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Jüdische Wochenschau · 1968-01-19 · 2252 (19.1.1968) · p. [Seite 3]

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
29 (1968)
Issue
2252 (19.1.1968)
Date
1968-01-19
Page
[Seite 3] (sequence 3)
Language
German, Spanish
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Viernes, 1# de Euer» de 19W SEMANA ISRAELITA Ado XXIX. — N* 2252 — 3 Tunesien will vermitteln Bereits als Sprecher Tunesiens vor den UN hat der Sohn des Staatspräsidenten Habib Bourguiba — gleichen Namens wie sein Vater — den Vorschlag gemacht, die Rolle eines Vermittlers im Nahostkonflikt zu spielen Er hat diesen Vorschlag vor einiger Zeit wiederholt und die Ansicht geäussert, Tunesieu könne durch „Vermittlung von Ideen und Gedanken“ zur Beruhigung der Lage beitragen. Erneut forderte Bourguiba jr., der Aussenminister seines Landes, von seinen arabischen Brüdern einen stärkeren Realismus in ihren politischen Aktionen. Wenn auch Israel nach Ansicht Bourguibas ein Land sei, das nach kolonialistischen Prinzipien „zustandegekommen“ sei, so müsse man sich mit der Tatsache seiner Existenz abfinden, „ob uns das passt oder nicht“. Nur weil die arabischen Staaten an dieser Wirklichkeit vorbeisehen, würde sich ihre Situation durch ihre politischen und diplomatischen Aktionen verschlechtern; grosse Teile der Weltmeinung seien durch diese verfehlte arabische Politik gegen die Araber eingestellt. ■out Mut »| CAJA POPULAR DE BELGRANO cooaea áw» oe caeoiro ir o». DESDE 1932 MERECE SU CONFIANZA CAS* CfNTRAU AMtNABAft 2968 AGENCIA N» 1- CABILOO 3102 e» «ERA AGENCIA N» 2: CORRIENTES 2294 » «• esa RASTEUR Horario de 12 j 16 Hs * aOori ateotfemos ííomos de 10 a 12 30 Ns. ififCfipctéfl en en *4 MegastfO de Entidades FméncteusJ no bsflcatías de» Sanco Centra* CAPITAL REAUEAOO ACTUAL. J 290 000 000 von B. B. SAMUEL Nach Bourguiba gibt es nur zwei Möglichkeiten: ,,Die erste bedeutet, dass sich die Koexistenz von Israelis und Arabern erzielen lässt. Die arabls.?jen Staaten gewinnen dadurch die Möglichkeit, sich auf ihre Entwicklung zu konzentrie- „das den Krieg und mit dem Krieg die Niederlage herbeigeführt hat.“ — Dass diese Darstellung der israelischen Position durch Bourguiba nicht von uns geteilt werden kann, ändert nichts daran, zumindestens den guten Willen noch der politischen Wirklichkeit in Einklang zu bringen ist. Der Zionismus ist die Befreiungsbewegung des jüdischen Volkes, das sich sein Land im Widerstand und im Kampf gegen die imperialistischen Kräfte errungen hat. Leider dürfte den Bestrebungen Bourguibas um ei- Premierminister Levi Eshkol mit dem rumänischen Minister für AussenhandeL Herrn Gheorge Ciaro, in Jerusalem ren und die technologischen Kenntnisse zu erlangen, über die Israel verfügt. Im zweiten Fall, sofern Israel diese Koexistenz ablehnen sollte, würde die ganze Realität der Problematik freigelegt, die Frage nämlich, wer von Israelis und Arabern als Expansionist anzusehen ist.“ Bourguiba kritisierte Israel und behauptete, dass sich dort jetzt die Kräfte des Extremismus gezeigt haben. Israel spreche stets von Verteidigung, aber „jedesmal, wenn es um Verteidigung ging, haben sie Territorien dazugewonnen“. Diese Kreise hätten einen Frieden im Sinn, der auf Bajonette gestützt sei, aber einen solchen Frieden gäbe es nicht. — Wenn Vater Bourguiba, der Staatspräsident, den Rücktritt Nassers verlangt habe, so babe sich diese Empfehlung nicht gegen den Mann Nasser gerichtet, sondern gegen ihn als den Exponenten eines Systems, ALFRED0 STERN MALERARBEITEN FACHMAENNISCHE AUSFUEHBUNG AUF WUNSCH ZAHLUNGSERLEICHTERUNGEN VIDAL 1575 — FAST ECKE PPO Tel.: 76^9088 Teppichhaus - M. 