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Jüdische Wochenschau · 1968-01-19 · 2252 (19.1.1968) · p. [Seite 4]

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
29 (1968)
Issue
2252 (19.1.1968)
Date
1968-01-19
Page
[Seite 4] (sequence 4)
Language
German, Spanish
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4 — Vierues, 1» de Enero de 1968 SEMANA ISRAELITA AHo XXIX. — N’ 22S1 reignisse der Woche Jüdischer Journalisten-Kongress Erstmalig in der Geschichte der jüdischen Presse wird im Februar ein internationaler Kongress der jüdischen Journalisten in Jerusalem abgehaiten weiden, zu dem bereits viele bekannte Zeitungsleute, Journalisten und Schriftsteller aus aller Welt ihr Erscheinen zugesagt haben. Mit Rück sicht auf die Bedeutung, die der jüdischen Presse in Argentinien zukommt, wird sich auch eine starke Delegation der jüdischen Journalisten unseres Landes an dieser Welttagung beteiligen. der man nicht nur in Fachkreisen mit grossem Interesse entgegensieht. Die AMIA in Buenos Aires als die grosse zentrale Institution, die »ich der Erhaltung und Förderung aller jüdisch-kulturellen Arbeiten widmet, hat die Bedeutung des bevorstehenden Kongres ses sofort verstanden und alles getan, um von sich aus diese Zusammenkunft in Jerusalem zu fördern. Die Delegation wurde vom jiddischen Schriftstellerverband in Argentinien, dem Nomberg-Verband, zusammengestellt, der bereits auf ein 40jähriges Bestehen zur?ckblicken kann. Der stellver tretende Vorsitzende des Verbandes und bekannte Redakteur der Jiddischen Zeitung in Buenos Aires. Josef Horn, wird die Delegation anführen, der u. a. Falik Lerner, Mitglied der Redaktion der zweiten jiddischen Tageszeitung in Argentinien. Di Presse, angehören wird die soeben — auch an dieser Stelle gewürdigt — ihr 50 Jubiläum mit Genugtuung und Stolz feiern konnte. Zu den weiteren Delegierten gehören Mordechai Koifman und J. Falatitzky, alles Mitarbeiter der in jiddischer Sprache erscheinenden Zeitungen, Wochen¬ oder Monatsschriften. Als einzige Frau wird Frau Gruzman an der Delegation teilhaben, die Herausgeberin der Monatszeitschrift ..Spiegel“, deren Gründer ihr verstorbener Mann, Leib Gruzman war. der übrigens auch zu den Mitarbeitern der Jüdischen Wochenschau gehörte. Mitglied der Delegation ist auch der bekannte Journalist Nissim Elnecave, der jetzige Herausgeber der in spanischer Sprache erscheinenden Zeitschrift ,,La Luz“ sowie der Herausgeber der Jüdischen Wochenschau. Damit sind alle Sparten des jüdischen Zeitungswesen in Argentinien vertreten. Die Rede Kamenszajns Der Präsident der AMIA hatte im Namen des Vorstandes die jüdischen Zeitungsleute zu einem Empfang eingeladen, der in dieser Woche im grossen Sitzungssaal der Kehilla stattfand und auf dem der Prä sident der Kehilla, Dr. Tobias Kamenszajn, in vortrefflichen Worten die Bedeutung der jüdischen Presse unterstrich, die nicht nur informativen und belehrenden Zwecken dient, sondern C ATECA S.A. Directorio 5555 Buenos Aire* T. E. 68.1017/18 y 1264 SUAV ANDAR el calcado legítimo de espuma de goma Á ESTUDIO PASTEUR 254 . 2' y 5o piso» TEL 48-7)68 .137? ÍUENOS AÍRE* e/«fictes económicas contadorespúbtkós Áac/oiMtf« consul totes de'emptesti» ESPECIALISTAS EN SOCIEDADES ANONIMAS 1 DE : ein wesentlicher Teil unsej res demokratischen Jischuw ist. Trotzdem manche Fresse-Aeusserungen nicht von allen gebilligt werden, hat die Leitung des Jischuw immer verstanden, dass die Freiheit der Meinungsäusserung eine der Grundlagen tinseres kollektiven und gesellschaftlichen Lebens war und ist, und dass die Presse einen erheblichen Anteil am Aufbau und Ausbau unserer Institutionen hat. Dr. Kamenszajn heb in seinen Ausführungen die Bedeutung hervor, die dem argentinisch-jüdischen