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Jüdische Wochenschau · 1968-01-12 · 2251 (12.1.1968) · p. [Seite 5]

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
29 (1968)
Issue
2251 (12.1.1968)
Date
1968-01-12
Page
[Seite 5] (sequence 5)
Language
German, Spanish
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Vienwe, 12 de Enero de 1968 SEMANA ISRAELITA Afi«v XXIX. — Ni 2251 — 5 tizeri mit 9 fische Vii. iberg ¡¡’Hi a^ehaiten g. su-sS Polen nsller nicht l0rtrbJ% eine bekannt RVon Goethe, e 0Usseau ins 3g *!fde Sse Sh. lab«m des Vers Druckereibe. /«iioth Chada- Ja.hre alt. Frau dle schon in e,n am Aufbau 'flniens mitgelrt "ach dem s Mannes vor , Verlag zielerfolgreich fort. goge ’ Paris, mir- Oberrabbiner leue Synagoge zehn Jahren ahl der Syna- Gebiet um auf vierzig rrein s. A. arb vor kurlax Kuirein, •sten iMitglierkörper des Alter von 89 Linz gebo- Rabbiners er Techniin Prag; igsjahren in er ausserrofessor an Jicchsciiuie 1933 begrünmechanische Technion in t er den Bis vor itz seines Hissend gebo- Louis eutende Musiknd New England im bren. Jüdische Neger im Herzen Afrikas Tewet 12 Tewet 13 Tewet 14. Tewet 15 Tewet 16 Tewet 17. Tewet 18 Tewet 19 Tewet 20. Tewet 21. Tewet 22 Tewe 23 Tewet 24. Tewet 25 Tewet 26 Te#« 27. Tf* 28 Tewe 29 Te«f j Scb*at Die Morgendämmerung Ist dem Tageslicht gewichen, die Nebelschwaden teilen sich und die äquatorialafrikanische Buschlandschaft ist bereits deutlich sichtbar. Zwei Männer treten aus ihren Hütten, ■waschen sich am Brunnen, rücken sich ihre Kopfbedeckung zurecht, begehen «ich zu einem grossen, breiten Baum mitten im Dorfe, nehmen die beiden am Stamme hängenden heiligen Trommeln herunter und trommeln mit den Fingern eine eintönige Melodie. Sie rufen damit zum Gebet. Einer nach dem anderen kommen die Männer aus den einfachen, bescheidenen, ja ärmlichen Hütten und versammeln sich nach der Waschung in dem inmitten des Dorfes stehenden' Bethaus, einer langgestreckten, weissgetünchten Hütte mit einer einfachen Holztür und vergitterten Fenstern. Das Dach besteht aus Wellblech. In dem Betsaal stehen die Sitze der Länge nach zu beiden Seiten reihenweise und im vorderen Teile der Mitte befindet sich ein mit einem einfachen Tuch bedeckter Tisch. An diesen tritt der Vorbeter heran und beginnt das Gebet. Er trägt einen weissen Talit den jüdischen Gebetmantel Die meisten Männer sind zum Gottesdienst weiss gekleidet und tragen eine farbige Schärpe quer über der Brust. Sie nehmen an den Sitzen zur rechten Seite des Saales Platz, während die inzwischen ebenfalls eingetroffenen Frauen ihnen gegenüber sitzen. Eine Scheidewand zwischen Männern und Frauen, wie in traditionellen jüdischen Bethäusern. gibt es hier nicht. Die Liturgie dieser Sekte besteht aus ausgewählten Zitaten aus der Bibel in Luganda, der Sprache des Stammes Buganda, der im Lande Baganda im Staate Uganda lebt. Zum. Schluss des Gebetes liest der Rabbi die 13 Glaubensartikel des Rambam und die Gemeinde antwortet mit Amen. Wir befinden uns etwa 130 Kilometer von Kampala entfernt, mitten in einem schwer zugänglichen Gebiete des äquatorialafrikanischen Uganda, und die Beter sind Bayudaya (Einzahl: Muyudaya), eine Sekte aus dem Volke Buganda, die ohne irgendeinen Einfluss von aussen, völlig aus eigenem Antrieb das Judentum als ihre Religion gewählt haben. Zur Zeit der grossen politischen Umwälzung, die das ganze etwa 240.000 qkm umfassende Staatsgebiet von Uganda mit seinen an die acht Millionen Seelen zählenden Bevölkerung betreffen, spielt die kleine Gemeinde — oder Sekte — der Bayudaya nur eine geringfügige Rolle, a'ber diese Sekte wurde immerhin von der Regierung als jüdische Religionsgemeinschaft anerkannt. Ihre Geschichte Ist ausserordentlich interessant. Sie wurde bisher nur von Arje Oded, der an der Makerere-Universität in Kampala an einer Geschichte des Islam in Uganda arbeitet und mit dem ich während meines Besuches dort eine stundenlange Aussprache hatte, in einer Sondernummer über Afrika des „Misrach Hachadasch“ der Hebräischen Universität Jerusalem veröffentlicht. Als die Engländer im Einvernehmen mit dem Kabaka (König) von Buganda den Kampf gegen die kavon MEIR EAERBER tholischen Stämme und die Mohammedaner aufnahmen, wählten sie zum Heerführer der Truppen das Oberhaupt eines starken, kriegerischen Stammes. Mbale, und versprachen ihm. dass er König werden solle. Er eroberte Uganda für die Engländer, aber sie hielten ihr Versprechen nicht, sondern bestätigten ihn nur als Chef, als Stammeshäuptling. Die evangelischen Missionäre übersetzten für diesen Stamm die Bibel ins Luganda und nun studierten die Buganda mit aufgeschlossenem Herzen die Heilige Schrift, wussten nicht recht, das Neue zum Alten Testament in ein überzeugendes Verhältnis zu bringen, und so fanden sie, dass der Sabbath und nicht der Sonntag zu heiligen sei. So gelangte der Führer der Malaki, Mssau. und mit ihm seine Anhängerschaft selbst, ohne jeden äusseren Einfluss zum Judentum. Seither heissen sie Bayudaya. Die jüdische Sekte verbreitet sich, aber Mssau starb 1927. Inzwischen begannen seine Anhänger, alle Gebote und alle Feiertage, die sich aus der Bibel ergeben zu halten. Der geistige Führer traf in Kampala zum ersten Male einen Juden. Es scheint ein gewisser Josef, wahrscheinlich aus Aden, gewesen zu sein. Dieser klärte den Muyudaya über die Einzelheiten des Judentums auf, beseitigte Missverständnisse und machte ihn auch darauf aufmerksam, dass das Neue Testament überhaupt nicht dazugehöre. Da erst strichen die Bayudaya das Neue Testament aus ihrar Heiligen Schrift völlig. Als Mssau starb, gab es bereits 2.000 Bayudaya, nach seinem Tode fielen aber die meisten ab, denn die christlichen und die mohammedanischen Missionäre arbeiten in Afrika intensiv Später stieg die Zahl der schwarzen Juden wiederum auf 600. Sie haben acht tethäuser, fast in jedem ihrer Dörfer eines. Diese Synagogen bestehen aus grossen, rechteckigen Hütten. Ihr geistiges Oberhaupt ist Rabbi Schimschon Mugebe Israeli, der an der Türe seiner Hütte auch eine Mesusa hat, im Talit vorbetet und in der Bibel ausserordentlich bewandert ist. Seine Kinder wurden von Missionären dem Christentum zugeführt, aber der Enkel, ein strammer, intelligent aussehender Junge, ist aus eigener Initiative zum Judentum zurückgekehrt. Er hat die Mittelschule absolviert und soll demnächst Israel besuchen, um hier zum künftigen Rabbi seiner eigenartigen Gemeinde ausgebildet zu werden. Der Rabbi liest die Gebete in einer Melodie, die an die der Juden von Aden erinnert. Er trägt ein, zwei Sätze eines Bibelabschnittes vor und die Gemeinde sagt die darauffolgenden im Chor. Die Bayudaya sind, zum Unterschied von manchen anderen afrikanischen Stämmen, ein schöner hochgewachsener Menschenschlag mit intelligenten Gesichtszügen. Nach dem Sabbath-Gebete hält der Rabbi eine Predigt. Am Sabbath und an den Feiertagen wird nicht gearbeitet, am Sabbath auch nicht gekocht, am Jom Kipur gefastet. Die Bayudaya haben in ihren etwa zehn Dörfern zwanzig Lehrer, die sowohl allgemeinen wie auch Religionsunterricht geben. Rabbi Schimschon Mugebe Israeli kennt sich in der Bibel so gut aus, dass er aufgrund der Heiligen Schrift den Kalender und die Termine der Feiertage errechnet. Als sich ein Streit zwischen ihm und einigen Lehrer über die Korrektheit seiner Berechnungen erhob, wurde Arje Oded um Rat gefragt und anhand eines gedruckten, hebräischen Taschenkaienders aus Israel, den er mitbrachte, ergab sich klar, dass Rabbi Schimschon genau und verlässlich gerechnet hatte. Die Bayudaya bekennen sich in religiöser Hinsicht zum Judentum, nehmen auch die Beschneidung an ihren Söhnen vor, die übrigens in Afrika nichts Aussergewöhnliches ist, denn auch in manchen anderen Stämmen, 'wie beispielsweise im grossen und einflussreichen Stamme Kikuyu in Kenya, werden die Knaoen beschnitten, — aber sie sind gleichzeitig auch Patrioten Bugandas und wollen als Juden in Afrika leben bleiben. Sie denken nicht an eine Auswanderung nach Israel, aber es beschäftigt sie immer noch die Frage, ob denn Neger überhaupt Juden sein können, da im Judentum allgemein — wie isie im Laufe der Zeit erlfahren haben — eine weitgehende Identität zwisc) en Nationalität und Religion