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Die arabischen Wortführer sind im allgemeinen geneigt, den Zionismus als Ausdruck des Imperialismus anzusehen, was weder mit den historischen Tatsachen Terroristen Tel Aviv. — Terroristen, die aus Transjordanien eindrangen, steckten etwa 3 km südlich von Elat einen Petroleumtank in Brand. Ein Militärsprecher bezeichnete die Aktion als äusserst waghalsig. Um den Rückzug der Saboteure zu decken, schleuderten die Terroristen Mörserbomben gegen die östlichen Ausläufer von Elat. Ein morgendlicher Angriff mit Mörsern auf den Moschaw Bet Josef im Beisan-Tal wurde von den Israelis mit Feuerwaffen erwidert. Verluste oder Schäden bei diesem Schusswechsel wurden nicht gemeldet. — (ITA) SOLARIS Der Anzug für warme Tage, wie Sie sich ihn wünschen. Innen, und aussen meisterhaft ge. arbeitet. Ein Anzug guten Stils. Masskleidung - Fertigkleidung Carlton Maipfi 982 _ 317845 (wenn es funktioniert) nen Ausgleich im Nahostkonflikt noch keine grössere praktische Bedeutung zukommen. Dennoch sind hier Ansatzpunkte gegeben, die von isrelischer Seite begrüsst werden. Wie weit die dahinter stehenden Kräfte ausreichen, um zu einem konkreten Ergebnis zu gelangen, ist nicht ersichtlich zumal diese Bestrebungen bisher isoliert sind. Entscheidend bleibt die Haltung der Grossmächte, die nicht sonderlich ermutigend ist. Die Aufnahme, die Eshkol bei seinem Besuch in den USA gefunden hat, kann den nüchternen Betrachter trotz der zur Schau getragenen und nach aussen unterstrichenen Freundschaft der USA zu Israel nicht zufriedenstellen. Die .Zweigleisigkeit“ der amerikanischen Politik gegenüber Israel und den Arabern kam nicht nur dadurch zum Ausdruck, dass die Amerikaner Getreide an Transjordanien verkauften oder verschenkten, was sogar von Israel begrüsst werden könnte. Denn hungernde Nachbarn sind noch gefährlicher als satte. Nirgends aber war der Willen zum Frieden oder zur Anregung von Friedensgesprächen erkennbar, was für die Zukunft wichtiger als Freundschafts-Bezeugungen ist. Das Problem der Waffenverkäufe an Israel ist auch kein neues. Wer Geld hat, konnte immer und überall Waffen kaufen, direkt und indirekt. An dieser „Moral“ hat sich nichts geändert weder durch die offiziellen LA SEMANA ISRAELITA SEMANARIO INDEPEND'ENTE Bs. Aires - PUEYRREDON 2190, 1» izq - 83-261» 18. Tewet 5728 19. Januar 1968 Erklärungen über die Sperre von Waffenlieferungen noch durch die Bereitschaft zum Verkauf. Wer kein Geld hat, bekommt auch keine Waffen, wobei „Geld“ nicht immer in klingender Münze zu bestehen braucht; es kann sich durch aus auch um politische oder wirtschaftliche Konzessionen handeln, die manchesmal noch wertvoller sind als Geld und Gold ... Noch aufdringlicher und negativer wirkt sich die Haltung der Sowjetunion im Nahostkonfiikt aus. Der russische Vizepremier Kyrill Mazurow besichtigte die Bauten am Assuan - Staudamm und benutzte die Gelegenheit, Drohungen gegen Israel auszustossen, die wie Ilarfentöne in Nassers Ohren erklangen. Seine Worte schufen neue Unruhe. Er verlor sich in alten Behauptungen, Israel werde von den Imperialisten, vor allem von den amerikanischen, unterstützt, denen es nur darauf ankomme, die „progressiven Kräfte in Aegypten, Syrien und Algier zu vernichten“. Eshkol in den USA, Mazurow in Aegypten: das ist das alte Tauziehen zwischen den beiden führenden Biockmäciiteu unserer verworrenen Gegenwart. Aus diesem Spannungsfeld werden die beteiligten Länder und Völker nur heraustreten können, wenn sie einen ganz anderen als den bisherigen Weg beschreiten, der eher den Vorschlägen als den Versprechungen der Amerikaner oder Russen entspricht. 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