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Jüdische Wochenschau · 1968-02-02 · 2254 (2.2.1968) · p. [Seite 4]

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
29 (1968)
Issue
2254 (2.2.1968)
Date
1968-02-02
Page
[Seite 4] (sequence 4)
Language
German, Spanish
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4 — Viernes. 2 de Febrero de 1í,*f¡8 SEMANA ISRAELITA A«* XXIX. — N? Ereignisse der Woche zur Die DAIA veröffentlichte in ihrem „Boletin informativo“ vom November-Dezember vorigen Jahres einen Artikel unter dem Titel „El caso de la ‘St. Catherine School' auf den wir besonders von einer aufmerksamen Leserin hingewiesen wurden. Wir bringen diesen Artikel mit geringfügigen Kürzungen, da wir der Meinung sind, dass er von allgemeinem Interesse ist und auch von unseren Kreisen zur Kenntnis genommen werden sollte. Der Untertitel lautet: ..Exhortación a la dignidad judia“. Hier folgt der Artikel in deutscher Uebersetzung: Ein jüdisches kleines Miidden besucht den Kindergarten dieser Anstalt. Im nächsten Jahr soll sie in die unterste Schulklasse kommen, aber als die Mutter sie anmelden wollte, erhielt sie die Bestätigung eines Gerüchts, das ihr zu Ohren gekommen war, nämlich dass in dieser Schule die jüdi- | sehen Schüler entfernt werden sollen. Man wies dieses kleine Mädchen nicht ab. denn sie besuchte ja den Kindergarteu; wie der Mutter von der Leiterin der Aussenbeziehungen, Frau Carlota Bosch de Cornejo, mitgeteilt wurde, sollen neue jüdische Schüler nicht mehr aufgenommen werden, da die Schule, die schon mit tausend Schülern zählt, keinen Raum für mehr Schüler bietet. Auf diese Weise soll das Problem des Ueber-! Schusses von Anmeldungen gelöst werden. Die Dame wandte ein. es sei unbegreiflich, dass man sich an rassische oder religiöse Gründe bei der Aus- I wähl halte, die nur nach den Fähigkeiten der Schüler; erfolgen dürfe. Frau Corne- | jo erwiderte, sie bedauere | dies, doch so laute die Anweisung der Besitzerin der Schule. Frau Mazini. Hierauf meldete die Mutter ihr Kind ab und erhob die Beschwerde, von der hier berichten. Die DAIA schickte einen ihrer Angestellten, Herrn Barbarás, der von der Leiterin der Aussenbeziehungen! höflich empfangen wurde und die ihm das Vorgefallene wie folgt darstellte: Achtzig Prozent der Schülerinnen der ,.St. Catherine School“ sind katholisch und wohnen allmorgentlich auf Wunsch ihrer Eltern der Messe bei, von der die protestantischen und jüdischen Kinder befreit sind. Diese respektvolle Haltung der Schule wird jedoch nicht von allen katholischen Schülerinnen geteilt, von denen sich einige über ihre andersgläubigen Gefährtinnen lustig machen. Aehnlich unangenehme Situationen ergeben sich aus dem Umstand. dass drei katholische Geistliche täglich Moralstunden geben. Die Schule, so äusserte Frau Cornejo, billigt keineswegs die intolerante Haltung eines Teils ihrer Schüler, doch ist sie ausserstan- CA TEC A S. A. Directorio 5555 Buenos Aires T. E. 68.1017/18 y 1264 SUAVANDAR el calzado legítimo de espuma de goma de, einem Uebel abzuhelfen, das aus dem Elternhaus herrührt, obwohl sie schon mehrmals die für derartige Vorfälle Verantwortlichen bestraft hat. Um diese „unangenehme Situation“ zu verhüten, wurde diese Auswahl beschlossen, und man