Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 29 (1968)
- Issue
- 2261 (29.3.1968)
- Date
- 1968-03-29
- Page
- [Seite 4] (sequence 4)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 95% known words query
- IRI
…/9616703-9616177-9616268--5148-9616272- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
4 — Viernes, 29 de Marzo de l'Hig SEMANA S R A E L I T A After XXIX. — N* iifij Ereignisse der Konvention der Magbit Am vergangenen Wochenende fand die 39. Konvention dee Keren Hajessod. de*- Magbif (Campaña Unida', in Buenos Aires statt, an welcher mehr als 500 Delegierte aus der Bundeshaupt stadt, Gross-Buenos Aires dem Landesinnern und den Comités der Jugend und der Zweiten Generation teilge nommen haben. Bereits einige Tage zuvor hatte eine Besprechung zw:- schen den Delegationen der argentinischen, chilenischen paraguayischen und uruguayischen Leitung der Magbit stattgefunden, um die Richtlinien für das neue Jahr festzulegen. An diesen Besprechungen haben die beiden Ehrengäßte Dr. Israel Goldstein, dçj Präsident des Keren Hajessod Jerusalem, tind der Knesset-Abgeordnete Josef Almogi teilgenommen. Die 19. Konvention des argentinischen Keren Hajessod hat in der jüdischen Oeffentlichkeit ein besonders starkes Interesse ausgelöst, das sich in der Beteiligung der Veranstaltungen durch De legierte, Presse und Publikum außwirkte. Bei allen Besprechungen. Sitzungen, Beratungen, Versammlungen und Kundgebungen trat der einmiipge Wille der argentinischen Judenheit mit aller Klarheit hervor, nicht nur mit Worten, sondern auch mit innerer Bereitschaft unsere Solidarität mit der gerechten Sache Israels und seiner Bewohner zu bekunden. Die Eroefinungsfeier Die Eröffnungsfeier der Konvention fand im überfüllten grossen Saal der AMIA statt. Obwohl nur De legierte zugelassen waren, fand sieh ein so zahlreiches Publikum ein. dass auch der Vorsaal überfüllt war und die Teilnehmer bis auf die Strasse standen. Unter den Ehrengästen beteiligte sich auch der Botschafter Israels in Argentinien, Don Moshe Alon, an der Veranstaltung. Die Konvention wurde durch den Vorsitzenden der Magbit 1967. Dr. Hardi Swarsensky, eröffnet, der in kurzen Worten auf die Bedeutung diesei? Ereignisses ein ging. Anschliessend begriiss- U Ing. Nachman Radichowskv. der Präsident der Zionistischen Organisation in Argentinien, zugleich im Namen aller Zentralorganisationen den Kinus (Konvention) und unterstrich die Notwendigkeit der Einigkeit in diesem Augenblick erni ster Spannungen und grosser Aufgaben. Die nachfolgenden Redner, Botschaftsrat Burstan, Dr. Israel Goldstein und Josef Almogi gaben in beredten und ermunternden Wörter einen Ueberblick über die augenblickliche Lage, deren Ernst sie unterstrichen, und forderten dazu auf. eo wie bisher, die Anstrengungen Israels zu unterstützen. Der weitere Verlauf Am Sonntag Nachmittag fanden sich nach einem ge- C A TECA S. A. Directorio 5555 Buenos Aires T. E. 68.1017/18 y 1264 SUAVANDAR el calzado legítimo de espuma de goma meilnsamen Mittagessen in der Hebraica die Delegierten zur Beratung zusammen, nachdem sie Berichte der beiden Sekretäre der Carrpana Unida. des Herrn Dr. Rai'il Malimowka für die Stadt und Umgebung und des Herrn Ricardo Gordon für das