Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 29 (1968)
- Issue
- 2262 (5.4.1968)
- Date
- 1968-04-05
- Page
- [Seite 4] (sequence 4)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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4 — Viernes, 5 de Abri] de 1968 SEMANA ISRAELITA Añ* XXIX. — N9 2162; Abril feignisse der Bannettraeger der Freiheit Woche Wie wir bereite in unserer vorwöehentlichen Ausgabe berichteten, fand am 24. Marz eine ungewöhnlich stark besuchte Kundgebung des Keren Hajessod im Cine Opera statt, zu der viele hunderte keinen Einlass mehr wegen völliger Ueberfüllung finden konnten. Die Veranstaltung, auf der Dr. Goldstein (Jerusalem) und Knesuet-Abegordneter Almogi sprachen, wurde von Dr. Hardi Swarsensky, dem Präsidenten des argentinischen KH für die Magbit 1967, eingeleitet. Anfangs gedachte der Red ner der Helden Israel, die ihr Leben im Einsatz für die Verteidigung des Landes verloren haben, und bat die Versammelten, sich zu Ehren der Toten zu erheben. Nach einer Minute des Schweigens und des Gedenkens führte Dr. Swarsensky aus: „Die Juden Argentiniens nehmen in breitem Umfang an den Arbeiten teil, die von j den jüdischen Gemeinschafi ten in der ganzen Welt vollbracht werden. Unsere historische Erfahrung lehrt ums, dass diese Verbundenheit der Juden untereinander und ihre Einigkeit die Grundlage dafür war, dass unser Volk alle Zeiten überlebt hat. In diesen Augenblicken sind unsere Augen auf Israel gerichtet, das in wenigen Wochen das 20. Jubiläum seiner nationalen Unabhängigkeit begehen wird. Uns, die Juden, die wir das Glück haben, diene Zeit zu erleben, uns, „die letzte jüdische Generation der Knechtschaft und die erste der Freiheit", uns machen die Erfolge Israels glücklich sie geben uns Glauben in unser Volk und in unsere Zukunft. ,, .Israel, die Verwirklichung des zionistischen Ideals, hat in nur 20 Jahren die physische und moralische Wiedergeburt unseres Volkes erreicht. Alle Juden, wo immer in der Welt fühlen sich heute sicherer aiß jemals, alle Juden der Weit erheben i ihr Haupt voller Stolz über das Werk, das Israel vollbrachte. .. ALFREDO STERN MALERARBEITEN FJACHMAENNISCHE AUSFUEHRUNG VIDAL 1575 — FAST ECKE PINO Tel: 76 9088 CA TEC A S. A. Directorio 5555 Buenos Aires T. E. 68 . 1017/18 y 1264 SUA VANDA R el calzado legítimo de espuma de goma „Es ist durchaus kein Zufall, dass die Juden Argentiniens, die sich mit diesem Land verbunden und in ihm verwurzelt fühlen,... auch über allets, was Israel berührt. besorgt sind. Denn die argentinische Erde wurde mit dem Rufe nach Freiheit geboren als eine Bestätigung der Menschenwürde. Die gleichen Ideale der Würde des Menschen und seiner Freiheit sind es, die die Wiedergeburt Israels ermunterten und alß Norm für sei-, nen Kampf um seine Existenz während der ersten 20 Jahre staatlichen Lebens dienten. „Als Argentinien bereits eine unabhängige Nation war, die Freiheit seinen Nachbarn aber noch Vorbehalten blieb, da stand im General San Martin ein militärisches und politische»; Genie auf, das verstanden hatte, dass die Freiheit ein unteilbares Gut ist, und dass die argentinische Freiheit rieht gesichert »st, solange nicht unsere Nachbarländer ebenfalls ihre Freiheit haben würden. Aus diesen Gründen befreite das Heer der Anden den halben Kontinent.“ Bedeutung der Freiheit Nachdem der Redner unterstrichen halte, dass diese Versammlung im Zeichen argentinisch - israelischer I reundschaft stehe, sagte er unter dem starken Beifall der Massen: „Bei der Verteidigung der Freiheit und Menschenwürde sind sich Argentinien und Israel einig.