Mannheim
Compact Memory

Jüdische Wochenschau · 1968-01-19 · 2252 (19.1.1968) · p. [Seite 5]

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
29 (1968)
Issue
2252 (19.1.1968)
Date
1968-01-19
Page
[Seite 5] (sequence 5)
Language
German, Spanish
Belongs to
journal issue
OCR quality
94% known words query
IRI
…/9616703-9616177-9616187--5068-9616192
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

3 entity mentions

Viernes, 19 de Enero de 1968 SEMANA ISRAELITA Ano XXIX, — 2252. — 5 'wtraut zu •en können eiz.uf Teilnahme Adresse rieh- ™a especial de Departamento11 Técnica encana, Wash- EE. ÜU.). Mt ARIEL Jerusalem erunstzeitschrift gegeben vom 'äl de Relais Israel-Ibe< aña y Portu- ' Stelle noeh- 's aufmerk- Die Zusamr Artikel, die ■ Themen, die n Fragen, die nteresse für iruch nehmen swahl der Änderbaren Redie angenehg das gute Ordnung des die Sach- Mitarbeiter r Zeitschrift m Viert. Universität ¡en Dniem teilt I ‘¡tuden- ¡dienjahr;n. Unter a 40 arais Gebien Sechs- 1 gefallen m kamen davon aldien g der Ereignisse e auf Seite 7) DER) 18 Tewet 19 Tewet iß (jehwät I schvea' Das war Martin Vor kurzem jährte sich zum zweiten Mal der Todestag Martin Bubers, der in Jerusalem 87jährig dahingegangen ist. Buber hat die Augen geschlossen, aber sein Werk zieht immer weitere Kreise. Posthum ist nun sein Band „Nachlese“ erschienen. Die Fahnenkorrektur dieses Buches hat Buber fast vollständig selbst gelesen. Auch die vierbündige Ausgabe der Bibel-Uebersetzung hat Buber noch einmal gründlich durgesehen und mit off zitternder Greisenhancl Korrekturen angebracht. / ■ bis zum 21. Kapitel des Ersten Buches der Chronik Teichen, sodass also erst von ner Sprache bemerkbar. Allzu schroffe und eigenwillige Ausdrücke wurden etwas geglättet, um die Verständlichkeit zu erhöhen. Es ist ergreifend, zu sehen, wie Martin Buber bis in die allerletzten Wochen seines langen Lebens hinein seinem Werk verbunden geblieben ist; ja er bestürmte seinen Arzt mit der Frage, wann es ihm wieder vergönnt sei, an seinem Schreibtisch zu sitzen. Als Buber kaum noch die Feder führen konnte und mit der Lupe nur noch mühselig las. Unterzeichnete er noch einen Verlagsvertrag für ein BEN-CHGREN wird Buber amtlich als „Gelehrter und Prophet“ bezeichnet. (Er selbst verwahrte sich immer dagegen. als Prophet angesprochen zu werden; es genügte ihm. Professor zu sein) Diese Dokumentation stellt nur eine ganz kleine Auswahl aus der Fülle dessen dar, was das Buber-Archiv birgt. Diesem Archiv angegliedert sind auch Teile der Bibliothek Bubers. Die Gesamtbibliothek, die über 25.000 Blinde umfasst, befindet sich noch in Bubers Wohnhaus in Jerusalom- Talbie. Im Archiv fanden bisher 'J; »,. Auf den Goian-Bergen wird ein Kibbuz errichtet. Schon sind einige Hauser fertiggestellt und die Erde wird bearbeitet. Aber noch steht die Sorge der Verteidigung im Vordergrund, an der Männer und Frauen teilnehmen. jetzt die im Druck befindliche Neuauflage als Ausgabe letzter Hand angesprochen werden kann. Der ersten Band dieser Ausgabe „Die Fünf Bücher der Weisung“ ist kürzlich erschienen und berücksichtigt diese vorwiegend stilistischsyntaktischen Korrekturen. Grösere Veränderungen ■wurden vor allem im Buch Hut vorgenommen. Die wundervolle Uebersetzung des Buches Hiob ist inzwischen auch nach dem Tode Bubers erschienen, während eine Langspielplatte, auf die Buber grosse Partien aus dem Buche Hiob sprechen sollte, leider nicht mehr zustande kam. Auch die „Erzählungen der Chassidim“ hat Buber noch in allerletzter Zeit stilistisch überarbeitet. In diesen beiden Ueberarbeitungen seiner Hauptwerke, der Bibel-Uebersetzung und der Chassidischen Erzählungen, macht sich ein später Stilwille Bubers zur Urbanisierung sei- Georg Herlitz gestorben Jerusalem. — Im Alter von IO Jahren starb Dr. Georg Herlitz, Gründer und Direktor der zionistischen Archive während vieler