreiche transjordanische Projekte verwandt und die Cisjordanier wie Waisenkin der behandelt. Dies stellten die Israelis fest, als sie Nablus, Bethlehem, Hebron und die JeruGalemer Altstadt wiedersahen. Auch den Cisjordaniern entging dies nicht, als die Israelis ihnen viel bessere öffentliche Dienste zur Verfügung stellten Mehr und mehr cisjordanische Araber begannen von einer nicht an Amman gebundenen Zukunft zu sprechen. Die separatistische Bewegung steckt noch in den Kinderschuhen, und Israel wünscht keine voreiligen Bestrebungen in diesem Sinne zu ermuntern. Es zieht eine Politik vor, die die Dinge fliessen lässt, ohne sie festzulegen. Dies begünstigt die Notwendigkeiten des Augen blicks und bringt einer lang- LA SEMANA ISRAELITA SEMANARIO INDEPENDANTE Bs. Aires - PUEYRREDON 2190, 1» izq. - 83-26.3 21. Nissan 5728 19. April 1938 fristigen Lösung keinen Abbruch. Inzwischen steht es den cisjordanischen Arabern frei, ihre eigenen Schlüsse zu ziehen. Sie sehen, dass die freien Verbindungen zwischen Israel und Cisjordanien für ihre wirtschaftlichen Interessen von Vorteil sind. Sie erkennen ferner, dass diese Beziehungen nicht notwendigerweise ihre Absonderung von dem sozialen, kulturellen und religiösen Leben der übrigen arabischen Welt bedeuten, obwohl Israel aus Gründen seiner eigenen Sicherheit Einschränkungen verfügen musste. Kurz, die cisjordanischen Araber verstehen dass eine Lösung möglich ist, bei der sie mit Israel, mit Transjordanien und mit irgendeinem anderen arabischen Land Handel treiben können. Diese Politik der „offenen Schranken“ für die Araber aus dem Westuferbezirk kann noch nicht offiziell eingeführt werden, denn sie würde die Sperrung der Grenze vonseiten Transjordaniens nach sich ziehen. Aber wenn sich jeder Bewohner dieses Bezirks an die De-facto-Situation gewöhnt und sie annehmbar oder sogar vorteilhaft fin- Technische Hilfe Tel Aviv. — Israel und Thailand schlossen kürzlich ein Abkommen zur Entwicklung neuer Bezirke und Fruchtbarmachung von Gebieten in Thailand, det, so könnte sie schliesslieh als Unterbau für ein formelles Abkommen dienen, das auf einem aus Israel-Palästina-Jordanien gebildeten Dreieck basiert. 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