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Jüdische Wochenschau · 1968-02-23 · 2257 (23.2.1968) · p. [Seite 4]

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
29 (1968)
Issue
2257 (23.2.1968)
Date
1968-02-23
Page
[Seite 4] (sequence 4)
Language
German, Spanish
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Viernes, 23 de Febrero de 1>»68 SEMANA SRAELITA ASo XXIX. — N» »57 ISRAELS FREIWILLIGE HELFER Eintausend der 7.200 freiwilligen Helfer, die seit den historischen Tagen des Juni nach Israel gekommen sind, wurden über ihre Erfahrungen und Eindrücke interviewt. ,,Nachdem die Gespräche stattgefunden hatten. rief ich die Interviewer zusammen, um festzustellen was sie herausgefunden hattenberichtet Chanoch Rinot, ehemaliger Generaldirektor des Erziehungsministenums und mit der Leitung der Interviews betraut. „Ihre typische Reaktion war dass schon allein das Zusammentreffen mit den Freiwilligen ein grosses Erlebnis war-, sie begegneten dieser »neuen Generation' zum ersten Mal und empfanden, dass sie zum überwiegender. Teil eine feine, ausgezeichnete Jugend darstellt — abgesehen von einer kleinen Minderheit von Abenteurern die nicht reif für diese Erfahrung waren. ‘ Von den eintausend Freiwilligen, die befragt wurden, sprachen sich mehr als die Hiilfte positiv über das ganze Unterfangen aus. Folgendes ist das Ergebnis; 41.5 Prozent kehren in ihre Heimatländer zurück ohne weitere Kontakt mit Israel; 11.5 Prozent gehen zurück mit der Absicht, den Kontakf aufrecht zu halten; 8 Prozent erwägen, in Israel ständig zu bleiben; 7,5 Prozent sehen sich nach Arbeitsmöglichteiten um i meist in freien Berufen); 1,2 Prozent lernen ein Handwerk; 10.9 Prozent bleiben für einige Zeit als Studenten; 10.3 Prozent lernen Hebräisch in einem .Ulpan* )Intensivkurs) : 4,8 Prozent arbeiten weiter in Siedlungen; 4 Prozent von HERBERT FREEDEJS, Jerusalem dienen bei .Nachal’ (Land- Pioniere) oder anderen zivilen Hilfseinheiten der Armee; 5.8 Prozent — Verschiedenes. Die entscheidende Frage, vor der jetzt die israelischen Instanzen stehen, ist. ob diese Freiwilligen - Bewegung ein einmaliges Phänomen war oder ob in ihr der Beginn der alten ..Chaluziut in moderner Version zu sehen ist. Ueber 80 Prozent der Freiwilligen (ca. 6.000' kamen innerhalb der ersten fünf 'Wochen seit Ausbruch des Sechstagekrieges ins Land, und nur 1.200 in den darauf folgenden drei Monaten. Natürlich war am Anfang nicht genügend Zeit, einen Apparat zu schaffen, der sich mit diesen jungen Helfern entsprechend befassen konnte, und erst allmählich entwickelte sich ein System, wie man sie — zu ihrem eigenen Besten und zum Besten von Israel — einsetzen könne. Das war nicht leicht, denn die Gruppe war keineswegs homogen. Es gab Akademiker, Studenten und Leute ohne formal abgeschlossene Bildung; Jugend aus Arbeiterfamilien und Jugend aus wohlhabenden Häusern; einige waren aus spontanem Antrieb nach Israel geeilt um in der Stunde der Krise zu helfen, andere, weil sie am Aufbau des Landes teilnehmen wollten. Die gekommen waren, um zu kämpfen. zu retten, die Zerstörung des Krieges wieder gutzumachen, mussten enttäuscht sein. Es war alles mehr oder weniger vorbei, bevor sie überhaupt landen konnten. „Ich wollte mich auf Leben und Tod für Israel einsetzen. und was gaben sie mir zu tun? Aepfe’ pflücken!" Dieser Ausspruch eines jungen Mannes kennzeichnet die Gefühle gerade der Besten. Nur wenige waren psychologisch auf die Routine des Alltags