Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 29 (1968)
- Issue
- 2258 (8.3.1968)
- Date
- 1968-03-08
- Page
- [Seite 4] (sequence 4)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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4 — Viernes, 8 de Marz« de 1968 SEMANA S R A E L I T A A«* XXIX. — N? 22»' Zionismus Alija Jerusalem. — Die Notwendigkeit der Ali.ia und ihre Auswirkungen auf die Struktur der zionistischen Bewegung bildeten das Thema bei der Eröffnungssitzung einer beratenden Versammlung der zionistischen Führer. Ausser etwa 100 Delegierten aus Israel und dem Ausland nahmen Minister und Mitglieder der Jewish Agency an den Sitzungen teil. Zur Eröffnung war Präsident Salman Shazar erschienen, und Ministerpräsident Levi Eshkol, Dr. Nachum Goldmann, Präsident der Zionistischen Weltorganisation, und Arie Pincus, Vorsitzender der Exekutive der Jewish Agency hielten die Hauptreferate. Dr. Goldmann führte aus. dass der Gedanke, die zionistische Bewegung könnte liquidiert und die Regierung Israels die Aufgaben wie die jüdische Erziehung in der Diasf-ora und die Organisation der Alija übernehmen nicht nur praktisch undurchführbar sei, sondern auch jeden Sinnes entbehre. Keine Regierung könne ein solches Vorhaben realisieren, und es würden sich nur neue Schwierigkeiten auftürmen. Goldmann schlug die Ausarbeitung eines neuen Programms vor. das der zionistischen Bewegung drei Aufgaben übertragen würde: 1. die jüdische Solidarität mit Israel unter allen Umständen zu sichern, 2. eine ständige Alija grossen Ausmasses zu organisieren und 3 die jüdische Erziehung in der Diaspora zu übernehmen. Er wies darauf hin, dass die Erziehung der Jugend und der Erwachsenen in Westeuropa und auf dem amerikanischen Kontinent mit dem Ziel, sie zum Verzicht auf ihr ökonomisches und politisches Leben zu bewegen. welches heute so gut wie nie zuvor in der Diaspora sei, gewaltige Anstrengungen erfordere, denen nur die zionistische Bewegung gewachsen sein könne. Arie Pincus schlug vor. die Bewegung auf die Probe zu stellen, ob sie imstande sein werde, eine grosse Alija aus dem Ausland hervorzubringen. historischer Prozess ,sei. nicht jedoch gesetzlich verfügt oder durch einen Wechsel der Führer erreicht werden könne. GOLDA MEIIt SPRICHT DEBATTE In einer Debatte nahm Mosche Kol, Minister für Touristik das Wort. Er erklärte, dass es keinen Er Satz für den Zionismus gebe. Israel müsse jedoch günstige Verhältnisse für die Rückkehr der 200.000 Juden schaffen, welche seit 1948 das Land verlassen haben, und ebenso für diejenigen die aus dem Westen einwandern würden. Dr. Emanuel Neumann, Mitglied der Exekutive von New York, stellte klar, dass die Juden in den USA sich niemals durch das Programm, 500.000 Juden nach Israel zu bringen, gebunden gefühdt hätten. Sie wären vielmehr stets der Ansicht gewesen, dass sich dieser Punkt auf die Juden bezieht, die in ihren Wohnländern unter Druck leben. Er betonte, dass die geistige Notwendigkeit der Alija ein Frau Golda Meir, Generalsekretärin der israelischen Arbeiterpartei, schlug vor, eine neue Organisation zu gründen, die nur von Israelis gehandhabt werden soll und die Funktionen der Alija und Absorption der Zionistischen Weltorganisation übernehmen solle. Eine solche Organisation sei wünschenswert. weil die heutigen zionistischen Führer den Juden nur