Jischuw für die Erhaltung und Fortführung des jüdischen Geistes, des gesprochenen und gedruckten Wortes zukommen. Mit Worten der Freundschaft und Anerkennung unterstrich Dr. Kamenszajn die Bedeutung cer Jüdischen Wochenschau, durch die eine wichtige Kollektivität in die Arbeit und das Leben des gesamten Jischuw' eingeordnet wurde. Auch für die spanisch-jüdische Presse fand Dr. Kamenszajn Worte der Würdigung. Journalisten sprechen Solann unterstrich der Leiter der Journalisten-Delegation J. Horn die Wichtigkeit der Presse und des bevorstehenden Kongresses, der es ebenso wie der Besuch Israels den ,,Schreibern“ ermöglichen wird, ihre Tätigkeit mit Elan und Sachkenntnis fortzusetzen. Anschliessend gab der Vorsitzende das Wort dem Herausgeber der JW. als Journalisten und nicht als dem Präsidenten der Magbit, w'ie er lächelnd betonte. Dr. Swarsensky unterstrich die Einheitlichkeit der Volkskräfte, die Einheitlichkeit des Jischuw und seiner Presse, die trotz ihrer Vielfalt doch nur dem einen grossen Ziel, der Liebe zum Judentum und zum jüdischen Volk dient. Trotzdem wir nicht alle die gleiche Sprache schreiben, sprechen wir die gleiche Sprache der jüdischen Brüderlichkeit und vermitteln unseren verschiedenen Leserkreisen die Un- Empfang der jüdischen Journalisten bei der AMIA ruhe, in der Arbeit nicht zu ermüden. Schliesslich sprach Elnecave, der nicht nur den spanisch sprechenden Teil der Presse bei dieser Sitzung vertrat, sondern auch die sefardische Kollektivität. Elnecave wnirdigte die grosse Bedeutung der AMIA, die in hoffentlich nicht zu fernen Tagen die Gemeinde aller Juden, auch der sefardischen Juden in Argentinien sein möge. Wenn auch seine Bemerkungen über verschiedene Probleme sicherlich von vielen der Anwesenden nicht kritiklos hingenommen werden, erhielt er doch für seine offene Art ihrer Behandlung und für seine Entschiedenheit zur Vereinheitlichung des Jischuw trotz der vorhandenen Differenzen durch Herkommen und Sprache reichen und freundschaftlichen Beifall. Zum Abschluss sprach der Sekretär des Nomberg-Verbandes, Mordechai Koifman, der durch seine Mitwirkung bei verschiedenen Diskussionsabenden der THG auch in unseren Kreisen bekannt ist, der die enge Verbindung zwischen den Judenheiten der Diaspora mit Israel forderte und die Rolle der Presse hierbei darstellte. Der kommende Kongress wird gerade für diese Brükke zu Israel wichtige Aufgaben zu erfüllen haben und dafür sorgen müssen, dass die Berichterstattung der israelischen Zeitungen über die Arbeit und das Leben in der Galut in Zukunft auch ihren Anteil daran haben möge, um diese Brücke zu Israel und von Israel zur Galut zu stärken. — Es war eine würdige Versammlung, bei der eine Reihe von Journalisten zu Wort kamen, die sonst nur schreiben. Zugleich war es ein kleiner Vorgeschmack für die Problematik des Kongresses und ein Beweis für das beachtliche Niveau unserer jüdischen Presse in Argentinien und ihrer verantwortlichen Mitarbeiter. Consejo de Mujeres Unter den Auspizien des Consejo Argentino de Mujeres Israelitas wird der Internationale Rat jüdischer Frauen (International Council of Jewish Women), dem eine halbe Million Frauen aus 21 Ländern angehören und der sich mit sozialer Fürsorge beschäftigt, vom 22. bis 26. April 1968 in Buenos Aires seine Zwc/te Konferenz abhalten. Hauptthema der Konferenz ist „Die Tätigkeit der jüdischen Frau in den lateinamerikanischen Gemeinden“. Den Vorsitz werden die zwei lateinamerik£*iischen Vizepräsidentinnen der Organisation, Frau Susana Frank (Brasilien) und Dra. Rosa S. de Herczeg (Argentinien) führen. Die Präsidentin des Internationalen Rates jüdischer Frauen, Frau Ronald Brown, wird aus Cleveland (Ohio) kommen, um an den Beratungen teilzunehmen. Praesident