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Jüdische Wochenschau · 1968-01-12 · 2251 (12.1.1968) · p. [Seite 4]

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
29 (1968)
Issue
2251 (12.1.1968)
Date
1968-01-12
Page
[Seite 4] (sequence 4)
Language
German, Spanish
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4 — Viernes, 12 de Enero «Se 1968 SEMANA ISRAELITA Año XXIX. — Jf* 725! Ereignisse der Woche NOCH IM And jüdischer Terror in Mississippi Die kleine jüdische Gemeinde in Jackson, Mississippi, deren Anfänge bis vor die Biirgerkriegsperiode zurückreichen, ist nunmehr zum Gegenstand von Terrorakten geworden. Das Heim und die Beth Temple Synagoge des Rabbiners Perry E. Nussbaum wurden am 21. November durch eine Bombe beschädigt. Seitdem sind der Rabbiner und seine Frau verschiedentlich umgezogen und stehen unter ständigem Polizeischutz. Nussbaum sprach der Presse gegenüber den Verdacht aus, dass es sich bei dem Attentat — ebenso wie bei dem früheren Bombenwurf auf das Heim eines örtlichen methodistischen Führers — um einen Racheakt gegen den Spruch des Gerichts unter dem Vorsitz des Bundesrichters W. Harold Cox handelte. Das Gericht hatte sieben Ku-Klux-Klan-Leute wegen des Mordes an drei Bürgerrechtsarbeitern im Jahre 1964 verurteilt. Cox’ Wohnung wird ebenfalls polizeilich bewacht. Aber auch ein gewisses Mass von Antisemitismus scheint im Spiel zu sein; Nussbaum verwies auf die antisemitische Literatur, die bei der vor kurzem genaltenen Gouverneurwahl verbreitet worden war Ein Polizeivertreter in Jackson erklärte, dass kein Ende der Bombenattentate zu erwarten sei, wenn man nicht damit anfange, einzelne Täter hinter Schloss und Riegel zu setzen; bisher sei der Terror in Mississippi noch nicht mit einer einzigen Gefängnisstrafe gesühnt worden. (Aus „Aufbau“, New York). Zu den beliebten und viel gesehenen TV-Programmen in Buenos Aires gehört ..Reporter Esso“, eine meist interessante und gut informierende Nachrichtenschau, die jede Nacht um 23 Uhr zu sehen ist. An einem der letzten Dezembertage wurde — nicht zum geringen Erstaunen weitester Kreise — eine schlichte Gedenkfeier gezeigt, die von Mitgliedern der berüchtigten Organisation Tacuara einem ihrer verstorbenen Mitglieder auf einem Friedhof der Stadt dargebracht wurde. Hiergegen wäre an sich nichts einzuwenden, obwohl schwer einzusehen ist. aus welchen Gründen ausgerechnet eine solche Gedenkfeier durch das Fernsehen übermittelt wird, die doch nur einen sehr begrenzten Kreis interessieren kann. Man konnte also plötzlich sehen, wie etwa 10 oder 15 junge Männer, alle in gleicher Tracht, die Arme zum Hitler-Gruss erhoben, und dies wiederholte Male, um auf diesem Umwege ihrem toten Kamaraden die Ehre zu erweisen. Unbeachtet vom Publikum zogen sich dann die Arme hebenden Männer vom Friedhof zurück und begaben sich in eine Basilica, w'o sie dieses Schauspiel mit wiederholtem Armheben wiederholten. . Nach wenigen Minuten war der Spuk zuende. Man fragt sich, was diese Schaustellung eigentlich bedeuten sollte, und aus welchen Gründen diese Art politischer Demonstrationen erlaubt ist. Ausserdem wäre es interessant zu erfahren was Reporter Esso veranlasste, diese Szenen filmen zu lassen. Vom Leo Baeck. Institut Wie uns vom Leo Baeek- Institut, Sitz New York, mitgeteilt wird, hat Dr. Max Kreutzberger, der langjährige Geschäftsführer und Direktor des Instituts, einen neuen Posten als Generalberater für die drei bestehenden Leo Baeck-Institute in New York, London und Jerusalem mit Sitz in der Schweiz angenommen. Im Nachrichtenblatt des LBI wird die bisherige Tätigkeit Dr. Kreutzbergers gewürdigt, dem der Aufbau und die Entwicklung dieses bedeutsamen Institutes zu einem guten Teil zu verdanken ist. Kehilla und Alia.Konferenz Die Kehilla von Buenos Aires (AMIA) veröffentlicht in ihrem letzten Boletin ihre Antwort auf die aktuellen Notwendigkeiten der Verstärkung der Alia. Die Alia-Konferenz, die vor einigen Wochen von der Argentinisch-Zionistischen Organisation veranstaltet worden ist, fand in den Räumen der bonaerenser Kehilla statt, die durch eigene Beschlüsse alles tun wird, um diesen