Landesinnere gehört und sehr interessanten Ausführungen des Oberstleutnant Michael Lewdn gefolgt waren, der hier für einige Zeit als Direktor des Keren Hajessod wirken wird. Die Beratungen verschiedener Kommissionen! die der praktischen Arbeit gal ten, und die Wahlen dei neuen Leitung schlossen die erfolgreiche Konvention ab. Nachdem der bisherige Präsident für das Vertrauen gedankt hatte, ihn wiederwählen zu w'ollen, was er abenicht annehmen konnte, wurde als sein Nachfolge’" Herr Jizchak Lew'in, der bereits in früheren Jahren Präsident der Campana Unida gewesen ist, erneut gewählt. In besonders herzlichen Worten ehrten der Präsident der Ziönistischen Organisation Ing. Radichowsky sowie Dr. Israel Goldstein und Deputierter Almogi die Arbeit des scheidenden Präsidenten, der sich für die An erkennung durch die höchsten Autoritäten der Regierung und dec- Keren Hajessod bedankte und alle Anwesenden aufforderte, ihre Tätigkeit und ihren Einsatz im Dienste der grossen Aufgabe fortzusetzen, an der er selbst als Mitglied der Lei tung auch in Zukunft Anteil nehmen wird. Die Kundgebung Der Keren Hajessod hatte die jüdische Bevölkerung am letzten Sonntag zu einer Kundgebung aufgefordert, die in einem der grössten Theaterräume von Buenos Aires, im Cine Opera, statt gefunden hat. Schon einige Tage vor der Veranstaltung war das grosse Interesse de<* breiten Publikums festzustellen. dae sich durch seine Anteilnahme an dieser Veranstaltung mit Israel solidarisieren wollte. Bereits um 7 Uhr morgens, lange vo ZW1 PEREZ CHAJES-INST1TUT Ehemalige Schüler und Freunde des einstigen Oberrabbiners von Wien. Prof. Dr. Zwi Perez Chajes, die sich an dem in Entstehung befindlichen ..Chajes- Institut“ mitbeteiligen wollen, werden um Mitteilung ihrer Anschriften ersucht. Der Zweck des Instituts ist (1) die Sammlung wissenschaftlich-jüdisch-historischen Materials, <2) Herausgabe einer Zeitschrift in deutscher und englischer Sprache und anderer Publikationen, (3) Veranstaltung von Vorträgen und gesellschaftlichen Zusammenkünften und (4) Begründung von Filialinstituten in Israel und im Auslande zur Förderung der Aufgaben und Ziele des Institutes. Alle Zuschriften sind zu richten an: P. O Box 3366, Tel-Aviv, Israel. ü ili ESTUDIO PASTEUR 254 . J' y 5' pisos TEL 48-7166 . 1371 BUENOS AIRE» ciencias económica», contadores públicos , nocionales consultores de -empresas. especialistas en SOCIEDADES A ANONIMAS Æ m de Eröffnung der Veranstal-1 ab, ob Israel über die nottung, war eine grosse Schlan , wendigen Mittel verfügt. ge von Wartenden von mehr als einer Quader zu beobachten, die geduldig ausharrten, bis dann Einlass gewährt werden konnte. Schon vor der angesetzten Zeit, dürften beinahe 2.000 Personen anwesend gewesen sein, was in Argentinien selten ist. Als dann die Veranstaltung begann, waren nicht nur alle Sitzplätze sondern auch alle Gänge besetzt und mehr alß 500 Personen konn ten überhaupt keinen Einlass finden. Die beiden ersten Redner Die Veranstaltung wurde nach dem Absingen der argentinischen und israelischen Nationalhymnen durch den Chor der AMIA von dem Präsidenten der Magbit 1967 Dr. Hardi Swarsensky eingeleitet, dessen Rede wir in der nächsten Nummer der J.W. in ihrem Wortlauc abdrucken werden. Danach