dankt der DAIA Die DAIA hatte dem Präsidenten Argentiniens, Generalleutnant Juan Carlos Ongania, zum Beginn des neuen Kalenderjahres ein Schreiben mit Glückwünschen übermittelt, auf das die DAIA die folgende Antwort mit Datum vom 29. Dezember 1967 erhielt: „Mit grosser Genugtuung empfing ich die liebeneswürdige Botschaft, die Sie mir im Namen der DAIA übermittelten. Ich danke für die darin ausgesprochenen Wünsche. Möge dieses neue Jahr, das mit dem Bemühen und der Hoffnung aller für das Wohlergehen des Vaterlandes anhebt, Ihnen, den Vertretern der DAIA w’ie der ganzen jüdischen Kollektivität viel Segen bringen.“ Dieses Schreiben wurde vom Generalleutnant Juan Carlos Ongania, Präsident des argentinischen Volkes, unterzeichnet. — Stipendien in Israel Im April 1968 wird ein dreimonatiger Kurs in spanischer Sprache über das Thema „Wohnungen für das Volk“ in Israel beginnen, für den 25 Stipendiaten zugelassen werden. Die Veranstaltung dieser Vortragsreihe bezweckt, einer grösseren Zahl lateinamerikanischer Techniker die Möglichkeit zur Erweiterung ihrer Kenntnisse über Probleme des Wohnungsbaus zu bieten. Die Teilnehmer werden Gelegenheit haben. Installationen zur Förderung \on Wohnbau-Programmer. von sozialem und vor allem kooperativem Interesse zu studieren und sich mit den diversen Aspekten der Organisation, Leitung, Verwaltung und Finanzierung von Wohnungen zu geringen Gestehungskosten vertraut zu machen. Interessenten können einen Antrag zur Teilnahme an folgende Adresse richten: „Programa especial de Capacitación“, Departamento de Cooperación Técnica. Unión Panamericana, Washington D. C. (EE. UU.). Kunst-Zeitschrift ARIEL Auf die in Jerusalem erscheinende Kunstzeitschrift ARIEL, herausgegeben vom Instituto Central de Relaciones Culturales Israel-Iberoamérica, España y Portugal sei an dieser Stelle nochmals besonders aufmerksam gemacht. Die Zusammenstellung der Artikel, die Behandlung der Themen, die angeschnittenen Fragen, die allgemeines Interesse für sich in Anspruch nehmen dürfen, die Auswahl der Autoren, die wunderbaren Reprodukl.i nen, die angenehme Aufmachi ' g das gute Papier, die Anordnung des Materials und die Sachkenntnis der Mitarbeiter verleihen dieser Zeitschrift einen bleibenden Wert. Hebraeische Universitaet Das lateinamerikanische Büro der Hebräischen Universität zu Jer udem teilt mit dass sich 12.000 Studenten für das neue Studienjahr eingeschrieben haben. Unter diesen befinden sich 40 arabische Siuuenten aus Gebieten, die durch den Sechst« gelrrieg an Israel gefallen sind. 1.800 Studenten kamen aus dem Ausland, davon allein 800 aus den USA. Soziale Studien Bereits 21 „Boletines internos“ hat die DAIA herausgegeben, die sich mit S'<* zialen Fragen auf wissenschaftlicher Grundlage, jedoch für alle verständlich beschäftigen. Die letzte Nummer behandelt drei Themen, die Erziehung „des (Fortsetzung der Ereignisse der Woche auf Seite 7) LUACH—(KALENDER) Freitag, len 19 Januar 18 Tewet Sonnabeno, den 20. Januar 19 Tewet Schabbat SCH’MOT Haftara: Jesaja Kap. 27 U. 28 Sonntag, den 21 Januar 20. Tewet Montag, den 22. Januar 21. Tewet Dienstag, den 23. Januar 22 Tewe Mittwoch den 24. Januar 23. Tewet Donnerstag, den 25. Januar 24. Tcwat Freitag, den 26 Januar 25 Tewet Sonnaoend. den 27. Januar 26 Tewe Sehabbat WAERA «• X Hattara: Jecheskei Kap. 28 Sonntag, den 28 Januar 27. Tewet Montag, den 29. Januar 28 Tewet Dienstag, den 30. Januar 29 Tewet Mittwoch, den 31. Januar 1. Schwat Donnerstag, den 1. Februar 2. Schwat Freitag, den 2. Februar 3. Schwat Sonnabend, den 3. Februar 4. Schwat Schabbat BO Haftara: Jeremias Kap. 46 Sonntag, den 4. Februar 5. Schwat Montag, den 5. Februar 6. Schwat

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