warnt im vorhinein die jiidishen Eltern, dass die Schule, „ebenso wie die Mehrheit im Lande“, katholisch ist und die Schüler, die es nicht sind, sich den oben beschriebenen Gefahren aussetzen, die die Schule natürlich nicht billigt. Wenn die Eltern darauf beslehen, so werden die Kinder angenommen, doch es handele sich hier keineswegs um Antisemitismus. Ihrerseits erging sich Frau Cornejo in Lobreden über die Juden und stellte klar, dass die Massnahme ab nächstes Jahr für diejenigen, die in die Schule aufgenommen werden wollen, gelten wird doch nicht die jüdischen Schülerinnen betrifft, die bereits die Schule besuchen. Stellungnahm« der DA-ÍA Nach Aufzählung der „Tatsachen“ — so wie sie die Leiterin der Aussenbeziehungen der ,,St. Catherine School“ sieht — halten wir es für unsere Pflicht, nur zwei Bemerkungen zu machen; 1. Das Eingeständnis der Unfähigkeit, antisemitische Manifestationen ..eines Teils der Schülerschaft“ zu unterdrücken und „unangenehme Situationen“ zu verhüten, beweist, dass in die „St. Catherine School“ noch nicht der Geist des jüngsten, von Johannes XXIII. inspirierten Konzils gedrungen ist Wenn es in der Schule drei katholische Geistliche gibt, die jeden Tag Moralstunden erteilen, wäre es die logische Folge, wenn diese Stunden dazu dienen würden, um die Aggressivität einer Minderheit von Schülerinnen zu dämpfen. Nichts wäre angezeigter, als dass ein katholischer Geistlicher — und wir können uns nicht vorstellen, dass seine Autorität von den ESTUDIO económicos, contaClorespublltos "hacionolm* consul to fei de!ompro*wS PASTEUR 254 . 2’ y 5° pisos ÎEL 48-7168 , 1372 f CUENOS AIRE} ESPECIALISTAS EN SOCIEDADES ' ANONIMAS A Inn*!...“ 111 01 riefe Martin Bubers Martin Bviber hat letztwil’.ig verfügt, sein per. sönliches Archiv der Jüdischen Naüonal. und Universitätsbibliothek in Jerusalem zu überge. ben. Die Sichtungs. und Klassifizierungsarbeiten haben bereits begonnen. Dabei hat sich heraus, gestellt, dass von den meisten, vorwiegend handschriftlichen Briefen Bubers keine Abschriften vorhanden sind. Wir bitten deshalb alle Besitzer Buberächer Briefe, sie uns zur Verfügung zu stel. len, entweder als Schenkung im Original oder in Abschrift oder Fotokopie. Auslagen werden auf Verlangen ersetzt. Vor einer Publikation wird die Einwilligung jedes Adressaten erbeten werden. Antworten sind zu richten an: Buber.Archiv, Jüdische National, und Universitätsbibliothek, POB 503, Jerusalem, Israel. Prof. ERNST SIMON Mädchen angezweifelt würde — den Kindern in dieser Nachkonzilszeit erläutert, dass jeder Versuch der Diskrimination und Geringschätzung der menschlichen Persönlichkeit aus religiösen Vorurteilen den fundamentalen Prinzipien des Christentums zuwiderläuit Von vornherein die Unfähigkeit zur Verhütung von der• artigen Episoden zuzugeben, bedeutet, dass man das Scheitern der Erziehung zugibt, und die Unfähigkeit der ,,St. Catherine School“ 2. Zu der „Gnade“, dass der Beschluss, in Zukunft keine jüdischen Schüler aufzunehmen, „diejenigen, die die Schule besuchen, nicht betreffen wird“, wäre an folgendes zu erinnern; In seiner „Autobiographie“ erzählt Theodor Herzl, dass er 1878 sein Rechtsstudium in Wien begann. „Ich nahm an allem studentischen Ulk teil“, so berichtet er wörtlich, „ich