vorbereitet — nach dem Drama, das sie erwartet hatten. Trotzdem haben sich von den 7 200 bisher 700 entschlossen, entweder als Einwanderer oder als „temporary residents" in Israel zu bleiben, und das muss unter diesen Umständen als Erfolg gewertet werden. Wuher kamen sie? Die britische Judenheit von einer halber. Million stellte das grösste Kontingent — 2.000: die 100.000 Juden Südafrikas sandten mehr Freiwillige (801) als die 5Vi Millionen grosse nordamerikanische Judenheit (nur 707). Alles in allem trafen aus den englisch-sprechenden Ländern 4.000 ein. etwa 1.300 aus Lateinamerika und 1.800 vom eurjpäischen Kontinent. Weniger als die Hälfte von ihnen hatten vorher Kontakte mit zionistischen oder überhaupt jüdischen Gruppen oder Jugendbewegungen, fasste also ihren Entschluss aus eigener Initiative und wur^e zum ersten Mal mit jüdischer Wirklichkeit konfrontiert. Von den 7.200 freiw'illigen Helfern arbeiteten 4.850 in Kibbuzim: 1.010 in zivilen Hilfseinheiten der Armee: C A TECA S. A. Directorio 5555 Buenos Aires T. E. 68 - 1017/18 y 1264 SUAV ANDAR el calzado legítimo de espuma de goma 415 in Moschawim; 255 als Aerzte und Schwestern; 230 auf dem Skopusberg und and( ren Restaurierungsplätzen in Jerusalem; 124 in „Nachal ‘; 125 bei archäologischen Ausgrabungen; 110 bei Aufforstung und Landnrbarmachung des KKL und 85 auf verschiedenen anderen Gebieten. Was ist die Planung für die Zukunft? Die Mindestzeit der Verpflichtung ist auf ein Jahr verlängert w'orden. Jeder Freiwillige muss wissen. dass ihn keine Aura des Heldentums erwartet aber dass er an Projekten teilnehmen kann, die lebenswichtig für Israel sind — wenn er bereit ist, auf persönlichen Konfort zu verzichten und sich vor wirklicher Anstrengung nicht scheut. Es gibt Aufgaben, die für junge Menschen ziindenc w’irken sollen und persönlichen Einsatz fordern — neue Siedlungen zu gründen in Einwandererdörfern zu arbeiten, bei besonderen Entwicklungsprojekten mitzumachen, in „Nachal“ zu dienen oder in anderen zivilen Hilfseinheiten der Armee. D e Freiwilligenbewegung kann ein Instrument der Einwanderung sein. Aber dabe, sollte man nicht vergessen, dass ein Freiwilliger, der nach geleisteter Arbeit in seine Heimat zurückkehrt. keineswegs so etwas wie ein „Deserteur“ ist — im Gegenteil, er hat eine w'ichtige Funktion erfüllt, auf die er mit Recht stolz sein darf. JÜDISCHE JOURNALISTEN TAGEN Jerusalem. — Die 3. Weltkonferenz jüdischer Journalisten wurde in Gegenwart von Ministerpräsident Levi Eshkol, des Präsidenten der Jewish Agency, A. L. Pincus, Ministern des Kabinette, Mitgliedern der Jewish Agency, Deputierten und 75 Delegierten in Jerusalem eröffnet. Die Debatten werden acht Tage dauern. Ihre Hauptthemen sind die Bedeutung des letzten Krieges für die Diaspora und die Aufgaben der jüdischen Journalisten. Aus Argentinien war eine zahlreiche Delegation erschienen. Aus den USA kamen u. a. Adolf Rosenberg, Präsident des nordamerikanischen Verbandes jüdischer Journalisten, und Schimon Veber, Präsident der Peretz-Gesellschaft der Schriftsteller in den USA, und aus England die Herausgeber des londoner ,.Jew'- ish Chronicle“ und des ebenfalls in London erscheinenden „Jewish Observer" u. v. a. Dtts Zentralbüro jüdischer Journalisten hat eine grosse Anzahl von Zusammenkünften zwischen israelischen Schriftstellern, Journalisten und Zeitungsherausgebern mit ihren Kollegen aus dem Ausl.'