vorherrscht. Die Religionskämpfe in Uganda sieben mit den politischen in engem Zusammenhang. Es sind eigentlich Völker und nicht Stämme, die hier um die Vorherrschaft gerungen haben Im 16. Jahrhundert war das stärkste Königreich dieses Landes Bunyoro, daneben gab es Ankole, Toro und ein kleines Reich der Koki. Im 17. Jahrhundert errang Buganda auf Kosten seiner Nachbarvölker die Hegemonie. Aus Sansibar kamen die ersten fremden Araoer. König Kalem führte Jen Islam ein, aber Ende des 19. Jahrhunderts, 1890, drangen die Engländer mit ihrer afrikanischen Handels- und Kolonisationsgesellschaft vor, gewannen an Einfluss und 1894 wurde das Gebiet zu einem britischen Protektorat. Als sich der ägyptische Einfluss geltend machte, ■wollte sich König Mutesa von diesem nicht überspielen lassen, er verbündete sich mit dem Sultan von Sansibar und nahm den Islam an. Da versprach ihm der britische Forschungsreisende Sir Henry Morton Stanley englische Waffen und Unterstützung, und so nahm Mutesa das Christentum an, und die Missionäre kamen, erst die von den Engländern geförderten protestantischen und zwei Jahre später die von den Franzosen unterstützten Ka- Von der Jugend-Ali ja Jerusalem. — Am Ende des letzten Schuljahres befanden sich, nach dem Büre für Statistik, 9.284 Jugendliche in Institutionen der Jugendalija, sei es Dörfern Jugendgruppen oder. Kibbuzim. Sie stammen aus 60 verschiedenen Ländern, 2 910 aus afrikanisenen Ländern, 2.602 aus Israel. 1.664 aus Osteuropa, 1.167 tholischen. Nun konkurrierten der Protestantismus der Katholizismus und der Islam um die Seelen der Afrikaner, und hinter jeder der drei Religionen standen um Einfluss und Vorherrschaft ringende politische Mächte. Jetzt sind die Demokraten katholisch, die Uganda Volks-Kongresspartei (UPC) des Präsidenten Milton Obote, der eine evangelische Missionsschule besucht hat, ist protestantisch, und angesichts des ungefähren Gleichgewichtes zwischen Protestanten und Katholiken bilden die Mohammedaner das Zünglein an der innnerpolitischen Waage Sie unterstützten, seit Obote herrscht, die Regierungspartei und diese respektiert dafür ihrerseits den Isiam Das geht so weit, dass der mohammedanische Feiertag Id al-Fitr in Uganda zum Staatsfeiertag erklärt wurde. Die Mohämmedaner nehmen auch an der Regierung teil und der Landwirtschaftsminister und der Arbeitsminister sowie einige Parlamentarier sind Moslems. aus dem Mittleren Osten, 439 aus amerikanischen Ländern. 313 aus Asien und Australien, 179 aus Zentral- und Westeuropa. In Israel sind 2.602 geboren, 2.665 in Marokko, 1.025 in Rumänien. 151 sind unter 13 Jahre. 1.373 zwischen 13 und 14 Jahren alt. und 7 760 sind 15 und mehr Jahre. 6,215 kommen aus einer intakten Familie, 841 aus geschiedenen Ehen, 1.501 sind Halbwaisen und 114 Vollwaisen. Von 613 bestand keine >nformation über die Situation der Familie. Anlass für den Wunsch, von der Jugendalija aufgenommen zu werden, waren für 3.937 der Status als Neueinwanderer, für 433 Lernschwierigkeit, 1.073 Familienprobleme, 1.347 finanzielle Probleme, 611 keine geeignete Schule in der Nachbarschaft. 629 die inii tiative eines Betreuers und 1.254 verschiedene Gründe. In landwirtschaftlichen Siedlungen lernen 2.804. in Kinderdörfern und anderen Erziehungsinstituten 5.866, in Ramat Hadassa 179. in Kiriat Jearim 96 und unter individueller Betreuung 339. Abkommen mit der Schweiz Jerusalem. — Von Vertretern des israelischen Verkehrs- und Aussenministeriums und der Luftlinie .EI- AI“ wurden unlängst in Bern Verhandlungen aoge* schlossen, die der israelischen Gesellschaft erwedei'- te Landungsrechte in der Schweiz sichern. SANCO COMERCIAL DE BUENOS AIRES inauguró su agencia N° 2 en Villa Crespo AV. CORRIENTES 5286 ’lluevas puertas que el Banco Comercial de Buenos Aires’ abre para servir al pujante barrio de Villa Crespo. Una^tlamante casa nacida en el mejor año del Banco: su Año de Oro. COMERCIAL DE BUENOS siempre ofrece algo, más Casa Centrar: CORRIENTES 2037 Agencia NO 1: AV. SAN MARTIN 1951 Agencia N*? 2: CORRIENTES 5286 (Sede Provisoria)

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