sagen können: ,,Geht nach Israel“, während die Israelis sie auffordern können: „Kommt hierher“, und „dies kann einen entscheidenden Wandel in der Ali.ia verursachen“, argumentierte sie. Frau Meir, eine Veteranin des Zionismus und frühere Aussenministerin Israels, erklärte. sie setze keine grossen Hoffnungen auf den nächsten Zionistenkongress, der im kommenden Juni stattfinden wird. „Nichts hat sich auf dem Gebiet der Alija geändert“, fügte sie hinzu, „obwohl fast ein Jahr seit dem Krieg im vergangenen Juni verflossen ist. und weshalb sollen wir glau ben, dass sich bis zum Kongress etwas ändern wird?“ LEVI ESHKOL BESCHWICHTIGT CAT EC A S.A. Directorio 5555 Buenos Aires T. E. 68.1017/18 y 1264 SUA V ANDAR el calzado legítimo de espuma de goma Premierminister Levi Eshkol versuchte, die bei verschiedenen führenden Zionisten durch diese Rede und mehrere andere Ansprachen hervorgerufenen Befürchtungen zu beschwichtigen, dass Pläne in Vorbereitung seien, um die Jewish Agencv zu schliessen und ihre Funktionen der israelischen Regierung zu übertragen. Er versicherte, dass kein Grund zur Beunruhigung vorliege. Allerdings fügte er hinzu, müsse die Jewish Agency ihre Struktur revidieren und ihre Arbeit wirksamer gestalten. Arbeitsminister Jigal Al- Á PASTEUR 2S4 . 2? y 5? pisos f£L 48-7168. 1372 % fUENOS AIRES ' clónelos económica* contador»* público» . ñacionóle* consuitote* dé^emprptm* ESPECIALISTAS EN * SOCIEDADES ANONIMAS ___ 1 11 LA (0«tsh ff ■m de ei oeio*sst~ KEREN HAYESOD CAMPANA UNIDA Eine Delegation der Einlieitskampagne in Argentinien wurde in Jerusalem von den Leitern der Weltorganisation des Keren Hajessod empfangen. Bei dieser Gelegenheit berichtete der Präsident der Einheitskampagne in Argen, tinien, Dr. Hardi Swarsensky, in Anwesenheit des Präsidenten der Weltorga. nisation Dr. Israel Goldstein, über dis Aktivitäten des argentinischen Comites« Ion pflichtete Eshkol bei, dass die Jewish Agency erner Erneuerung bedürfe. Er schlug auch vor, dass die Gebiete, auf denen sie mit der israelischen Regierung zusammenarbeitet, klarer zu definieren seien. SCHLUSSITZUNG Die zionistischen Besprechungen, die zur Vorbereitung des Terrains für den bevorstehenden Zionistenkongress dienen sollten, schlossen mit einem Aufruf des Vorsitzenden der Jewish Ager.cy ah die Delegierten, in ihre Länder zurückzukehren und mit neuen Energien ihre Arbeit dort fortzusetzen. Er trug ihnen auf, als wichtigstes Ziel ihrer Bemühungen die Werbung für eine verstärkte Alija zu betrachten. Zur Frage der Absorption bekannte sich die Mehrheit der Versammelten zu der Auffassung, dass diese unter der Verwaltung der Jewish Agency verbleiben solle. Einstimmig wurde beschlossen, dass die Hauptdebatte bei dem Kongress um die Jugend geführt werden wird. Es wurde auch unterstrichen, dass Israel seine Einstellung zum Zionismus wandeln und die Verantwortung in den Beziehungen zwischen dem jüdischen Staat und der Diaspora gemeinsam getragen werden müsse. SOFORTIGE ALIJA Die Plenarsitzung der Jewish Agency beschloss, unverzüglich eine „Alija-Bewegung“ von Juden zu bilden, die persönlich in Israel einwandern wollen. Diese Institution wird sich auf die zur Aiija bereiten „vorhandenen Kreise“ stützen. Von einer allgemeinen Strukturänderung in der Welt wurde abgesehen, doch statt dessen werden die verschiedenen zionistischen