.nd organisiert. In seiner Eröffnungsrede untei strich Levi Eshkol, dass die meisten arabischen Länder Sklaven ihrer eigenen negativen Einstellung sind, weil sie die Wirklichkeit nicht anerkennen w’ollen. Solange sie auf dieser eigensinnigen Weigerung beharren, seien w'enig Aussichten auf eine bessere Zukunft und den Frieden im Mittelosten vorhanden. Er unterliess es auch nicht, ei- Keine Auswanderung nach Israel Jerusalem. — In der Knesset antwortete kürzlich Ministerpräsident Eshkol auf die Anfrage des Abgeordneten Ch. Landau von der Gachal-Fraktion. dass seit dem Sechstagekrieg die Auswanderung aus der Sowjetunion nach Israel völlig zum Stillstand gekommen sei. Die Tatsache der Auswanderung war nie offiziell zugegeben worden. Man wusste nur, dass unter dem Titel der „Vereinigung von Familien“ eine gewisse Einwanderung nach Israel stattfand. Die i JESTUDIO PASTEUR 254 2’ y 5? pisos TEL 48-7168 1372 SUEÑOS AIRES ciencias económicas contadores públicos nacionales consultores de 'empresas especialistas en SOCIEDADES ANONIMAS Ia £ m di t Presse konte darüber nur in Andeutungen berichten. In Israel wusste man, dass die Einordnung jüdischer Familien aus Russland besonders schwierig war, besonders w’enn Kinder dabei war^n, die sich nur schwer an die Schulen in Israel gewöhnen konnten. Dies blieb natii 'lieh der Nachbarschaft und Lehrern nicht verborgen Diese Einwanderung dauerte zwei Jahre. Ministerpräsident Eshkol erklärte, die Einstellung der Auswanderung sei ein inhumaner Akt, der jeder moralischen, politischen und praktischen Rechtfertigung entbehre. Als die Bewilligung vor zwei Jahren erteilt worden war, war dies als ein willkommener Akt der Entspannung sehr begrüsst worden. Jedoch erhielten viel w'eniger Juden eine Bewilligung zur Auswanderung, als dies nach den Erklärungen sowjetischer Führer in Europa erwartet wurde. Die Zahl der Auswanderungsanträge war immer viel grösser als die der Bewilligungen. Eshkol, meinte, dass der Druck der öffentlichen Meinung in Europa und Amerika Moskau veranlasst habe, in diesem Punkt etwas nachzugeben. Jedoch war es in vielen Gegenden und Städten der Union gar niciif möglich, Gesuche bei den Behörden einzureichen. Zahlreiche Juden, besonders aus der jüngeren Generation fanden Mittel und Wege, um ihre Treue zum Judentum zu beweisen und dem Wunsch Ausdruck zu verleihen, ein schöpferisches Leben in Würde in Israel aufzunehmen. In der Sowjetunion werde der Versuch gemacht, einen blühenden Zweig des Judentum;; abzutz-ennen, und viele Juden hätten sich gegen diese Tendenz zur Wehr gesetzt, so erklärte Eshkol und fügte hinzu; „Wir werden nicht müde werden, unsere Stimme für die Juden in der Sowjetunion zu erheben, und wir werden uns mit der Entwicklung nicht abfinden. Die befohlene Unterbrechung hat den Drang zur Auswandez-ung nach Israel noch verstärkt.“ Die Begründung der Anfrage des Abgeordneten Landau enthielt Bemerkungen über die hemmungslose Hetze der sowjetischen Pres se gegen Israel. Alle Völker der Sowjetunion genössen kulturelle Freiheit, und alle Religionen könnten ihre Gottesdienste frei abhalten. Nur die Juden seien national und religiös rechtlos. Dennoch halte die Jugend dem Judentum die Treue. Es bestehe auch für Moskau keine andere Lösung der jüdischen Frage als die Bewilligung zur Ausreise nach Israel Hiergegen wendeten sich die Sowjetführer mit dem Ziel, das jüdische Problem durch das gänzliche ne Warnung an die Transjordanier ergehen zu lassen und sie aufzufordern, von ihrer Aggression Abstand zu nehmen. Als