Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 29 (1968)
- Issue
- 2257 (23.2.1968)
- Date
- 1968-02-23
- Page
- [Seite 2] (sequence 2)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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2 — Vterne«, 23 rte Feferer» rte 1966 J D IK CHE WOCHENSCHAU AK* XXIX. — If Vthl Diskussion um den Zionismus (Schluss von Seite 1) sammenlegung mit der Z O. au einer allgemeinen Vereinfachung unseres organisatorischen Lebens führen, so bleibt die Frage offen, wie man diejenigen Menschen erfassen kann, die sieh nicht oder nicht hundertprozentig zum zionistischen Gedanken bekennen Bildeten doch die Zionisten au allen Zeiten nur eine organisierte Minderheit. Wil1 man für einen organisatorischen Rahmen derer besoi gl sein, die Sympathien mit lsyael haben und dessen „Freunde“ sind, so wurde man nur an die Stelle der Zionistischen Organisation eine nichtzionistische Organisation setzen, der man die gleiche Aufgabe anvertrauen müsste, die bisher von der Z. O. gut oder schlecht, immer aber mit einsatzbereiter Hingabe, vertreten worden ist. Nur derjenige der politisch keinen klaren Blick für die Folgen einer solchen Entscheidung hat, kann eine solche These gutheissen. Organisorisch würde kein Vorteil entstehen. Die Aufgabe der Zionisten bleibt es, aus diesen „Freunden" Anhänger der 1 Bewegung und aktive Förderer der politischen und wirtschaftlichen Notwendigkeiten Israels zu machen. Es wäre zu erwägen, db man diesen Freundeskreis Israels nicht innerhalb einer anderen bereits bestehenden Organisation aufnehmen könnte, wenn diejenigen, die mit Israel sympathisieren, durchaus eine Identifizierung mit der zionistischen Idee nicht wünschen. Hierfür dürfte der Jüdische Weltkongress den geeigneten Rahmen bieten, der die Verteidigung der Rechte aller Judenheiten ebenso wie die Förderung der jüdischen Erziehung und Kultur als Dr. FREY ABOGADO PUEYRREDON 2190 1? izq. nach. 16—19 Uhr Tel. 80 6930 REAL PEN Füllhalter REPARATUREN Spezialgeschaeft CORRIENTES 569 T. E. 49-5850 PROPIEDADES FRANKENBERG S. R. L. berät Sie kostenlos und unverbindlich beim Kauf oder Verkauf von GESCHAEFTEN WOHNUNGEN HAEUSERN VIRREY DEL PINO 2262 T. E. 73-7887 seine wichtigsten Aufgaben •betrachtet. Dass heute eine Verteidigung der jüdischen Rechte und eine Förderung -der jhdksehen Erziehung ohne hsrael nicht möglich ist, braucht nicht näher erläutert au werden. Der Jüdische ’We.tkengress ais die Gesamtvertrctung des jüdisufeen ASuUnes, in die auch -die wr.aehache Sektion eingeonifhirwir ist, könnte unsohwer diese Frage lösen und enaoht jede weitere neue «QfHMiMkter-ische Struktur übeNBtoseifi. ■Mir Facunden Israels aber wodaun niemals eine Alijflfc CcwtgMig schaffen kbna»n. So .gering euch die Alii» 4m -Augenblick sein mag, so -wenig befriedigend die Eignfcniuse der tatsächlich vomunhdene« Anstrengungen der Z.O auf diesem Gebiet m*mI, ohne -die zionistische CecwcHiMig mit ihrer Organienliop und ihrem Keren rfajessed wird es eine Alijah nicht .geben und wird eine Veqgaöeserung der Einwanderung-aus den freien LändennaMcht au erzielen sein. Gegner wissen mitunter die Kväite der anderen Seite 4»Mcr einzuschätzen, als •dies in -den eigenen Reihen der #*tl -ist. Es kann doch kein -jgu&ril sein, dass sich die dpodtiache Aktion aller Israel--und Judenfeinde auf die Zionistische Bewegung konzentriert. Es sind doch nicht die ,hieinen" Antisemiten, die in ihren Hetzschriften und Hasskampagnen die Zionisten angreifen, um sich vor dem heute unbeliebten Vorwurf einer Juden Feindschaft abzuschirmen. In -der grossen Politik wird -insbesondere vom Kreml das gleiche Argument lanziert. Alles, was gesagt wird, auf Propaganda oder zweckbedingte Ablehnung zurückzuführen, bedeutet. ,dass wir mit unserer Stellungnahme und Entgegnung auf diese-Attacken am Kern der Problematik vorbeisehen. Warum sollten wir nicht