“ In seinen weiteren Außfiihrungen sagte der Red ner, immer wieder von starkem Beifall unterbrochen: „Israel war das erst0 Land, das sich vom Kolonialismus befreit hat und damit allen anderen Nationen ein Beispiel gab, die danach ihre Unabhängigkeit erreichten. Trotzdem Israel ein kleines Land ißt, trotzdem es mit grossen eigenen wirtschaftbchen Problemen zu I kämpfen hat, brachte es die Kraft auf, um anderen Völkern zu helfen... „Diese Ideen beruhen auf den Gedanken der Propheten. Sie haben den Fortschritt der Menschheit inspiriert. Deswegen waren Ju dentum und jüdische Gedankenwelt die natürlichen Feinde des Nazismus, der sich gegen die Freiheit dec Menschen wandte und damit gegen das jüdische Volk, das ein unentwegter Verteidiger dieser Freiheit war und ist. „Und es ist heute auch kein Zufall, dass die Regierung Polen,; im Angesicht der studentischen Forderungen nach grösserer Freiheit das Judentum und den Zio nismus beschuldigen, dass sie diese Bewegung zum Kampf um grössere Freiheit angestiftet hätten. Obwohl wir alle wissen, dass diese Anklage falsch ist, obw'ohl uns bewusst ist, daßs die Forderungen der polnischen Studenten nichts mit unserem Volk zu tun haben, müssen wir mit Genugtuung feststellen, dass in allen Ekken und Winkeln der Welt diesmal in Polen, die Unterdrücker bestätigen, sie seien Feinde des jüdischen Volkes. Das sagt nicht nur jetzt die polnische Regierung, dar sagen auch jene Nazis, die den Hitlerismut; in unseren Tagen fortsetzen wollen. . Blick in die Welt von HAROLD SCHWARCZ Lage in Russland ^cíéncimi^k,., oconómlcot, .. i ESTUDIO ' contador** públicos , Z, ':?'^’natïonoléCr^ W. consultores de'empresmS ESPECIALISTAS EN PASTEUR 254 - 2? y 5? pisos KL 48-7168 1371 ÍUENOS AIRES SOCIEDADES ANONIMAS 11 u f0*(SK „Mit Unruhe beobachten wir, das jüdische Volk, wie despotische Mächte, unter ihnen die Sowjetunion, den Juden die Ausübung ihrer religiösen Vorstellungen versagen und sie daran hindern, sich mit ihren Brüdern in der Welt zu verbinden Aber der Tag wird kommen, an welchem die Juden dev Sowjetunion das Recht zur Auswanderung erhalten werden. Der Tag wird kommen, weil es keine Kraft gibt, die sich dem Willen eines entschlossenen Volkes widersetzen kann. „Auch der Frieden an den Grenzen Israels und im Mittleren Osten wird hergestellt werden. Er wird kommen, w’eil Israel leben und ßein Land im Frieden bauen will. In der Geschichte haben die Söhne des Lichts immer die Finsternis besiegt. „Die Lage im Mittleren Osten besorgt uns. Aber mehr als Besorgnis gilt die Tat. Wir müsßen alles für unsere Brüder tun, damitsie in Frieden leben können „Wir, das jüdische Volk, sind entschlossen, als der treueste Verbündete Isra eis, dais Volk Israels zu stützen. Im Angesicht der Notwendigkeiten werden wir alles tun, um durch unser“ Aktion den Frieden zu sichern. „Wir sind für Frieden. Wi treten für ein starkes Israel ein. Wir sind für die Einheit und Einigkeit unseres jüdischen Volke,;. Wir erheben die Fahne des Zionismus, der die Avantgarde der Freiheit und des Rechtes für unser Volk ist. In diesem Sinn und von diesen Gedanken getragen, gestützt auf das gegenseitige Vertrauen zu und von unseren Brüdern in Israel, erkläre ich unsere Dringlichkeitskampagne für den Frieden im Angesicht des 20. Jahrestages der Unabhängigkeit Israels für eröffnet.“ — DER RUSSE JURI Gagarin, erster Astronaut der Welt, soll bei einem Flugexperiment verunglückt sein, was bezweifelt wird. — FRANKREICHS Versuche zur Zerstörung der Dollar-Währung sind vorerst als gescheitert anzusehen. — CHAOTISCHE Zustände herrschen in Panamá. — IN MADRID kam es zu neuen Zusammenstössen mit revoltierenden Studenten. — DER POLNISCHEN Regierung gelang es bisher trotz aller scharfen Massnahmen nicht, den Freiheitsdrang der Studenten zu unterdrücken. — DIE RUSSEN erklärten sich zu grösserer Hilfeleistung für Nordvietnam bereit. — GENERAL LUDVIK SVOBODA übernahm die Präsidentschaft der CSR anstelle des zurückgetretenen Präßidenten Novotny. — DER EXODUS lateinamerikanischer Wissenschaftler in die USA hält auch weiterhin an. — IN MARACAIBO (Venezuela) kam es zu schweren Zwischenfällen, Demonstrationen, Streiks und Geschäfteschliessungen. — DIE LABOURPARTY erlitt bei Zwischenwahlen eine schwere Niederlage. — DER PAPST löste die Notabeinkörperschaft auf, worin die grösste Reform seit dem Mittelalter gesehen wird. — BREZHNEW beschuldigte den