Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 29 (1968)
- Issue
- 2251 (12.1.1968)
- Date
- 1968-01-12
- Page
- [Seite 3] (sequence 3)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
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Vienes, 12 «te Euer* de 196* SEMátM ISRAELITA POLITIK UND KRIEG Die arabische Politik im Mittleren Osten geht immer noch von Gedanken der Revanche aus, wobei nicht geklärt ist. wofür eigentlich Rache genommen werden soll. Die Linie der arabischen Scharfmacher hat nicht mit Nasser begonnen, der einmal Israels Gefangener im Befreiungskrieg 1948 gewesen ist. Schon der Mufti von Jerusadem hatte seine Lebensaufgabe darin erblickt, die friedliche Zusammenarbeit zwischen Juden und Arabern auf dem Boden des damaligen Mandatslandes Palästina zu stören und unmöglich zu machen. Nur die unentschlossene britische Politik begünstigte den Mufti und dessen Bemühungen, wobei man es dahingestellt lassen kann, welche Interessen hiermit von den Engländern in jenen Jahren verfolgt worden sind. Denn letztlich war die britische Politik so fehlerhaft, dass England seinen Einfluss in allen vordertind mittelorientalischen Gebieten verloren hat. Der Mufti hatte seinerzeit versucht, die durchaus aussichtsvollen Ansätze einer arabisch-jüdischen Kooperation zu torpedieren, was den Kolonialherren deswegen nicht ungelegen kam, weil von B. B. SAMUEL Ai*a0nut Df ItlGRANQ COOPERATIV* o€ enema ltm DfSOE 1932 MERECE SO CONFIANZA CASA CENTftAt AM0W8AR 2968 AGENCIA N» l CA8IID0 3102 esq AGENCIA N° 2 CORRIENTES 2294 esa PASTEUR Hwafia de 12 a 16 Hs v iltofa atendemos iaoado* de 10 a 12 30 hs tnscrtpcidn en tramite ene* Registro de Entidades financieras no toncarías del Banco Central CAPITAL ftEAUZAOO ACTUA! % 270.000.000 sie auf diesem Wege mit ihrem alten Prinzip des „divide et impera!" beide Seiten zu beherrschen hofften. Der Mufti wandte sich dann scharf gegen die Engländer, denen er im Zweiten Weltkrieg den Dolchstoss zu versetzen bemüht war. Das wurde allerdings von den Juden zu einem guten Teil verhindert, deren Waffenbrüderschaft und bedingungslose Hilfe von den Engländern i.ngenommen, aber mit Undank 'belohnt wurde. Der Mufti wechselte die Fronten, lief zu Hitler über und stellte die mohammedanische SS, meist aus jugoslavischen Elementen bestehend, auf, die aber keine Rolle spielte, ebenso wenig wie der Mufti selbst. Zu seiner Zeit, als die Entscheidungen auf den Schlachtfeldern noch nicht definitiv gefallen waren, stellten die Haltung und die Machenschaften des Mufti für die Änderten jedenfalls eine Störung, wenn nicht eine ernste Bedrohung dar. Unter ganz anderen, völlig neuen Umständen hat der Hetzer Shukeiry die Rolle des Mufti übernommen, indem er sich in den Heroen der verlorenen Sache verwandelt hat. Mit dieser Mission vermochte er immerhin lange Jahre eine Rolle zu spielen, ebenfalls zu stören und die Befriedung des Mittleren Ostens unmöglich zu machen . Shukeiry konnte mit der Hilfe anderer arabischen Staaten rechnen, die mit Geld (an Shukeiry) ihre „Verpflichtungen“ gegenüber der panarabischen Sache ablösten. Die Palästina - Befreiungsarmee und andere mehr oder weniger existente Körperschaften bildeten den Hintergrund für das „Fischen im Trüben“ am Rande der Weltpolitik, das einem Mann ohne Land, ohne Menschen, ohne Auftrag und ohne grössere Mittel die Möglichkeit zuschob, eine gewisse Position einzunehmen. Nach der Absetzung Shukeirys aus seinen diversen „Aemtern ohne Amt" ist dieses Kapitel vorläufig abgeschlossen. Man darf jedoch damit rechnen, dass er einen Nachfolger finden wird, um die Mufti-Luftaktionen fortzusetzen. Gefährlicher als diese Entwicklungen, die dazu be¬ ALFRED0 STERN MALERARBEITEN F Ä CHMAENNISCHE ÄUSFUEHRUNG AUF WÜNSCH ZAHLUNGSERLEICHTERUNGEN VIDAL 1575 — FAST ECKE PINO Tel.: 76^9088 Teppichhaus - M. Hochberg Unairreichte Auswahl an handgeknüpften Tep. pichen in erstklassigen Qualitäten für jedes gemütliche Heim. 