trug die Mütze meiner Verbindung bis diese eines Tages beschloss, keine jüdischen Mitglieder mehr aufzunehmen. Denjenigen, die schon aufgenommen .sind, wurde lichkeit viel lernen, unter anderem auch die Bedeutung, die der jüdischen Presse heute wie gestern zukommt. Denn die jüdischen Zeitungen und Zeitschriften sorgen nicht allein für die Verbreitung jüdischen Wissens und geben nicht allein Anregungen auf allen möglichen Gebieten der jüdischen Arbeit, sie verteidigen die Rechte der Juder als einzelne Individuen wie als Kollektiv, als zerstreute Gemeinschaften wie als Volk. Es wäre zu überlegen, — und das sei als eine Anregung der „Jüdischen Wochenschau’’ aufgefasst, — dieser Ausstellung einen so repräsentativen Charakter wie möglich zu geben, um damit gerade in diesem schwierigen Augenblick der Entwicklung des argentinischen Judentums der allgemeinen Oeffentlichkeit _ einen so umfassenden Einblick w'ie möglich in unsere Arbeit und unsere Vorstellungswelt zu vermitteln. Aus diesem Grunde sollte man durch entsprechende Ausstellungsobjekte die jüdischen Zeitungspublikatiomit grosser Liebenswürdigj nen aus früherer Zeit — keit mitgeteilt, dass sie 1 nicht nur aus der Gegennicht auszutreten brauchten, wart — zeigen, wobei gera- Da verabschiedete ich mich de erst jetzt sehr interesvon jenen grossmütigen junsante und seltene Ausgaben gen Leuten.“ j auf einer Ausstellung in Is- ‘ Genau das Gleiche ist in rael zu sehen waren. der „St. Catherine School“ jetzt vorgefallen. Lange vo” der Gründung der zionistischen Bewegung hat Theodor Herzl ein Beispiel von jüdischer Würde gegeben und entschieden die „Grossmütigkeit“ abgelehnt, die man den schon zugelassenen Juden erweisen wollte. Als anständiger Mensch, als Jude konnte er für sich nicht annehmen, was man seinen Glaubensgenossen verweigerte. Wir vertrauen darauf, dass die Eltern der jüdischen Schüler, die in der „St. Catherine School“ geduldet werden sollen, sich ein Beispiel hieran nehmen werden. Es handelt sich um eine Frage jüdischer Würde und moralischer Kraft. — Mit dieser Bemerkung schliesst die DAIA ihren Bericht, der im Sinne aller würdigen Menschen geschrieben ist. Ausserdem wäre zu erwägen, warum diese Ausstellung auf eine Gemeinde begrenzt sein sollte, die zwar die älteste in Argentinien ist, nicht aber die einzige. Eine Kooperation mit der AMIA z. B. und mit dem Jüdischen Weltkongress wäre empfehlenswert und würde der Ausstellung von Anfang an einen grossen Erfolg sichern. Querschuss von links Pretest Montevideo. — Das Jüdische Zentralcomite Uruguays sandte in seiner Eigenschaft als Dachorganisation der Kollektivität am 50. Jahrestag der Russischen Revolution an die Sow'jetbotschaft in Montevideo ein Memorandum, um gegen die willkürlirne Behandlung zu protestieren, W'elche den Juden in Russland widerfährt. Allen uruguayischen und ausländischen Pi'esseorganen wurde eine Abschrift dieses Protestschreibens zugestellt. In dem gleichen Memorandum verurteilt das Zentralcomite ebenfalls die „einseitige sowjetische Politik im Mittelosten“, und c'ie Waffenlieferungen an die / raber, sowüe die in den UN bezogene antijüdische urd antiisraelische Position eines Landes, dessen „technologische Fortschritte rnd Eroberungen im Weltraum in der ganzen Welt