Jahre. Herlitz hat sein ganzes Leben hindurch für die Zionistische Organisation gearbeitet, bis zum Zweiten Weltkrieg sämtliche zionistische Kongresse vorbereitet und deren technische Leitung geführt. Er war eine ebenso bekannte wie beliebte Persönlichkeit. Durch seine Sachkenntnis und sein grosses menschliches Verständnis hat er seTbst bei den schärfsten Auseinandersetzungen beruhigend gewirkt. An seiner Beisetzung nahmen Staatspräsident Shazar, Minister und Mitglieder der zionistischen Exekutive teil neues Werk, das nicht mehr ausgeführt werden konnte. Der literarische Nachlass Bubers ist nunmehr an die Universitäts- und Nationalbibliothek in Jerusalem übergegangen und wird dort von Bubers Sekretärin, Frau Margot Cohen betreut Margot Cohen kam erst 1958, nach dem Tode von Bubers Frau, in sein Haus, zunächst nur um die Fülle der Beileidskundgebungen zu ordnen und zu beantworten. Daraus entwickelte sich aber eine Arbeitsgemeinschaft, die nun über den Tod hinausreicht. Im Vorraum zum Judaistischen Lesesaal der Bibliothek ist eine Ausstellung zu sehen, die etwa fünfzig Photos und Dokumente zum Leben Martin Bubers vereint. Vom ersten Schulzeugnis Bubers aus dem Jahre 1886, das in polnischer Sprache in Lemberg ausgestellt wurde und den Achtjährigen als Musterschüler erweist, (die beiden ersten Schuljahre erhielt Buber Privatunterricht auf dem Gut seines Grossvaters) bis zu der erst posthum ausgestellten Ehrenbürger-Urkunde Jerusalems, die in Form einer Megilla, einer hebräischen Schriftrolle, verfasst wurde. reicht diese Dokumentation. Die Fotografien zeigen Buber als Schulkind, dann als Korps-Studenten mit Mütze, Band und Schläger in Leipzig und führen schliesslich bis zu den schönen Aufnahmen, die Buber 1963 in Amsterdam in Gesellschaft der Königin Juliane der Niederlande anlässlich der Verleihung des Erasmus-Preises zeigen Unter den vielen Diplomen, die Buber von ihn ehrenden Universitäten aus aller Welt erhielt, ist das Ehrendoktorat der New School of Social Research, New York 1957 eia Unikum, denn hier Aufstellung; alle Ausgaben von Bubers Werken, von den Erstausgaben bis zu der vierbändigen Ausgabe letzter Hand, und Uebersetzung in zwölf Sprachen. Hinzu kommen Bücher und grössere Arbeiten über Martin Buber. Diese Sammlung umfasst 420 Titel, ln 102 Mappen sind Rezensionen über Bubers Werke gesammelt, ferner Hunderte von Artikeln, die zu Bubers Geburtstagen erschienen sind, und schliesslich die Nachrufe in noch unübersehbarer Fülle. Eine besondere Abteilung bildet die Chassidische Bibliothek Bubers, etwa 900 Bände: Quellenschriften in hebräischer und jiddischer Sprache. Legendensammlungen und theologische Werke sowie Literatur über den Chassidismus, auch in europäischen Sprachen. Hier findet sich mit kritischen Anmerkungen von Bubers Hand das Werk „Der Chassidismus“ von Verus. Hinter diesem Pseudonym verbarg sich Ahron Marcus (1843—1916), ein hamburger Jude, der als erster in deutscher Sprache über den Chassidismus geschrieben hat und sozusagen Bubers Vorläufer war. Auch die Bücher von Bubers bedeutendem Grossvater, Schlomo Buber, (er schrieb sich jiddisch Bober), wertvolle Midrasch-Editionen mit Nichtjuden lernen Hebraeisch Jerusalem. — Zwei Araber aus Ost-Jerusalem, eine Studentin aus Westdeutschland und ein Student «ms Japan wurden als die Besten unter 40 erfolgreichen Teilnehmern an einem von der Hebräischen Universität in Jerusalem durehgefiihrten Schnellkurs für die hebräische Sprache auBgezeichnet. Randbemerkungen des Verfassers. fanden hier ihre Aufstellung, während das Archiv von Schlomo Buber im angrenzenden Raume aufbewahrt wird. Das Martin-Buber-Archiv, wird noch Jahre in Anspruch nehmen, bis es vollständig geordnet und der wissenschaftlichen Forschung zugänglich gemacht werden kann. Erst unlängst wurde wieder ein riesiger Rohrplattenkoffer, ange'üllt 1 mit Manuskripten