Notwendigkeiten gerecht zu werden und die Alia zu fördern. Besondere Bedeutung darf der Proklamation eines „Monats der jüdischen Erziehung“ beigemessen werden, denn ohne die erforderliche jüdische Erziehung wird es auch keine Alia geben. Simon Dubnow-Haus Der Jüdische Kulturkongress (Confederación pro Cultura Judía) hat ein neues eigenes Gebäude auf den Namen Simon Dubnöws, des grossen jüdischen Historikers errichtet, das erste Haus in der Galut. das seiren Namen tragen wird Ueber die Bedeutung ei nes solchen Unternehmens braucht nicht lange gesprochen werden. Die Bemühungen wurden übrigens von der-AMIA gefördert und finanziell unterstützt. 50 Jahre „Di Presse“ In diesen Tagen beging die grosse jüdische Tageszeitung <in jiddischer Sprache) „Die Presse“ den Ehrentag ihres 50. Bestehens. Das hohe journalistische Niveau dieser Zeitung ist bekannt. Ihre klare Führung, ihr unentwegtes Eintreten für alle Interessen der jüdischen Gemeinschaft in Argentinien und des piidischen Volkes in aller Welt haben der Zeitung die grössten Sympathien weitester Kreise eingebracht. An diesem Tage wird man vor allem des verstorbenen früheren Direktors der Zeitung, Jakkob Botoschansky, gedenken, eines Mannes von überragendem Wissen, eines Meisters der Schrift und des Wortes, der für die Entwicklung des argentinischen Judentums einen ausserordentlich grossen Beitrag geliefert hat. Inzwischen ist auch ein anderer grosser Kämpfer und Journalist. Dr. Szidnitzky. dahingegangen, dessen Arbeit in engem Zusammenhang mit dem Aufbau der IWO-Bibliothek in Argentinien steht. Das hohe Niveau dieser Zeitung fortzusetzen, ist die schwierige Aufgabe, die dem heutigen Mitarbeiterstab der Zeitung gestellt ist. zu dem u. a. der bekannte Journalist Falik Lerner gehört. Mit den Wünschen für die Zukunft, die von der ganzen Kollektivität an diesem Jubiläum der Presse dargebracht werden, sprechen auch wir unsere besten kollegialen Wünsche aus. Auf der Plaza de Mayo Zum Jahresbeginn wurde einer Anregung des Papstes folgend, am 1. Januar der Weltfriedenstag gefeiert, der hier in Buenos Aires in einer gemeinsamen Kundgebung der Repräsentanten verschiedener Glaubenskenntnisse auf der Plaza de Mayo abgehalten wurde. Die Veranstaltung wurde durch das Fernsehen übertragen. Die Vertreter der katholischen, evangelischen, armenischen und russischen Kirchen beteiligten sich ebenso wie zwei Rabbi..er und ein Vertreter der islamischen Gesellschaft an der Abwicklung des Programms, das gleichzeitig von einigen Sprechkünstlern (Schauspielern) bestritten wurde. Stellen aus den Propheten wurden verlesen, während anschliessend vier Reden in kurzer und würdiger Form die Bedeutung des Friedens unterstrichen. Herr Dr Guillermo Schlesinger, Oberrabbiner der Congregación, vertrat den jüdischen Standpunkt und wurde am Schluss seiner Ausführung mit starkem Beifall gelohnt. Ein zweiter Rabbiner, der als Vertreter der amerikanischen Reform angekündigt wurde, Rabb. Leon Klemcki, verlas eine Bibelstelle.. Die Veranstaltung hinterliess einen starken Eindruck auf die Anwesenden, zumal die abschliessenden Gesänge in einer künstlerisch hervorragenden Form vorgetragen worden waren. Allerdings konnte von einer wirklichen inneren Ergriffenheit der Massen nicht die Rede sein. Von welcher Seite ein amerikanischer Reformrrabbiner als jüdischer Repräsentant vorgeschlagen worden war, was uns unverständlich ist, konnte nicht ermittelt werden. Antisemitische Propaganda Auf der Tagung der Executive des Jüdischen Weltkongresses, die zur Zeit in London abgehalten wird, sprachen Mark Turkow, der Delegierte des JWK für Lateinamerika, und Dr. Isaak Goldenberg, der Präsident der DAIA, über die Pläne der antijüdischen Propaganda, die von der Arabischen Liga und den Kommunisten ln Argentinien gemeinsam vorbereitet werden. An der Tagung nahmen 25 der führenden jüdischen Persönlichkeiten aus vielen Ländern teil. Es wurde u. a. eine Resolution angenommen, die sich gegen die Haltung der So- ■ wjetunion richtet, welche durch ihre Propaganda antijüdische Stimmung und Hass stiftet und in der Ansicht schürt, die Lage im Mittleren Osten weiter zu komplizieren. In der