Föderationen in jedem Land ihre Programme nach den neuen Richtlinien ändern. Dr. Nachum Goldmann forderte die zionistischen Organisationen auf, junge Menschen zur zionistischen Arbeit heranzuziehen und sie in die Delegationen zum kommenden Zionistenkongress einzureihen. (ITA) Altersheim New York. — Das Altersheim für Emigranten in Newarx konnte sein 25jähriges Bestehen feiern, wobei unter anderen Rabbiner Dr. Joachim Prinz sprach. Das Durchschnittsalter der 69 Pensionäre ist 86 Jahre. Literarische Notizen 70. Geburtstag Der in Wien geborene, jetzt in Chicago arbeitende Professor der Psychiatrie, Rudolf Dreikurs, wurde kürzlich 70 Jahre alt. Er ist Leiter des Alfred-Adler- Instituts für Individualpsychologie. Der Jubilar ist Verfasser vieler Schriften und Begründer des ..Bulle' tin of Individual Psychology“ und des „American Journal of Individual Psychology“. Kürzlich erschien im Klett-Verlag Stuttgart sein mit Vicky Soltz verfasstes Buch „Kinder fordern heraus“. Tod eines Juristen Erst 57 Jahre alt starb der juristische Berater und ständige Mitarbeiter der Kongressbibliothek in Washington, Dr. William S Strauss. Dr. Strauss hatte kaum seine Studien beendet und sich in Nürnberg, seiner Vaterstadt, niedergelassen, als er emigrieren musste. Nach dem Zweiten Weltkrieg. während dem er in den amerikanischen Streitkräften diente, wurde er zunächst Anwalt des Copyright-Büros der Kongressbibliothek und später stellvertretender Direktor der juristischen Fachbibliothek. Er hat die Vereinigten Staaten auf internationalen Urheberrechtskongressen vertreten. Je schiwa-Pre is Der Preis der Jeschiwa- Universität von New York für Philanthrophie ging an Sir Isaac Wolfson. Professor am Technion Dr. Eri Jabotinsky. Sohn des verstorbenen Führers der Revisionistischen Zionisten, Zeew Jabotinsky, wurde Professor für Mathematik am Technion in Haifa. Er war früher an der Haile-Selassie-Universität in Addis Abeba tätig. Belgrano Girls’ School Fundado 1911 Para niñas y señoritas Abierta la Inscripción JARDIN DE INFANTES PRIMARIO SECUNDARIO NORMAL Y LICEO INGLES (CAMBRIDGE) TRANSPORTE ESCOLAR PAMPA 2772 — T. E. 76-5683 y 73-0514 Horario de inscripción: de 10 a 12 y de 15 a 17 I LUACH — (KALENDER) Freitag, den 8. März 8. Adar Sonnabend, den 9. März 9. Adar Schabat T’ZAWE — Parschat SACHOR Haftara: 1. Buch Samuel Kap. 15 Sonntag, den 10. März 10. Adar Montag, den 11. März 11. Adar Dienstag, den 12. März 12. Adar Mittwoch, den 13 März 13. Adar Fasten Esther Donnerstag, den 14. März 14. Adar PURIM Freitag, den 15. März 15. Adar Schuschan Purim Sonnabend, den 16. März 16. Adar Schabat KI TISSA Haftara 1. Buch Könige Kap. 18 Sonntag, den 17. März 17. Adar Montag, den 18. März 18. Adar Dienstag, den 19. März 19. Adar Mittwoch, den 20. März 20. Adar Donnerstag, den 21. März 21. Adar Freitag, den 22. März 22. Adar Sonnabend, den 23. März 23. Adar Schabat WAJAKEL P1KUDE — Parschat PARAH Haftara Jecheskel Kap. 36 fiid lm.~ der s%r wirde, m allen ¿de« Taf waren, der re Adar. sta« wie jtisalem hatte Zeit der Land josua eine Mi wrd also hier begangenwähl w Land am M Die Megillat _ neben der gada - m den gen liturgische der Synagoge nnd immer wiet finden. Im Jer rael-Bezalel-Mi ne besonders Sammlung von nnd bebildert Handschriften bewundern, d Leitung des verabsäumt. 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