und Brie- | fen, die von vor der Jahri hundertwende bis zur I Uebersiedlung Bubers nach I Jerusalem im Jahre 1938 [ reichen, auf dem Boden des ' Buberschen Wohnhauses i aufgefunden, wo dieser Kofj fer seit 18 Jahren unberührt stand. Hier finden sich Jugendgedichte Bubers, aber auch Briefe von Klassikern der hebräisenen und jiddischen Literatur, gerichtet an Bubers berliner Adresse in Zehlendorf Briefe von I. L. Perez Schalom Alechem, Salman Schneur u. a. Während diese Korrespondenzen noch einen Wirrwarr bilden, sind spätere in Ordnern bereits abgeheftet und werden in Mappen angeordnet. Ergreifend ist etwa der Briefwechsel mit Leo Baeck. der sich von 1916 bis 1946 erstreckt, von Briefen des deutschen Feldrabbiners Leo Baeck bis zu den ersten Lebenszeichen des aus Theresienstadt Befreiten Da Buber seine Korrespondenz jahrzehntelang allein handschriftlich führte, fehlen naturgemäss zumeist seine eigenen Briefe. Besonders aufschlussreich sind Bubers Notizbücher in welchen sich neben Leitgedanken seiner Werke und Gedichtentwürfen Telepnonnummern und Adressen fin den. Er dachte sozusagen mit dem Block in der Hand. Die grosse Sorgfalt, die er seinem Werk widmete, geht etwa aus den Manuskripten zu seinem philosophischer. Hauptwerk „Ich und Du“ hervor. Erste Entwürfe aus •vL~: dp Pii w&m? ¿afees: Der Aussenminister Israels, Abba Eban, begrüsst den Sonderdelegierten des UN-Generalse.kretärs, Herrn Dr. Gunnar Jarring. dem Jahre 1916 bilden den Auftakt, dann folgen Niederschriften aus dem Jahre 1919 und schliesslich das druckfertige Manuskript in Bubers klarer, schöner Handschrift vom Jahre 1922 Buber hat alles bewahrt was er geschrieben hat. sogar seine Bar-Mizwa-Rede vom 8. Februar 1891. über einen Text, der beim Anlegen der Gebetriemen gesprochen wird. Hosen 2.21: Und ich verlobe dich mir auf ewig, und ich verlobe dich mir durch Recht und Gerechtigkeit und mit Huld und Liehe. Ergänzt wurde diese Rede des Dreizehnjährigen — nie hätte es damals anders sein sollen — durch ein Gedicht von Schiller. Dieser Zweiklang, Bibel und deutsche Klassik, der damals angeschlagen wurde, in einer Umgebung, die polnisch und jiddisch sprach blieb das Leitmotiv in Bubers Leben. Er blieb der Bibel verhaftet, drang immer tiefer in sie ein, je älter und weiser er wurde er formte seine Sprache an den edelsten Vorbildern der deutschen Literatur, und er schilderte und deutete das chassidische Milieu seiner Kindheit. Nichts in diesem Leben ging verloren... und nichts von diesem Werk soll verloren gehen. Subvention Haifa. — Den Technion- Professoreu II. Elata und Dr. M. Poreh. die beide!m hydraulischen Laboratormm des Instituts arbeiten, wurden zum Teil aus den USA stammende Mittel zur Verfügung gestellt, um d;e Verminderung der Reibung beim Transport flüssiger Güter durch Chemikalien - zusatz zu erforschen. Die Toten - Meer - Werke sind an dieser Untersuchung interessiert, da sie Pott- «asche vom Werk aus in -’üs* siger Form durch eine Rohrleitung nach Aschdod befördern wollen. Strafmassnahmen Tel Aviv. — ln verschiedenen Dörfern im Norden des Sinai-Bezirks wurde ein Ausgehverbot angeordnet, nachdem der Chauffeur eines Lastwagens schwer verletzt wurde, als er östlich von El AriscA au« eine M ne auffuhr. In Gaza sprengten israelische Einheiten mehrere Gebäude als Strafe für ein Attentat, bei dem eine Handgranate in einen Jeep geschleudert wurde in dem zwei Soldaten fuhren, die glücklicherweise keine Verletzungen erlitten. (ITA) Estudio Jurídico Internacional Dr. Hardi Swarsensky ASUNTOS EUROPEOS EXCLUSIVAMENTE BUEROSTUNDEN: von 15 — 19 Uhr NUR Dienstag und Mittwoch (Tch bitte nicht vor 14 Uhr zu erscheinen,) oder nach Vereinbarung I. E.: 83 - 2613 Dr. Günter Frey ASUNTOS ARGENTINOS Y SUDAMERICANOS IM JANUAR VERREIST I F 80 - 6930 PUEYRRED0N 2190 esq. Av. LAS HERAS

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.