Resolution wird das Bedauern des Jüdischen Weltkongresses zum Ausdruck gebracht, dass die derzeitige Führung der Sowjetunion antijüdische Propaganda entfa.tet, die von früheren Regierungen dieses Landes abgelehnt worden ist. Mit Nachdruck wird der Vergleich der zionistischen Befreiungsbewegung mit dem Nazismus, wie er in der Sowjetpresse wiederholt ausgesprochen wurde, zurückgewiesen und als eine Verhöhnung der jüdischen Opfer angeprangert. Gleichzeitig wird verlangt, dass die Juden in der Sowjetunion die gleichen Rechte wie alle anderen Bürger geniessen, und dass die jüdische Auswanderung zum Zweck der Wiedervereinigung auseinandergerisse. er Familien endlich gestattet werde. — Ein 80. Geburtstag Vor kurzem wurde Herr Dr: Karl Ludwig Allerhand, früher Czernowitz — Wien 80 Jahre alt. Er lebt heute in La Paz (Bolivien). Dr. Allerhand, der sich voller geistiger Frische erfreut, hat vom ersten Tage seiner Immigration an in a’len jüdischen Organisationen gearbeitet und sie mit aufgebaut. Er ist ein alter Literarische Notizen Ausstellung Der israelische Künstler Chaim Goldberg hat seine erste Einzelausstellung in den USA abgehalten, mit Skulpturen in Holz und Kupfer und mit Gemälden. Der Erlös war der Notstandsaktion des United Jewish Appeal zugedacht. Der 1917 geborene Künstler stammt aus Polen. T odesnachricht In Sao Paulo starb Jenny Segal-Klabin, Witwe des Malers Segal, eine bekannte Uebersetzerin von Goethe, Moliere und Rousseau ins Portugiesische. 70. Geburtstag In Israel wurde Ilse Blumenthal, Inhaberin des Verlags und des Druckereibetriebes der „Jedioth Chadaschoth“, 70 Jahre alt. Frau Blumenthal, die schon in jungen Jahren am Aufbau des Unternehmens mitgewirkt hat, führt nach dem Heimgang ihres Mannes vor 18 Jahren den Verlag zielbewusst und erfolgreich fort. Neue Synagoge In Creil, bei Paris, wurde durch Oberrabbiner Kaplan eine neue Synagoge eingeweiht. In zehn Jahren hat sich die Zahl der Synagogen auf dem Gebiet um Paris von acht auf vierzig erhöht. Prof. Max Kurrein s. A. In Israel starb vor kurzem Prof. Max Kurrein, eines der ältesten Mitglieder des Lehrkörper des Technion, im Alter von 89 Jahren. Der in Linz geborene Sohn eines Rabbiners studierte an der Technischen Hochschule in Prag; nach Ausbildungsjahren in London wurde er ausserordentlicher Professor an der Technischen Hochschule Berlin. Nach 1933 begründete er die mechanische Abteilung am Technion in Haifa. 1960 erhielt er den Rothschild-Preis. Bis vor kurzem war er trotz seines hohen Alters noch wissenschaftlich tätig. Todesnachricht Der in Deutschland geborene Musikverleger Louis Dreyfus, eine bedeutende Kraft hinter den Musikshows in London und New Y'ork, starb in England im Alter von 89 Jahren. Zionist und heute noch Vizepräsident der Federación Sionista de Boliyia und der Comunidad Israelita. Er geniesst grosses Ansehen und hat sich überall einen ausgezeichneten Namen geschaffen. C ATECA S.A. Directorio 5555 Buenos Aires T. E. 68 - 1017/18 y 1264 SUAVANDAR el calzado legítimo de espuma de goma;i¡U!llll!MIIM!!iÉiil!il! I! I IP 111 Hill!n lililí PASTEUR 254 . 2’ y 5“ pisos UL 4B-ns8. 1372 * Ajenos aire» dónelas económica* contador** públicos national** consúltate* de;empresmi ESPECIALISTAS EN SOCIEDADES ANONIMAS MI LUACH- (KALENDER) Freitag, den 12 Januar 11. Tewet Sonnabend, den j.3. Januar 12 Tewet Scha.obat WAJ’CHI Haftara: 1. Könige Kap. 2 Sonntag, den 14 Januar 13 Tewet Montag, den 15. Januar 14. Tewet Dienstag, den 16. Januar 15 Tewet Mittwoch, den 17. Januar 16 Tewet Donnerstag, den 18. Januar 17. Tewet Freitag, den 19 Januar 18. Tewet Sonnabend, den 20. Januar 19 Tewet Schabbat SCH MOT Haftara: Jesaja Kap. 27 u. 28 Sonntag, den 21 Januar 20. Tewet Montag, den 22. Januar 21. Tewet Dienstag, den 23. Januar 22 Tewe Mittwoch, den 24. Januar 23. Tewet Donnerstag, den 25. Januar 24. Tewet Freitag, den 26 Januar 25 Tewet Sonnabend, den 27. Januar 26 Tewe Schabbat WAERA Haftara: Jecheskei Kap. 28 Sonntag, den 28 Januar 27. Tewet Montag, den 29. Januar 28 Tewet Dienstag, den 30. Januar 29 Tewe* Mittwoch, den 31. Januar 1. Schwat

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