sprach, herzlich begrüsst, Israels Botschafter in Argentinien, D. Moshe Alon, der in interessanten Ausführungen zu der augenblicklichen Situation Stellung nahm und u. a. sagte dass trotz der Kritik an dem Verhalten Israete durch die demokratische Welt, die Völker endlich zur Kenntnis nehmen sollen, dass jüdisches Leben nicht mehr vogelfrei ist, sondern dass sich Israel immer und überall verteidigen 'wird. Einen uns zur Verfügung gestellten Auszug dieser Re de werden wir ebenfalls in der nächsten Ausgabe de" J.W. veröffentlichen. Die Reden der Gaeste Stark gefeiert von den Anwesenden, ergriff zunächst Dr. Israel Goldstein, dei F-räsident des Welt-Keren Hajessod das Wort, der ir. Ausführungen von hohem Niveau über die Situation und die Notwendigkeiten in Israel sprach. Seine mit grossem sittlichen Ernst vorgetragenen Gedanken wurden vom Publikum verstanden, sodass zu erwarten ist, dass aus diesem Verständnis auch eine Tat wird. Immer wieder von Beifall unterbrochen, sprach dann als letzter der Knesset-Abgeordnete Jcßef Almogi, ein Mann, der es versteht, mV seinen Worten die Massen zu bewegen, obwohl er durchaus nicht nur an Gefühle appelliert, sondern auch zum Verstand spricht. Nichts in der Welt hindert uns daran — sagte Almogi — Israel grösser, schöner un-’ leicher zu machen, nicht Nasser und nicht Kosygin. Es liegt nur in unserer Hand, die grossen Möglichkeiten, der friedlichen Erstarkung und des Aufbaus, die sich uns bieten, außzunützen. Israel hat bewiesen dass es in der Lage ist, Unmögliches zu tun. Sollen die Juden in der Welt beweisen, dass sie wenigstens das Mögliche tun können. Nicht immer in unserer Geschichte hat man mit Geld unsere Probleme lösen können. Diesmal hängt es nur davon Künstlerischer Teil Im künstlerischen Teil trug der in der jüdischen Welt bekannte und ausserordentlich geschätzte israelische Schauspieler Zygmunt Turkow ein israelisches Stück vor, der durch seine meisterhafte Sprache und seine ergreifende Darstellungskunst die Zuhörer aufs tiefste bewegte und der Veranstaltung einen würdigen Abschluss lieh, die wie wenige in den letzten Jahren sich durch ein hohes Niveau auszeichnete Empfang für Zygmunt Turkow Die Leitung der AMIA veranstaltete für den israelischen Schauspieler und Theater - Direktor Zygmunt Turkow einen Empfang in ihren Räumen, an dem auch der Präsident des jüdischer. Schauspielerverbandes, Herr Aron Alexandroff, und der Präsident des jüdischen Journalistenverbandes, der bekannte Schriftsteller Abraham Sack, teilnahmen. Der Präsident der Kehilla, Dr. Tobias Kamenszain, begrüsste den Ehrengast und seine Frau Rosa Turkow die ebenfalte eine bekannte | Schauspielerin ist. Dr. Ka- I menszain sprach über die weitverzweigte kulturelle Tätigkeit, die von der AMIA (Kehilla) entfaltet wird. Dr. Kamenszain wies darauf hin, dass die Kehilla ein neues Haus in der Nähe ihres Verwaltungsgebäudes errichtet, in dem eich auch ein Theatersaal für 600 Personen befindet, der mit den modernsten Installationen ausgestattet sein wird. Hier wird das jüdische Theater seinen Platz finden. Dami^ wird auch eine Lücke ausgefüllt, denn z. Zt. gibt es in Buenos Aireß kein ständi ges jüdisches Theater. Zygmunt Turkow hat in Israel sein eigenes hebräisches Theater