Westen, in den europäischen Ländern gegen Moskau zu agitieren. — ECUADORS interimistischer Präsident, Otto Arosemena Gómez, deckte eine Verschwörung auf, deren Zie1 die Errichtung eines Regimes wie in Kuba eei .. — DAS NEUE „progressive“ System in Prag verbat sich jede ausländische Einmischung und beschuldigte die Ostdeutschen, in die internen Angelegenheiten der CSR eingreifen zu wollen. — EIN ATTENTAT gegen den Präsidenten Boliviens, General Barrientos. soll gescheitert sein. — OHNE WAHLEN ernannte der Kongress den General Suharto zum Präsidenten Indonesiens auf weitere fünf Jahre . — DIE JAPANER deportierten den Leiter der gegen Tschiang Kai Scheck (Nationales China) gerichteten Opposition, obwohl die Gefahr beßteht, dass er zum Tode verurteilt wird. — DER IN GUATEMALA entführte Erzbischof ist zu-; rüekgekommen, ohne dass es gelang, diesen eigenartigen Vorfall aufzuklären. — EIN OBERST soll 100.000 Haitaner zur Invasion Haitis vorbereiten, wo er ein Regime im Stile Castros errichten wolle. — MIT DEM RUECKTRITT des Innenminißters Lücke herrscht eine Regierungskrise in Bonn. —‘ Jahren wurde unsere Region j immer wieder von Kriegen j heimgesucht. Wir hegen die ] | Hoffnung, dass die Ereigniß-! se im und nach dem Juni | des vorigen Jahres unsere j Nachbarn davon überzeugt; haben, dass dieser Zustanr nicht fortdauern kann und darf. Es ist den Interesßen der Völker nicht dienlich, im Schatten des Krieges, der Tragödie und des Todes zu leben. Wir wollen keine Zwietracht mit unseren Nachbarn, wir bestreiten'weder ihre Existenz, noch ihr Recht auf Leben. Wir haben keinen Krieg gegen sie entfesselt. sondern wir sind immer wieder von ihnen herausgefordert worden.“ Nach Aufzählung der Israel durch seine Nachbarn aufgebürdeten Kriege fuhr der Botschafter fort: „Die Geschichte geht nicht rückwärts, sie muss vorwärts gehen. Sie kann nicht wieder auf einen zerbrechlichen Waffenstillstand zurückgeschraubt werden, sie muss zu einem echten Frieden führen, der nur durch direkte Verhandlungen geschlossen werden kann. Solange sich unsere Nachbarn dpr von einer Grossmacht genährten Illusion hingeben, ßie könnten auf ihrem in Karthum gefassten Beschluss: keine Anerkennung Israels, keine Verhandlungen, kein Frieden, beharren, wird es keinen Frieden geben. Denn der Frieden be- ( Fortsetzung der Ereignisse auf Seite 5) Die Rede des Botschafters Wie wir bereits berichtet haben, hielt auch der israelißche Botschafter in Argentinien, D. Moshe Alon, auf der Kundgebung des Keren Hajessod eine Rede, von der wir ebenfalls einige Auszüge veröffentlichen. MONICA KON BURSTIN PEDRO A. NEUBERGER grüssen als VERLOBTE » Seit der Gründung des Staates Israel vor 20 Independencia 485, VIII., 43 Cangallo 2479 Capital Capital LUACH — (KALENDER) Freitag, den 5. April 7. Nissan Sonnabend, den 6. April 8. Nissar Scnabat ZAW — HAGODAUL Haftara Maleachi Kap. 3 Sonntag, den 7. April 9. Nissan Montag, den 8. April 10. Nissan Dienstag, den 9 April 11. Nissan Mittwoch, den 10. April 12. Nissan Donnerstag, den 11. April 13. Nissan Freitag, den 12. April 14. Nissan Erew Pessach Sonnabend, den 13. April 15. Nissan 1. Tag Pessach Sonntag, den 14. April 16. Nissan 2. Tag Pessach Montag, den 15. April 17. Nissan 2. Tag Omer der , h. auf dem # i ‘ Partner ¿»J ein geSens fordert wir tffJse unserer #$• ...u™ sind jachen s "Oiroht und naI Hasses die er tamt0 für den Frie f atesi den Weg nhes Volk und St Ruhm auf Sachtfeld. Aber t auch nicht verv ¡ein Wir müssen im diese unsere Jündbarkeit zu schu so den Krieg zu ve Ich bin überzeugt, Verständnis und t.. jung finden werden Der Kampf ist kniet. Bis kein Fr« schlossen ist, ":er ¿¡e Feuereinstellun machung streng Aber wir sind ent dass jüdisches Le ungestraft verniete darf. Die Federt muss von beiden spektiert werden nicht mit Ueberfälli rismus und Sabot die Zivilbevölkert wehrlose Kinder deutend. Wir müs- Sicherheit und unserer Bürger Gflsts/H« der ga tpieler ters. 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