einziges Mittel zur Verständigung aller Juden in allen Ländern bezeiehnete der Ministerpräsident die Presse in allen Sprachen. Ihr fällt eine Funktion ersten Ranges zu, die darin besteht, die Beziehungen zwischen den einzelnen Ländern in der ganzen Welt aufrecht zu erhalten und eine gemeinsame geistige Atmosphäre zu schaffen. Eshkol regte an, dass die Presse verschiedene Aufgaben als die ihren betrachten sollen. Sie müsse den Kampf um den Frieden unterstützen, immer wieder die Wahrheit über die historischen Rechte Israels auf sein;n Heimatboden verbleiten und an der Bekämpfung der antiisraelischen und anrijüdischen Tendenzen in Russland und seinen Satelliten teilnehmen. Sie muss die jüdische öffentliche Meinung über den Fortschritt und die Konsolidierung des jüdischen Staates informieren und die Liebe zu Israel unter den Massen des jüdischen Volkes in der Welt wachhalten. Sie muss es sich angeegen sein lassen, in ihren Lesern ein gutes und stolzes jüdisches Gewissen zu verankern. Der Präsident der Jewish Age.icy Arie Pinkus berichtete, wie er während seiner vorjährigen Reise ins Ausland die Solidarität beobachten konnte, die die Juden in der Diaspora Israel in den schweren Tagen des Krieges bewiesen haben. Damals vollzog sich ein wunderbares Erwachen des jüdischen Gew'issens und des Willens, die Alija zu fördern. Die jüdische Presse, so unterstrich er, könne eine entscheidende Rolle spielen, um diesen Geist lebendig zu erhalten. Die jüdischen Zeitungen sind berufen, von den Ereignissen im Leben ihrer Gemeinschaften und gleichzeitig über die Geschehnisse in Israel zu berichten, ebenso wie die israelische Presse ihre Leser über die Juden in der Diaspora informieren müsse. Die Delegierten unternahmen auch Fahrten in die von Israel besetzten Gebiete. Verschwinden der jüdischen Genminden zu lösen. Landau erklärte weiter, dass nach der Verfassung Antisemitismus als offizielle Doktrin verboten sei, dagegen sei in den unteren Rängen der Behörden die Erscheinung alltäglich, ohne dass von oben dagegen eingeschritten werde. LUACH — (KALENDER) 24. Schwat 25. Schwat Schwat Schwat Schwat Schwat Schwat 1. Adar 2. Adar Freitag, den 23. Februar Sonnabend, den 24. Februar Schabat MISCHPATIM — Parschat SCH’KALIM Haftars 2. Buch Könige (Kap. 11) Sonntag, den 25. Februar 26. Montag, den 26. Februar 28. Dienstag, den 27. Februar 28. Mittwoch, den 28. Februar 29. Donnerstag, den 29 Februar 30. Freitag, den 1. März Sonnabend, den 2. März Schabat T'RUMAH Haftara: 1. Buch Könige Kap. 8 Sonntag, den 3. März Montag, den 4. März Dienstag, den 5. März Mittwoch, den 6. März Donnerstag, den 7. März Freitag; den 8. März Sonnabend, den 9. März Schabat T’ZAWE — Parschat SACHOR Haftara: 1. Buch Samuel Kap. 15 Adar Adar Adar Adar 3 Adar 4. Adar 5. Adar 6. Adar 7. Adar 8. Adar 9. Adar Sonntag, den 10. März 10. Montag, den 11. März 11. Dienstag, den 12. März 12. Mittwoch, den 13 März 13. Fasten Esther Donnerstag, den 14. März 14. PURIM Freitag, den 15. März 15. Sehuschan Purim „ hand Das d““" ej(iefüh *'”dnVi(!nir ist- »0C k w6iei als ein Ifi'von mir ei Blatt'Viiigen über die ■ forderte- »)e Ufgl se Beise h7«eck für iet'tU Lterat Stuck ,-L d ^eimvew gel an U lichkeiten - ©d unbekannt Autobus iU Stätten, über ten sollte, s ' Bändeben au _ es war, be liebkeit der hi sehen t formal' ein .un Israel wie ga Auf' Bogen diese so he: den 0101000202000201100001024800000001010000

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