und wird hier zwei Vorstellungen in jiddischer Sprache geben, wo er seine letzten Inszenierungen aufführen wird. Rabbiner Rosenberg — 60 Jahre H. Sw.: — Obwohl wir bereits eine Würdigung des Herrn Rabb. Dr. Meir Rosenberg anlässlich seines 60. Geburt'-tages veröffentlichten, will der Herausgeber dieser Zeitung nach Rückkehr von einer Reise einige Walter Bluhm singt Der in unseren Kreisen allgemein geschätzte und beliebte Oberkantor Walter Bluhm. der seit der Grünuung der Nueva Comunidad Israelita als Kantor und Lehrer dort wirkt bzw. wirkte. hat durch R.C.A. Victor eine Schallplatte mit den schönsten Melodien der Lewandowßki - Liturgie besungen. Oberkantor Bluhm, der eine gründliche und hervorragende Ausbildung in Berlin erhalten hat, lebt in diesen Melodien, die er mit echter Inbrunst wiederzugeben versteht. Obwohl es eicherlich nicht gerecht ist, einen dieser Gesänge besonders hervorzuheben, da sie sich alle in gleicher Weise durch ihren guten Vortrag und die Gesangskunst des Kantors Bluhm auszeichnen, geht sein Kiddusch besonders zu Herzen. „Walter Bluhm singt Lewandowski“, so heisst die Platte. Aber sein Gesang tet mehr als die Wiedergabe von Gebeten oder einer bestimmten Melodie; er ist die Vermittlung echten jüdi sehen Erlebens. Worte dem Freunde und Mitarbeiter widmen. Es gibt wohl wenige unter uns, die einen so tiefen und nachhaltigen Eindruck während eines so kurzen Wirkens in unserer Gemeinschaft und in diesem-Lande hinterlassen haben. Meir Rosenberg ist ein Non-Konformist, der nicht den leichten Weg wählt und nicht den leichten Weg einschlägt, sondern der, von grossem Idealismus getragen, den Mut hat, für seine Ideen und Auffassungen einzutreten, auch wenn er gegen den Strom schwimmen muss. Gestützt auf ein grosses Können, auf eine umfassen de jüdische und allgemeine Bildung hat Rabbiner Dr. Meir Rosenberg unseren Jischuw bewegt und ihn aus seiner Lethargie und Ruhe zu neuer Dynamik erweckt. Da er ausser seinem Können auch die Kraft zum Fleiss und zur unermüdlichen Tätigkeit hatte, konnte er bei seiner Rückkehr nach Israel eine Gemeinde hinterlassen, die auß Menschen besteht, die seinem Vorbild des Einsatzes und des Enthusiasmus für die jüdische Sache folgen. In Israel steht Rabbiner Rosenberg vor der grossen Aufgabe, an der Erziehung der neuen Generation mitzuwirken. Wir wünschen dem Jubilar, wenn auch nachträglich, Erfolg und Genugtuung in seiner Arbeit Weltkongress Tel Aviv. — Kürzlich wurde der erste Weltkongress der Ingenieure und Architekten in Israel r.bgehalten. An den Beratungen nahmen 500 ausländische Delegierte und etwa 1.000 israelisch^ Ingenieure und Architekten teil. LUACH—(KALENDER) Freitag, den 29. März 29. Adar Sonnabend, den 30. März 1- Nissan Schabat WAJIKRA — Pars-’hat HACHODESCH Haftara Jechesirel Kap. 45 Sonntag, den 31. März Montag, den 1. April Dienstag, den 2. April Mittwoch, den 3. April Donnerstag, den 4. Apri Freitag, den 5. April Sonnabend, den 6. April Schabat ZAW — HAGODAUL Haftara Maleachi Kap. 3 Sonntag, den 7. April Montag, den 8. April Dienstag, den 9. April Mittwoch, den 10. April Donnerstag, den 11. April 2. Nissan 3. Nissan 4. Nissan 5. Nissan 6. Nissan 7. Nissan 8 Nissat Nissan Nissan Nissan 12. Nissan 13. Nissan 9. 10 11