den Mut haben einzugestehen, dass ohne den zionistischen Gedanken und ohne die Zionistische Bewegung Israel seiner stärksten seelischen und geistigen Impulse, seines religiösen und natheurten Hintergrundes 'beraubt und zu einem kleinen orientalischen Staat wird, der eine wichtige Funktion erfüllen mag. aber weder als der Ausdruck der allgf meinjüdischen Sehnsucht, noch als die Hoffnung einer lebensvollen jüdischen Zukunft betrachtet werden Är Friseur ElilCN JACOBSOHN «DIENT SIE nrmKEM haus T. E. 76.5842 . -JUDITH , SCttEJIKOLEWSK! Schabbosdecken - Tallisbeutel -dtäppchen - Mazzot-Tasohen - Handuhd Mag chine »Stickerei von Bett- und Tischwäsche Dr. P. L RIVERA 2585 efr. Bebedero) T. 73-9155 kann. Warum degradieren wir uns selbst, indem wir die wirklichen Kräfte gering r-.ehäizen, die Israel geschah fen haben und Israel erhalten werden? Die augenblickliche Krise der Z.O. und das Versagen der Alijah-Bewegung sind keine hinreichenden Gründe für eine solche Reaktion. Die Wahrheit ist, dass es keine jüdische Existenz in der Galut ohne Israel und ohne Zionismus geben kann und geben wird. Die Wahrheit ist, dass Israel ohne das jüdische Volk, repräsentiert durch die zionistischen Kräfte in den Ländern der Zerstreuung, weder seine historische Aufgabe erfüllt hat noch erfüllen wird. Auch wenn sich die Israelis selbst nicht dessen bewusst sind, welche Rolle der zionistische Gedanke noch heute in ihrem tagtäglichen Leben spielt, ändert das an Tatsachen nichts. Auch wenn Israel-Freunde annehmen, für die Galut genügt es. mit Israel zu sympathisieren macht das den realen Notwendigkeiten der zionistisch-.n Existenz in der Galut keinen Abbruch. Der Zionismus wurde nicht rnit Herzl geschaffen, er ist ein alter Gedanke und eine fortv.’irkende Kraft, die mit dem Galut-Schicksal unseres Volkes verbunden ist und bereits Jahi tausende besteht. Die Lösung der Krise, in 'der sich nicht nur, aber auch die Zionistische Bewegung befindet, ist schwierig, aber sie wird durch die alten in unserer Geschichte waltenden Gesetze diktiert. Nicht in der Auflösung oder in der Verwässerung der zionistischen Idee und der sie tragenden Bewegung, sondern in ihrer Stärkung mit allen Kräften und Möglichkeiten liegt die Zukunft unseres Volkes und Israels, denn nur auf diesem Wege werden wir eine Alijah haben, die dringend erforderlich ist, um das Bestehende zu erhalten und das Vorhandene weiteraufzubautn. Alijah ist eine praktische Frage, die nicht einseitig durch die Galut zu klären ist. Bisher hat es an den realen Möglichkeiten der Aufnahme und der Absorption der Einwanderung aus den freien Ländern gefehlt, wofür die in Israel zuständigen Instanzen zu sorgen haben. Wir leben nicht mehr in den Zeiten der „zweiten Alijah" mit ihren grossen Idealisten. Man mag das bedauern, aber man sollte es verstehen. Hier haben die Bemühungen einzusetzen nnd nicht mit einer Kritik an einer Bewegung, die alles getan hat und alles zu tun bereit ist, was der Zukunft Israels nützlich sein kann. Israel und mit ihm das jü- JACOB LAPIDUS dip!. Möbel NEUE ADRESSE VIAMONTE 2037 4’ B T. E. 46-5473 M0HEL N. PLAKSJN Superi 2719 NEUES TELEFON: Wie Dajan die Lage beurteilt Tel Aviv. — Verteidigungs-Minister Mosche Dajan analysierte vor einer Versammlung von etwa 300 Studenten die heutige Position der Araber. Er erklärte, dass die arabischen Streitkräfte heute ihre Vorkriegsstärke wieder erreicht haben und die kombinierten Truppen Aegyptens, Transjordaniens, Syriens und des Irak imstande wären, zwei Angriffsfronten gegen Israel aufzusteilen, von denen eine jede über 1.000 Tanks und 250 Flugzeuge ve-ftigen würde. Doch die Araber.' so fügte er hinzu, sind zu schwach, um einen neuen Krieg zu beginnen, da nicht nur die zahlenmä- Ssige Ueberlegenheit ausschlaggebend ist, was sie wohl wissen. So würden sie nur dann wieder einen Krieg gegen Israel entfesseln, wenn sie