Bewunderung hervorrufen“. (OJI) Zwischenfaelle in Gaza1 Tel Aviv. — Vor kurzem kam es neuerdings zu verschiedenen Zwischenfällen im Gazastreifen. Terroristen legten eine Mine unter einen israelischen Raupenschlepper in der Nähe von Chan Yunis, und nicht weit entfernt von diesem Ort fand man eine zweite Mine, die entschärft wurde. In einigen umliegenden Dörfern wurde Ausgangssperre verhängt. Unweit des Kinos von Gaza wurden zu nächtliener Stunde in ein Café Handgranaten geschleudert, wobei zwei Personen Verletzungen erlitten. Am darauffolgenden Morgen kam es zu Unruhen vor einem Arbeitsamt im Süden des Gazastreifens, so dass die Polizeiwachen gezwungen waren, Schreckschüsse abzugeben, um die Menge auseinanderzutreiben. (ITA) Jüdisches Museum Die Leitung des Jüdischen Museums in Buenos Aires, einer Unterorganisation der Congregación Israelita de la República Argentina, teilt mit, dass anlässlich des 106. Jahrestages der Gründung der Congregación eine Ausstellung „La Prensa Judía Mundial“ durchgeführt werden soll. Das augenblickliche jüdische Denken soll 'durch diese Ausstellung gezeigt werden. Dieser Gedanke und diese Initiative sind zu begrüsgen. Aus einer solchen Aus- , Stellung könnte die Oeffent- Dass heute die Linke alle „schweren“ Geschütze auffährt, um die bösen Zionisten anzuprangern, liegt auf Moskaus Linie. Nicht anders ist ein Artikel zu bewerten der in der Zeitschrift „Política Internacional“ (Januarheft) erschienen ist, in welchem alle möglichen Behauptungen aufgestellt werden, um Juden und vor allem Zionisten zu diffamieren. Das Ziel ist der Versuch, die Politik der Sowjetunion gegen Israel zu rechtfertigen. Hierfür sind alle Mittel recht. Die Zionisten interessiere nicht die jüdische Kollektivität, genannt „colonia judía“ in Argentinien, sondern Argentinien als eine Kolonie IsraelsU). Da ist von zionistischen Plutokraten die Rede, die ihre Millionen hier lassen und nach Israel übersiedeln sollten. Diese Melodien haben wir alle schon einmal gehört. Damals kamen sie von ganz rechts. Aber der Unterschied zwischen den Extremen ist nur eine Frage der Betonung und der Vorzeichen. Das Prinzip ist dasselbe... LU ACH -( KALENDE R ) Freitag, den 2. Februar 3. Schwat Sonnabend, den 3. Februar 4. Sc a wat Schabbat BO - Haftara: Jeremias Kap. 46 Sonntag, den 4. februar 5. Schwat Montag, den 5. Februar 6 Schwat Dienstag, den 6. Februar 7. Schwat Mittwoch, den 7. Februar 8. Schwat Donnerstag, den 8. Februar 9. Schwat Freitag den 9. Februar 10. schwat Sonnabend, den 10. Februar 11. Schwat Schabat BECHALACH Haftara: Richter 4 Sonntag, den 11. Februar 12. Schwat Montag, den 12. Februar 13. Schwat Dienstag, den 13. Februar 14. Schwat Mittwoch, den 14. Februar 15. Schwat CHAMISCHA ASSAR B'SCHWAT) (Neujahrsfest der Bäume) Donnerstag, den 15. Februar 16. Schwat Freitag, den 16. Februar 17. Schwat Sonnabend, den 17 Februar 18. Schwat Schabat JITRO Haftara: Jesajas 6 i'-i v'| Die f0SSI ¿ecTag?" „hharlä1 nüfelhat^ .Zwd 'tiefen :;Wun,s m de, hat einen Israel”8 bee l«1 " igen drei ¡SS.*** Angreifer, der franzö: derweise a die „Krieg durch her! sehen und kiert um o sehen Erfoi der Weise I Zwei gt Erstens: Is Sieg errang likanische hätten den den Engliu f

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