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Denn nur durch einen Krieg hofft er das verlorene Terrain in Politik und Wirtschaft, aber auch das verlorene Prestige wieder aufholen zu können. Diese Auffassung mag umso erstaunlicher sein, weil sich die Aegypter durch ihre fehlerhafte Politik dazu hinreissen Hessen, sich weitgenend in die Hand des Kreml zu begeben, der seine einmal eingenommene und gewonnene Position in ganz anderer Weise und viel hartnäckiger verteidigt als etwa Engländer oder Amerikaner. Auf diesen und ähnliche Artikel hat Levi Eshkol, der israelische Ministerpräsident geantwortet, dass sich die Israelis für weitere zwanzig Jahre Krieg und Auseinandersetzungen mit ihren Nachbarn vorbereiten sollen. Wenn die Araber wirklich wieder den Krieg wollen, so sollen sie wissen, dass Israels Position diesmal weit günstiger als vor dem Sechstagekrieg ist. Dayan war noch deutlicher. Er sagte schlicht, wir werden sie diesmal noch vernichtender schlagen. Warum hat man nach dem Sechstagekrieg nicht zum vernichtenden Schlag ausgeholt? Die Antwort, Israel wollte durch einen würdigen Frieden mit seinen Nachbarn neue Lebensbedingungen für den Mittleren Osten Drusen gleichgestellt Jerusalem. — Im JHaaretz“ wurde berichtet dass die Drusen, die ihrer Svmpathie für Israel offen Ausdruck geben und deren Söhne in der Armee Israels dienen. von nun an den jüdischen Bewohnern Israel? in jeder Hinsicht gleichgestellt und für sie eine „Drusen Abteilung“ — gesondert von der Abteilung für Minoritäten — errichtet werden soll Somit werden in Zukunft für die Drusen dieselbec Bestimmungen wie für indische Bewohner Israels bei aßen amtlichen Regelungen gelten. SOLARIS Der Anzug für wanne Tage, wie Sie sieh ihn wünschen. Innenand aussen meisterhaft ge. arbeitet Ein Anzug guten Stils. Masskleidnng - Fertigte Itiduitg Carlton Maipü 982 — 317845 (wen» es funktioniert) l schaffen, befriedigt wenig Denn Israel kannte die arabische Einstellung und musste wissen, dass die Araber nur dann zu Verhandlungen bereit sein würden, wenn sie keinen anderen Ausweg hatten. Israel hat in einer gLänzenden Form den Krieg gewonnen aber den Frieden nicht herzustellen verstanden. Auch die den Arabern sofort gewährte Freizügigkeit war ein Fehler. Damit hat man der Fünften (arabischen) Kolonne den Weg geebnet. Diese Menschen. Jahre und Jahre im Hass gegen Israel erzogen, werden nicht durch Grosszügigkeit, die sie doch nur als Schwäche auslegen, überzeugt, sondern nur durch Härte, durch das Gefühl, einem überlegenen Gegner gegenüberzustehen, der nicht mit sich spielen lässt. Denn Gewalt ist die einzige Sprache, die sie verstehen. Das mag bedauerlich sein, ist aber eine Tatsache. Uebrigens sind sie nicht die einzigen, die sich in einer solchen Lage befinden. Ob Krieg oder Frieden herrschen wird, hängt weder von Nasser und seinem Gefolgsmann Heikal noch von anderen einzelnen Politikern ab, sondern von den „Notwendigkeiten“ der Höheren Politik. Dass Israel jedoch auf alle Eventualitäten vorbereitet ist, dessen kann die Welt sicher sein A te XXIX. — N‘* 2251 - 3 LA SEMANA ISRAELITA SfcMANARlO INÜtPEND'ENTE Bs Aires - PUEVRREDON 2190, 1» izq. - 83-2613 11. Tewel 572* 12- Januar 19«* Der Suezkanal London. — Aegyptens Präsident Nasser kann nxht aliein entscheiden, ob der Si ezkanal geöffnet wird oder geschlossen ble'bt, dem die Beschlüsse werden sowohl in Tel Aviv wie in Kairo gefasst, schrieb die „Financial Times“. OeF Leitartikler des Blattes sieht zwar einen „Hoffnungsschimmer", doch glaubt er, dass noch eine geraume Zeit bis zur Wiedereröffnung des Kanals vergehen dürfte. (ITA) Schusswechsel am Jordan Jerusalem. — Gleich am ersten Tag des neuen Kalenderjahres kam es zu Zusammenstössen am Jordan, Lei denen ein längerer Schusswechsel stattfand. Verluste wurden israelischerseits nicht gemeMet. Verkauf von Fischen Gaza. — Fischer aus Gaza, die einen täglichen Fang von 10 bis 18 Tonnen machen, haben begonnen, die Fische in Israel, und zwar hauptsächlich am Jordan- Westuier zum Verkauf zu bringen. tkue Behoerde Tel Aviv. — Ein Beru- Cungsausschuss für Wo»J- ,ahrtsangelegenheiten bei dem jede Person, die -Jett von den Sozialbehörden Stadt benachteiligt fühlt, vorstellig werden kann wurde in Tel 4viv gegrüpdet. Den Vorsitz führt der stellvertretende telaviver Bürgermeister 1. M. Aora.nowitz. 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