mit der Unterstützung einer Grossmacht rechnen können. Der Schlüssel zum Krieg, betonte er, liegt in Händen der Sowjetunion, und der Schlüssel zum Frieden ist im Besitz der USA. Mosche Dajan fügte hinzu, er glaube, wenn die USA einen genügend starken Druck auf die arabischer Staaten ausüben würden, so dürften diese nachgeben und sich zu Verhandlungen bereit finden. Allerdings sei die Position Russlands durch den Krieg im Mittelosten erheblich gestärkt worden. (ITA) Juden in arabischen Laendem London. — Tausende Juden in den arabischen Ländern sind weiter Gegenstand von Verfolgungen und Misshandlungen seit dem Sechstagekrieg. Hunderte Juden schmachten noch in Gefängnissen und Häftlingslagern oder befinden sich in Hausarrest. Einige arabische Regierungen haben es abgelehnt, den Aufforderungen des Internationalen Roten Kreuzes stattzugeben, das versucht hat. eine Erleichterung der Bedingungen in den Gefängnissen und Lagern zu erreichen und die Freiiassug und Auswanderung der jüdischen Zivilisten durchzusetzen. Dies erklärte Dr. Salomon Gaon, der auf der Eröffnungssitzung der 15. Zweijahreskonferenz der britischen Sektion des Jüdischen Weltkongresses ein Referat hielt. Gson berichtete, dass in Aegypten noch Hunderte von Juden ihrer Freiheit beraubt sind. Die Gefangenen werden grausam misshandelt, gefoltert, und ein grosser Teil der jüdischen Vermögen ist beschlagnahmt worden. Die Juden -wurden aus ihren Stellungen entlassen und ihre Familien der Armut preisgegeben. Einige Juden sind ausgewiesen worden und mussten ihre Angehörigen zurücklassen. In Syrien leben 3.600 Juden von denen viele verdische Volk stehen vor einer gewaltigen Aufgabe. Es geht nicht nur darum, den äusseren Frieden zu gewinnen, sondern jene unlösbare Verbindung zwischen den beiden. unsere Existenz gestaltenden Kräften — zwischen Israel und dem jüdischen Volk — herzustellen, die gemeinsam an unserer Zukunft bauen müssen. Nur eine s*arke Zionistische Bewegung wird der geeignete Partner für Israel sein, der mit Erfolg diesen grossen Erfordernissen gerecht werden kann. Dr. Bernardo SCHWARCZ ZAHNARZT VERREIST bis 20. Maerz haftet wurden und in Damaskus gefangen sitzen. Die Reg;erung hat die jüdische Auswanderung verboten und die Juden dürfen nich* den Umkreis der Stadt verlassen. Dem Roten Kreuz wur^e nicht erlaubt, die Situation zu untersuchen. Von den 300 Juden im Irak wurne eine grosse Zahl fest- LA SEMANA ISRAELIT* Semanario Aparece los Viernes Editado por Estrellas Editorial Ltda. Director: Amoldo W. B. Swarsensky Pueyrredón 2190. V izq. T. E. 83-2613 Abono- Preise Argentinien; $ 1.200.— pro Jahr Ausl. $ 1.800.— jänrl. Luftpost-Abono f. d Nachbar-Republiken 10 Dollar jährlich genommen. Die Auswande-' rung ist verboten. In der staatlichen Presse und im Rundfunk wurde eine systematische Hetze gegen die Juden entfesselt. Den Repräsentanten des Roten Kreuzes wurde eine Befragung der jüdischen Gemeindeführer verwehrt. Die Vizepräsidentin des Jüdischen Weltkongresses, Eva Marquise von Reading, sprach, über das Jahr der Menschenrechte und erklärte, ciese würden in vielen Teilen der Welt den Juden verweigert. „Wir brauchen mehr als Deklarationen“, erklärte sie. (ITA) CENTRO PRIVADO DE ORTOPEDIA Y TRAUMATOLOGIA Prsf. Dr. I. BlumenfeW (Director) Jefe de) Servicio de Ortopedia y Traumatología del Hospital Israelita — Profesor de la Facultad de Ciencias Medicas de Buenos Aires. UNICAMENTE ENFERMEDADES DE LOS HUESOS Y ARTICULACIONES J. E. URIBURU 285 41 2331 — 224( 47-5875 In der Sprechstunde vertreten durch: Dr. AKIVA HERSZKOWICZ (70-0495) Dra. IRIS LIEBER (73.8463) CUBA 2141 — T. E. 73-8782 u. 73 BERNARDO GOLDSTEIN vom 19. bis 29. Januar und vom 4. Februar bis 3. Maerz Enfermedades Cardiovasculares Aparato Circulatorio Dr. SAUL UMANSKY MEDICO CIRUJANO M. P. 9298 Sarmiento 3116 T. 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